Schlagwort: Hedge Accounting

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IBOR Phase II Рneue Publikationen veröffentlicht

Im August 2020 hat der IASB im Rahmen der Phase II seines Projekts zur IBOR-Reform √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 ver√∂ffentlicht. Die √Ąnderungen sehen Erleichterungen im Zusammenhang mit der Abbildung von √Ąnderungen an vertraglichen Zahlungsstr√∂men und Sicherungsbeziehungen, die im Zusammenhang mit der IBOR-Reform erforderlich geworden sind sowie diesbez√ľgliche Angaben vor (siehe hierzu Blogbeitrag vom 28. August 2020).

In unserer neuen PwC-Publikation In depth – Practical guide to Phase 2 amendments for interest rate benchmark reform werden die √Ąnderungen und deren Anwendung ausf√ľhrlich dargestellt und erl√§utert. Besonders hervorzuheben sind die Darstellung des Zusammenspiels der Erleichterungen aus Phase 1 und 2 f√ľr das Hedge-Accounting sowie die zahlreichen deep dives zu auslegungsbed√ľrftigen Aspekten der √Ąnderungen (z.B. Kriterium ‚Äėeconomically equivalent‚Äô) in Form von FAQs.

IASB ver√∂ffentlicht √Ąnderungen an diversen IFRS-Standards im Zuge der sog. IBOR-Reform

Der IASB hat am 27. August 2020 √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 ver√∂ffentlicht.

Die √Ąnderungen stehen im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinss√§tzen (IBOR-Reform), speziell mit der Abbildung von √Ąnderungen an vertraglichen Zahlungsstr√∂men und Sicherungsbeziehungen, die in diesem Zusammenhang vorgenommen werden.

Die √Ąnderungen betreffen:

  • √Ąnderungen der vertraglichen Cashflows – F√ľhrt eine √Ąnderung des Referenzzinssatzes zu ge√§nderten vertraglichen Cashflows, ist der Buchwert der betreffenden Finanzinstrumente nicht anzupassen oder auszubuchen, sondern der Effektivzinssatz zu aktualisieren.
  • Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen – Eine Sicherungsbeziehung muss nicht allein aufgrund von im Zuge der IBOR-Reform erforderlichen √Ąnderungen beendet werden, wenn die Sicherungsbeziehung ansonsten weiterhin die anderen Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erf√ľllt.
  • Angabepflichten – Es sind Informationen √ľber neue Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben, und dar√ľber, wie der √úbergang zu neuen Referenzzinss√§tzen gehandhabt wird, offenzulegen.

Die √Ąnderungen sind f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zul√§ssig.

IBOR-Reform: Exposure Draft zur Phase 2 veröffentlicht

Der IASB hat am 9. April 2020 einen Entwurf mit Vorschl√§gen f√ľr √Ąnderungen an IFRS¬†9, IAS¬†39, IFRS¬†7, IFRS¬†4 und IFRS¬†16 ver√∂ffentlicht (ED/2020/1 ‚ÄěInterest Rate Benchmark Reform ‚Äď Phase 2‚Äú).

Die Vorschl√§ge stehen im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinss√§tzen (IBOR-Reform), speziell mit der Abbildung von √Ąnderungen an vertraglichen Zahlungsstr√∂men und Sicherungsbeziehungen, die in diesem Zusammenhang erforderlich geworden sind, d.h., wenn diese als direkte Folge der IBOR-Reform notwendig ist und die neue und alte Basis f√ľr die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsstr√∂me wirtschaftlich ausgeglichen sind.

