Schlagwort: IFRS 16

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IASB veröffentlicht Änderungen an diversen IFRS-Standards im Zuge der sog. IBOR-Reform

Der IASB hat am 27. August 2020 Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 veröffentlicht.

Die Änderungen stehen im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinssätzen (IBOR-Reform), speziell mit der Abbildung von Änderungen an vertraglichen Zahlungsströmen und Sicherungsbeziehungen, die in diesem Zusammenhang vorgenommen werden.

Die Ă„nderungen betreffen:

  • Ă„nderungen der vertraglichen Cashflows – FĂĽhrt eine Ă„nderung des Referenzzinssatzes zu geänderten vertraglichen Cashflows, ist der Buchwert der betreffenden Finanzinstrumente nicht anzupassen oder auszubuchen, sondern der Effektivzinssatz zu aktualisieren.
  • Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen – Eine Sicherungsbeziehung muss nicht allein aufgrund von im Zuge der IBOR-Reform erforderlichen Ă„nderungen beendet werden, wenn die Sicherungsbeziehung ansonsten weiterhin die anderen Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfĂĽllt.
  • Angabepflichten – Es sind Informationen ĂĽber neue Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben, und darĂĽber, wie der Ăśbergang zu neuen Referenzzinssätzen gehandhabt wird, offenzulegen.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Fehlendes Endorsement der Änderungen an IFRS 16 zu Mietzugeständnissen i. Z. m. COVID-19

Das Endorsement der Änderungen an IFRS 16 zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erfolgt voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig vor Aufstellung der (Zwischen-)Abschlüsse zum 30.Juni 2020.

Sofern gleichwohl vor Endorsement der geänderte Standard angewendet wird, entspricht diese Handhabung somit nicht den EU-IFRS.

Weitere Informationen zu möglichen Auswirkungen eines nicht rechtzeitig erfolgenden Endorsements finden Sie in unserem IFRS direkt.

IDW zu weiteren Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Rechnungslegung nach IFRS

Das IDW hat auf seiner Homepage ein Update des fachlichen Hinweises des IDW zu Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Rechnungslegung und deren Prüfung (Teil 3) veröffentlicht. Wir hatten über den bisherigen Hinweis in einem Blogbeitrag vom 14. April 2020 berichtet.

Zur Rechnungslegung nach IFRS enthält das Update folgende neue FAQs:

  • Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld: Leistet ein Arbeitgeber an die Arbeitnehmer Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld, handelt es sich nach Auffassung des IDW um kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer i.S.v. IAS 19.9 die als laufender Personalaufwand zu erfassen sind. Eine RĂĽckstellung ist nicht zu bilden. Dies entspricht der schon bisher von uns vertretenen Auffassung (siehe HGB direkt/IFRS direkt, Ausgabe 8, April 2020).
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von FInanzinstrumenten nach IFRS 9: Das IDW thematisiert Einzelfragen zur Zulässigkeit einer Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten infolge der Corona-Pandemie, zur BerĂĽcksichtigung zukunftsgerichteter Informationen und zur Portfoliobildung im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen sowie zu möglichen Folgen der Corona-Pandemie fĂĽr die Anwendung von Hedge Accounting auf die Absicherung geplanter Transaktionen. Wir verweisen zu diesen Themen auch auf unsere Publikationen “IFRS fĂĽr die Praxis: Coronavirus: Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung nach dem 31. Dezember 2019” vom 13. März 2020, “IFRS fĂĽr die Praxis: Die Ermittlung erwarteter Kreditverluste durch Industrieunternehmen in Zeiten der Coronakrise” vom 24. April 2020 sowie “IFRS fĂĽr die Praxis: Post-Model-Adjustments bei der Ermittlung erwarteter Kreditverluste in Zeiten der Coronakrise” vom 14. Mai 2020.
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16: Ist während der Corona-Pandemie die Nutzungsmöglichkeit einer bspw. angemieteten Immobilie signifikant eingeschränkt, so ist nach Auffassung des IDW die planmäßige Abschreibung des Nutzungsrechts während der Zeit der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit der Immobilie fortzufĂĽhren. DarĂĽber hinaus nimmt das IDW beispielhaft zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen (Erlass bzw. Stundung von Leasingzahlungen) im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen beim Leasinggeber (vgl. hierzu auch unsere internationale Publikation “In depth: Accounting implications of the effects of coronavirus”, FAQs 4.6-4.9) und zu den Auswirkungen sog. force majeure-Klauseln in Leasingverträgen auf die Bilanzierung dieser Verträge nach IFRS 16 (vgl. auch “IFRS direkt: Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS” vom 23. April 2020) Stellung.
  • Berichterstattung ĂĽber die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Anhang: Das IDW schlieĂźt sich der Empfehlung der ESMA an, Informationen ĂĽber signifikante Effekte der Corona-Pandemie (möglichst auch auf quantitativer Basis) als Teil der Erläuterungen zu den in der GuV dargestellten und ausgewiesenen Beträgen in einer separaten Angabe (single note) im Anhang des Abschlusses darzustellen. Einer ggf. beabsichtigten getrennten Darstellung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der GuV (z.B. Pro-Forma-Darstellungen o.ä.) steht das IDW kritisch gegenĂĽber. Ăśber die Erwartungen der ESMA an den Zwischenabschluss und den Zwischenlagebericht in Zeiten der Coronakrise berichteten wir auch in einem IFRS direkt vom 28. Mai 2020.

