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IDW veröffentlicht überarbeitete Verlautbarung zu Anhangangaben zu Finanzinstrumenten

Am letzten Freitag hat das IDW bekannt gegeben, dass die überarbeitete Fassung einer Verlautbarung vom Hauptfachausschuss des IDW in seiner Sitzung am 8. Juni 2018 verabschiedet worden ist. Dabei handelt es sich um den Rechnungslegungshinweis zu den Anhangangaben nach § 285 Nr. 18, 19 und 20 HGB zu bestimmten Finanzinstrumenten bzw. zu den entsprechenden Angaben im Konzernanhang (IDW RH HFA 1.005).

Im Rahmen der Überarbeitung wurde insbesondere ein neuer Abschnitt zur Auslegung des durch das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz geänderten § 285 Nr. 20 HGB (Anhangangaben zu Finanzinstrumenten, die mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet sind) eingefügt und dessen sachlicher Anwendungsbereich von den Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB (Anhangangaben zu derivativen Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind) abgegrenzt. Danach fallen unter die Angabepflicht nach Nr. 20 ausschließlich Finanzinstrumente, für die sich der Bewertungsmaßstab „beizulegender Zeitwert“ ausdrücklich aus dem HGB ergibt, z.B. Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens. Demgegenüber fallen unter die Angabepflicht nach Nr. 19 sämtliche derivativen Finanzinstrumente, die handelsrechtlich nach anderen Maßstäben bewertet werden, z.B. nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Derivate, für die eine Drohverlustrückstellung zu passivieren ist.

Darüber hinaus wurden die Anhangangaben zu mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten inhaltlich konkretisiert, die Anforderungen an die übrigen, in der Verlautbarung behandelten Anhangangaben geringfügig überarbeitet sowie redaktionelle Änderungen vorgenommen.

Die überarbeitete Verlautbarung wird in Heft 7/2018 der Zeitschrift „IDW Life“ abgedruckt. Im Mitgliederbereich der Website des IDW ist eine Änderungsfassung im Vergleich zur bisherigen Fassung des IDW RH HFA 1.005 (Stand 24. November 2010) verfügbar.

Änderungen der EU-Bilanzrichtlinien gebilligt

Am 12. Juni 2013 hat das Europäische Parlament Änderungen der bisherigen EU-Bilanzrichtlinien für den Jahres- und den Konzernabschluss, die überarbeitet und zusammengefasst wurden, gebilligt (siehe Blog-Beitrag vom 24. April 2013).

Festgeschrieben wurde damit zum einen das sogenannte Country-by-Country Reporting. Dieses sieht für kapitalmarktorientierte und große Unternehmen, die im Rohstoffsektor und im Bereich der Primärwaldforstwirtschaft tätig sind, eine länder- und projektspezifische Berichterstattung außerhalb des Jahresabschlusses über wesentliche Zahlungen an staatliche Stellen vor.

Festgeschrieben wurden zum anderen insbesondere Bilanzierungserleichterungen für kleine Unternehmen. Dazu gehören zum einen die Anhebung der Schwellenwerte für die Bestimmung der Größenklassen auf 6 Mio. Euro Bilanzsumme und 12 Mio. Euro Umsatzerlöse, zum anderen eine Begrenzung der Anhangangaben für kleine Unternehmen. Abgesehen davon ist nicht mit einer wesentlichen Änderung des HGB aus der Umsetzung der Neuregelungen in nationales Recht zu rechnen, vorausgesetzt, der deutsche Gesetzgeber übt seine Mitgliedstaatenwahlrechte wie bisher aus.

Die Neuregelungen treten nach ihrer formalen Billigung durch den Rat der Europäischen Union in Kraft; damit ist in wenigen Wochen zu rechnen. Danach ist die Richtlinie innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umzusetzen.

Einigung zur Überarbeitung der EU-Bilanzrichtlinien

Am 9. April 2013 haben sich der Rat, das Europäische Parlament und die EU-Kommission informell auf die weitere Vorgehensweise bei der Überarbeitung und Zusammenfassung der bisherigen EU-Bilanzrichtlinien für den Jahres- und den Konzernabschluss geeinigt. Mit Datum vom 12. April 2013 wurde der entsprechende Kompromisstext, der dem Ausschuss der Ständigen Vertreter (COREPER) zwecks Billigung unterbreitet wurde, veröffentlicht.

Vorgesehen ist zum einen, dass kapitalmarktorientierte und große Unternehmen, die im Rohstoffsektor und im Bereich der Primärwaldforstwirtschaft tätig sind, künftig länder- und projektspezifisch über wesentliche Zahlungen an staatliche Stellen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union berichten (sog. Country-by-Country Reporting). Die Wesentlichkeitsschwelle soll dabei auf 100.000 Euro festgelegt werden.

Zum anderen sind Bilanzierungserleichterungen für kleine Unternehmen vorgesehen. Dazu gehört die Erhöhung der Schwellenwerte für die Bestimmung der Größenklassen auf 6 Mio. Euro Bilanzsumme und 12 Mio. Euro Umsatzerlöse. Die Bundesregierung will dieses Mitgliedstaatenwahlrecht nutzen und die bisherigen handelsrechtlichen Schwellenwerte von 4,8 Mio. Euro Bilanzsumme und 9,7 Mio. Euro Umsatzerlöse entsprechend erhöhen. Darüber hinaus ist eine Begrenzung der Anhangangaben für kleine Unternehmen vorgesehen.

Ob weitergehende materielle Änderungen im Vergleich zu den bisherigen Bilanzrichtlinien vorgenommen werden, bleibt abzuwarten.

Gibt es keine weiteren Änderungen, kann von einer Verabschiedung der neuen EU-Bilanzrichtlinie noch im Sommer 2013 ausgegangen werden. Danach ist die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen; der Kompromisstext sieht dies innerhalb von zwei Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie, d.h. voraussichtlich bis 2015, vor. Welche konkreten Folgen sich daraus für handelsrechtliche Abschlüsse ergeben, hängt von der endgültigen Richtlinie und der Ausübung eventueller Mitgliedstaatenwahlrechte auf nationaler Ebene ab. Die Bundesregierung erwartet allerdings aufgrund der Modernisierung des HGB durch das BilMoG in 2009, dass an den derzeitigen handelsrechtlichen Grundsätzen und Prinzipien weitgehend festgehalten werden kann.

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