Schlagwort: IFRS 9

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IASB veröffentlicht Entwurf zur Darstellung von Vergleichsinformationen bei erstmaliger Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9

Der IASB hat heute den Entwurf ED/2021/8 „Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 – Vergleichsinformationen“ veröffentlicht. Die vorgeschlagenen Regelungen adressieren einen Aspekt in den Übergangsvorschriften, der zu wesentlichen Rechnungslegungsanomalien bei der erstmaligen gemeinsamen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 durch Versicherungsunternehmen fĂŒhrt. Diese Rechnungslegungsanomalien entstehen bei Anwendung der bestehenden Regelungen in IFRS 17 und IFRS 9, wenn Vergleichsinformationen fĂŒr finanzielle Vermögenswerte nicht rĂŒckwirkend an die Regelungen des IFRS 9 angepasst werden. Eine solche Anpassung erfolgt nach IFRS 9 nicht, wenn das Unternehmen das diesbezĂŒgliche Wahlrecht entsprechend ausĂŒbt oder wenn das Unternehmen die Vergleichsinformationen zwar rĂŒckwirkend anpasst, die betreffenden finanziellen Vermögenswerte jedoch wĂ€hrend der Vergleichsperiode ausgebucht werden.

IDW veröffentlicht Modulentwurf einer Stellungnahme zur bilanziellen Abbildung von Reverse-Factoring-Transaktionen

Als Reaktion auf die Agenda-Entscheidung des IFRS IC vom 14. Dezember 2020 zur Abbildung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS hat der Fachausschuss Unternehmensberichtserstattung (FAB) des IDW den Entwurf eines Moduls zum IDW RS HFA 50 verabschiedet. Die Modulverlautbarung befasst sich mit Fragen zur Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Teil eines Reverse Factoring sind, zu deren Ausweis in der Bilanz und in der Kapitalflussrechnung sowie zu erforderlichen Anhangangaben.

Der Entwurf steht bis zur endgĂŒltigen Verabschiedung im Internet zur VerfĂŒgung.

IFRS IC-Submission der ESMA zu TLTRO III

Die Geschichte der Diskussion rund um die bilanzielle Abbildung der dritten Serie von gezielten lÀngerfristigen RefinanzierungsgeschÀften der EuropÀischen Zentralbank (kurz GLRG III bzw. TLTRO III) wird um ein weiteres Kapitel ergÀnzt.

Doppelfolge 21 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Im November hat die Deutsche PrĂŒfstelle fĂŒr Rechnungslegung (DPR) ihre PrĂŒfungsschwerpunkte fĂŒr die Saison 2021 veröffentlicht. Wie bereits im Vorjahr möchten wir Sie ĂŒber die wichtigsten Inhalte der PrĂŒfungsschwerpunkte – diesmal im Rahmen einer Doppelfolge unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ – kurz und prĂ€gnant informieren. 

ESMA veröffentlicht Public Statement zur bilanziellen Abbildung von TLTRO III nach IFRS

In den vergangenen Monaten war die bilanzielle Abbildung der dritten Serie von gezielten lÀngerfristigen RefinanzierungsgeschÀften der EuropÀischen Zentralbank (kurz GLRG III bzw. TLTRO III) Gegenstand vielfÀltiger Diskussionen. Im Fokus stand dabei stets die Frage, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe die aus TLTRO III resultierenden negativen Zinsen (Zinsbonus) von den teilnehmenden Banken in der GuV zu erfassen sind.

IBOR Phase II – neue Publikationen veröffentlicht

Im August 2020 hat der IASB im Rahmen der Phase II seines Projekts zur IBOR-Reform Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 veröffentlicht. Die Änderungen sehen Erleichterungen im Zusammenhang mit der Abbildung von Änderungen an vertraglichen Zahlungsströmen und Sicherungsbeziehungen, die im Zusammenhang mit der IBOR-Reform erforderlich geworden sind sowie diesbezĂŒgliche Angaben vor (siehe hierzu Blogbeitrag vom 28. August 2020).

