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DPR erg√§nzt ESMA-Pr√ľfungsschwerpunkte

Die Deutsche Pr√ľfstelle f√ľr Rechnungslegung e.V. (DPR) hat gestern die von der European Securities and Markets Authority (ESMA) bereits angek√ľndigten einheitlichen europ√§ischen Pr√ľfungsschwerpunkte (wir berichteten in unserem Blog am 29. Oktober) √ľbernommen und um zwei nationale Punkte erg√§nzt.

Damit sind insgesamt folgende Schwerpunkte f√ľr die Pr√ľfung der Abschl√ľsse kapitalmarktorientierter Unternehmen im Rahmen des Enforcement-Verfahrens in Deutschland f√ľr das Jahr 2019 einschl√§gig:

  1. Ausgew√§hlte Anwendungsfragen zur Implementierung von IFRS 15 ‚ÄěErl√∂se aus Vertr√§gen mit Kunden‚Äú
  2. Ausgew√§hlte Anwendungsfragen zur Implementierung von IFRS 9 ‚ÄěFinanzinstrumente‚Äú
  3. Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen der k√ľnftigen Anwendung von FRS 16 ‚ÄěLeasingverh√§ltnisse‚Äú
  4. Konzernlagebericht in Bezug auf die Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage entsprechend dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit (§ 315 Abs. 1 Satz 1 bis 3 HGB)
  5. Segmentberichterstattung unter Ber√ľcksichtigung der unternehmensinternen Berichterstattung und folgender Einzelaspekte
    1. Bestimmung der operativen Segmente (IFRS 8.5) und Zusammenfassung zu berichtspflichtigen Segmenten (IFRS 8.11-9.19) nebst erläuternden Angaben (IFRS 8.22)
    2. Darstellung des Segmentergebnisses, insbesondere bei Verwendung alternativer Leistungskennziffern (IFRS 8.23, IFRS 8.25-8.27)
    3. Differenzierung zwischen Informationen in der Kategorie ‚Äěalle sonstigen Segmente‚Äú und sonstigen Abstimmungsposten in der √úberleitungsrechnung (IFRS 8.16, IFRS 8.28)
    4. Informationen √ľber geografische Gebiete differenziert nach Herkunftsland und Drittl√§ndern (IFRS 8.33) sowie √ľber Kundenabh√§ngigkeiten (IFRS 8.34)

Zudem weist die ESMA auf folgende Themen hin, die ebenfalls im Rahmen der Pr√ľfungen beachtet werden sollen:

  • ¬†Bilanzielle Auswirkungen aus der Einstufung von Argentinien als Hochinflationsland
  • ¬†Ausgew√§hlte Aspekte der nichtfinanziellen Berichterstattung
  • ¬†Ausgew√§hlte Aspekte der ESMA-Leitlinien zu alternativen Leistungskennziffern (APM)
  • ¬†Angaben zum Brexit

Die Pressemitteilung der DPR, in der f√ľr die europ√§ischen Pr√ľfungsschwerpunkte (Punkt 1.-3.) auf die Darstellung der gemeinsamen europ√§ischen ‚ÄěEnforcement-Priorit√§ten‚Äú der ESMA verlinkt wird, erreichen Sie unter folgendem¬†Link.

Entwurf mit √Ąnderungen an IFRS 8 und IAS 34 ver√∂ffentlicht

Der IASB hat gestern einen Entwurf mit √Ąnderungen an IFRS 8 ‚ÄěGesch√§ftssegmente‚Äú und IAS¬†34¬†‚ÄěZwischenberichterstattung‚Äú (ED/2017/2) ver√∂ffentlicht.