Vorgeschlagen wird hierzu im Wesentlichen Folgendes:

  • Modifikationen von Finanzinstrumenten (einschlie√ülich der Aktivierung bereits bestehender Fallback-Klauseln) sollen gem√§√ü IFRS¬†9.B5.4.5 im Wege der Aktualisierung des Effektivzinssatzes, Modifikationen von Leasingverh√§ltnissen durch Neubewertung gem√§√ü IFRS¬†16.42 abgebildet werden;
  • Ausnahmen von den Vorschriften zur Beendigung von Sicherungsbeziehungen, die es Unternehmen erm√∂glichen sollen, durch die IBOR-Reform erforderlich gewordene √Ąnderungen an Designation und Dokumentation von Sicherungsbeziehungen (Designation eines neuen Referenzzinssatzes als gesichertes Risiko sowie entsprechende Aktualisierung der Hedge-Dokumentation) vorzunehmen, ohne dass dies eine Beendigung der betroffenen Sicherungsbeziehungen zur Folge hat; mit einer weiteren Ausnahme soll ein Recycling der Cashflow-Hedge-R√ľcklage in Folge der √Ąnderung vertraglicher Zahlungsstr√∂me verhindert werden;
  • √Ąnderungen am ‚Äěseparately identifiable‚Äú-Kriterium, nach denen ein neuer Referenzzinssatz als einzeln identifizierbare Risikokomponente betrachtet werden soll, wenn ein Unternehmen vern√ľnftigerweise erwartet, dass dieser innerhalb von 24 Monaten ab seiner Designation als nicht-vertraglich spezifizierte Risikokomponente das ‚Äěseparately identifiable‚Äú-Kriterium erf√ľllen wird (verl√§ssliche Bewertbarkeit muss jedoch bereits bei Designation gegeben sein); sowie
  • Zus√§tzliche Angabepflichten mit dem Ziel, den Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen Art und Umfang der Risiken, die sich aus der IBOR-Reform f√ľr das Unternehmen ergeben, den Umgang mit diesen Risiken sowie die Fortschritte des Unternehmens beim √úbergang auf neue Referenzzinss√§tze, nachvollziehen zu k√∂nnen.

Die vorgeschlagenen √Ąnderungen an IFRS¬†4 dienen ausschlie√ülich dazu, dass Versicherer, die IFRS¬†9 noch nicht anwenden, die Erleichterungen zur Abbildung von Modifikationen von Finanzinstrumenten unter IAS¬†39 analog anwenden.

Der IASB schl√§gt vor, dass die √Ąnderungen f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1.¬†Januar 2021 beginnen, anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung soll zul√§ssig sein.

Stellungnahmen werden vom IASB bis zum 25. Mai 2020 erbeten.

Der Hinweis des IASB, zur Ver√∂ffentlichung, der auch den Entwurf enth√§lt, ist √ľber folgenden¬†Link¬†zu erreichen.

IBOR-Reform: √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 von EU endorsiert

Am 15. Januar 2020 wurden die im September 2019 vom IASB im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinss√§tzen (z. B. LIBOR) ver√∂ffentlichten √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 mit der VERORDNUNG (EU) 2020/34 von der Europ√§ischen Union √ľbernommen.

Die Veröffentlichung der Verordnung im Amtsblatt der Europäischen Union erfolgte mit Datum vom 16. Januar 2020. Gem. Artikel 3 der VERORDNUNG (EU) 2020/34 tritt diese am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

F√ľr weitere Informationen zu den Inhalten der √Ąnderungen verweisen wir auf unseren Blogbeitrag aus September 2019.

IASB trifft weitere vorläufige Entscheidungen zur IBOR-Reform (Phase 2)

Mit diesem Blogbeitrag möchten ich Sie zu aktuellen Entwicklungen der Phase 2 des IASB-Projekts zu den Auswirkungen der IBOR-Reform informieren.

Im Dezember hat der IASB Auswirkungen der √Ąnderung von Referenzzinss√§tzen auf das Hedge Accounting nach IFRS 9 und IAS 39 diskutiert. dabei hat der IASB vorl√§ufig entschieden weitere √Ąnderungen an IFRS 9 und IAS 39 vorzunehmen um folgende Erleichterungen zu gew√§hren:

