Ansatz und Bewertung von latenten Steueransprüchen (IAS 12) als Prüfungsschwerpunkt der DPR

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e. V. (DPR) hat am 28. Oktober 2014 ihre Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben. Hiernach soll sich ein Prüfungsschwerpunkt auf den Ansatz und die Bewertung von latenten Steueransprüchen nach IAS 12 beziehen. Inhaltlich wird bei diesem Prüfungsschwerpunkt auf die ausführliche Erläuterung der European Securities and Markets Authority (ESMA) verwiesen.

In ihrer Veröffentlichung der Prüfungsschwerpunkte erläutert die ESMA, dass bedingt durch das geringe wirtschaftliche Wachstum steuerliche Verluste erwartet werden, welche sich auf den Ansatz und die Bewertung von aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und auf Verlustvorträge auswirken können.

Der Prüfungsschwerpunkt bezieht sich somit auf den Ansatz und die Bewertung von latenten Steueransprüchen. Demnach wird die DPR insb. überprüfen, ob es für das entsprechende Unternehmen wahrscheinlich ist, dass in künftigen Perioden ausreichend zu versteuerndes Ergebnis erzielt wird, sofern den bestehenden abzugsfähigen temporären Differenzen und den Verlustvorträgen nicht ausreichend zu versteuernde temporäre Differenzen gegenüber stehen. Im Falle einer Verlusthistorie müssen für den Ansatz einer aktiven latenten Steuer auf Verlustvorträge ferner substanzielle Hinweise für ausreichend zu versteuerndes Ergebnis vorliegen.

Als weiterer Prüfungsschwerpunkt werden die Angaben im Anhang zu latenten Steuern genannt. Dabei wird u.a. aufgeführt, dass Angaben zu den wesentlichen Annahmen der steuerlichen Planungsrechnung sowie zu den unterschiedlichen Eigenschaften der Verlustvorträge (z. B. zeitlicher Verfall) erwartet werden.

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