Jährliche Archive: 2014

Weiterhin Rückstellungspflicht für ausschließlich gesellschaftsvertraglich bedingte Prüfungspflicht

Der BFH hat mit Urteil vom 5. Juni 2014 (Az. IV R 26/11) entschieden, dass für eine Verpflichtung zur Prüfung des Jahresabschlusses einer Personenhandelsgesellschaft keine Rückstellung gebildet werden darf, wenn sich diese Verpflichtung nicht aus einem Gesetz, sondern ausschließlich aus dem Gesellschaftsvertrag ergibt. Demgegenüber war der Hauptfachausschuss (HFA) des IDW bisher der Auffassung, dass auch für eine ausschließlich gesellschaftsvertraglich bedingte Prüfungspflicht eine Rückstellung zu passivieren ist, da im Verhältnis zur Gesellschaft die Gesellschafter Dritte seien […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Basis für die Beurteilung des Kriteriums „wesentliche Teile des gesamten Outputs“

Das IFRS IC diskutierte, ob die Menge oder der monetäre Wert des Outputs im Rahmen der Beurteilung der sonstigen Sachverhalte und Umstände (other facts and circumstances) maßgebend für die Einschätzung ist, ob die Partner der gemeinsamen Vereinbarung wesentliche Teile des gesamten Outputs abnehmen. Hierzu bemerkte das IFRS IC unter Verweis auf IFRS 11.B31-32, dass die folgenden Bedingungen erfüllt sein müssen, damit eine gemeinsame Vereinbarung im Rahmen der Beurteilung der sonstigen Sachverhalte und Umstände als gemeinschaftliche […]

Bewertung einer Steuerrisikoposition (uncertain tax position)

Das IFRS IC hatte bereits in seiner Juli-Sitzung über den Ansatz einer unsicheren Steuerforderung entschieden. Es wurde final klargestellt, dass für den Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einer Steuerrisikoposition – z. B. bei einem steuerrechtlich strittigem Sachverhalt – IAS 12 anzuwenden ist. Danach erfolgt ein Ansatz, wenn eine Zahlung oder eine Erstattung für das Steuerrisiko wahrscheinlich (probable) ist. Das IFRS IC hatte bereits im September entschieden, dass das Entdeckungsrisiko nicht in der Bewertung zu […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Analyse sonstiger Tatsachen und Umstände: Beschaffenheit des Outputs einer gemeinsamen Vereinbarung

Das IFRS IC stellte fest, dass die Beschaffenheit des Outputs (austauschbar oder spezialgefertigt) einer gemeinsamen Vereinbarung im Rahmen der Beurteilung der sonstigen Sachverhalte und Umstände (other facts and circumstances) kein maßgebliches Kriterium für die Frage der Klassifizierung der gemeinsamen Vereinbarung als gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) oder Gemeinschaftsunternehmen (joint venture) darstellt. Die Beschaffenheit des Outputs hat somit keinen Einfluss auf die Klassifizierungsentscheidung. Die bestehenden Regelungen der IFRS sind aus Sicht des IFRS IC ausreichend und bedürfen […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Analyse sonstiger Tatsachen und Umstände: Maßgeblichkeit einer Finanzierung durch Dritte

Im Zusammenhang mit der Analyse der Bedingung „sonstige Tatsachen und Umstände“ (other facts and circumstances)  i. S. d. IFRS 11.B15(b)(iii) diskutierte das IFRS IC des Weiteren, ob eine Finanzierung durch einen Dritten der Einstufung einer gemeinschaftlichen Vereinbarung (joint arrangement) als gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) entgegensteht. Das IFRS IC äußerte die Auffassung, dass eine Finanzierung einer gemeinschaftlichen Vereinbarung durch Dritte für sich genommen einer Einstufung als gemeinschaftliche Tätigkeit nicht widerspricht, solange die Abnahme des Outputs durch die Partner gewährleistet, […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Analyse sonstiger Tatsachen und Umstände: Maßgeblichkeit eines Marktpreises

