Schlagwort: IFRS 16

Bleiben Sie auf dem laufenden - der IFRS 16 RSS-Feed

Folge 14 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Als Reaktion auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS hat der IASB am 28. Mai 2020 eine Erleichterung für Leasingnehmer verabschiedet. Karsten Ganssauge und Dr. Holger Meurer erläutern den Hintergrund für diese Änderung und wie Leasingnehmer von dieser Änderung profitieren.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube[, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht. Weitere Informationen dazu finden Sie auch in unserem IFRS Direkt.

IASB veröffentlicht Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit Covid-19

Wir hatten Sie in unserem Blog vom 24. April 2020  über geplante Änderungen an IFRS 16 informiert, die Leasingnehmern die Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit Covid-19 erleichtern sollen. Diese Änderungen sind nunmehr heute mit einigen Anpassungen vom IASB veröffentlicht worden. Die Änderung erlaubt es Leasingnehmern, auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Bezug auf Leasingzahlungen, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 fällig gewesen wären, eine „lease modification“ darstellt, zu verzichten und das Mietzugeständnis stattdessen so abzubilden, als handele es sich nicht um eine „lease modification“.
 
Erstmalig anzuwenden ist die Änderung in Perioden, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Voraussetzung für die Anwendung in Deutschland ist ein rechtzeitiges Endorsement durch die EU.

IASB veröffentlicht ED zu Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit Covid-19

Der IASB hat heute den Entwurf eines Vorschlags zur Änderung von IFRS 16 veröffentlicht (ED/2020/2 „Covid-19-Related Rent Concessions“).

Vorgeschlagen wird eine optionale Ausnahme von den bestehenden Vorschriften des IFRS 16, die es Leasingnehmern erlaubt, auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Bezug auf Leasingzahlungen, die ursprünglich in 2020 fällig gewesen wären, eine lease modification darstellt, verzichten und dieses stattdessen so abbilden können, als handele es sich nicht um eine lease modification. Voraussetzung ist u.a., dass keine anderen substanziellen Vertragsänderungen vereinbart werden. Die vorgeschlagene Änderung soll retrospektiv angewendet werden.

Für die Leasinggeber-Bilanzierung werden keine Änderungen vorgeschlagen.

Damit die vorgeschlagenen Änderungen praktische Relevanz entfalten können, beabsichtigt der IASB diese bis Ende Mai zu finalisieren. Erstmalig angewendet werden sollen die Änderungen in Perioden, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen, wobei eine vorzeitige Anwendung – auch in Abschlüssen, die im Zeitpunkt der Finalisierung der Änderungen noch nicht zur Veröffentlichung genehmigt sind – zulässig sein soll. Vor diesem Hintergrund wurde das Ende der verkürzten Kommentierungsfrist auf den 8. Mai 2020 festgelegt.

Voraussetzung für die Anwendung in Deutschland ist ein rechtzeitiges Endorsement durch die EU.

FAQs zu Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 veröffentlicht

Infolge der Covid-19-Pandemie werden Mietern häufig Zugeständnisse gewährt, z.B. in Form von Erlass, Reduktion oder Stundung von Leasingzahlungen. Diese können sich aus gesetzlichen Regelungen oder auch aus entsprechenden vertraglichen Anpassungen aufgrund von Verhandlungen zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer ergeben.

Uns erreichen viele Rückfragen, welche bilanziellen Folgen sich hieraus ergeben.  Auf PwC Inform wurde vor diesem Hintergrund eine neue FAQ zur Frage veröffentlicht, wie solche Mietzugeständnisse nach IFRS zu bilanzieren sind.

Weiterhin enthalten viele Leasingverträge eine Klausel zu „höherer Gewalt“. Eine weitere FAQ hat die bilanziellen Auswirkungen solcher Klauseln zum Gegenstand.

IASB entscheidet vorläufig über Änderung an IFRS 16 im Zusammenhang mit Covid-19

Der IASB hat am 17. April 2020 eine Änderung an IFRS 16 im Zusammenhang mit COVID-19 vorläufig entschieden. Hiernach soll für den Leasingnehmer künftig eine optionale Ausnahme von den bestehenden Vorschriften des IFRS 16 bestehen, nach der Leasingnehmer auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Bezug auf Leasingzahlungen, die ursprünglich in 2020 fällig gewesen wären, eine lease modification darstellt, verzichten und dieses stattdessen so abbilden können, als handele es sich nicht um eine lease modification. Voraussetzung ist u.a., dass keine anderen substanziellen Vertragsänderungen vereinbart werden.
Für die Leasinggeber-Bilanzierung sind keine Änderungen vorgesehen.
Die geplante Änderung soll bis Ende Mai verabschiedet werden und unmittelbar nach Veröffentlichung rückwirkend anwendbar sein. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein zeitnahes Endorsement der Standardänderung.