In unserer neuen PwC-Publikation In depth – Practical guide to Phase 2 amendments for interest rate benchmark reform werden die Änderungen und deren Anwendung ausfĂŒhrlich dargestellt und erlĂ€utert. Besonders hervorzuheben sind die Darstellung des Zusammenspiels der Erleichterungen aus Phase 1 und 2 fĂŒr das Hedge-Accounting sowie die zahlreichen deep dives zu auslegungsbedĂŒrftigen Aspekten der Änderungen (z.B. Kriterium ‘economically equivalent’) in Form von FAQs.

IASB veröffentlicht Änderungen an diversen IFRS-Standards im Zuge der sog. IBOR-Reform

Der IASB hat am 27. August 2020 Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 veröffentlicht.

Die Änderungen stehen im Zusammenhang mit der Reform von ReferenzzinssĂ€tzen (IBOR-Reform), speziell mit der Abbildung von Änderungen an vertraglichen Zahlungsströmen und Sicherungsbeziehungen, die in diesem Zusammenhang vorgenommen werden.

Die Änderungen betreffen:

  • Änderungen der vertraglichen Cashflows – FĂŒhrt eine Änderung des Referenzzinssatzes zu geĂ€nderten vertraglichen Cashflows, ist der Buchwert der betreffenden Finanzinstrumente nicht anzupassen oder auszubuchen, sondern der Effektivzinssatz zu aktualisieren.
  • Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen – Eine Sicherungsbeziehung muss nicht allein aufgrund von im Zuge der IBOR-Reform erforderlichen Änderungen beendet werden, wenn die Sicherungsbeziehung ansonsten weiterhin die anderen Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfĂŒllt.
  • Angabepflichten – Es sind Informationen ĂŒber neue Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben, und darĂŒber, wie der Übergang zu neuen ReferenzzinssĂ€tzen gehandhabt wird, offenzulegen.

Die Änderungen sind fĂŒr GeschĂ€ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulĂ€ssig.

Angaben zur Risikovorsorge nach IFRS 9 im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 – neue Publikation veröffentlicht

In Zeiten der Covid-19-Pandemie steht die Risikovorsorge von Banken in der anstehenden Halbjahresberichtssaison im besonderen Fokus.

Bereits bei der Ermittlung der erwarteten Kreditverluste nach IFRS 9 ergeben sich im gegenwĂ€rtigen Umfeld vielfĂ€ltige Herausforderungen (vgl. diesbezĂŒglich u.a. meinen Blogbeitrag vom 8. Mai 2020). Neben der Ermittlung der erwarteten Kreditverluste ergeben sich jedoch auch besondere, nicht zu unterschĂ€tzende Herausforderungen in Bezug auf die Angaben zur Risikovorsorge im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020. Die Erstellung belastbarer und aussagekrĂ€ftiger Angaben, die sachgerecht in eine Gesamtaussage eingebettet sind und die Besonderheiten der gegenwĂ€rtigen Lage und der einzelnen Bank angemessen reflektieren, ist dabei von zentraler Bedeutung.

In unserer neuen Publikation IFRS direkt – Schwerpunktthemen fĂŒr die Zwischenberichterstattung von Kreditinstituten wĂ€hrend der Corona-Pandemie stellen wir die Aspekte dar, die unseres Erachtens bei der Erstellung der Angaben zur Risikovorsorge im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 von besonderer Bedeutung sind: Signifikante Änderungen gegenĂŒber dem Abschluss zum 31. Dezember 2019, zukunftsgerichtete Informationen und Beurteilungen sowie Aussagekraft und Grenzen modellbasierter Berechnungen. Die Publikation richtet sich in erster Linie an Banken, die darin enthaltenen Überlegungen gelten jedoch entsprechend auch fĂŒr alle IFRS 9-Anwender.

 

IDW zu weiteren Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Rechnungslegung nach IFRS

Das IDW hat auf seiner Homepage ein Update des fachlichen Hinweises des IDW zu Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Rechnungslegung und deren PrĂŒfung (Teil 3) veröffentlicht. Wir hatten ĂŒber den bisherigen Hinweis in einem Blogbeitrag vom 14. April 2020 berichtet.

