Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16

Der IASB hat am 10. April 2020 ein Papier veröffentlicht, in dem die relevanten Anforderungen des IFRS 16 im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erläutert werden.

Der IASB diskutiert in dem Papier insbesondere die Frage, ob und inwieweit eine Änderung der Leasingzahlungen als Modifikation des Leasingverhältnisses zu bilanzieren ist.

Des Weiteren sind mögliche Wertminderungen von Nutzungsrechten beim Leasingnehmer, sowie beim Leasinggeber Wertminderungen auf Leasingforderungen (aus Finanzierungsleasingverhältnissen) sowie auf Sachanlagevermögen (im Rahmen von operativen Leasingverhältnissen) und schließlich auch erforderliche Anhangangaben Gegenstand des Papiers.

Die in diesem Zusammenhang dargestellten Überlegungen des IASB sind u.a. für die bilanzielle Abbildung der am 1. April 2020 in Kraft getretenen gesetzlichen Regelungen zum Kündigungsschutz für Mieter zu berücksichtigen. Hiernach dürfen Vermieter Mietverhältnisse für Wohn- als auch für Gewerberaummietverträge wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt jedoch bestehen. Dies hat zur Folge, dass Mieter bei nicht fristgerechter Leistung in Verzug geraten und Verzugszinsen fällig werden können.

 

Das IASB-Papier steht auf der Homepage des IASB zur Verfügung.

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