IDW trifft weitere Entscheidungen zum neuen Entgeltbericht

Nach dem Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern – kurz „Entgelttransparenzgesetz“ – müssen Unternehmen mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten, die zur Aufstellung eines Lageberichts nach dem HGB verpflichtet sind, in Abhängigkeit von der Tarifanwendung alle drei bzw. fünf Jahre einen sogenannten Entgeltbericht erstellen. Diese Pflicht greift erstmals in 2018. Berichtszeitraum des ersten Entgeltberichts ist das Kalenderjahr 2016, unabhängig vom Geschäftsjahr des Unternehmens. Dieser Entgeltbericht ist bei kalenderjahrgleichem Geschäftsjahr dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 als Anlage beizufügen und im Bundesanzeiger 2018 zu veröffentlichen.

Über erste Entscheidungen des Hauptfachausschusses (HFA) des IDW zur Entgeltberichterstattung habe ich letzten Monat an dieser Stelle bereits berichtet. Nun wurden weitere Entscheidungen des HFA zu diesem Thema im Mitgliederbereich auf der IDW Homepage bekannt gemacht:

  • Der Entgeltbericht muss erst bis zum Zeitpunkt der Offenlegung des Lageberichts erstellt sein, dem er als Anlage beizufügen ist, nicht schon zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts.
  • Weicht das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr ab, ist der erste Entgeltbericht dem „nächsten Lagebericht“, der in 2018 offengelegt wird, als Anlage beizufügen. Endet das Geschäftsjahr bspw. zum 30. Juni 2017 und wird der Lagebericht für dieses Geschäftsjahr in 2018 offengelegt, ist der Entgeltbericht diesem Lagebericht beizufügen. Wurde der Lagebericht für dieses Geschäftsjahr bereits in 2017 offengelegt, ist der Entgeltbericht dem Lagebericht für das zum 30. Juni 2018 endende Geschäftsjahr beizufügen. Entsprechendes gilt für den nächsten Entgeltbericht. Für ein Unternehmen mit Abschlussstichtag 30. Juni und einem dreijährigem Entgeltberichtszeitraum (2017 bis 2019) ist dieser nächste Entgeltbericht dem Lagebericht zum 30. Juni 2020 als Anlage beizufügen, falls dieser in 2021 offengelegt wird, ansonsten dem Lagebericht zum 30. Juni 2021.
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