Zur Rechnungslegung nach IFRS enthÀlt das Update folgende neue FAQs:

  • AufstockungsbetrĂ€ge zum Kurzarbeitergeld: Leistet ein Arbeitgeber an die Arbeitnehmer AufstockungsbetrĂ€ge zum Kurzarbeitergeld, handelt es sich nach Auffassung des IDW um kurzfristig fĂ€llige Leistungen an Arbeitnehmer i.S.v. IAS 19.9 die als laufender Personalaufwand zu erfassen sind. Eine RĂŒckstellung ist nicht zu bilden. Dies entspricht der schon bisher von uns vertretenen Auffassung (siehe HGB direkt/IFRS direkt, Ausgabe 8, April 2020).
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von FInanzinstrumenten nach IFRS 9: Das IDW thematisiert Einzelfragen zur ZulĂ€ssigkeit einer Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten infolge der Corona-Pandemie, zur BerĂŒcksichtigung zukunftsgerichteter Informationen und zur Portfoliobildung im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen sowie zu möglichen Folgen der Corona-Pandemie fĂŒr die Anwendung von Hedge Accounting auf die Absicherung geplanter Transaktionen. Wir verweisen zu diesen Themen auch auf unsere Publikationen “IFRS fĂŒr die Praxis: Coronavirus: Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung nach dem 31. Dezember 2019” vom 13. MĂ€rz 2020, “IFRS fĂŒr die Praxis: Die Ermittlung erwarteter Kreditverluste durch Industrieunternehmen in Zeiten der Coronakrise” vom 24. April 2020 sowie “IFRS fĂŒr die Praxis: Post-Model-Adjustments bei der Ermittlung erwarteter Kreditverluste in Zeiten der Coronakrise” vom 14. Mai 2020.
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung von LeasingverhĂ€ltnissen nach IFRS 16: Ist wĂ€hrend der Corona-Pandemie die Nutzungsmöglichkeit einer bspw. angemieteten Immobilie signifikant eingeschrĂ€nkt, so ist nach Auffassung des IDW die planmĂ€ĂŸige Abschreibung des Nutzungsrechts wĂ€hrend der Zeit der eingeschrĂ€nkten Nutzungsmöglichkeit der Immobilie fortzufĂŒhren. DarĂŒber hinaus nimmt das IDW beispielhaft zur Bilanzierung von MietzugestĂ€ndnissen (Erlass bzw. Stundung von Leasingzahlungen) im Rahmen von Operating-LeasingverhĂ€ltnissen beim Leasinggeber (vgl. hierzu auch unsere internationale Publikation “In depth: Accounting implications of the effects of coronavirus”, FAQs 4.6-4.9) und zu den Auswirkungen sog. force majeure-Klauseln in LeasingvertrĂ€gen auf die Bilanzierung dieser VertrĂ€ge nach IFRS 16 (vgl. auch “IFRS direkt: Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von LeasingverhĂ€ltnissen nach IFRS” vom 23. April 2020) Stellung.
  • Berichterstattung ĂŒber die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Anhang: Das IDW schließt sich der Empfehlung der ESMA an, Informationen ĂŒber signifikante Effekte der Corona-Pandemie (möglichst auch auf quantitativer Basis) als Teil der ErlĂ€uterungen zu den in der GuV dargestellten und ausgewiesenen BetrĂ€gen in einer separaten Angabe (single note) im Anhang des Abschlusses darzustellen. Einer ggf. beabsichtigten getrennten Darstellung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der GuV (z.B. Pro-Forma-Darstellungen o.Ă€.) steht das IDW kritisch gegenĂŒber. Über die Erwartungen der ESMA an den Zwischenabschluss und den Zwischenlagebericht in Zeiten der Coronakrise berichteten wir auch in einem IFRS direkt vom 28. Mai 2020.