DRSC veröffentlicht E-DRS 36 zur Segmentberichterstattung

Unternehmen, die ihren HGB-Konzernabschluss freiwillig um eine Segmentberichterstattung erweitern, haben dabei derzeit DRS 3 zu beachten. Dieser Standard ist zwischenzeitlich umfassend überarbeitet worden. Gestern hat der HGB-Fachausschuss des DRSC das Ergebnis dieser Überarbeitung als Entwurf eines neuen Standards – E-DRS 36 „Segmentberichterstattung“ – veröffentlicht.

Wesentliches Merkmal des Standardentwurfs ist eine deutlich stringentere Implementierung des Management Approachs im Vergleich zu DRS 3. Künftig hat die Abgrenzung von Segmenten, die Bestimmung, welche Segmentdaten anzugeben sind, und die Ermittlung dieser Segmentdaten grundsätzlich in Übereinstimmung mit der internen Berichterstattung zu erfolgen, die von der Konzernleitung vorrangig für die Konzernsteuerung genutzt wird. Dies gilt auch dann, wenn bei dieser Datenermittlung Ansatz- und Bewertungsmethoden abweichend vom Konzernabschluss ausgeübt werden. Bestimmte Segmentangaben sind allerdings auch dann zu machen, wenn sie der Konzernleitung lediglich regelmäßig berichtet werden, auch ohne dass sie steuerungsrelevant sind.

Anders als für die Kapitalflussrechnung und den Eigenkapitalspiegel sieht E-DRS 36 für die Segmentberichterstattung keine bestimmte Darstellung vor. Unternehmen können damit entsprechend dem Management Approach ihrer internen Berichtsstruktur folgen.

Es besteht die Möglichkeit, zum E-DRS 36 bis zum 31. Dezember 2019 Stellung zu nehmen. Auch wenn der Standardentwurf noch keinen konkreten Erstanwendungszeitpunkt enthält, dürfte der endgültige Standard damit voraussichtlich frühestens für Geschäftsjahre anzuwenden sein, die nach dem 31. Dezember 2020 beginnen.

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