IASB diskutiert am 17. April über Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit COVID-19

Nachdem der IASB am 10. April 2020 educational material veröffentlicht hat, in dem die relevanten Anforderungen des IFRS 16 im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erläutert werden (siehe Blogbeitrag), wird das Thema nun auch Gegenstand eines außerplanmäßigen Meetings des IASB am 17. April 2020 sein.

Diskutiert werden soll, ob kurzfristig Änderungen an IFRS 16 vorgenommen werden, um Erleichterungen für die Abbildung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie einzuführen. Das zugehörige Agenda-Paper enthält einen Vorschlag des IASB-Staff für die Leasingnehmer-Bilanzierung eine Ausnahme von den bestehenden Vorschriften des IFRS 16 einzuführen, nach der Leasingnehmer auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie eine lease modification darstellt, verzichten und dieses stattdessen so abbilden können, als handele es sich nicht um eine lease modification. Für die Leasinggeber-Bilanzierung werden vom IASB-Staff keine Änderungen vorgeschlagen.

Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16

Der IASB hat am 10. April 2020 ein Papier veröffentlicht, in dem die relevanten Anforderungen des IFRS 16 im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erläutert werden.

Der IASB diskutiert in dem Papier insbesondere die Frage, ob und inwieweit eine Änderung der Leasingzahlungen als Modifikation des Leasingverhältnisses zu bilanzieren ist.

Des Weiteren sind mögliche Wertminderungen von Nutzungsrechten beim Leasingnehmer, sowie beim Leasinggeber Wertminderungen auf Leasingforderungen (aus Finanzierungsleasingverhältnissen) sowie auf Sachanlagevermögen (im Rahmen von operativen Leasingverhältnissen) und schließlich auch erforderliche Anhangangaben Gegenstand des Papiers.

Die in diesem Zusammenhang dargestellten Überlegungen des IASB sind u.a. für die bilanzielle Abbildung der am 1. April 2020 in Kraft getretenen gesetzlichen Regelungen zum Kündigungsschutz für Mieter zu berücksichtigen. Hiernach dürfen Vermieter Mietverhältnisse für Wohn- als auch für Gewerberaummietverträge wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt jedoch bestehen. Dies hat zur Folge, dass Mieter bei nicht fristgerechter Leistung in Verzug geraten und Verzugszinsen fällig werden können.

 

Das IASB-Papier steht auf der Homepage des IASB zur Verfügung.

IBOR-Reform: Exposure Draft zur Phase 2 veröffentlicht

Der IASB hat am 9. April 2020 einen Entwurf mit Vorschlägen für Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 veröffentlicht (ED/2020/1 „Interest Rate Benchmark Reform – Phase 2“).

Die Vorschläge stehen im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinssätzen (IBOR-Reform), speziell mit der Abbildung von Änderungen an vertraglichen Zahlungsströmen und Sicherungsbeziehungen, die in diesem Zusammenhang erforderlich geworden sind, d.h., wenn diese als direkte Folge der IBOR-Reform notwendig ist und die neue und alte Basis für die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsströme wirtschaftlich ausgeglichen sind.

Vorgeschlagen wird hierzu im Wesentlichen Folgendes:

  • Modifikationen von Finanzinstrumenten (einschließlich der Aktivierung bereits bestehender Fallback-Klauseln) sollen gemäß IFRS 9.B5.4.5 im Wege der Aktualisierung des Effektivzinssatzes, Modifikationen von Leasingverhältnissen durch Neubewertung gemäß IFRS 16.42 abgebildet werden;
  • Ausnahmen von den Vorschriften zur Beendigung von Sicherungsbeziehungen, die es Unternehmen ermöglichen sollen, durch die IBOR-Reform erforderlich gewordene Änderungen an Designation und Dokumentation von Sicherungsbeziehungen (Designation eines neuen Referenzzinssatzes als gesichertes Risiko sowie entsprechende Aktualisierung der Hedge-Dokumentation) vorzunehmen, ohne dass dies eine Beendigung der betroffenen Sicherungsbeziehungen zur Folge hat; mit einer weiteren Ausnahme soll ein Recycling der Cashflow-Hedge-Rücklage in Folge der Änderung vertraglicher Zahlungsströme verhindert werden;
  • Änderungen am „separately identifiable“-Kriterium, nach denen ein neuer Referenzzinssatz als einzeln identifizierbare Risikokomponente betrachtet werden soll, wenn ein Unternehmen vernünftigerweise erwartet, dass dieser innerhalb von 24 Monaten ab seiner Designation als nicht-vertraglich spezifizierte Risikokomponente das „separately identifiable“-Kriterium erfüllen wird (verlässliche Bewertbarkeit muss jedoch bereits bei Designation gegeben sein); sowie
  • Zusätzliche Angabepflichten mit dem Ziel, den Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen Art und Umfang der Risiken, die sich aus der IBOR-Reform für das Unternehmen ergeben, den Umgang mit diesen Risiken sowie die Fortschritte des Unternehmens beim Übergang auf neue Referenzzinssätze, nachvollziehen zu können.

