Schlagwort: IFRS 9

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COVID-19 und der Klimawandel pr√§gen die ESMA Pr√ľfungsschwerpunkte 2021

Die Europ√§ische Wertpapier- und Marktaufsichtsbeh√∂rde (ESMA) hat die gemeinsamen europ√§ischen Pr√ľfungsschwerpunkte ver√∂ffentlicht (esma public statement). Die diesj√§hrigen Priorit√§ten nehmen die Auswirkungen von COVID-19 und klimabezogenen Sachverhalten in den Blick, bieten Leitlinien f√ľr die Bewertung der erwarteten Kreditverluste nach IFRS 9 und heben die Offenlegungspflichten gem√§√ü Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung hervor.

Die Schwerpunkte werden von der ab dem 1. Januar 2022 allein zust√§ndigen Bundesanstalt f√ľr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei den Stichprobenpr√ľfungen der IFRS Konzernabschl√ľsse 2021 kapitalmarktorientierter Unternehmen in Deutschland ber√ľcksichtigt. Die Ver√∂ffentlichung der ESMA enth√§lt zudem Priorit√§ten im Zusammenhang mit der nicht-finanziellen Berichterstattung und Hinweise im Zusammenhang mit alternativen Leistungskennzahlen (APMs). Ob die BaFin zus√§tzliche nationale Schwerpunkte festlegen wird ist derzeit noch nicht bekannt.

IASB veröffentlicht Entwurf zur Darstellung von Vergleichsinformationen bei erstmaliger Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9

Der IASB hat heute den Entwurf ED/2021/8 ‚ÄěErstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen‚Äú ver√∂ffentlicht. Die vorgeschlagenen Regelungen adressieren einen Aspekt in den √úbergangsvorschriften, der zu wesentlichen Rechnungslegungsanomalien bei der erstmaligen gemeinsamen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 durch Versicherungsunternehmen f√ľhrt. Diese Rechnungslegungsanomalien entstehen bei Anwendung der bestehenden Regelungen in IFRS 17 und IFRS 9, wenn Vergleichsinformationen f√ľr finanzielle Verm√∂genswerte nicht r√ľckwirkend an die Regelungen des IFRS 9 angepasst werden. Eine solche Anpassung erfolgt nach IFRS 9 nicht, wenn das Unternehmen das diesbez√ľgliche Wahlrecht entsprechend aus√ľbt oder wenn das Unternehmen die Vergleichsinformationen zwar r√ľckwirkend anpasst, die betreffenden finanziellen Verm√∂genswerte jedoch w√§hrend der Vergleichsperiode ausgebucht werden.

IDW veröffentlicht Modulentwurf einer Stellungnahme zur bilanziellen Abbildung von Reverse-Factoring-Transaktionen

Als Reaktion auf die Agenda-Entscheidung des IFRS IC vom 14. Dezember 2020 zur Abbildung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS hat der Fachausschuss Unternehmensberichtserstattung (FAB) des IDW den Entwurf eines Moduls zum IDW RS HFA 50 verabschiedet. Die Modulverlautbarung befasst sich mit Fragen zur Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Teil eines Reverse Factoring sind, zu deren Ausweis in der Bilanz und in der Kapitalflussrechnung sowie zu erforderlichen Anhangangaben.

Der Entwurf steht bis zur endg√ľltigen Verabschiedung im Internet zur Verf√ľgung.

IFRS IC-Submission der ESMA zu TLTRO III

Die Geschichte der Diskussion rund um die bilanzielle Abbildung der dritten Serie von gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der Europäischen Zentralbank (kurz GLRG III bzw. TLTRO III) wird um ein weiteres Kapitel ergänzt.

Doppelfolge 21 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Im November hat die Deutsche Pr√ľfstelle f√ľr Rechnungslegung (DPR) ihre Pr√ľfungsschwerpunkte f√ľr die Saison 2021 ver√∂ffentlicht. Wie bereits im Vorjahr m√∂chten wir Sie √ľber die wichtigsten Inhalte der Pr√ľfungsschwerpunkte – diesmal im Rahmen einer Doppelfolge unserer Webcast-Reihe ‚ÄěPwC Accounting and Reporting Talks‚Äú – kurz und pr√§gnant informieren. 

ESMA veröffentlicht Public Statement zur bilanziellen Abbildung von TLTRO III nach IFRS

In den vergangenen Monaten war die bilanzielle Abbildung der dritten Serie von gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften der Europäischen Zentralbank (kurz GLRG III bzw. TLTRO III) Gegenstand vielfältiger Diskussionen. Im Fokus stand dabei stets die Frage, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe die aus TLTRO III resultierenden negativen Zinsen (Zinsbonus) von den teilnehmenden Banken in der GuV zu erfassen sind.

