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Folge 26 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Im Februar 2021 hat der IASB die Änderungen an IAS 1, Practice Statement 2 und IAS 8 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen den Umfang der Angabepflichten zu Rechnungslegungsmethoden (“accounting policies”) sowie die Unterscheidung von diesen Methoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (“accounting estimates”). Die Änderungen an IAS 1 und dem Practice Statement 2 sind Teil der „Disclosure Initiative“ des IASB, deren Ziel es ist, die Qualität der Finanzberichterstattung zu verbessern. Nicole Optenkamp und Lisa Schoop erläutern die Anpassungen und ihre möglichen Auswirkungen.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf Youtube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

IASB: Neues zu Rechnungslegungsmethoden in IAS 1, dem Practice Statement 2 und IAS 8

Die Ă„nderungen sind Teil der “Disclosure Initiative” des IASB. Sie sollen den Anhang von IFRS-AbschlĂĽssen “entschlacken”. Entsprechend geben die Ă„nderungen – obwohl noch nicht verpflichtend – den Unternehmen Anregungen, wie sie ihren Abschluss klarer, relevanter und auch kĂĽrzer machen können. Im FuĂźball heiĂźt es: “Jetzt liegt der Ball bei den Unternehmen!” 

Doppelfolge 21 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Im November hat die Deutsche PrĂĽfstelle fĂĽr Rechnungslegung (DPR) ihre PrĂĽfungsschwerpunkte fĂĽr die Saison 2021 veröffentlicht. Wie bereits im Vorjahr möchten wir Sie ĂĽber die wichtigsten Inhalte der PrĂĽfungsschwerpunkte – diesmal im Rahmen einer Doppelfolge unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ – kurz und prägnant informieren. 

Verschiebung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts der Ă„nderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten

Der IASB hat heute Ă„nderungen an IAS 1 veröffentlicht, durch die der verpflichtende Anwendungszeitpunkts der im Januar veröffentlichten Ă„nderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig (zum Inhalt siehe unseren IFRS direkt) um ein Jahr auf den 1. Januar 2023 verschoben wird.

Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist – vorbehaltlich eines noch zu erfolgenden Endorsements – weiterhin möglich.

IDW zu weiteren Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Rechnungslegung nach IFRS

Das IDW hat auf seiner Homepage ein Update des fachlichen Hinweises des IDW zu Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Rechnungslegung und deren Prüfung (Teil 3) veröffentlicht. Wir hatten über den bisherigen Hinweis in einem Blogbeitrag vom 14. April 2020 berichtet.

Zur Rechnungslegung nach IFRS enthält das Update folgende neue FAQs:

  • Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld: Leistet ein Arbeitgeber an die Arbeitnehmer Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld, handelt es sich nach Auffassung des IDW um kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer i.S.v. IAS 19.9 die als laufender Personalaufwand zu erfassen sind. Eine RĂĽckstellung ist nicht zu bilden. Dies entspricht der schon bisher von uns vertretenen Auffassung (siehe HGB direkt/IFRS direkt, Ausgabe 8, April 2020).
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von FInanzinstrumenten nach IFRS 9: Das IDW thematisiert Einzelfragen zur Zulässigkeit einer Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten infolge der Corona-Pandemie, zur BerĂĽcksichtigung zukunftsgerichteter Informationen und zur Portfoliobildung im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen sowie zu möglichen Folgen der Corona-Pandemie fĂĽr die Anwendung von Hedge Accounting auf die Absicherung geplanter Transaktionen. Wir verweisen zu diesen Themen auch auf unsere Publikationen “IFRS fĂĽr die Praxis: Coronavirus: Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung nach dem 31. Dezember 2019” vom 13. März 2020, “IFRS fĂĽr die Praxis: Die Ermittlung erwarteter Kreditverluste durch Industrieunternehmen in Zeiten der Coronakrise” vom 24. April 2020 sowie “IFRS fĂĽr die Praxis: Post-Model-Adjustments bei der Ermittlung erwarteter Kreditverluste in Zeiten der Coronakrise” vom 14. Mai 2020.
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16: Ist während der Corona-Pandemie die Nutzungsmöglichkeit einer bspw. angemieteten Immobilie signifikant eingeschränkt, so ist nach Auffassung des IDW die planmäßige Abschreibung des Nutzungsrechts während der Zeit der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit der Immobilie fortzufĂĽhren. DarĂĽber hinaus nimmt das IDW beispielhaft zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen (Erlass bzw. Stundung von Leasingzahlungen) im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen beim Leasinggeber (vgl. hierzu auch unsere internationale Publikation “In depth: Accounting implications of the effects of coronavirus”, FAQs 4.6-4.9) und zu den Auswirkungen sog. force majeure-Klauseln in Leasingverträgen auf die Bilanzierung dieser Verträge nach IFRS 16 (vgl. auch “IFRS direkt: Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS” vom 23. April 2020) Stellung.
  • Berichterstattung ĂĽber die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Anhang: Das IDW schlieĂźt sich der Empfehlung der ESMA an, Informationen ĂĽber signifikante Effekte der Corona-Pandemie (möglichst auch auf quantitativer Basis) als Teil der Erläuterungen zu den in der GuV dargestellten und ausgewiesenen Beträgen in einer separaten Angabe (single note) im Anhang des Abschlusses darzustellen. Einer ggf. beabsichtigten getrennten Darstellung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der GuV (z.B. Pro-Forma-Darstellungen o.ä.) steht das IDW kritisch gegenĂĽber. Ăśber die Erwartungen der ESMA an den Zwischenabschluss und den Zwischenlagebericht in Zeiten der Coronakrise berichteten wir auch in einem IFRS direkt vom 28. Mai 2020.

