Kategorie: Sustainability

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Neues von der Global Reporting Initiative (GRI)

Am 5. Oktober 2021 veröffentlichte die Global Reporting Initiative (GRI) die ĂŒberarbeiteten GRI-Universalstandards GRI 1: „Foundation“, GRI 2: „General Disclosures“ und GRI 3: „Material Topics“ (Link).

Die Standards der GRI haben sich global, aber auch in Deutschland als Rahmenwerk fĂŒr die nichtfinanzielle Berichterstattung etabliert. Die Überarbeitung der GRI-Universalstandards stellt ein umfangreiches Projekt der GRI-Organisation dar und beinhaltet etliche zum Teil auch wesentliche Änderungen an den bisherigen Standards.

Die Universalstandards gelten fĂŒr alle Organisationen. GRI 1 bildet den Ausgangspunkt der GRI-Berichterstattung. Er enthĂ€lt eine Systematisierung der GRI-Standards, erklĂ€rt, wie diese anzuwenden sind und erlĂ€utert die wichtigsten Konzepte und Prinzipien sowie Anforderungen an die GRI-Berichterstattung.

GRI 2 umfasst geĂ€nderte Offenlegungsvorschriften fĂŒr kontextbezogene Informationen ĂŒber das berichtende Unternehmen wie z. B. die Organisationsstruktur, Berichtsverfahren, Mitarbeiter UnternehmensaktivitĂ€ten, Governance, Unternehmensstrategie und Richtlinien sowie den Einbezug von Stakeholdern. Diese Angaben geben einen Einblick in Profil und GrĂ¶ĂŸe einer Organisation und helfen, die Auswirkungen eines Unternehmens auf sein Umfeld besser zu verstehen.

In GRI 3 sind ĂŒberarbeitete Regelungen zur Identifizierung der Themen zu finden, die fĂŒr das Unternehmen wesentlich sind. Es werden die Schritte zur Ermittlung dieser Themen erlĂ€utert und beschrieben, wie die neuen Sektorstandards in diesen Prozess einzubeziehen sind. DarĂŒber hinaus sind auch neue bzw. ĂŒberarbeitete Offenlegungsanforderungen enthalten (z. B. Auflistung wesentlicher Themen, Verfahren zur Bestimmung wesentlicher Themen, Handhabung wesentlicher Themen durch das Unternehmen).

Klima-Taxonomie kann erst im Dezember 2021 in Kraft treten

Mit dem delegierten Rechtsakt zu den Umweltzielen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel (sog. Klima-Taxonomie) werden die technischen Bewertungskriterien festgelegt, die zur Bestimmung einer ökologisch nachhaltigen WirtschaftstĂ€tigkeit i.S.d. EU-Taxonomie erforderlich sind. Unternehmen benötigen diese Informationen, um ihre neuen Berichtspflichten nach Art. 8 der Taxonomie-Verordnung zu erfĂŒllen.

EFRAG veröffentlicht erstes Arbeitspapier fĂŒr einen europĂ€ischen Klimastandard

Die EFRAG-Arbeitsgruppe fĂŒr europĂ€ische Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (PTF-ESRS) hat ein ausfĂŒhrliches Arbeitspapier des Prototyps fĂŒr einen Klimastandard veröffentlicht. Das Papier ist kein öffentliches Konsultationsdokument, sondern dient der Information der Öffentlichkeit und gewĂ€hrt Einblicke in den aktuellen Stand der fachlichen Arbeit. So ist z.B. das AnknĂŒpfen des Arbeitspapiers an international verbreitete Standards, insbesondere der TCFD, zu beachten.

Parallel hierzu arbeitet die PTF-ESRS weiterhin an EntwĂŒrfen zu allen anderen im Vorschlag zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EuropĂ€ischen Kommission genannten Nachhaltigkeitsaspekten, die bis Mitte 2022 vorgelegt werden sollen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die PTF-ESRS ErklĂ€rungen zur Zusammenarbeit mit GRI und Shift unterzeichnet hat. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen die Erfahrungen von GRI im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung und von Shift im Bereich der Menschenrechte bei der Entwicklung der StandardentwĂŒrfe genutzt werden.

Erste VorschlĂ€ge fĂŒr technische Bewertungskriterien zu den verbleibenden Umweltzielen der EU-Taxonomie veröffentlicht

Die Platform on Sustainable Finance (PSF) hat am 3. August 2021 einen ersten Entwurf fĂŒr technische Bewertungskriterien („technical screening criteria“) zu den verbleibenden Umweltzielen der EU-Taxonomie veröffentlicht. Dabei handelt es sich um:

  • die nachhaltige Nutzung und den Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;
  • den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft,
  • die Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung und
  • den Schutz und die Wiederherstellung der BiodiversitĂ€t und Ökosysteme.

IDW veröffentlicht Knowledge Paper zur Bilanzierung „grĂŒner“ Finanzierungen

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung “grĂŒner” Finanzinstrumente und den praktischen Herausforderungen der bilanziellen Abbildung derartiger Instrumente, hat das IDW heute ein Knowledge Paper veröffentlicht. Unter “grĂŒnen” Finanzierungen werden dabei Finanzierungen verstanden, die ESG-Faktoren (Environment, Social, Governance) berĂŒcksichtigen (z. B. Green Bonds, Green Loans oder ESG-gebundene Instrumente).

Delegated Act zu Art. 8 EU Taxonomie fĂŒr Finanzunternehmen von der EU Kommission verabschiedet

Am 6. Juli 2021 hat die Kommission den delegierten Rechtsakt zu Artikel 8 der EU Taxonomie (C(2021) 4987 final) verabschiedet, der die von Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen offenzulegenden Informationen zur Nachhaltigkeit ihrer TĂ€tigkeiten enthĂ€lt. Der delegierte Rechtsakt wird nun im Rahmen des Mitgesetzgebungsverfahrens dem EuropĂ€ischen Parlament und dem Rat fĂŒr einen viermonatigen Zeitraum, der einmal um zwei Monate verlĂ€ngert werden kann, zur PrĂŒfung vorgelegt.

Festgelegt wird, welche Informationen ĂŒber den der EU-Taxonomie entsprechenden Anteil der GeschĂ€fts- oder InvestitionstĂ€tigkeit große Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen nach welcher Methodik in welcher Form offenzulegen haben. Ich konzentriere mich in meinem Blogbeitrag auf Finanzunternehmen ĂŒber die Neuerungen fĂŒr Nicht-Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Bernd Kliem.

Delegierter Rechtsakt zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten fĂŒr Nicht-Finanzunternehmen veröffentlicht

Der finale delegierte Rechtsakt zu den neuen Berichtspflichten nach Art. 8 der Taxonomie-Verordnung wurde letzte Woche von der EuropĂ€ischen Kommission veröffentlicht. Dieser Rechtsakt komplementiert die Vorgaben, die zur Konkretisierung der Berichtspflichten von den betroffenen Unternehmen benötigt werden. Ich konzentriere mich nachfolgend auf die Unternehmen der Realwirtschaft (sog. Nicht-Finanzunternehmen), ĂŒber die Neuerungen fĂŒr Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Peter Flick.

Folge 25 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online – zu einem brandaktuellen Thema, dem Vorschlag der EuropĂ€ischen Kommission zur umfassenden Überarbeitung der nichtfinanziellen Berichtspflichten der CSR-Richtlinie. Nicolette Behncke und Nina SchĂ€fer erlĂ€utern die wichtigsten geplanten Maßnahmen auf EU-Ebene und zeigen auf, welche Herausforderungen damit auf viele Unternehmen in Deutschland zukommen.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.