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PwC Accounting and Reporting Talks zu den DPR-Prüfungsschwerpunkten 2020 gestartet

Im November hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) ihre Prüfungsschwerpunkte für die Saison 2020 veröffentlicht. Dies haben wir zum Anlass genommen, als Folge 6 unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ eine fünfteilige Serie zu veröffentlichen, und zwar zu den folgenden DPR-Themen:

  • Leasingverhältnisse (IFRS 16)
  • Umsatzrealisierung (IFRS 15) und Ertragsteuern (IAS 12, IFRIC 23)
  • Impairment Test (IAS 36)
  • Kreditinstitute: Impairment (IFRS 9) & more
  • Konzernlagebericht & more

Der erste Beitrag zu Leasingverhältnissen (IFRS 16) ist bereits online. In diesem diskutieren Dr. Bernd Kliem und Karsten Ganssauge über ausgewählte Aspekte der neuen Leasingbilanzierung, die die DPR im Fokus hat. Die übrigen Beiträge werden in den nächsten Tagen verfügbar sein.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte 2020

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat auf der 11. Jahrestagung „Bilanzkontrolle und Abschlussprüfung“ – Bilanzierung, Berichterstattung und Enforcement in Recht und Praxis am 18. November 2019 folgende nationale Schwerpunkte für die Prüfungen der Abschlüsse 2019 im kommenden Jahr 2020 veröffentlicht:

Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, insbesondere Marken – IAS 36

  • Bestimmung der sachgerechten Ebene des Wertminderungstests
  • Ermittlung des Nutzungswerts mit Hilfe plausibler Annahmen und unter Berücksichtigung des speziellen Risikos des Vermögenswerts bzw. der ZGE
  • Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung aus der Perspektive eines unabhängigen Marktteilnehmers und unter Beachtung der Fair-Value-Hierarchie. Erfordernis einer Kalibrierung der Inputparameter anhand des Transaktionspreises beim erstmaligen Ansatz
  • Auswirkungen von IFRS 16 auf den Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert

 

Konzernlagebericht

  • Darstellung der Auswirkungen von IFRS 16 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
  • Darstellung und Berechnung von bedeutsamsten Leistungsindikatoren unter Berücksichtigung der Erstanwendung von IFRS 16, insbesondere Bereinigung von Effekten bei alternativen Leistungskennziffern, Anfertigung einer Überleitungsrechnung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

 

Diese beiden Schwerpunkte ergänzen die drei gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte zum IFRS 16 „Leasingverhältnisse“, IFRS 9 „Finanzinstrumente“ bzw. 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ und IAS 12 „Ertragsteuern“, die von der ESMA am 22. Oktober 2019 veröffentlicht wurden und über die ich am 24. Oktober 2019 bereits berichtet habe.

Institut der Wirtschaftsprüfer veröffentlicht neue Anwendungshinweise zum Werthaltigkeitstest nach IAS 36 (IDW RS HFA 40)

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat am 2. Juni 2015 die Verabschiedung der finalen Fassung des IDW RS HFA 40 „Einzelfragen zu Wertminderungen von Vermögenswerten nach IAS 36“ bekanntgegeben (siehe IDW-Website). Die finale Fassung der Stellungnahme weist gegenüber der im Juni 2014 veröffentlichten Entwurfsfassung keine wesentlichen Änderungen auf. Mit der neuen Stellungnahme werden die bisher in IDW RS HFA 16 „Bewertungen bei der Abbildung von Unternehmenserwerben und bei Werthaltigkeitsprüfungen nach IFRS“ enthaltenen Anwendungshinweise zu IAS 36 ersetzt und deutlich erweitert. Die vom IDW veröffentlichten Stellungnahmen zur Rechnungslegung erlangen insbesondere dadurch Bedeutung, dass deutsche Abschlussprüfer bei der Prüfung von IFRS-Abschlüssen angehalten sind, die in den Stellungnahmen enthaltenen Anwendungshinweise grundsätzlich zu beachten und nur bei Vorliegen von gewichtigen Gründen von ihnen abzuweichen. In besonderen Einzelfällen vertretbare Abweichungen sind vom Abschlussprüfer schriftlich und an geeigneter Stelle (z. B. im Prüfungsbericht) darzustellen und ausführlich zu begründen.