Im Zusammenhang mit der Analyse der Bedingung sonstige Tatsachen und Umstände (other facts and circumstances) i. S. d. IFRS 11.B15(b)(iii) diskutierte das IFRS IC, ob die Abnahme des gesamten Outputs durch die Partner zum Marktpreis der Einstufung einer gemeinschaftlichen Vereinbarung (joint arrangement) als gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) entgegensteht. Das IFRS IC äußerte die Auffassung, dass eine Abnahme zum Marktpreis isoliert betrachtet der Einstufung einer gemeinschaftlichen Vereinbarung als gemeinschaftliche Tätigkeit nicht widerspricht. Maßgeblich für die Einstufung als gemeinschaftliche Tätigkeit […]

Fortführung von Sicherungsbeziehungen beim Übergang von IAS 39 auf IFRS 9

Am 24. Juli 2014 veröffentlichte das IASB die vollständige Fassung von IFRS 9 Financial Instruments. Diese Fassung beinhaltet auch die bereits im November 2013 veröffentlichten neuen Regeln zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Ein entsprechendes EU-Endorsement vorausgesetzt wird IFRS 9 spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden sein, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Nach derzeitigem Stand wäre es auch nach Erstanwendung von IFRS 9 als Bilanzierungswahlrecht möglich für Zwecke des Hedge Accounting die bisherigen […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Umsatzrealisierung bei einem Joint Operator

Das IFRS IC hat diskutiert, inwiefern ein an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation) beteiligter Partner (Joint Operator) Umsatzerlöse in Bezug auf den von ihm von der Joint Operation erworbenen Output realisieren darf. Die Fragestellung ergibt sich aus IFRS 11.20(d), wonach ein Joint Operator seinen Anteil an den Umsatzerlösen aus dem Verkauf des Outputs einer Joint Operation an der er beteiligt ist, in seinem Abschluss zu berücksichtigen hat. Der Analyse des IFRS IC lag dabei eine […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Unterschiedliche Klassifizierung von zwei gemeinsamen Vereinbarungen mit ähnlichen Merkmalen

Das IFRS IC hat sich mit der Frage beschäftigt, inwiefern zwei gemeinsame Vereinbarungen (joint arrangements), die, abgesehen von der Tatsache, dass eines mittels einer separaten rechtlichen Einheit strukturiert ist und das andere nicht, ähnliche Merkmale aufweisen, unterschiedlich klassifiziert werden können. Zu einer unterschiedlichen Klassifizierung kann es kommen, da die rechtliche Hülle einer gemeinsamen Vereinbarung durch vertragliche Regelungen erst überwunden werden muss, um diese als gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) und nicht als Gemeinschaftsunternehmen (joint venture) zu […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Bilanzierungsfragen in IFRS-Einzelabschlüssen

Das IFRS IC weist darauf hin, dass der Partner einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) gemäß IFRS 11.26 auch  in seinem IFRS-Einzelabschluss die Vermögenswerte und Schulden in Höhe seines vertraglichen Anteils an den Rechten und Pflichten zu erfassen hat. Insbesondere ist keine Beteiligung i. S. v. IAS 27 oder IFRS 9 anzusetzen. Insofern ergibt sich keine unterschiedliche Erfassung zum Konzernabschluss. Darüber hinaus stellt es klar, dass sich die Regelungen des IFRS 11 ausschließlich auf die Bilanzierung bei den Partnern […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Bilanzierung bei Abnahmequoten, die von den Kapitalanteilen abweichen

Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten (joint operations) erfasst jeder Partner seinen vertraglichen Anteil an den Vermögenswerten und Schulden (IFRS 11.20). Bei Gesellschaften, die wegen der Abnahmeverpflichtung der Partner aufgrund sonstiger Tatsachen und Umstände (other facts and circumstances)  i. S. d. IFRS 11.B31-32, Beispiel 5 als gemeinschaftliche Tätigkeit klassifiziert werden, kann es indes zu Abweichungen zwischen der vereinbarten Abnahmequote und der kapitalanteiligen Beteiligung des Partners kommen. Das IFRS IC stellt fest, dass ein solches Auseinanderfallen von Kapitalbeteiligung und Abnahmequote unterschiedliche […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Wirtschaftliche Substanz

