EU-Endorsement von Änderungen an IFRS 9 zu Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung

Mit Verordnung (EG) Nr. 2018/498 vom 22. März 2018 hat die Europäische Union die Änderungen an IFRS 9 zu Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung übernommen.

Ein praktisches Anwendungsbeispiel für eine solche negative Ausgleichsleistung ist eine vertragliche Klausel, wonach bei Kündigung eines Darlehensvertrags durch den Schuldner eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird, die unter Berücksichtigung des Marktzinses im Kündigungszeitpunkt ermittelt wird und sowohl positiv als auch negativ sein kann. Für eine weitergehende Darstellung der geänderten Regelungen verweisen wir auf unsere Ausführungen aus dem Oktober 2017.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist jedoch zulässig. Dies ermöglicht es den Bilanzierenden die geänderten Regelungen zu Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung bereits bei Erstanwendung der übrigen Regelungen des IFRS 9 zu berücksichtigen.

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