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Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen zu Versorgungszusagen gem. IAS 19

IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“, der in Geschäftsjahren beginnend ab dem 01.01.2013 verpflichtend anzuwenden ist, wurde im Juni 2011 überarbeitet (i. F. „IAS 19R“). Im Zuge dieser Überarbeitung wurden auch Regelungen bezüglich der Bilanzierung von Beiträgen eingefügt, die von Arbeitnehmern zu einer Versorgungszusage entrichtet werden. So sieht IAS 19R vor, dass bestimmte Arbeitnehmerbeiträge, die in den formalen Regelungen des Planes festgelegt sind, den vom Unternehmen zu erfassenden Dienstzeitaufwand vermindern sollen. Diese Arbeitnehmerbeiträge sind gem. IAS 19R.93 den Dienstzeiten, in denen der Dienstzeitaufwand zu erfassen ist, als negative Leistungen gemäß der Planformel der Zusage zuzuordnen.

Diese Neuregelung einer Zuordnung gemäß der Planformel ist in der praktischen Umsetzung kompliziert und überdies nicht eindeutig. Folglich erhielt der International Accounting Standards Board (IASB) diverse Anfragen zu dieser Thematik. Nachdem die Neuregelung auch im International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) thematisiert worden war, hat der IASB nun am 25. März 2013 den Standardentwurf ED/2013/4 „Leistungen an Arbeitnehmer – Arbeitnehmerbeiträge“ veröffentlicht. In dem Entwurf wird als Vereinfachungsregel vorgeschlagen, dass diejenigen Arbeitnehmerbeiträge, die ausschließlich mit der Arbeitsleistung der Periode, in der sie zahlbar sind, im Zusammenhang stehen, als Reduktion des Dienstzeitaufwands jener Periode behandelt werden dürfen. Als Beispiel wird ein Arbeitnehmerbeitrag genannt, der als fester Prozentsatz des Gehaltes definiert ist, ohne dass der Prozentsatz mit der Länge der Betriebszugehörigkeit variieren würde.

Der Erstanwendungszeitpunkt ist im Entwurf noch offen gelassen.