Schlagwort: Endorsement

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Fehlendes Endorsement der √Ąnderungen an IFRS 16 zu Mietzugest√§ndnissen i. Z. m. COVID-19

Das Endorsement der √Ąnderungen an IFRS 16 zur Bilanzierung von Mietzugest√§ndnissen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erfolgt voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig vor Aufstellung der (Zwischen-)Abschl√ľsse zum 30.Juni 2020.

Sofern gleichwohl vor Endorsement der geänderte Standard angewendet wird, entspricht diese Handhabung somit nicht den EU-IFRS.

Weitere Informationen zu möglichen Auswirkungen eines nicht rechtzeitig erfolgenden Endorsements finden Sie in unserem IFRS direkt.

EU endorsiert IFRIC 22 zu Vorauszahlungen bei Fremdwährungstransaktionen

Mit Verordnung (EU) 2018/519 vom 28. M√§rz 2018 hat die Europ√§ische Union die IFRIC-Interpretation 22 ‚ÄěFremdw√§hrungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen‚Äú √ľbernommen.

IFRIC 22 stellt klar, dass f√ľr Zwecke der Bestimmung des Wechselkurses bei Fremdw√§hrungstransaktionen mit einer oder mehreren Vorauszahlungen, als Transaktionszeitpunkt auf den Tag der erstmaligen Erfassung der als nicht-finanzieller Verm√∂genswert bzw. Verbindlichkeit erfassten Vorauszahlung abzustellen ist. Bei mehreren Vorauszahlungen sind die Transaktionszeitpunkte und Wechselkurse f√ľr jede Vorauszahlung gesondert zu ermitteln.

Die Interpretation betrifft alle Unternehmen, die Fremdw√§hrungsgesch√§fte abschlie√üen, f√ľr die Vorauszahlungen geleistet werden. Die gr√∂√üten Auswirkungen sind bei Unternehmen zu erwarten, die im Rahmen der grenz√ľberschreitenden Auftragsfertigung langfristige Fremdw√§hrungsgesch√§fte mit wesentlichen Vorauszahlungen abschlie√üen. Dies betrifft sowohl die von solchen Vereinbarungen betroffenen Lieferanten als auch deren Kunden (z.B. im Schiffs- oder Flugzeugbau). IFRIC 22 ist erstmals f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden.

Detaillierte Informationen k√∂nnen Sie unserer Ver√∂ffentlichung IFRS f√ľr die Praxis entnehmen.

EU √ľbernimmt zahlreiche neue IFRS-Regelungen: Geltung neuer Angabepflichten des IAS 7 bereits in 2017er-Abschl√ľssen

 

Im Amtsblatt der EU vom 9. November wurden nachfolgende Regelungen des IASB ver√∂ffentlicht und damit in EU-Recht √ľbernommen (Endorsement):

Titel und Link auf Amtsblatt Verpflichtender Anwendungszeitpunkt innerhalb der EU
√Ąnderungen an IAS 7 ‚ÄěKapitalflussrechnungen‚Äú 1. Januar 2017
Ansatz latenter Steueranspr√ľche f√ľr nicht realisierte Verluste (√Ąnderungen an IAS 12 ‚ÄěErtragsteuern‚Äú) 1. Januar 2017
Klarstellungen zum IFRS 15 ‚ÄěErl√∂se aus Vertr√§gen mit Kunden‚Äú 1. Januar 2018
Anwendung von IFRS 9 ‚ÄěFinanzinstrumente‚Äú gemeinsam mit IFRS 4 ‚ÄěVersicherungsvertr√§ge‚Äú (√Ąnderungen an IFRS 4) 1. Januar 2018
IFRS 16 ‚ÄěLeasingverh√§ltnisse‚Äú 1. Januar 2019