Das IFRS IC konstatierte, dass der Begriff der „wirtschaftlichen Substanz“ in der Praxis häufig unterschiedlich interpretiert wird. Daher stellte es klar, dass es bei der Analyse der „wirtschaftlichen Substanz“ von sonstigen Sachverhalten und Umständen (other facts and circumstances) bei der Klassifizierung einer gemeinsamen Vereinbarung nicht darauf ankommt, ob die Investoren mit dem Geschäftsbetrieb der gemeinsamen Vereinbarung eng verbunden sind oder nicht. Vielmehr geht es um die Frage, ob die aufgrund der rechtlichen Struktur der Vereinbarung […]

Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Durchsetzbare Rechte bei sonstigen Sachverhalten und Umständen

Das IFRS IC hat in mehreren Sitzungen verschiedene Anwendungsfragen zu IFRS 11 “Gemeinsame Vereinbarungen” diskutiert und entschieden, diese nicht auf die Agenda aufzunehmen. In der November-Ausgabe des IFRIC Update werden nun die diskutierten Themen sowie die Diskussionsschwerpunkte zusammengefasst. Bis Januar 2015 hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, zur Entscheidung, diese Themen nicht auf die Agenda zu nehmen, bzw. zu der dargelegten Begründung Stellung zu nehmen. Im März 2015 soll basierend auf den erhaltenen Stellungnahmen eine weitere […]

EU-Richtlinie über die Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen im EU-Amtsblatt veröffentlicht

Am 15. November 2014 wurde die EU-Richtlinie 2014/95/EU zur Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Unternehmen und Gruppen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Inhaltliche Unterschiede zur im April 2014 vom Europäischen Parlament verabschiedeten und am 29. September 2014 vom Rat der Europäischen Union angenommenen Fassung gibt es nicht. Wir hatten darüber im Blog-Beitrag vom 1. Oktober 2014 berichtet. Die EU-Richtlinie muss von den Mitgliedstaaten bis zum 6. Dezember 2016 in […]

Ansatz und Bewertung von latenten Steueransprüchen (IAS 12) als Prüfungsschwerpunkt der DPR

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e. V. (DPR) hat am 28. Oktober 2014 ihre Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben. Hiernach soll sich ein Prüfungsschwerpunkt auf den Ansatz und die Bewertung von latenten Steueransprüchen nach IAS 12 beziehen. Inhaltlich wird bei diesem Prüfungsschwerpunkt auf die ausführliche Erläuterung der European Securities and Markets Authority (ESMA) verwiesen. In ihrer Veröffentlichung der Prüfungsschwerpunkte erläutert die ESMA, dass bedingt durch das geringe wirtschaftliche Wachstum steuerliche Verluste erwartet werden, welche sich auf den Ansatz […]

DPR gibt Prüfungsschwerpunkte der kommenden Prüfungssaison bekannt

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) hat gestern folgende, für ihre Prüfung von Abschlüssen kapitalmarktorientierter Unternehmen in Deutschland in 2015 einschlägigen Prüfungsschwerpunkte veröffentlicht: Aufstellung und Darstellung von Konzernabschlüssen und dazugehörige Anhangangaben (IFRS 10, IFRS 12) Rechnungslegung von Unternehmen mit „joint arrangements“ (gemeinsame Vereinbarungen) und dazugehörige Anhangangaben (IFRS 11, IFRS 12) Ansatz und Bewertung von latenten Steueransprüchen (IAS 12) Abbildung von Rechtsstreitigkeiten und damit verbundenen Prozessrisiken (IAS 37, DRS 20) Konsistente und transparente Berichterstattung über […]

Änderungen zur Abgrenzung von Eigenkapital und Schulden im Rahmenkonzept sind vom Tisch

