DRÄS 9 im Bundesanzeiger bekanntgemacht

Letzten Donnerstag, am 9. April 2020, wurde der Deutsche Rechnungslegungs Änderungsstandard Nr. 9 (DRÄS 9) vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in seiner im Oktober 2019 vom DRSC verabschiedeten Fassung im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Mit DRÄS 9 wurden zwei Deutsche Rechnungslegungs Standards an die Änderungen des HGB durch das ARUG II – insbesondere aufgrund der neuen Vergütungsberichterstattung nach § 162 AktG – angepasst, zum einen DRS 17 (Berichterstattung über die Vergütung der Organmitglieder) zum anderen DRS 20 (Konzernlagebericht). Über die Änderungen habe ich in meinem Blogbeitrag vom 29. Oktober berichtet.

Unmittelbare Auswirkungen hat die Bekanntmachung des DRÄS 9 im Bundesanzeiger nicht. In Übereinstimmung mit den Erstanwendungsvorschriften des ARUG II sind DRS 17 und DRS 20 in ihren geänderten Fassungen erstmals für das nach dem 31. Dezember 2020 beginnende Geschäftsjahr zu beachten. Wird allerdings bereits für ein vor dem 1. Januar 2021 beginnendes Geschäftsjahr ein Vergütungsbericht nach § 162 AktG erstellt, sind die geänderten Fassungen bereits für dieses Geschäftsjahr zu beachten.