Wir m√∂chten darauf hinweisen, dass die EU trotz des erst jetzt erfolgten Endorsements am verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2017 sowohl f√ľr die √Ąnderungen an IAS 12 (Klarstellungen zur Frage des Ansatzes aktiver latenter Steuern auf tempor√§re Differenzen aus unrealisierten Verlusten; zu Einzelheiten siehe die Januar 2016-Ausgabe unserer International Accounting News) als auch f√ľr die √Ąnderungen an IAS 7 festgehalten hat.
Dies bedeutet, dass die Pflicht zur erweiterten Erl√§uterung der Entwicklung der Finanzschulden im Anhang (vgl. IAS 7.44A-E) bereits jetzt, in IFRS-Abschl√ľssen zum 31.12.2017, besteht. N√§heres hierzu finden Sie im ‚ÄěIn brief ‚Äď A look at current financial reporting issues‚ÄĚ sowie in der Februar 2016-Ausgabe unserer International Accounting News.

Endlich: EU-Endorsement des IFRS 9 erfolgt!

Nachdem ein Endorsement der neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IFRS 9) urspr√ľnglich bereits einmal f√ľr das zweite Halbjahr 2015 erwartet war, ist es nun ein Jahr sp√§ter endlich erfolgt. Die entsprechende √úbernahmeverordnung vom 22. November wurde am 29. November 2016 im Amtsblatt der EU ver√∂ffentlicht: Link.„ÄÄ

IFRS 9 ist erstmals zwingend in Gesch√§ftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige fr√ľhzeitige Anwendung ist zul√§ssig.

Der Standard ersetzt die Vorschriften des IAS 39 zu Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. Wesentliche sich hieraus ergebene √Ąnderungen sind:

  • ge√§nderte Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Verm√∂genswerten
  • ein neues Modell zur Erfassung von Wertminderungen
  • eine Ann√§herung der Vorschriften zum Hedge-Accounting an die Praxis des Risiko-Managements.

Im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Versicherungsvertr√§gen hat der IASB k√ľrzlich √Ąnderungen an IFRS 4 „Versicherungsvertr√§ge“ ver√∂ffentlicht, um IFRS 4-Anwendern, die IFRS 9 ‚ÄěFinanzinstrumente‚Äú vor Inkrafttreten der geplanten Neufassung des IFRS 4 in ihrem Abschluss anwenden, bis zur Anwendung der Neufassung des IFRS 4 bestimmte Erleichterungen zu gew√§hren (zu Einzelheiten verweisen wir auf die September-Ausgabe des PwC-Newsletters „International Accounting News“). Das Endorsement dieser Erleichterungen durch die EU ist derzeit f√ľr 2017 angek√ľndigt. „ÄÄ

Ausnahme f√ľr Versicherungsunternehmen beim EFRAG Endorsement Advice zu IFRS 9

Am 15.¬†September 2015 sprach die EFRAG eine Empfehlung zur √úbernahme von IFRS¬†9 „Finanzinstrumente“ in EU-Recht an die Europ√§ische Kommission aus.

Die finale Fassung von IFRS¬†9 wurde vom IASB am 24.¬†Juli 2014 ver√∂ffentlicht. Der neue Standard ersetzt IAS¬†39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ und ist f√ľr die Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1.¬†Januar 2018 beginnen, erstmalig verpflichtend anzuwenden.

Im Endorsement Advice best√§tigt die EFRAG, dass IFRS 9 die qualitativen Kriterien der Relevanz, Verl√§sslichkeit, Vergleichbarkeit und Verst√§ndlichkeit erf√ľllt und nicht dem true and fair view Prinzip widerspricht. In Bezug auf den Erstanwendungszeitpunkt empfiehlt die EFRAG, dass IFRS¬†9 ab dem 1.¬†Januar 2018 f√ľr alle IFRS-Anwender bis auf Versicherungsunternehmen verpflichtend anzuwenden sein soll. Hintergrund f√ľr die Ausnahme f√ľr Versicherungsunternehmen ist, dass eine Finalisierung des zuk√ľnftigen Standards zur Bilanzierung von Versicherungsvertr√§gen seitens des IASB noch aussteht. Dennoch gibt die EFRAG die Empfehlung, dass eine freiwillige vorzeitige Erstanwendung des IFRS 9 sowohl f√ľr Versicherungsunternehmen als auch f√ľr alle anderen Unternehmen m√∂glich sein soll.