Der IASB hat in seiner Sitzung am 24. September 2014 vorläufig beschlossen, die im Diskussionspapier zum Rahmenkonzept vorgeschlagene Definition für Schulden und die bestehende Definition für Eigenkapital nicht zu ändern. Im Vorfeld hatte der IASB im Rahmen seines Projektes zur Überarbeitung des Rahmenkonzepts verschiedene Ansätze zur Abgrenzung von Eigenkapital und Schulden diskutiert, die teilweise erhebliche Inkonsistenzen zu den Vorschriften des IAS 32 aufwiesen. Nun sollen die Definition im Diskussionspapier für Schulden und die bestehende Definition für Eigenkapital […]

IDW-Verlautbarung zur Amortised-cost-Bilanzierung bestimmter Forderungen und Verbindlichkeiten in der Handelsbilanz

Am 8. Oktober 2014 wurde in den IDW-Fachnachrichten über die 237. Sitzung des Hauptfachausschusses (HFA) des IDW berichtet. Danach gelangte der HFA zur der Auffassung, dass es nicht zu beanstanden sei, die für Zero-Bonds geltenden Grundsätze einer amortised-cost-Bilanzierung nach Maßgabe der Effektivzinsmethode auch auf andere zinstragende (verbriefte oder unverbriefte) Forderungen und Verbindlichkeiten anzuwenden, deren Ausgabebetrag bzw. Anschaffungskosten unterhalb des Einlösungs-/Nennbetrags bzw. Erfüllungsbetrags am Ende der Laufzeit liegt. Für derartige Forderungen entsprach dies schon in der […]

Präzisierte Erläuterungen der Mustertabellen für die Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex veröffentlicht

Die Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, die individuelle Vorstandsvergütung in Form zweier Mustertabellen – zum einen die gewährten Zuwendungen, zum anderen die Zuflüsse – im (Konzern-)Lagebericht darzustellen, tritt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, in Kraft. In diesem Zusammenhang wurden die Erläuterungen zu den Mustertabellen, die sich in der Anlage zum Kodex befinden, im Juni 2014 präzisiert und die aktualisierte Fassung des Kodex am 30. September 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht. […]

IFRS 13 – Level-Zuordnung von Preisen, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt werden

Für die Fair Value-Ermittlung von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS 13 dürfen als Inputfaktoren auch Preise verwendet werden, die von Preisserviceagenturen wie Reuters oder Bloomberg zur Verfügung gestellt werden. Strittig ist in der Praxis jedoch die Zuordnung solcher Preise in die Fair Value-Hierarchie des IFRS 13. Hierzu wurde kürzlich eine Anfrage an das IFRS IC gerichtet, welches diese Fragestellung in seiner Sitzung am 16./17. September 2014 diskutierte (zum IFRIC Update vom September 2014). Aus Sicht […]

EU-Richtlinie über die Offenlegung nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen verabschiedet

Im April 2014 hatte das Europäische Parlament die EU-Richtlinie zur Erweiterung der Berichterstattung von bestimmten großen Unternehmen und Konzernen hinsichtlich nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen („Corporate Social Responsibility“) verabschiedet. Am 29. September 2014 hat auch der Rat der EU mit großer Mehrheit für die neuen Regelungen gestimmt. Damit steht einem Inkrafttreten der neuen EU-Richtlinie nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt – voraussichtlich noch in diesem Jahr – nichts mehr im Weg. Die EU-Richtlinie erweitert die […]

IASB stellt die Anwendung der Angabepflichten des IFRS 7 für servicing contracts klar

IFRS 7 fordert bei Übertragungen finanzieller Vermögenswerte (z.B. bei Verkauf von Forderungen im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung) umfassende Anhangangaben, selbst dann, wenn der Vermögenswert nach IAS 39 auszubuchen ist. Insbesondere muss der Verkäufer angeben, inwiefern auch nach der Übertragung in Bezug auf den Vermögenswert bestimmte Rechte oder Verpflichtungen zurückbehalten wurden bzw. neu entstanden sind (bspw. Ausfallgarantien). Der Standard verwendet für diese Rechte bzw. Pflichten den Begriff „continuing involvement“. Zu beachten ist, dass der Begriff „continuing involvement“ in IFRS 7 […]

Neuer Entwurf einer IDW-Verlautbarung zur handelsrechtlichen Behandlung von Kreditderivaten veröffentlicht

