Kategorie: Handelsrecht

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Delegated Act zu Art. 8 EU Taxonomie fĂĽr Finanzunternehmen von der EU Kommission verabschiedet

Am 6. Juli 2021 hat die Kommission den delegierten Rechtsakt zu Artikel 8 der EU Taxonomie (C(2021) 4987 final) verabschiedet, der die von Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen offenzulegenden Informationen zur Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeiten enthält. Der delegierte Rechtsakt wird nun im Rahmen des Mitgesetzgebungsverfahrens dem Europäischen Parlament und dem Rat für einen viermonatigen Zeitraum, der einmal um zwei Monate verlängert werden kann, zur Prüfung vorgelegt.

Festgelegt wird, welche Informationen ĂĽber den der EU-Taxonomie entsprechenden Anteil der Geschäfts- oder Investitionstätigkeit groĂźe Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen nach welcher Methodik in welcher Form offenzulegen haben. Ich konzentriere mich in meinem Blogbeitrag auf Finanzunternehmen ĂĽber die Neuerungen fĂĽr Nicht-Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Bernd Kliem.

Delegierter Rechtsakt zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten für Nicht-Finanzunternehmen veröffentlicht

Der finale delegierte Rechtsakt zu den neuen Berichtspflichten nach Art. 8 der Taxonomie-Verordnung wurde letzte Woche von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Dieser Rechtsakt komplementiert die Vorgaben, die zur Konkretisierung der Berichtspflichten von den betroffenen Unternehmen benötigt werden. Ich konzentriere mich nachfolgend auf die Unternehmen der Realwirtschaft (sog. Nicht-Finanzunternehmen), über die Neuerungen für Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Peter Flick.

FĂĽPoG II auf der Zielgeraden: Keine Ăśberraschungen im Bericht des Familienausschusses

Das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst – kurz FüPoG II – ist auf der Zielgeraden. Gestern wurde die Beschlussempfehlung und der Bericht des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Regierungsentwurf des Gesetzes veröffentlicht. Heute stimmt der Bundestag über den Gesetzesentwurf in der Fassung des Ausschusses ab. Wenn danach der Bundesrat keinen Einspruch einlegt, steht der Inhalt des Gesetzes fest.

Verhandlungsdurchbruch beim Ertragsteuerinformationsbericht

Seit Jahren wird auf EU-Ebene diskutiert, die EU-Bilanzrichtlinie in Form einer Änderungsrichtlinie um Regelungen zu einem sogenannten Ertragsteuerinformationsbericht zu erweitern. Dessen Ziel ist eine öffentliche Kontrolle, ob in der EU tätige Unternehmen Steuern dort zahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Zu diesem Zweck wird – in Form eines „Public Country-by-Country Reporting“ – vorgeschlagen, dass multinationale Unternehmen bzw. Gruppen mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro einen Bericht mit umfangreichen Angaben öffentlich zugänglich machen. Zu diesen Angaben zählen beispielsweise die Anzahl der Mitarbeitenden, die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Ertragsteuern, die gezahlten und die noch zu zahlenden Ertragsteuern. Die Angaben sind je EU-Mitgliedstaat und je Steueroase („Schwarze Liste“) zu machen, außerdem für Länder der sogenannten „Grauen Liste“.

Folge 25 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online – zu einem brandaktuellen Thema, dem Vorschlag der Europäischen Kommission zur umfassenden Überarbeitung der nichtfinanziellen Berichtspflichten der CSR-Richtlinie. Nicolette Behncke und Nina Schäfer erläutern die wichtigsten geplanten Maßnahmen auf EU-Ebene und zeigen auf, welche Herausforderungen damit auf viele Unternehmen in Deutschland zukommen.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

Entwurf des delegierten Rechtsakts zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten verspricht Finanzunternehmen Erleichterungen fĂĽr das erste Berichtsjahr

Am 7. Mai 2021 veröffentlichte die Europäische Kommission den Entwurf fĂĽr den delegierten Rechtsakt zur Konkretisierung der Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung sowie ergänzende FAQs). Der Entwurf konkretisiert die Pflichten zur Offenlegung fĂĽr Finanzunternehmen (“financial undertakings”) im Sinne der Verordnung, d. h. fĂĽr Kreditinstitute, Vermögensverwalter, Wertpapierfirmen, Versicherungs- und RĂĽckversicherungsunternehmen.

Die Transparenzpflichten des Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 enthalten keine Vorgaben zu den Angabepflichten für wesentliche Leistungsindikatoren von Finanzunternehmen. Der vorliegende Entwurf ergänzt daher Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 und legt die für Finanzunternehmen offenzulegenden Informationen fest.

Entwurf des delegierten Rechtsakts zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten verspricht Unternehmen der Realwirtschaft Erleichterungen fĂĽr das erste Berichtsjahr

Am Freitag, den 7. Mai 2021 veröffentlichte die Europäische Kommission den Entwurf für den delegierten Rechtsakt zur Konkretisierung der Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung (einen kurzen Einstieg in das Thema vermittelte ich in meinem Beitrag vom 18. Juni 2020) sowie ergänzende FAQs. Der Entwurf enthält Hinweise zur Umsetzung der geforderten Angaben für Unternehmen der Realwirtschaft, Asset Manager, Kreditinstitute sowie Versicherungsunternehmen. Ich konzentriere mich nachfolgend auf die Unternehmen der Realwirtschaft, über die Neuerungen für Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Peter Flick.

Keine Sofortabschreibung digitaler Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz

Nach einem BMF-Schreiben vom 26. Februar 2021 ist es steuerlich zulässig, in Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2020 enden, sogenannte digitale Wirtschaftsgüter – im BMF-Schreiben näher spezifizierte Computerhardware und für die Dateneingabe und -verarbeitung erforderliche Betriebs- und Anwendersoftware – sofort aufwandswirksam als Betriebsausgabe geltend zu machen. Dieses Wahlrecht darf nicht nur auf entsprechende neu angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsgüter, sondern auch auf entsprechende Wirtschaftsgüter angewandt werden, die in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft oder hergestellt wurden.