  • √Ąnderungen der Hedge-Dokumentation, mit der das abgesicherte Risiko sowie die Beschreibung des Sicherungsinstrumentes oder des Grundgesch√§fts redefiniert werden um diese auf einen neuen Referenzzinssatz zu beziehen, sollen unter IFRS 9 und IAS 39 nicht zur Beendigung des Hedge Accounting f√ľhren, wenn diese √Ąnderungen unmittelbar aufgrund der IBOR-Reform erforderlich waren und auf wirtschaftlich gleichwertiger Basis vorgenommen werden.
  • Eine √Ąnderung der Methode zur Beurteilung der Effektivit√§t von Sicherungsbeziehungen soll unter IAS 39 nicht zur Beendigung des Hedge Accounting f√ľhren, wenn es aufgrund der IBOR-Reform nicht praktikabel ist, weiterhin die gleiche Methode anzuwenden, die in der urspr√ľnglichen Hedge-Dokumentation festgelegt wurde.
  • Weitere spezifische Erleichterungen im Zusammenhang mit den Voraussetzungen f√ľr Makro Hedges bzw. Portfolio Hedges gegen Zins√§nderungsrisiken.

Erleichterungen im Zusammenhang mit der Bewertung von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten sowie der Erfassung von Ineffektivitäten sind weiterhin nicht vorgesehen.

Bei den nächsten Sitzungen des IASB sollen folgende Themen im Zusammenhang mit der IBOR-Reform diskutiert werden:

  • Ende der Anwendbarkeit der im Rahmen von Phase 1 gew√§hrten Erleichterungen;
  • Auswirkungen der IBOR-Reform auf andere IFRS-Standards;
  • Anhang Angaben (Phase 2) und
  • √úbergangsvorschriften und Inkrafttreten der vorgeschlagenen √Ąnderungen (Phase 2).

F√ľr weitere Ausf√ľhrungen zur Abbildung der im Oktober 2019 erfolgten √Ąnderungen an Euribor und EONIA im Abschluss 2019 verweisen wir auf die Dezember-Ausgabe unserer International Accounting News, die in K√ľrze erscheint.

IASB finalisiert Phase 1 seines Projekts zur „IBOR-Reform“

Der IASB hat √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 ver√∂ffentlicht und damit die Phase 1 des Projekts „Interest Rate Benchmark Reform“ abgeschlossen. Die Vorschl√§ge stehen im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinss√§tzen (z. B. LIBOR), speziell mit der gegenw√§rtig bestehenden Unsicherheit dar√ľber, wann und wie die aktuellen Referenzzinss√§tze ersetzt werden.

Die √Ąnderungen an IFRS 9 und IAS 39 haben zur Folge, dass Hedge-Beziehungen, die ansonsten in Folge dieser Unsicherheit zu beenden gewesen w√§ren, fortzuf√ľhren sind. Dies wird dadurch erreicht, dass Unternehmen f√ľr Zwecke bestimmter zukunftsgerichteter Beurteilungen unterstellen sollen, dass der Referenzzinssatz, auf dem ein abgesicherter Zahlungsstrom oder die Zahlungsstr√∂me eines Sicherungsinstruments basieren, durch die Reform nicht ver√§ndert wird. Im Zusammenhang mit den vorgenannten √Ąnderungen an IFRS 9 und IAS 39 wird IFRS 7 um Angabepflichten erg√§nzt, die insbesondere Art und Umfang der Betroffenheit des Unternehmens von der Reform der Referenzzinss√§tze betreffen.

Die √Ąnderungen sind √ľberwiegend deckungsgleich mit den Vorschl√§gen in ED/2019/1 „Interest Rate Benchmark Reform“. Im Vergleich zum ED umfassen die finalen √Ąnderungen insbesondere eine zus√§tzliche Anpassung an IAS 39, wonach w√§hrend der Unsicherheit durch die Reform auch solche Sicherungsbeziehungen weitergef√ľhrt werden k√∂nnen, deren Effektivit√§t au√üerhalb der 80-125% Bandbreite liegt (wenn alle anderen Voraussetzungen erf√ľllt sind).

Die √Ąnderungen sind erstmals f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen, anzuwenden. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist m√∂glich.

Die Finalisierung der √Ąnderungen markiert zugleich den Beginn der Phase 2 des Projekts „Interest Rate Benchmark Reform“, w√§hrend der sich der IASB mit den potenziellen Auswirkungen der tats√§chlichen √Ąnderung von Referenzzinss√§tzen besch√§ftigen und die Notwendigkeit weiterer Standard√§nderungen er√∂rtern wird.