Am 11. September 2014 wurde der Entwurf einer Neufassung der Stellungnahme des Bankenfachausschusses des IDW zur handelsrechtlichen Behandlung von Kreditderivaten im Nichthandelsbestand (IDW ERS BFA 1 n.F.) veröffentlicht. Deren Ausführungen gelten – abgesehen von geschäftszweigspezifischen Besonderheiten – für alle Kaufleute entsprechend. Im Unterschied zur bisherigen Fassung der Stellungnahme ist für die handelsrechtliche Behandlung beim Sicherungsgeber und beim Sicherungsnehmer künftig danach zu unterscheiden, ob es sich bei dem Finanzinstrument um ein freistehendes Kreditderivat handelt, beim Sicherungsgeber […]

Neue Standardänderungen beseitigen Inkonsistenz zwischen IFRS 10 und IAS 28

Der IASB hat gestern Änderungen an IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmens“ veröffentlicht. Hierdurch wird eine bislang bestehende Inkonsistenz zwischen den Standards im Hinblick auf die Erfassung von Gewinnen und Verlusten, die sich aus einer Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an eines seiner assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen (bzw. Einbringung in diese Unternehmen) ergibt, beseitigt. Nicht thematisiert wird eine derartige Veräußerung bzw. Einbringung in eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation). Aus […]

Neuer Entwurf einer IDW-Verlautbarung zur Bewertung von Immobilien des Anlagevermögens in der Handelsbilanz

Am 8. September 2014 wurde der Entwurf einer Stellungnahme des Immobilienwirtschaftlichen Fachausschusses des IDW zur Zugangs- und Folgebewertung von Immobilien des Anlagevermögens in der Handelsbilanz (IDW ERS IFA 2) veröffentlicht. Die Stellungnahme soll zwei bisherige Stellungnahmen des Wohnungswirtschaftlichen Fachausschusses des IDW zu speziellen Fragen der Folgebewertung von Wohngebäuden (IDW St./WFA 1/1993 und IDW RS WFA 1) ersetzen. Der Entwurf regelt u.a. Folgendes: Wie bisher sind Grund und Boden einerseits sowie Gebäude andererseits, sofern sie dem […]

IFRS IC diskutiert Anwendungsfragen zu IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“

Das IFRS IC hat im Rahmen seiner Juli-Sitzung verschiedene Anwendungsfragen zu IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ diskutiert. Dabei konstatierte es eine hohe, sich aus informellen Anfragen ergebende Übereinstimmung mit seiner Auffassung, wonach IFRS 11 in den Abschlüssen der an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit beteiligten Parteien, nicht aber im Abschluss der gemeinschaftlichen Tätigkeit selbst (sofern ein solcher zu erstellen ist) anzuwenden ist. Darüber hinaus stellte es fest, dass: eine gemeinschaftliche Tätigkeit nur dann vorliegt, wenn die Parteien sowohl […]

Referentenentwurf des BilRUG veröffentlicht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat am 27. Juli 2014 den Referentenentwurf (RefE) eines Gesetzes zur Umsetzung der neuen EU-Bilanzrichtlinie (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz – BilRUG) veröffentlicht. Die Erstanwendung der Änderungen/Neuregelungen ist überwiegend für Geschäftsjahre vorgesehen, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen. Schwerpunkt der Richtlinienumsetzung ist die Harmonisierung des Rechtsrahmens für die Rechnungslegung im Einzel- und Konzernabschluss. U.a. ergeben sich folgende Änderungen: Der gesonderte Aufweis von außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen in der GuV entfällt und […]

Neuer Standard zur Erfassung von Wertminderungen bei finanziellen Vermögenswerten – was lange währt, wird endlich gut?