Hintergrund für die deutlich erweiterten Anwendungshinweise ist der Umstand, dass die Regelungen des IAS 36 zu Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerten) in ihrer praktischen Anwendung regelmäßig komplexe Anwendungsfragen aufwerfen, die zu teilweise kontroversen Diskussionen zwischen Abschlusserstellern und -prüfern führen. Darüber hinaus betrachten nationale und internationale Enforcement-Einrichtungen den Werthaltigkeitstest unverändert als einen besonders fehleranfälligen Aspekt der IFRS-Rechnungslegung. Die neue Stellungnahme soll daher als Anwendungsunterstützung für die Praxis dienen, bestehende Auslegungsunsicherheiten beseitigen und zur Verbesserung der Qualität der Abschlüsse beitragen.

Die Stellungnahme befasst sich u. a. mit Problembereichen bei der Ermittlung des Nutzungswerts. Dabei wird sowohl ausführlicher auf die Schätzung der Zahlungsströme und ihre Zusammensetzung als auch die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes und seine einzelnen Bestandteile eingegangen. In diesem Zusammenhang wird als ein wichtiger Punkt auch die Berücksichtigung von Ertragsteuern näher thematisiert. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt der Stellungnahme bilden die Abgrenzung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie die Besonderheiten bei der Ermittlung des Nutzungswerts und Buchwerts solcher Einheiten. Dabei wird u. a. auch ausführlicher auf die Allokation und Reallokation des Geschäfts- oder Firmenwerts und die Behandlung von sog. Corporate Assets eingegangen. Des Weiteren befasst sich die Stellungnahme u. a. auch noch mit den Unterschieden zwischen Nutzungswert und Fair Value, dem Zeitpunkt und Anlass von Werthaltigkeitstests, der Werthaltigkeitsprüfung von nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen sowie ausgewählten wesentlichen Anhangangaben. Schließlich enthält die Stellungnahme auch Hilfestellungen bei der Werthaltigkeitsprüfung für zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit Geschäfts- oder Firmenwert und nicht beherrschenden Anteilen. Zu diesem Themengebiet war das IFRS Interpretations Committee zwar schon vor einiger Zeit um Klärung verschiedener Fragen gebeten worden, hatte jedoch damals eine weitergehende Bearbeitung abgelehnt, so dass es hier an konkretisierenden Leitlinien innerhalb der IFRS bislang fehlt.

EU übernimmt Änderung der Angabepflichten zu Wertminderungen bei nicht-finanziellen Vermögenswerten nach IAS 36

Die EU hat am 19. Dezember 2013 Änderungen des IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten“ übernommen (sog. Endorsement; s. Amtsblatt der EU L346 vom 20. Dezember 2013). Damit wird unter anderem eine nicht beabsichtigte Angabepflicht, die im Zuge des Endorsements von IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“ in IAS 36.134 (c) aufgenommen wurde, korrigiert. Hierdurch wird klargestellt, dass Angaben zum erzielbaren Betrag einer sog. zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash-generating unit) nur dann notwendig sind, wenn für diese während der Periode eine Wertminderung oder –aufholung erfasst wurde. Die Änderung tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, in Kraft. Aufgrund der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung kann jedoch bereits in den aktuell anstehenden Abschlüssen zum 31. Dezember 2013 auf die Angabe verzichtet werden, sofern Anhangangaben zur vorzeitigen Anwendung nach IAS 8.28 sowie ebenfalls durch die Änderung in IAS 36 neu aufgenommene Angaben im Zusammenhang mit vorgenommenen Wertminderungen oder –aufholungen, bei denen der erzielbare Betrag auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten bestimmt wurde, gemacht werden.

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