Folge 14 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Als Reaktion auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS hat der IASB am 28. Mai 2020 eine Erleichterung für Leasingnehmer verabschiedet. Karsten Ganssauge und Dr. Holger Meurer erläutern den Hintergrund für diese Änderung und wie Leasingnehmer von dieser Änderung profitieren.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube[, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht. Weitere Informationen dazu finden Sie auch in unserem IFRS Direkt.

IASB veröffentlicht Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit Covid-19

Wir hatten Sie in unserem Blog vom 24. April 2020  über geplante Ă„nderungen an IFRS 16 informiert, die Leasingnehmern die Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit Covid-19 erleichtern sollen. Diese Ă„nderungen sind nunmehr heute mit einigen Anpassungen vom IASB veröffentlicht worden. Die Ă„nderung erlaubt es Leasingnehmern, auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Bezug auf Leasingzahlungen, die ursprĂĽnglich bis zum 30. Juni 2021 fällig gewesen wären, eine „lease modification“ darstellt, zu verzichten und das Mietzugeständnis stattdessen so abzubilden, als handele es sich nicht um eine „lease modification“.
 
Erstmalig anzuwenden ist die Änderung in Perioden, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Voraussetzung für die Anwendung in Deutschland ist ein rechtzeitiges Endorsement durch die EU.

IASB veröffentlicht ED zu Änderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit Covid-19

Der IASB hat heute den Entwurf eines Vorschlags zur Änderung von IFRS 16 veröffentlicht (ED/2020/2 „Covid-19-Related Rent Concessions“).

Vorgeschlagen wird eine optionale Ausnahme von den bestehenden Vorschriften des IFRS 16, die es Leasingnehmern erlaubt, auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Bezug auf Leasingzahlungen, die ursprünglich in 2020 fällig gewesen wären, eine lease modification darstellt, verzichten und dieses stattdessen so abbilden können, als handele es sich nicht um eine lease modification. Voraussetzung ist u.a., dass keine anderen substanziellen Vertragsänderungen vereinbart werden. Die vorgeschlagene Änderung soll retrospektiv angewendet werden.

Für die Leasinggeber-Bilanzierung werden keine Änderungen vorgeschlagen.

Damit die vorgeschlagenen Änderungen praktische Relevanz entfalten können, beabsichtigt der IASB diese bis Ende Mai zu finalisieren. Erstmalig angewendet werden sollen die Änderungen in Perioden, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen, wobei eine vorzeitige Anwendung – auch in Abschlüssen, die im Zeitpunkt der Finalisierung der Änderungen noch nicht zur Veröffentlichung genehmigt sind – zulässig sein soll. Vor diesem Hintergrund wurde das Ende der verkürzten Kommentierungsfrist auf den 8. Mai 2020 festgelegt.

Voraussetzung fĂĽr die Anwendung in Deutschland ist ein rechtzeitiges Endorsement durch die EU.