Die vorgeschlagenen √Ąnderungen an IFRS 8 adressieren Kritikpunkte, die im Rahmen des Post-Implementation-Reviews des IFRS 8 ge√§u√üert wurden. Themenbereiche sind

  • Klarstellungen zur Identifikation des Hauptentscheidungstr√§gers sowie diesbez√ľgliche Angabepflichten
  • Klarstellungen zur Aggregation von Gesch√§ftssegmenten zu Berichtssegmenten
  • Anhangangaben bei abweichenden Segmentierungen zwischen Abschluss und weiteren Teilen der Unternehmensfinanzberichterstattung
  • M√∂glichkeit der Offenlegung von nicht an den Hauptentscheidungstr√§ger berichteten Informationen
  • Angabepflichten zu Abstimmungsposten (reconciling items) im Rahmen der notwendigen √úberleitungsrechnungen

In Bezug auf IAS 34 wird vorgeschlagen, festzuschreiben, dass der erste Zwischenbericht nach einer √Ąnderung der Berichtssegmente angepasste Vergleichszahlen i.S.d. IAS 34.16A(g) f√ľr s√§mtliche vorangegangenen Zwischenberichte des Gesch√§ftsjahres sowie alle Zwischenberichte der Vergleichsperioden enthalten muss, es sei denn, die entsprechenden Informationen sind nicht vorhanden und ihre Bereitstellung w√§re nur zu unverh√§ltnism√§√üig hohen Kosten m√∂glich.

Dies h√§tte z.¬†B. bei einer quartalsweisen Zwischenberichterstattung, bei der die Zusammensetzung der Berichtssegmente zum 1.¬†Mai 2017 ge√§ndert wird, zur Folge, dass im ersten darauf folgenden Zwischenbericht (hier 30. Juni 2017) angepasste Vergleichszahlen grunds√§tzlich f√ľr alle vier Quartale 2016 sowie f√ľr das 1. Quartal 2017 zu geben w√§ren.

Die Kommentierungsfrist endet am 31. Juli 2017.

Post-implementation Review des IFRS 8: Ergebnisse liegen vor

Der IASB hat die Ergebnisse des ersten sogenannten „Post-implementation Reviews“ (PIR) auf seiner Website ver√∂ffentlicht. Hierunter versteht man einen Prozess, im Rahmen dessen wesentliche neue Standards oder √Ąnderungen von Standards zwei Jahre nach ihrer erstmaligen zwingenden Anwendbarkeit nachtr√§glich √ľberpr√ľft werden. Dabei gegebenenfalls erkannter √Ąnderungsbedarf unterliegt dann dem normalen Normensetzungsprozess (Due Process) des IASB.

Im Rahmen des ersten PIR wurden die Regelungen des IFRS 8 „Segmentberichterstattung“ untersucht, wobei die √Ėffentlichkeit unter anderem im Rahmen einer √∂ffentlichen Kommentierungsphase, w√§hrend der R√ľckmeldungen zu bestimmten Fragestellungen im Zusammenhang mit der Umsetzung und der Anwendung der Regelungen des IFRS 8 erbeten wurden, einbezogen war.

Dem am 18. Juli 2013 ver√∂ffentlichten Abschlussbericht kann entnommen werden, dass die mit der Einf√ľhrung des IFRS 8 angestrebten Ziele (z. B. Konvergenz mit den entsprechenden US-amerikanischen Standards, Erleichterung der Kommunikation zwischen Unternehmen und Investoren) als grunds√§tzlich erreicht angesehen werden. Eine grundlegende √úberarbeitung des Standards wird daher nicht als erforderlich angesehen. Nichtsdestotrotz sollen im Rahmen von Stellungnahmen wiederholt vorgebrachte Kritikpunkte, insbesondere zum Konzept des Hauptentscheidungstr√§gers (chief operating decision maker), zu den geforderten √úberleitungsrechnungen und zur m√∂glichen Zusammenfassung von Segmenten weiter analysiert und m√∂gliche Verbesserungen diskutiert werden. Gleiches gilt f√ľr Vorschl√§ge zu erweiterten Angabepflichten wie zum Beispiel die Forderung, bei √Ąnderungen der Segmentabgrenzung im Rahmen von Reorganisationen, f√ľr 3-5 Jahre vergleichende Segmentinformationen zu geben. M√∂gliche, sich ergebende √Ąnderungen sollen dabei eng mit dem FASB abgestimmt werden, um die bestehende Konvergenz mit den US-GAAP nicht zu gef√§hrden.

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