IASB veröffentlicht Änderung des IFRS 16 zur Verlängerung der Erleichterungen für COVID-19-bezogene Mietzugeständnisse

Der IASB hat heute seine geplanten Änderungen an IFRS 16 finalisiert und ermöglicht es damit Leasingnehmern, die Erleichterungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung Covid-19-bezogener Mietzugeständnisse zu verlängern.

Bislang können Leasingnehmer unter bestimmten Voraussetzungen eine optionale Erleichterung zur Bilanzierung derartiger Mietzugeständnisse anwenden. Eine dieser Voraussetzung ist, dass die Mietzugeständnisse Leasingzahlungen betreffen, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 fällig waren. Dieser Zeitraum wird aufgrund der weiterhin anhaltenden Pandemie nun bis zum 30. Juni 2022 verlängert.

Hinsichtlich der Übergangsvorschriften gilt es folgende Fälle zu unterscheiden:

  • Hat ein Leasingnehmer bereits die bestehenden Erleichterungen angewendet, muss er auch die nun erfolgte Änderung auf vergleichbare Verträge anwenden, die die notwendigen Bedingungen erfüllen.
  • Umgekehrt kann ein Leasingnehmer, der sich bereits explizit gegen die Anwendung der bisherigen Erleichterungen entschieden hat, die nun erfolgten Änderungen ebenfalls nicht auf vergleichbare Verträge anwenden.
  • Sofern ein Leasingnehmer hinsichtlich der Anwendung der Covid-19-bezogenen Erleichterungen bisher noch keine Bilanzierungsmethode festgelegt hat, kann er die nun veröffentlichten Änderungen anwenden. Diese Anwendung hat jedoch rückwirkend auf alle ähnlichen Verträge zu erfolgen, die die Voraussetzungen erfüllen.

Die Änderungen betreffen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig einschließlich für Abschlüsse, die am 31. März 2021 noch nicht veröffentlicht waren. Die Anwendung der Änderungen in der EU setzt jedoch deren Endorsement voraus.