FAQs zu Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 veröffentlicht

Infolge der Covid-19-Pandemie werden Mietern häufig Zugeständnisse gewährt, z.B. in Form von Erlass, Reduktion oder Stundung von Leasingzahlungen. Diese können sich aus gesetzlichen Regelungen oder auch aus entsprechenden vertraglichen Anpassungen aufgrund von Verhandlungen zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer ergeben.

Uns erreichen viele Rückfragen, welche bilanziellen Folgen sich hieraus ergeben.  Auf PwC Inform wurde vor diesem Hintergrund eine neue FAQ zur Frage veröffentlicht, wie solche Mietzugeständnisse nach IFRS zu bilanzieren sind.

Weiterhin enthalten viele Leasingverträge eine Klausel zu „höherer Gewalt“. Eine weitere FAQ hat die bilanziellen Auswirkungen solcher Klauseln zum Gegenstand.

IASB entscheidet vorläufig über Änderung an IFRS 16 im Zusammenhang mit Covid-19

Der IASB hat am 17. April 2020 eine Änderung an IFRS 16 im Zusammenhang mit COVID-19 vorläufig entschieden. Hiernach soll für den Leasingnehmer künftig eine optionale Ausnahme von den bestehenden Vorschriften des IFRS 16 bestehen, nach der Leasingnehmer auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Bezug auf Leasingzahlungen, die ursprünglich in 2020 fällig gewesen wären, eine lease modification darstellt, verzichten und dieses stattdessen so abbilden können, als handele es sich nicht um eine lease modification. Voraussetzung ist u.a., dass keine anderen substanziellen Vertragsänderungen vereinbart werden.
Für die Leasinggeber-Bilanzierung sind keine Änderungen vorgesehen.
Die geplante Änderung soll bis Ende Mai verabschiedet werden und unmittelbar nach Veröffentlichung rückwirkend anwendbar sein. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein zeitnahes Endorsement der Standardänderung.

IASB diskutiert am 17. April ĂĽber Ă„nderungen an IFRS 16 im Zusammenhang mit COVID-19

Nachdem der IASB am 10. April 2020 educational material veröffentlicht hat, in dem die relevanten Anforderungen des IFRS 16 im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erläutert werden (siehe Blogbeitrag), wird das Thema nun auch Gegenstand eines außerplanmäßigen Meetings des IASB am 17. April 2020 sein.

Diskutiert werden soll, ob kurzfristig Änderungen an IFRS 16 vorgenommen werden, um Erleichterungen für die Abbildung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie einzuführen. Das zugehörige Agenda-Paper enthält einen Vorschlag des IASB-Staff für die Leasingnehmer-Bilanzierung eine Ausnahme von den bestehenden Vorschriften des IFRS 16 einzuführen, nach der Leasingnehmer auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie eine lease modification darstellt, verzichten und dieses stattdessen so abbilden können, als handele es sich nicht um eine lease modification. Für die Leasinggeber-Bilanzierung werden vom IASB-Staff keine Änderungen vorgeschlagen.

Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16

Der IASB hat am 10. April 2020 ein Papier veröffentlicht, in dem die relevanten Anforderungen des IFRS 16 im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie erläutert werden.

Der IASB diskutiert in dem Papier insbesondere die Frage, ob und inwieweit eine Änderung der Leasingzahlungen als Modifikation des Leasingverhältnisses zu bilanzieren ist.

Des Weiteren sind mögliche Wertminderungen von Nutzungsrechten beim Leasingnehmer, sowie beim Leasinggeber Wertminderungen auf Leasingforderungen (aus Finanzierungsleasingverhältnissen) sowie auf Sachanlagevermögen (im Rahmen von operativen Leasingverhältnissen) und schließlich auch erforderliche Anhangangaben Gegenstand des Papiers.

Die in diesem Zusammenhang dargestellten Überlegungen des IASB sind u.a. für die bilanzielle Abbildung der am 1. April 2020 in Kraft getretenen gesetzlichen Regelungen zum Kündigungsschutz für Mieter zu berücksichtigen. Hiernach dürfen Vermieter Mietverhältnisse für Wohn- als auch für Gewerberaummietverträge wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt jedoch bestehen. Dies hat zur Folge, dass Mieter bei nicht fristgerechter Leistung in Verzug geraten und Verzugszinsen fällig werden können.

 

Das IASB-Papier steht auf der Homepage des IASB zur Verfügung.

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