Nach mehrjährigen Diskussionen, zahlreichen vorgeschlagenen und wieder verworfenen Konzepten und zwei Standardentwürfen (Exposure Drafts) hat der IASB heute zusammen mit den überarbeiteten Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 9 die endgültigen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen bei Finanzinstrumenten veröffentlicht. Mit dem neuen Standard zu Wertminderungen ändert sich sowohl der Zeitpunkt, zu dem Abschreibungen berücksichtigt werden müssen, als auch die Höhe der Risikovorsorge grundlegend. War bisher für eine Abschreibung erforderlich, dass am Abschlussstichtag ein so genanntes „Verlustereignis“ […]

Überarbeitung der Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für Finanzinstrumente abgeschlossen

Der IASB hat heute mit dem Abschluss seines Projekts zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten neben den Regeln zu Wertminderungen auch die überarbeiteten Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften des IFRS 9 veröffentlicht. In der EU ist IFRS 9 in der ursprünglich bereits 2009 erlassenen Version mangels Übernahme noch nicht anwendbar. Außerhalb der EU sind die Vorschriften dagegen in vielen Ländern bereits umgesetzt worden und in Bezug auf ihre praktische Anwendbarkeit auf erhebliche Kritik gestoßen. Folgerichtig sah sich der Standardsetzer […]

IASB veröffentlicht Änderungsvorschläge i. Z. m. der Bilanzierung von Investmentgesellschaften

Der IASB hat gestern den Standardentwurf ED/2014/2 „Investmentgesellschaften – Anwendung der Konsolidierungsausnahme“ veröffentlicht. Dieser beinhaltet Vorschläge zur Aufnahme folgender Klarstellungen in IFRS 10 und IAS 28: Die in IFRS 10.4(a) festgelegte Ausnahme von der Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses gilt auch für untergeordnete Mutterunternehmen, die selber keine Investmentgesellschaften sind, jedoch in den übergeordneten Konzernabschluss einer Investmentgesellschaft zum beizulegenden Zeitwert einbezogen werden.. Die Vorschrift des IFRS 10.32, wonach Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft, die sog. „Investment-Related-Services“ erbringen, zu […]

Negative Zinssätze – wenn Zinsen Geld kosten!

Was sich in den vergangenen Monaten bereits abgezeichnet hat, ist jetzt Realität geworden. Auf seiner Sitzung am 5. Juni 2014 hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) einen negativen Einlagenzinssatz beschlossen. Ab morgen (11. Juni 2014) müssen daher Geschäftsbanken, die ihre Liquidität kurzfristig bei der EZB deponieren wollen, als Entgelt für die Einlagemöglichkeit einen „Strafzins“ von 0,10% zahlen. Diese Entwicklung treibt nicht nur so manchem Banker und Sparer die Schweißperlen auf die Stirn, sondern stellt […]

Neuer Standard zur Umsatzrealisierung veröffentlicht

Der IASB hat am 28. Mai – zeitgleich mit dem FASB – seinen neuen Standard zur Umsatzrealisierung, IFRS 15 – Revenue from Contracts with Customers, veröffentlicht. Dem vor mehr als 10 Jahren initiierten Projekt gingen nach dem in 2008 publizierten Diskussionspapier zwei Entwürfe (2010 und 2011) voraus. Nicht zuletzt die mehr als 1.500 eingegangenen Comment Letter zeigen die Bedeutung, die dem Thema von den diversen Stakeholdern beigemessen wird. In zahlreichen Bereichen führten kontroverse Diskussionen zu […]

Angemessenheit umsatzabhängiger Abschreibungsmethoden

Der IASB hat am 12. Mai 2014 Änderungen des IAS 16 „Sachanlagen“ und IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ veröffentlicht. Hierdurch wird klargestellt, dass eine Abschreibung von Sachanlagen auf Basis von Umsatzerlösen der durch sie hergestellten Güter nicht sachgerecht ist. Denn, so der IASB, die Umsatzerlöse sind nicht nur von einer Variablen, wie dem Verbrauch des Vermögenswerts, sondern auch von Faktoren wie beispielsweise Absatzmenge, Preis oder Inflation abhängig. Dies gilt grundsätzlich auch für die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, allerdings als […]

IASB veröffentlicht Klarstellungen zu IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“

