Wiederzulassung der Equity-Methode im Einzelabschluss

Hinweis: Der unten beschriebene Vorschlag zur Wiederzulassung der Equity-Methode im Einzelabschluss wurde vom IASB am 12. August 2014 finalisiert. Die Änderungen sind  – vorbehaltlich eines noch zu erfolgenden EU-Endorsements – erstmals in Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine frühere, freiwillige Anwendung ist zulässig.

 

Am vergangenen Montag hat der IASB den Entwurf einer Änderung des IAS 27 „Einzelabschlüsse“ veröffentlicht, in dem vorgeschlagen wird, die derzeit bestehenden Möglichkeiten zur Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen, Joint Ventures und Tochterunternehmen im Einzelabschluss (wieder) um die Möglichkeit einer Einbeziehung mittels der Equity-Methode zu erweitern. Sofern die Vorschläge entsprechend finalisiert werden, hätten die Unternehmen alle bereits früher einmal bestehenden Optionen zur Einbeziehung derartiger Unternehmen in den Einzelabschluss, nämlich:

  • die Einbeziehung zu (fortgeführten) Anschaffungskosten,
  • die Bewertung als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente gemäß IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ bzw. künftig (in Abhängigkeit von einem noch zu erfolgenden EU-Endorsement) gemäß IFRS 9 „Finanzinstrumente“ sowie
  • die Einbeziehung mittels der Equity-Methode.

Der IASB reagiert hiermit auf entsprechende im Rahmen der Agenda-Konsultation geäußerte Wünsche.

Da sich die Vorschläge rein auf die Bilanzierungsweise in IFRS-Einzelabschlüssen beziehen, sind in Deutschland – mit Ausnahme von Unternehmen, die freiwillig einen IFRS-Einzelabschluss nach § 325 Abs. 2a HGB offenlegen – keine Auswirkungen aus der beabsichtigten Änderung zu erwarten.

Die Kommentierungsfrist zum Entwurf endet am 3. Februar 2014.

Der Entwurf kann von der Website des IASB (Get involved – Comment on a proposal) heruntergeladen werden.

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