Terminverschiebungen – Sondersitzung des IASB zur Coronakrise

Der IASB hat in einer Sondersitzung zur Coronakrise im April die folgenden vorläufigen Entscheidungen getroffen:

  1. Der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt der kürzlich veröffentlichten Änderung an IAS 1 zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig (Amendments to IAS 1 „Classification of Liabilities as Current or Non-current“; Einzelheiten hierzu finden Sie in den International Accounting News 2/2020) soll um ein Jahr auf den 1. Januar 2023 verschoben werden. Ein entsprechender Änderungsentwurf soll im Mai veröffentlicht werden.
  2. Ebenso verlängert werden sollen die Konsultationszeiträume zu nachfolgenden Dokumenten:
    1. ED/2019/7 „Allgemeine Darstellung und Angaben“ („General Presentation and Disclosures“; zu Einzelheiten siehe International Accounting News 1/2020) – Verschiebung auf den 30. September 2020
    2. DP/2020/1 „Angaben, Geschäfts- und Firmenwert und Wertminderung“ („Business Combinations – Disclosures, Goodwill and Impairment“) – Verschiebung auf den 31. Dezember 2020
    3. Informationsanfrage zum umfassenden Review der IFRS fĂĽr kleine und mittelgroĂźe Unternehmen („Request for Information Comprehensive Review of the IFRS for SMEs Standard“) – Verschiebung auf den 27. Oktober 2020

Ă„nderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat gestern Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig veröffentlicht.

Demnach ist eine Verbindlichkeit als langfristig einzustufen, wenn das Unternehmen am Abschlussstichtag über ein Recht verfügt, die Erfüllung der Schuld um mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Dabei genügt das reine Vorhandensein eines Rechts, es muss keine Absicht des Unternehmens vorliegen, dieses auch auszuüben. Bei Rechten, die von dem Vorhandensein bestimmter Bedingungen abhängig sind, ist darauf abzustellen, ob die Bedingungen am Abschlussstichtag erfüllt sind.

Ist eine Schuld mit Bedingungen verbunden, nach denen diese aufgrund einer Option der Gegenpartei durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten erfĂĽllt werden kann, wird klargestellt, dass dies die Klassifizierung der Schuld als kurz- bzw. langfristig nicht beeinflusst, sofern die Option separat als Eigenkapitalkomponente eines zusammengesetzten Finanzinstruments nach IAS 32 ausgewiesen wird.

Die Ă„nderungen treten – ein entsprechendes Endorsement vorausgesetzt – fĂĽr Berichtsperioden, die am oder nach dem
1. Januar 2022 beginnen, in Kraft.

Folge 8 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Der IASB hat sich vorgenommen, die Kommunikation in der Finanzberichterstattung zu verbessern. Informationen über den Unternehmenserfolg in IFRS-Abschlüssen sollen verständlicher und vergleichbarer werden. Dr. Sebastian Heintges und Alexandra Grimm stellen in der nun verfügbaren Folge 8 der „PwC Accounting and Reporting Talks“ den “ED/2019/7 General Presentation and Disclosures” vor.

ED/2019/7 wurde am 19. Dezember 2019 vom IASB veröffentlicht. Teil des Entwurfs ist ein neuer Standard, der IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ ersetzen wird und neue Anforderungen zur Darstellung in den primären Berichtsbestandteilen und neue Angabepflichten enthält. Darüber hinaus werden die Regeln des IAS 1 übernommen, wobei keine materiellen Änderungen vorgesehen sind. Neben dem neuen Standard umfasst ED/2019/7 Änderungen an IAS 7, IFRS 12, IAS 33, IAS 34, IAS 8 und IFRS 7. Im Einzelnen enthält der Entwurf folgende Neuerungen:

  • Strukturierung der Gewinn- und Verlustrechnung: EinfĂĽhrung von drei zusätzlichen Zwischensummen
  • Definition von “management performance measures” und neue Angaben 
  • Definition ungewöhnlicher Erträge und Aufwendungen und neue Angaben
  • Separierung von integralen und nicht integralen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung/Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung und bei den IFRS 12-Anhangangaben
  • Beschreibung der Rolle der primären Abschlussbestandteile in Abgrenzung zum Anhang
  • Prinzipien und allgemeine Anforderungen zu Aggregation und Disaggregation von Informationen
  • Gewinn- und Verlustrechnung: Kriterien zur Wahl des Gesamtkosten- oder des Umsatzkostenverfahrens
  • Kapitalflussrechnung: „Operating profit or loss“ als verpflichtender Startpunkt fĂĽr die Ermittlung des operativen Cashflows nach der indirekten Methode 
  • Kapitalflussrechnung: Abschaffung von Darstellungswahlrechten 

 

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