Blog-Reihe zu aktuellen IFRS 11-Diskussionen im IFRS IC – Bilanzierungsfragen in IFRS-Einzelabschlüssen

Das IFRS IC weist darauf hin, dass der Partner einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) gemäß IFRS 11.26 auch  in seinem IFRS-Einzelabschluss die Vermögenswerte und Schulden in Höhe seines vertraglichen Anteils an den Rechten und Pflichten zu erfassen hat. Insbesondere ist keine Beteiligung i. S. v. IAS 27 oder IFRS 9 anzusetzen. Insofern ergibt sich keine unterschiedliche Erfassung zum Konzernabschluss.

Darüber hinaus stellt es klar, dass sich die Regelungen des IFRS 11 ausschließlich auf die Bilanzierung bei den Partnern einer gemeinschaftlichen Tätigkeit beziehen. Für die Bilanzierung im Abschluss einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die über ein eigenständiges Vehikel strukturiert ist, gelten hingegen die einschlägigen rechtlichen Vorgaben zur Bilanzierung. Dabei sind mögliche Auswirkungen der Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Schulden aufgrund der gemeinsamen Vereinbarung, zu berücksichtigen.

Die bestehenden Regelungen der IFRS sind demnach aus Sicht des IFRS IC ausreichend und bedürfen weder einer Interpretation noch einer Anpassung. Folglich hat das IFRS IC diese Themen (vorläufig) nicht auf seine Agenda genommen.

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