Accounting Aktuell Blog

Folge 31 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Im Mai 2021 hat der IASB die Ă„nderungen an IAS 12 zu latenten Steuern auf Vermögenswerte und Schulden, die aus einer einzigen Transaktion resultieren, veröffentlicht. In der Praxis hat dies voraussichtlich Auswirkungen fĂĽr latente Steuern auf Leasingverhältnisse und RĂĽckbauverpflichtungen. Nicole Optenkamp und Lisa Schoop erläutern die Anpassungen und ihre möglichen Auswirkungen. 

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

GrĂĽnes Licht fĂĽr den Ertragsteuerinformationsbericht

Jahrelang wurde diskutiert, die EU-Bilanzrichtlinie in Form einer Änderungsrichtlinie um Regelungen zu einem sogenannten Ertragsteuerinformationsbericht zu erweitern. Dessen Ziel ist eine öffentliche Kontrolle, ob in der EU tätige Unternehmen Steuern dort zahlen, wo Gewinne erwirtschaftet werden. Ich habe darüber schon mehrfach berichtet, das letzte Mal in meinem Blogbeitrag am 2. Juni. Laut Pressemitteilung hat das EU-Parlament gestern die Richtlinie angenommen und damit einen Schlussstrich unter den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene gezogen.

IDW zu weiteren bilanziellen Konsequenzen der IBOR-Reform

EONIA, EURIBOR und andere IBOR-Zinssätze werden häufig als Referenzzinssätze für Finanzinstrumente, z.B. variabel verzinsliche Darlehen oder Zinsswaps, verwendet. Mit deren Änderung oder Ablösung – die sogenannte IBOR-Reform – und sich daraus ergebende Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung nach HGB und IFRS haben sich der Fachausschuss Unternehmensberichterstattung (FAB) und der Bankenausschuss (BFA) des IDW schon mehrfach beschäftigt. Mein Kollege Bernd Kliem und ich haben darüber insbesondere in unseren Blogbeiträgen vom 11. November 2019 und vom 6. Juli 2020 berichtet.

GrĂĽndung des ISSB mit Sitz in Frankfurt am Main bekanntgegeben

Gestern hat die International Financial Reporting Standards (IFRS) Foundation auf dem Klimagipfel COP26 in Glasgow die Gründung des International Sustainability Standards Board (ISSB) bekannt gegeben. Das ISSB ist das internationale Gremium, das künftig für weltweit einheitliche Standards für die Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsinformationen sorgen wird. Der Hauptsitz des ISSB wird in Frankfurt am Main sein, ein weiteres Büro soll auch in Montreal eröffnet werden. In das ISSB sollen bis Juni 2022 mit dem Climate Disclosure Standards Board (CDSB) and der Value Reporting Foundation, dem Zusammenschluss des International Integrated Reporting Council und dem Sustainability Accounting Standards Board (SASB) aufgehen.

COVID-19 und der Klimawandel prägen die ESMA Prüfungsschwerpunkte 2021

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat die gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte veröffentlicht (esma public statement). Die diesjährigen Prioritäten nehmen die Auswirkungen von COVID-19 und klimabezogenen Sachverhalten in den Blick, bieten Leitlinien für die Bewertung der erwarteten Kreditverluste nach IFRS 9 und heben die Offenlegungspflichten gemäß Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung hervor.

Die Schwerpunkte werden von der ab dem 1. Januar 2022 allein zuständigen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei den Stichprobenprüfungen der IFRS Konzernabschlüsse 2021 kapitalmarktorientierter Unternehmen in Deutschland berücksichtigt. Die Veröffentlichung der ESMA enthält zudem Prioritäten im Zusammenhang mit der nicht-finanziellen Berichterstattung und Hinweise im Zusammenhang mit alternativen Leistungskennzahlen (APMs). Ob die BaFin zusätzliche nationale Schwerpunkte festlegen wird ist derzeit noch nicht bekannt.

Folge 30 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) schafft der Gesetzgeber das zweistufige Enforcement-System in Deutschland unter Einbindung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) zum 31. Dezember 2021 ab. Verantwortlich für die Bilanzkontrolle ist fortan allein die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Bernd Kliem und Nicole Optenkamp erläutern auf welche Änderungen sich Unternehmen einstellen müssen.

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Neues von der Global Reporting Initiative (GRI)

Am 5. Oktober 2021 veröffentlichte die Global Reporting Initiative (GRI) die überarbeiteten GRI-Universalstandards GRI 1: „Foundation“, GRI 2: „General Disclosures“ und GRI 3: „Material Topics“ (Link).

Die Standards der GRI haben sich global, aber auch in Deutschland als Rahmenwerk fĂĽr die nichtfinanzielle Berichterstattung etabliert. Die Ăśberarbeitung der GRI-Universalstandards stellt ein umfangreiches Projekt der GRI-Organisation dar und beinhaltet etliche zum Teil auch wesentliche Ă„nderungen an den bisherigen Standards.

Die Universalstandards gelten für alle Organisationen. GRI 1 bildet den Ausgangspunkt der GRI-Berichterstattung. Er enthält eine Systematisierung der GRI-Standards, erklärt, wie diese anzuwenden sind und erläutert die wichtigsten Konzepte und Prinzipien sowie Anforderungen an die GRI-Berichterstattung.

GRI 2 umfasst geänderte Offenlegungsvorschriften fĂĽr kontextbezogene Informationen ĂĽber das berichtende Unternehmen wie z. B. die Organisationsstruktur, Berichtsverfahren, Mitarbeiter Unternehmensaktivitäten, Governance, Unternehmensstrategie und Richtlinien sowie den Einbezug von Stakeholdern. Diese Angaben geben einen Einblick in Profil und Größe einer Organisation und helfen, die Auswirkungen eines Unternehmens auf sein Umfeld besser zu verstehen.

In GRI 3 sind überarbeitete Regelungen zur Identifizierung der Themen zu finden, die für das Unternehmen wesentlich sind. Es werden die Schritte zur Ermittlung dieser Themen erläutert und beschrieben, wie die neuen Sektorstandards in diesen Prozess einzubeziehen sind. Darüber hinaus sind auch neue bzw. überarbeitete Offenlegungsanforderungen enthalten (z. B. Auflistung wesentlicher Themen, Verfahren zur Bestimmung wesentlicher Themen, Handhabung wesentlicher Themen durch das Unternehmen).

Urteil des Bundesgerichtshofes über Revisionen im Musterfeststellungsverfahren zu Prämiensparverträgen (Urteil vom 6. Oktober 2021 -XI ZR 234/20)

Am 6. Oktober 2021 hat der Bundesgerichtshof über die Revisionen eines Verbraucherschutzverbands und einer Sparkasse gegen das Musterfeststellungsurteil des Oberlandesgerichts Dresden vom 22. April 2020 über die Wirksamkeit von Zinsänderungsklauseln in Prämiensparverträgen entschieden.

Klima-Taxonomie kann erst im Dezember 2021 in Kraft treten

Mit dem delegierten Rechtsakt zu den Umweltzielen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel (sog. Klima-Taxonomie) werden die technischen Bewertungskriterien festgelegt, die zur Bestimmung einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaftstätigkeit i.S.d. EU-Taxonomie erforderlich sind. Unternehmen benötigen diese Informationen, um ihre neuen Berichtspflichten nach Art. 8 der Taxonomie-Verordnung zu erfüllen.