Die Pressemitteilung der EFRAG ist hier zu finden.

EU-Endorsement des IFRS 9 voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2015

EFRAG hat den Entwurf eines endorsement advice letters zur √úbernahme des IFRS¬†9 in das EU-Recht ver√∂ffentlicht. Der Entwurf beinhaltet insbesondere die Einsch√§tzung der EFRAG, inwieweit der neue Standard die Kriterien f√ľr ein EU-Endorsement erf√ľllt und ob der neue Standard dem europ√§ischen Allgemeinwohl f√∂rderlich ist (einschlie√ülich einer Kosten-Nutzen-Analyse in Bezug auf die Implementierung). Das Endorsement wird f√ľr das zweite Halbjahr 2015 erwartet.

IFRS 9 ersetzt die Vorschriften des IAS 39 zu Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. IFRS 9 √§ndert im Wesentlichen die Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Verm√∂genswerten, f√ľhrt ein neues Modell zur Erfassung von Wertminderungen ein und n√§hert die Vorschriften zum hedge accounting der Risiko-Management-Praxis an. Der neue Standard ist verpflichtend f√ľr Gesch√§ftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Der Entwurf des EFRAG endorsement advice letters kann bis zum 30. Juni 2015 kommentiert werden.

EMIR: Zeitpunkt der erstmaligen Meldepflicht sowie Endorsement der Erg√§nzung des IAS 39 zur Fortf√ľhrung des Hedge Accounting bei Clearing

Aufgrund der am 16. August 2012 in Kraft getretenen EU-Verordnung ‚ÄúEMIR‚Äú (European Market Infrastructure Regulation) √ľber OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister ergibt sich f√ľr Derivate, die au√üerb√∂rslich, also ‚Äěover the counter‚Äú (OTC), abgeschlossen wurden, eine Meldepflicht, d.h. solche Derivate sind an zentrale Transaktionsregister zu melden. Bis November dieses Jahres lief jedoch noch das Verfahren zur Zulassung der ersten Transaktionsregister. Nun steht mit dem 12. Februar 2014 das Datum fest, zu dem die betroffenen Derivate erstmalig zu melden sind. Ab diesem Zeitpunkt sind fortlaufend f√ľr alle abgeschlossenen und nachtr√§glich ge√§nderten OTC-Derivate bis sp√§testens zum n√§chsten Arbeitstag u.a. Angaben zum Vertrag und zur Gegenpartei an ein Transaktionsregister zu √ľbermitteln.

Neben der Meldepflicht besteht k√ľnftig unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Clearingpflicht f√ľr OTC-Derivate, d.h. in den betroffenen F√§llen ist die Zwischenschaltung einer zentralen Gegenpartei erforderlich (vgl. auch Blog-Beitrag vom 27. Juni 2013). Offen ist derzeit noch die Ver√∂ffentlichung der clearingpflichtigen Derivatekategorien. Hierzu will die ESMA bis September 2014 eine Konkretisierung in Form von technischen Regulierungsstandards ver√∂ffentlichen.

Aus dem Clearing ergeben sich auch Folgen f√ľr die Bilanzierung der betroffenen Derivate. Da die Zwischenschaltung einer zentralen Gegenpartei zur Ausbuchung des bestehenden OTC-Derivats und Einbuchung eines neuen Derivats f√ľhrt, w√§re eine ggf. vorher bestehende und als solche auch unter IFRS bilanzierte Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting), f√ľr die das urspr√ľngliche Derivat als Sicherungsinstrument designiert worden ist, gem√§√ü den bisherigen Vorschriften des IAS 39 zu beenden. Um dies zu vermeiden, wurden die Regelungen des IAS 39 im Juni dieses Jahres erg√§nzt¬† (vgl. auch Blog-Beitrag vom 27. Juni 2013). Die √úbernahme in EU-Recht (sog. Endorsement) erfolgte am 19. Dezember, womit die erg√§nzten Regelungen des IAS 39 f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, auch in der EU g√ľltig sind.

Ich w√ľnsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2014!

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