Accounting Aktuell Blog

Weiterhin keine zwingenden Angaben zur Frauenquote fĂŒr Gesellschaften im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB

Nach herrschender Meinung mĂŒssen nach der bisherigen Rechtslage mitbestimmte Kapitalgesellschaften, die nach § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Lageberichts befreit sind, nicht zwingend Angaben zur Frauenquote in einer sogenannten „partiellen“ ErklĂ€rung zur UnternehmensfĂŒhrung (§ 289f Abs. 4 Satz 2 HGB) veröffentlichen.

Entwurf zur Reduzierung von Angabepflichten fĂŒr bestimmte Tochterunternehmen von IASB veröffentlicht

Der IASB hat am 26.07.2021 den Entwurf ED/2021/7 „Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben“ veröffentlicht. Die vorgesehenen Regelungen sollen es Tochterunternehmen, 

  • deren Schuld- oder Eigenkapitalinstrumente nicht an einem öffentlichen Markt gehandelt werden oder die hierfĂŒr keine Zulassung beantragt haben (no public accountability), 
  • deren HauptgeschĂ€ftstĂ€tigkeit nicht darin besteht, Vermögenswerte fĂŒr eine breite Gruppe Dritter treuhĂ€nderisch zu verwalten (wie die meisten Banken, Kreditgenossenschaften, Versicherungsgesellschaften, Wertpapiermakler/-hĂ€ndler, Investmentfonds und Investmentbanken) und 
  • die an ein Mutterunternehmen IFRS-Zahlen berichten, welches fĂŒr öffentliche Zwecke einen IFRS-Konzernabschluss veröffentlicht, 

erlauben, in ihren eigenen Einzel- oder TeilkonzernabschlĂŒssen, die IFRS-Standards mit einer reduzierten Anzahl von Angabepflichten anzuwenden. 

Folge 27 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. SPACs begegnen uns derzeit regelmĂ€ĂŸig in der Tagespresse. Allein in den USA wurden in 2021 bis Ende April rund 90 Mrd. USD ĂŒber SPAC-Transaktionen erlöst. Diese Transaktionen sind nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Abbildung in der Rechnungslegung herausfordernd. Ulrike Schmitz-Renner und Dr. Matthias Heinrichs weisen auf zentrale Bilanzierungsthemen hin.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

IASB veröffentlicht Entwurf zur Darstellung von Vergleichsinformationen bei erstmaliger Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9

Der IASB hat heute den Entwurf ED/2021/8 „Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen“ veröffentlicht. Die vorgeschlagenen Regelungen adressieren einen Aspekt in den Übergangsvorschriften, der zu wesentlichen Rechnungslegungsanomalien bei der erstmaligen gemeinsamen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 durch Versicherungsunternehmen fĂŒhrt. Diese Rechnungslegungsanomalien entstehen bei Anwendung der bestehenden Regelungen in IFRS 17 und IFRS 9, wenn Vergleichsinformationen fĂŒr finanzielle Vermögenswerte nicht rĂŒckwirkend an die Regelungen des IFRS 9 angepasst werden. Eine solche Anpassung erfolgt nach IFRS 9 nicht, wenn das Unternehmen das diesbezĂŒgliche Wahlrecht entsprechend ausĂŒbt oder wenn das Unternehmen die Vergleichsinformationen zwar rĂŒckwirkend anpasst, die betreffenden finanziellen Vermögenswerte jedoch wĂ€hrend der Vergleichsperiode ausgebucht werden.

IDW veröffentlicht Knowledge Paper zur Bilanzierung „grĂŒner“ Finanzierungen

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung “grĂŒner” Finanzinstrumente und den praktischen Herausforderungen der bilanziellen Abbildung derartiger Instrumente, hat das IDW heute ein Knowledge Paper veröffentlicht. Unter “grĂŒnen” Finanzierungen werden dabei Finanzierungen verstanden, die ESG-Faktoren (Environment, Social, Governance) berĂŒcksichtigen (z. B. Green Bonds, Green Loans oder ESG-gebundene Instrumente).

IDW schafft Klarheit ĂŒber die Bewertung von rĂŒckgedeckten Altersversorgungszusagen

Der IDW Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) hat in seiner 264. Sitzung den IDW Rechnungslegungshinweis: Handelsrechtliche Bewertung von RĂŒckstellungen fĂŒr Altersversorgungsverpflichtungen aus rĂŒckgedeckten Direktzusagen (IDW RH FAB 1.021) verabschiedet. IDW RH FAB 1.021 behandelt zahlreiche praxisrelevante FĂ€lle der Finanzierung von Leistungen aus einer Altersversorgungszusage durch eine RĂŒckdeckungsversicherung und die sich daraus ergebenden Konsequenzen fĂŒr die Bewertung der PensionsrĂŒckstellung fĂŒr Direktzusagen. Die GrundsĂ€tze von IDW RH FAB 1.021 gelten sinngemĂ€ĂŸ bei der Ermittlung des Fehlbetrags aus mittelbaren Altersversorgungszusagen nach Art. 28 EGHGB.

Delegated Act zu Art. 8 EU Taxonomie fĂŒr Finanzunternehmen von der EU Kommission verabschiedet

Am 6. Juli 2021 hat die Kommission den delegierten Rechtsakt zu Artikel 8 der EU Taxonomie (C(2021) 4987 final) verabschiedet, der die von Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen offenzulegenden Informationen zur Nachhaltigkeit ihrer TĂ€tigkeiten enthĂ€lt. Der delegierte Rechtsakt wird nun im Rahmen des Mitgesetzgebungsverfahrens dem EuropĂ€ischen Parlament und dem Rat fĂŒr einen viermonatigen Zeitraum, der einmal um zwei Monate verlĂ€ngert werden kann, zur PrĂŒfung vorgelegt.

Festgelegt wird, welche Informationen ĂŒber den der EU-Taxonomie entsprechenden Anteil der GeschĂ€fts- oder InvestitionstĂ€tigkeit große Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen nach welcher Methodik in welcher Form offenzulegen haben. Ich konzentriere mich in meinem Blogbeitrag auf Finanzunternehmen ĂŒber die Neuerungen fĂŒr Nicht-Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Bernd Kliem.

Delegierter Rechtsakt zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten fĂŒr Nicht-Finanzunternehmen veröffentlicht

Der finale delegierte Rechtsakt zu den neuen Berichtspflichten nach Art. 8 der Taxonomie-Verordnung wurde letzte Woche von der EuropĂ€ischen Kommission veröffentlicht. Dieser Rechtsakt komplementiert die Vorgaben, die zur Konkretisierung der Berichtspflichten von den betroffenen Unternehmen benötigt werden. Ich konzentriere mich nachfolgend auf die Unternehmen der Realwirtschaft (sog. Nicht-Finanzunternehmen), ĂŒber die Neuerungen fĂŒr Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Peter Flick.

IDW veröffentlicht Modulentwurf einer Stellungnahme zur bilanziellen Abbildung von Reverse-Factoring-Transaktionen

Als Reaktion auf die Agenda-Entscheidung des IFRS IC vom 14. Dezember 2020 zur Abbildung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS hat der Fachausschuss Unternehmensberichtserstattung (FAB) des IDW den Entwurf eines Moduls zum IDW RS HFA 50 verabschiedet. Die Modulverlautbarung befasst sich mit Fragen zur Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Teil eines Reverse Factoring sind, zu deren Ausweis in der Bilanz und in der Kapitalflussrechnung sowie zu erforderlichen Anhangangaben.

Der Entwurf steht bis zur endgĂŒltigen Verabschiedung im Internet zur VerfĂŒgung.