IDW veröffentlicht Knowledge Paper zur Bilanzierung „grüner“ Finanzierungen

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung “grüner” Finanzinstrumente und den praktischen Herausforderungen der bilanziellen Abbildung derartiger Instrumente, hat das IDW heute ein Knowledge Paper veröffentlicht. Unter “grünen” Finanzierungen werden dabei Finanzierungen verstanden, die ESG-Faktoren (Environment, Social, Governance) berücksichtigen (z. B. Green Bonds, Green Loans oder ESG-gebundene Instrumente).

Ziel des Knowledge Paper ist es – ausgehend von einer einleitenden Darstellung politischer und regulatorischer Entwicklungen und eines Überblicks über bestehende Arten “grüner” Finanzierungen – Praxisfragen zur bilanziellen Abbildung “grüner” Finanzierungen aufzuwerfen und erste Lösungsansätze aufzuzeigen.

Dabei wird vorrangig auf die Bilanzierung nach IFRS eingegangen. Aus Investorensicht wird insbesondere die Frage der Erfüllung des SPPI-Kriteriums thematisiert, während aus Emittentensicht die Frage nach dem Vorliegen eines eingebetteten trennungspflichtigen Derivats den Schwerpunkt bildet. Ergänzt werden die Ausführungen zur Bilanzierung nach IFRS vergleichbare Frage zur Bilanzierung nach HGB.

Das IDW hält es, gerade auch im Hinblick auf die wachsende Bedeutung “grüner” Finanzierungen, für dringend notwendig, sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene mit deren Bilanzierung intensiv auseinanderzusetzen und fordert den IASB auf, ein gesondertes Projekt zur begrenzten Änderung des IFRS 9 kurzfristig in seinen Arbeitsplan aufzunehmen, um tragfähige Lösungen zur Bilanzierung der betreffenden Produkte zu erarbeiten.

Sie erreichen das vollständige Knowledge Paper unter folgendem Link.