Der IASB hat am 6. Mai Änderungen an IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ veröffentlicht. Hiermit wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass in der Praxis der erstmalige Erwerb und Hinzuerwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ darstellt, unterschiedlich bilanziert wurden. Gemäß der Änderung sind künftig derartige Erwerbe und Hinzuerwerbe nach den Prinzipien des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren, soweit diese nicht in Konflikt mit Regelungen […]

IASB erwägt Klarstellungen zum Ausweis des Anteils am sonstigen Ergebnis (OCI), der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt

Bereits im Juni 2011 wurde vom IASB eine Änderung an IAS 1 herausgegeben,  nach der Unternehmen die Posten des sonstigen Ergebnisses (OCI) danach zu gruppieren haben, ob diese künftig bei Eintritt bestimmter Bedingungen über die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) umgegliedert, d. h. aufwands- oder ertragswirksam werden (sog. Recycling), oder nicht. Im Rahmen dessen wurde in IAS 1.82A auch Bezug auf den Ausweis des Anteils am OCI aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (d. h. assoziierte […]

Leasing – Das Ende der Konvergenz

Am 18. und 19. März 2014 hatten IASB und FASB ihre Beratungen zum Entwurf der Reformierung der Leasingbilanzierung fortgesetzt. Obwohl man gemeinsam an einem Tisch saß, ist es nicht gelungen, in zentralen Punkten eine Einigung zu erzielen. So kamen die Boards dann auch zu sehr unterschiedlichen Beschlüssen was das weitere Vorgehen anbelangt. Bilanzierung beim Leasingnehmer Während beide Boards sich darüber einig sind, dass der Bruttoansatz von Leasingverbindlichkeit und Nutzungsrecht in der Bilanz die richtige Lösung […]

Klarstellung der BaFin: Personenhandelsgesellschaften betreiben grundsätzlich kein erlaubnispflichtiges Bankgeschäft

Wir hatten Sie am 31. Januar 2014 über die aktuelle Diskussion informiert, ob Personenhandelsgesellschaften, deren Gesellschafter Guthaben auf Privat-, Verrechnungs- oder Darlehenskonten bei der Gesellschaft unterhalten (z.B. stehen gelassene Gewinnansprüche oder gewährte Darlehen), ein genehmigungspflichtiges Bankgeschäft in Form des Einlagengeschäfts betreiben. Nach dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 4. August 2011 „Hinweise zum Tatbestand des Einlagengeschäfts“ war davon in vielen Fällen auszugehen, nicht zuletzt unterstützt durch ein BGH-Urteil vom 19. März 2013 zu […]

Neue IDW-Verlautbarung zur Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten bei Gebäuden

Am 8. März 2014  hat der Immobilienwirtschaftliche Fachausschuss des IDW eine neue Stellungnahme zur handelsrechtlichen Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten bei Gebäuden veröffentlicht. Sie ersetzt die entsprechende bisherige Stellungnahme des Wohnungswirtschaftlichen Fachausschusses aus dem Jahre 1996. An der bisherigen Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten von Gebäuden ändert sich nichts. Stattdessen wurden einige Klarstellungen und Ergänzungen vorgenommen, insb. die folgenden: Die Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten betrifft sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien. Werden selbständig verwertbare Anlagen […]

Anwendungsbereich und Implikationen des IFRIC 21

Am 20. Mai 2013 veröffentlichte der IASB die Interpretation IFRIC 21 „Abgaben“. Diese Interpretation enthält Regelungen zum Zeitpunkt der bilanziellen Erfassung von Verpflichtungen aus öffentlichen Abgaben. Ausgenommen sind jedoch insb. Abgaben, deren Bilanzierung von anderen Standards geregelt wird (insbesondere Ertragsteuern i. S. d. IAS 12 wie bspw. KSt und GewSt) sowie Beträge die nur „on behalf of governments“ abgeführt werden und somit zu keiner wirtschaftlichen Belastung führen (insbesondere USt). Zielsetzung der Regelungen des IFRIC 21 […]

