Kategorie: IFRS

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BaFin wendet aktualisierte ESMA-Leitlinien zum Enforcement an

Die BaFin hat bekannt gegeben, zum 1. Januar 2022 die deutsche Fassung der aktualisierten Leitlinien zur Ăśberwachung von Finanzinformationen (Enforcement) anzuwenden.

Die ESMA hatte bereits in 2020 die aktualisierten Leitlinien veröffentlicht, die Änderungen der Leitlinien 5, 6, 6a und 6b enthalten haben. Sofern von den einzelnen Enforcement-Behörden keine frühere Anwendung beschlossen wurden, sollten diese Überarbeitungen am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Mit der Übernahme der alleinigen Verantwortung für die Bilanzkontrolle in Deutschland nach dem Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) hat die BaFin nunmehr auch die Anwendung der aktualisierten Leitlinien bekannt gegeben (Mitteilung der BaFin).

Folge 32 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat Ende Oktober die gemeinsamen europäischen PrĂĽfungsschwerpunkte fĂĽr die finanzielle Berichterstattung bekannt gegeben. Ende November hat die Bundesanstalt fĂĽr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) diese um einen nationalen Schwerpunkt ergänzt. Bernd Kliem und Robert Linder geben einen Ăśberblick ĂĽber die PrĂĽfungsschwerpunkte der Bilanzkontrolle fĂĽr 2022. 

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IASB fordert Verbesserung der Informationen zu Reverse-Factoring-Vereinbarungen

In seinem kĂĽrzlich veröffentlichten Entwurf ED/2021/10 “Supplier Finance Arrangements“ schlägt der IASB Ă„nderungen an IAS 7 und IFRS 7 vor, die verbesserte Informationen zu sog. Reverse-Factoring-Vereinbarungen fordern. 

Ausgangspunkt für die Überlegungen des IASB war die Einschätzung, dass die hierzu durch die Unternehmen derzeit bereitgestellten Informationen den Informationsbedürfnissen der Investoren nicht gerecht werden.

Neues zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten – Erneute Ă„nderungen an IAS 1 vorgeschlagen

Im Januar 2020 hatte der IASB eine Änderung an IAS 1 veröffentlicht, die klarstellte, dass sich die Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig nach den Rechten richtet, über die das bilanzierende Unternehmen am Abschlussstichtag verfügt. Darin wurde auch geregelt, wie Rechte zum Aufschub der Erfüllung einer Verbindlichkeit, die von dem Vorhandensein bestimmter künftiger Bedingungen abhängig sind, bei der Klassifizierung der Verbindlichkeit als kurz- oder langfristig zu berücksichtigen sind.

BaFin gibt nationalen Prüfungsschwerpunkt und zusätzliche Hinweise für 2022 bekannt

Zusätzlich zu den Prüfungsschwerpunkten der ESMA wird die BaFin bei der Prüfung der IFRS Abschlüsse 2021 einen Fokus auf die immer häufiger eingesetzten Lieferkettenfinanzierungen (Reverse Factoring) legen. Beim Reverse Factoring handelt es sich um Vereinbarungen, in denen sich Käufer und Verkäufer darauf verständigen, dass die Schuld des Käufers von einem Drittunternehmen beglichen wird. Im Rahmen ihrer Prüfungen will die BaFin vor allem auf den Ausweis von Reverse-Factoring-Transaktionen in Bilanz und Kapitalflussrechnung achten. Zudem wird sie die Angaben im Anhang und Lagebericht überprüfen. Zur Abbildung im IFRS Konzernabschluss hat das IFRS IC im Rahmen einer Agenda Entscheidung im Dezember 2020 konkretisierende Vorgaben veröffentlicht (siehe hierzu auch IFRS für die Praxis).

Endorsement IFRS 17 “Versicherungsverträge“

Am 19. November hat die EU-Kommission den Endorsementprozess abgeschlossen und IFRS 17 „Versicherungsverträge“ mit der Verordnung EG/2021/2036 in europäisches Recht übernommen; die Entscheidung und die entsprechende Verordnung wurden am 23. November veröffentlicht. Die Neuregelungen sind wirksam für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Die Vorschriften zur Gruppierung von Versicherungsverträgen wurden dabei allerdings nicht vollständig übernommen. Während in der vom IASB verabschiedeten Fassung Verträge, die mit mehr als einem Jahr Abstand voneinander ausgestellt wurden, nicht in ein und dieselbe Gruppe aufgenommen werden dürfen, sieht die EU-Fassung unter bestimmten Voraussetzungen ein Wahlrecht für die Unternehmen vor, von diesem Grundsatz der Jahreskohorten abzuweichen. Nutzt ein Unternehmen dieses Wahlrecht, hat es dies mit weiteren Erläuterungen im Anhang anzugeben.

Folge 31 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Im Mai 2021 hat der IASB die Ă„nderungen an IAS 12 zu latenten Steuern auf Vermögenswerte und Schulden, die aus einer einzigen Transaktion resultieren, veröffentlicht. In der Praxis hat dies voraussichtlich Auswirkungen fĂĽr latente Steuern auf Leasingverhältnisse und RĂĽckbauverpflichtungen. Nicole Optenkamp und Lisa Schoop erläutern die Anpassungen und ihre möglichen Auswirkungen. 

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