Die vorgeschlagenen Änderungen an IFRS 4 dienen ausschließlich dazu, dass Versicherer, die IFRS 9 noch nicht anwenden, die Erleichterungen zur Abbildung von Modifikationen von Finanzinstrumenten unter IAS 39 analog anwenden.

Der IASB schlägt vor, dass die Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen, anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung soll zulässig sein.

Stellungnahmen werden vom IASB bis zum 25. Mai 2020 erbeten.

Der Hinweis des IASB, zur Veröffentlichung, der auch den Entwurf enthält, ist über folgenden Link zu erreichen.

Vorgesehene Änderungen am Due Process bei IFRS IC Agenda-Entscheidungen

Das IFRS IC hat in seiner November-Sitzung seine vorläufige Agenda-Entscheidung aus Juni zur Laufzeit eines Leasingverhältnisses und der Abschreibung von Mietereinbauten finalisiert. Kern des Beschlusses ist die Klarstellung, dass im Falle beidseitiger Kündigungsoptionen „Penalty“ im Sinne des IFRS 16.B34 weit auszulegen ist. Damit sind wirtschaftliche Anreize, ein Leasingverhältnis nicht zu kündigen, bei der Bestimmung von dessen Laufzeit zu berücksichtigen und nicht nur vertraglich vereinbarte Strafzahlungen. Die Entscheidung, den vorläufigen Beschluss fast unverändert beizubehalten, fiel mit einer knappen Mehrheit von sieben zu sechs der anwesenden dreizehn IFRS IC Mitglieder.

Im Zuge dieser knappen Entscheidung haben betroffene Parteien das Due Process Oversight Committee (DPOC) angerufen, um überprüfen zu lassen, ob die Entscheidung dem sogenannten Due Process entspricht.

Das DPOC hat in seiner Dezember-Sitzung entschieden, dass die Vorgehensweise des IFRS IC im Hinblick auf die obige Agenda-Entscheidung dem Due Process entspricht, wie er derzeit in den Regularien des Due Process Handbuchs festgelegt ist.
Gleichwohl ist das DPOC derzeit dabei, dieses Handbuch zu reviewen und gegebenenfalls zu
überarbeiten. In diesem Sinne und auch vor dem Hintergrund der obigen umstrittenen Entscheidung des IFRS IC hat sich das DPOC nun entschlossen, den Due Process in Bezug auf finale IFRS IC Agenda-Entscheidungen anzupassen. Zukünftig sind finale Agenda-Entscheidungen vor einer Veröffentlichung dem IASB vorzulegen. Dieser überprüft sodann, ob der Beschluss des IFRS IC korrekterweise feststellt, dass ein Standard-Setting-Prozess nicht erforderlich ist, und zugleich die vom IFRS IC getroffene Entscheidung die bestehenden Vorschriften eines Standards weder ergänzt noch verändert. Es kommt zu einer Veröffentlichung der Agenda-Entscheidung, wenn nicht mehr als drei Boardmitglieder widersprechen (sog. negative clearance). Andernfalls entscheidet der IASB über das weitere Vorgehen.

IFRS IC Agenda-Entscheidungen waren auch in der Vergangenheit mitunter umstritten, da sie nach Auffassung manch Bilanzierender zum Beispiel Interpretationsspielräume bei der Auslegung eines Standards einschränkten.
Mit der negative clearance erhalten die Betroffenen nun künftig die Gewissheit, dass auch der IASB selbst die betreffenden Entscheidungen des IFRS IC im Ergebnis für sachgerecht erachtet. Dies ist zu begrüßen, da hiermit sowie mit einer ergänzenden Klarstellung im Due Process Handbuch meines Erachtens der Due Process von Agenda-Entscheidungen und damit auch deren Autorität für die Bilanzierenden weiter gestärkt wird.

 

PwC Accounting and Reporting Talks zu den DPR-Prüfungsschwerpunkten 2020 gestartet

Im November hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) ihre Prüfungsschwerpunkte für die Saison 2020 veröffentlicht. Dies haben wir zum Anlass genommen, als Folge 6 unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ eine fünfteilige Serie zu veröffentlichen, und zwar zu den folgenden DPR-Themen:

  • Leasingverhältnisse (IFRS 16)
  • Umsatzrealisierung (IFRS 15) und Ertragsteuern (IAS 12, IFRIC 23)
  • Impairment Test (IAS 36)
  • Kreditinstitute: Impairment (IFRS 9) & more
  • Konzernlagebericht & more

Der erste Beitrag zu Leasingverhältnissen (IFRS 16) ist bereits online. In diesem diskutieren Dr. Bernd Kliem und Karsten Ganssauge über ausgewählte Aspekte der neuen Leasingbilanzierung, die die DPR im Fokus hat. Die übrigen Beiträge werden in den nächsten Tagen verfügbar sein.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

/* */