E-DRS 29 „Konzerneigenkapital“ veröffentlicht

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat am 19. Februar 2014 den E-DRS 29 „Konzerneigenkapital” veröffentlicht. Dieser Standardentwurf soll, wenn er als endgültiger Standard durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) bekanntgemacht wird, den bisherigen DRS 7 „Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis” ersetzen. Der Standard gilt für alle Mutterunternehmen, die einen Eigenkapitalspiegel für handelsrechtliche Konzernabschlüsse erstellen. Unternehmen, die ihren handelsrechtlichen Jahresabschluss um einen Eigenkapitalspiegel erweitern, wird empfohlen, den Standard zu beachten. Gegenüber DRS 7 enthält E-DRS 29 […]

DRS 21 near final Standard „Kapitalflussrechnung“ veröffentlicht

Das DRSC hat am 19. Februar 2014 den DRS 21 „Kapitalflussrechnung“ als near final Standard veröffentlicht und die vorliegende Fassung zur Bekanntmachung an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz weitergeleitet. Der Standard gilt für alle Mutterunternehmen, die eine Kapitalflussrechnung für handelsrechtliche Konzernabschlüsse erstellen. Unternehmen, die ihren handelsrechtlichen Jahresabschluss um eine Kapitalflussrechnung erweitern, wird empfohlen, den Standard zu beachten. Gegenüber dem bisherigen Standard DRS 2 „Kapitalflussrechnung“ enthält DRS 21 einige wesentliche Änderungen und Ergänzungen. Zu […]

Zuordnung von Vermögenswerten und Schulden zur Fair Value-Hierarchie nach IFRS 13

Im Rahmen von IFRS 13, dem seit 2013 anzuwendenden Standard zur Fair Value-Bewertung, müssen Unternehmen auch für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zwar nicht zum Fair Value bewertet werden, für die aber ein Fair Value ermittelt und im Anhang angegeben wird, eine Zuordnung zur sogenannten Fair Value-Hierarchie vornehmen (IFRS 13.93 (b)). Darüber hinaus müssen die Bewertungsmethode und die verwendeten Inputfaktoren nach IFRS 13.93 (d) erläutert und bestimmte Angaben zu nicht finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 13.93 (i) […]

Führung von Gesellschafterkonten als erlaubnispflichtiges Bankgeschäft?

Vielfach unterhalten Gesellschafter von Personenhandelsgesellschaften Guthaben auf Privat-, Verrechnungs- oder Darlehenskonten bei der Gesellschaft (z.B. stehen gelassene Gewinnansprüche oder gewährte Darlehen). Dabei handelt es sich nach Auffassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) um ein genehmigungspflichtiges Bankgeschäft in Form des Einlagengeschäfts, falls bestimmte Bagatellgrenzen (> 5 Einzelanlagen bei einem Gesamtbetrag > 12.500 Euro oder betragsunabhängig > 25 Einzelanlagen) überschritten werden (vgl. hierzu Merkblatt der BaFin „Hinweise zum Tatbestand des Einlagengeschäfts“). Dies gilt nur dann nicht, wenn […]

IASB beabsichtigt Klarstellung zur Zwischengewinneliminierung aus „Downstream“-Transaktionen mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

Im Rahmen seiner Januar-Sitzung kündigte der IASB an, noch im 1. Quartal 2014 den Entwurf einer Änderung des IAS 28 zu veröffentlichen. Hierin soll klargestellt werden, dass Zwischengewinne aus „Downstream“-Transaktionen zwischen einem Partnerunternehmen und seinen assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen immer in voller Höhe des auf das Partnerunternehmen entfallenden Anteils zu eliminieren sind. Dies soll auch dann gelten, wenn der beim Partnerunternehmen im Rahmen der Equity-Methode erfasste Beteiligungsbuchwert niedriger als der zu eliminierende Gewinn ist. Der […]

Klassifizierung von Bau-ARGEN als Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11

Gemäß IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ ist es für die Klassifizierung einer gemeinsamen Vereinbarung (joint arrangement) und der sich hieran anschließenden Bilanzierung entscheidend, ob die beteiligten Parteien, die gemeinschaftlich die Führung ausüben, direkte Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden haben oder ob sie lediglich Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. In diesem Zusammenhang hat sich der Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer (HFA des IDW) zur Klassifizierung von typisch deutschen Bau-ARGEN […]

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