IBOR Phase II Рneue Publikationen veröffentlicht

Im August 2020 hat der IASB im Rahmen der Phase II seines Projekts zur IBOR-Reform √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 ver√∂ffentlicht. Die √Ąnderungen sehen Erleichterungen im Zusammenhang mit der Abbildung von √Ąnderungen an vertraglichen Zahlungsstr√∂men und Sicherungsbeziehungen, die im Zusammenhang mit der IBOR-Reform erforderlich geworden sind sowie diesbez√ľgliche Angaben vor (siehe hierzu Blogbeitrag vom 28. August 2020).

In unserer neuen PwC-Publikation In depth – Practical guide to Phase 2 amendments for interest rate benchmark reform werden die √Ąnderungen und deren Anwendung ausf√ľhrlich dargestellt und erl√§utert. Besonders hervorzuheben sind die Darstellung des Zusammenspiels der Erleichterungen aus Phase 1 und 2 f√ľr das Hedge-Accounting sowie die zahlreichen deep dives zu auslegungsbed√ľrftigen Aspekten der √Ąnderungen (z.B. Kriterium ‚Äėeconomically equivalent‚Äô) in Form von FAQs.

IASB ver√∂ffentlicht √Ąnderungen an diversen IFRS-Standards im Zuge der sog. IBOR-Reform

Der IASB hat am 27. August 2020 √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 ver√∂ffentlicht.

Die √Ąnderungen stehen im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinss√§tzen (IBOR-Reform), speziell mit der Abbildung von √Ąnderungen an vertraglichen Zahlungsstr√∂men und Sicherungsbeziehungen, die in diesem Zusammenhang vorgenommen werden.

Die √Ąnderungen betreffen:

  • √Ąnderungen der vertraglichen Cashflows – F√ľhrt eine √Ąnderung des Referenzzinssatzes zu ge√§nderten vertraglichen Cashflows, ist der Buchwert der betreffenden Finanzinstrumente nicht anzupassen oder auszubuchen, sondern der Effektivzinssatz zu aktualisieren.
  • Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen – Eine Sicherungsbeziehung muss nicht allein aufgrund von im Zuge der IBOR-Reform erforderlichen √Ąnderungen beendet werden, wenn die Sicherungsbeziehung ansonsten weiterhin die anderen Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erf√ľllt.
  • Angabepflichten – Es sind Informationen √ľber neue Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben, und dar√ľber, wie der √úbergang zu neuen Referenzzinss√§tzen gehandhabt wird, offenzulegen.

Die √Ąnderungen sind f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zul√§ssig.

Angaben zur Risikovorsorge nach IFRS 9 im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 Рneue Publikation veröffentlicht

In Zeiten der Covid-19-Pandemie steht die Risikovorsorge von Banken in der anstehenden Halbjahresberichtssaison im besonderen Fokus.

Bereits bei der Ermittlung der erwarteten Kreditverluste nach IFRS 9 ergeben sich im gegenw√§rtigen Umfeld vielf√§ltige Herausforderungen (vgl. diesbez√ľglich u.a. meinen Blogbeitrag vom 8. Mai 2020). Neben der Ermittlung der erwarteten Kreditverluste ergeben sich jedoch auch besondere, nicht zu untersch√§tzende Herausforderungen in Bezug auf die Angaben zur Risikovorsorge im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020. Die Erstellung belastbarer und aussagekr√§ftiger Angaben, die sachgerecht in eine Gesamtaussage eingebettet sind und die Besonderheiten der gegenw√§rtigen Lage und der einzelnen Bank angemessen reflektieren, ist dabei von zentraler Bedeutung.

In unserer neuen Publikation IFRS direkt – Schwerpunktthemen f√ľr die Zwischenberichterstattung von Kreditinstituten w√§hrend der Corona-Pandemie¬†stellen wir die Aspekte dar, die unseres Erachtens bei der Erstellung der Angaben zur Risikovorsorge im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 von besonderer Bedeutung sind: Signifikante √Ąnderungen gegen√ľber dem Abschluss zum 31. Dezember 2019, zukunftsgerichtete Informationen und Beurteilungen sowie Aussagekraft und Grenzen modellbasierter Berechnungen. Die Publikation richtet sich in erster Linie an Banken, die darin enthaltenen √úberlegungen gelten jedoch entsprechend auch f√ľr alle IFRS 9-Anwender.