Kategorie: Handelsrecht

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European Corporate Reporting Lab @EFRAG: Arbeitsgruppe legt Abschlussbericht ĂŒber Empfehlungen fĂŒr europĂ€ische nichtfinanzielle Berichtsstandards vor

Die Project Task Force (PTF) des European Corporate Reporting Lab @EFRAG (European Lab) hat ihren Abschlussbericht mit Empfehlungen zur Entwicklung möglicher EU-Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgelegt. Diese Empfehlungen werden in die endgĂŒltigen Überlegungen der EuropĂ€ischen Kommission zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie einfließen, die fĂŒr den 21. April 2021 geplant ist. Über die Bildung der Arbeitsgruppe hatten wir zuvor am 08. September 2020 an dieser Stelle informiert. 

EuropÀische Aufsichtsbehörden veröffentlichen finale Empfehlungen zu den Berichtspflichten der Taxonomie-Verordnung

Am 1. MĂ€rz 2021 haben die drei europĂ€ischen Aufsichtsbehörden ESMA (fĂŒr Unternehmen der Realwirtschaft und Asset Manager), EBA (fĂŒr Kreditinstitute) und EIOPA (fĂŒr Versicherungsunternehmen) ihre finalen Empfehlungen an die EuropĂ€ische Kommission zur Konkretisierung der nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung veröffentlicht. Diesen Empfehlungen waren entsprechende EntwĂŒrfe und im Fall der ESMA auch eine öffentliche Konsultation vorausgegangen, ĂŒber die ich in meinem Blogbeitrag vom 9. November 2020 berichtet habe.

Empfehlungen des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung fĂŒr eine zukunftsgerichtete Unternehmensberichterstattung

Der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung hat gestern seinen Abschlussbericht „Shifting the Trillions“ mit 31 Empfehlungen fĂŒr ein nachhaltiges und zukunftsfĂ€higes Finanzsystem vorgelegt. Eines der zentralen Ziele ist es, durch eine zukunftsgerichtete, vergleichbare und transparente Berichterstattung der Unternehmen Kapitalströme in Innovationen und nachhaltige GeschĂ€ftsmodelle zu lenken. Dementsprechend empfiehlt der Beirat eine Ausweitung von Anwendungsbereich und Inhalt der nichtfinanziellen Berichtspflichten in Deutschland. Vor dem Hintergrund der anstehenden Überarbeitung der CSR-Richtlinie auf europĂ€ischer Ebene (lesen Sie dazu meinen Blogbeitrag vom 30. Juli 2020) kommt den Empfehlungen besondere Bedeutung zu.

Deutsches Lieferkettengesetz kommt noch in der aktuellen Legislaturperiode

Nach langem Ringen hat die Bundesregierung am Freitag eine Einigung zum Lieferkettengesetz verkĂŒndet. Das Gesetz soll noch in der laufenden Legislaturperiode verabschiedet werden. Wie ich berichtete, zeichnete sich bereits zum Abschluss des Monitorings des Nationalen Aktionsplans fĂŒr Wirtschaft und Menschenrechte im Juli 2020 ab, dass allein eine freiwillige Verpflichtung von Unternehmen nicht zu einer ausreichenden Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten fĂŒr die Achtung der Menschenrechte gefĂŒhrt haben soll. Gesetzlich verbindliche Vorgaben wurden seitdem intensiv hinter den Kulissen diskutiert. 

Folge 22 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Der neueste Beitrag unserer Webcast-Reihe “PwC Accounting and Reporting Talks” ist nun verfĂŒgbar. In der aktuellen Folge sprechen Peter Flick und Christian Mertes erneut ĂŒber das Thema IBOR-Reform. Aufbauend auf den Inhalten unseres ersten Beitrags zu diesem Thema steht diesmal – anlĂ€sslich des kĂŒrzlich erfolgten Endorsements – die Phase 2 des IASB-Projekts zur IBOR-Reform im Fokus. DarĂŒber hinaus wird auch die Verlautbarung des IDW zur Abbildung des sog. „Discounting Switch“ nach HGB thematisiert.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouToube, wie immer auf Deutsch und nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

Neuer Kompromissvorschlag zum Ertragsteuerinformationsbericht

Seit vielen Jahren wird auf EU-Ebene diskutiert, die EU-Bilanzrichtlinie um Regelungen zu einem sogenannten Ertragsteuerinformationsbericht zu erweitern. Dessen Ziel ist eine öffentliche Kontrolle, ob in der EU tĂ€tige Unternehmen Steuern dort zahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Zu diesem Zweck wird – in Form eines „Public Country-by-Country Reporting“ – vorgeschlagen, dass multinationale Unternehmen bzw. Gruppen mit einem weltweiten Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro einen Bericht mit umfangreichen Angaben je EU-Mitgliedstaat und je Steueroase auf ihrer Website oder in einem öffentlichen Register fĂŒr mindestens fĂŒnf Jahre zugĂ€nglich machen. Zu diesen Angaben zĂ€hlen beispielsweise die Anzahl der Mitarbeiter, die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Ertragsteuern, die gezahlten Ertragsteuern und die noch zu zahlenden Ertragsteuern.

Regierungsentwurf des FĂŒPoG II beschlossen

In 2015 ist das erste FĂŒhrungspositionengesetz in Kraft getreten. Dieses sieht eine fixe Quote (mindestens 30%) an Frauen und MĂ€nnern fĂŒr AufsichtsrĂ€te börsennotierter und zugleich paritĂ€tisch mitbestimmter Unternehmen sowie eine „flexible Quote“ (ZielgrĂ¶ĂŸe) an Frauen in AufsichtsrĂ€ten, GeschĂ€ftsfĂŒhrungsorganen und den obersten beiden FĂŒhrungsebenen unterhalb des GeschĂ€ftsfĂŒhrungsorgans börsennotierter oder mitbestimmter Unternehmen vor, außerdem korrespondierende Berichtspflichten in der ErklĂ€rung zur UnternehmensfĂŒhrung.

Mitgliedstaatenwahlrecht zur Verschiebung der ESEF-Anforderungen

Nach dem ESEF-Umsetzungsgesetz, das entsprechende EU-Vorgaben, nĂ€mlich die Transparenzrichtlinie, in deutsches Recht umsetzt, mĂŒssen WpHG-Inlandsemittenten ihre Rechnungslegungsunterlagen (AbschlĂŒsse, Lageberichte und „Eide“) fĂŒr GeschĂ€ftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2019 beginnen, ESEF-konform, d.h. in einem einheitlichen elektronischen Format, offenlegen. Diese ESEF-konform wiedergegebenen Unterlagen sind durch den AbschlussprĂŒfer zu prĂŒfen. Ich habe darĂŒber bereits mehrfach berichtet, ausfĂŒhrlicher beispielsweise in meinem Blogbeitrag am 24. Januar zum Regierungsentwurf dieses Gesetzes.