DRSC verabschiedet DRÄS 8 zur Änderung des DRS 20 Konzernlagebericht

Am 22. September 2017 hat das DRSC den Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 8 (DRÄS 8) verabschiedet. DRÄS 8 passt in erster Linie DRS 20 Konzernlagebericht im Hinblick auf die erweiterten Berichterstattungspflichten der Unternehmen durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, über das ich zuletzt in meinem Blogbeitrag vom 19. April 2017 berichtet habe, an.

Bereits im Juni 2017 hatte das DRSC den Entwurf eines Änderungsstandards (E-DRÄS 8) veröffentlicht (https://www.drsc.de/app/uploads/2017/06/170620_E-DRAES_8_website-1.pdf). Ergebnis des öffentlichen Konsultationsprozesses sind mehrere Änderungen in der endgültigen Fassung im Vergleich zum Entwurf. Diese umfassen u.a.

  • Angabepflichten auf Aspektebene begrenzt: Noch in E-DRÄS 8 war vorgesehen, dass die berichtspflichtigen Angaben nicht auf Ebene der übergeordneten Aspekte (z.B. Umweltbelange), sondern auf Ebene der untergeordneten Sachverhalte (z.B. Emissionen, Wasserverbrauch) zu erfolgen haben. Gemäß DRS 20.262 i.d.F. DRÄS 8 kann eine Angabe für jeden Sachverhalt separat zwar sinnvoll sein, ist aber nicht verpflichtend.
  • Keine inhaltliche Anpassung des Risikobegriffs: Die in E-DRÄS 8 vorgesehene Streichung des Unternehmens-/Konzernbezugs bei der Risikodefinition wurde aufgegeben. Damit bleibt es beim bisherigen Begriffsverständnis von „Risiko“, welches gemäß dem Grundsatz der Informationsvermittlung aus der Sicht der Konzernleitung von dieser zu beurteilen ist.

Eine vom DRSC erstellte Übersicht der wesentlichen Änderungen finden Sie hier:

https://www.drsc.de/app/uploads/2017/09/170922_Aenderungen_ggue_E-DRAES_8.pdf

DRS 20 i.d.F. DRÄS 8 ist – wie auch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz – erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2016 beginnen.

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