Änderungen an IFRS 12 gelten noch für 2017er-Abschlüsse

Im Amtsblatt der EU vom 8. Februar wurden die Jährlichen Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2014-2016) veröffentlicht und damit in EU-Recht übernommen (Endorsement). Dabei hat die EU trotz des erst jetzt erfolgten Endorsements für die Änderungen an IFRS 12 bewusst am verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2017 festgehalten. Dies bedeutet für Unternehmen, deren Abschluss noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben wurde, dass diese die Änderungen noch in ihren IFRS-Konzernabschlüssen zum 31.12.2017 umsetzen müssen.

Inhaltlich besagen die Änderungen, dass – mit Ausnahme der zusammengefassten Finanzinformationen nach IFRS 12.B10-B16 – sämtliche anderen Angabepflichten des IFRS 12 auch für Anteile gelten, die nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte oder aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert sind (oder die zu einer Veräußerungsgruppe gehören, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert ist).

Für die ebenfalls in den Jährlichen Verbesserungen enthaltenen Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 stellt sich die o.g. Problematik nicht, da sie erstmals verpflichtend in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden sind (Einzelheiten zum Inhalt der Jährlichen Verbesserungen (Zyklus 2014-2016) finden Sie in der Dezember 2016-Ausgabe unserer International Accounting News).

/* */