Schlagwort: IFRS 9

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IASB ver√∂ffentlicht √Ąnderungen an IFRS 17

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat gestern den √Ąnderungsstandard zu IFRS 17 ‚ÄúVersicherungsvertr√§ge‚ÄĚ ver√∂ffentlicht. Der Board schlie√üt damit einen Ende 2018 begonnenen Prozess der Entwicklung gezielter √Ąnderungen und Klarstellungen an IFRS 17 ab, um die Implementierung des Standards, vor allem durch Versicherungsunternehmen, zu erleichtern.

Die √Ąnderungen betreffen alle Unternehmen, die Versicherungsvertr√§ge ausgeben. Folgende wesentliche √Ąnderungen wurden an IFRS 17 vorgenommen (u.a.):

  • Der Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 wird um zwei Jahre auf den 1. Januar 2023 verschoben, d.h. der neue Standard ist f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, anzuwenden. Gleichzeitig wurde der Zeitraum f√ľr die vor√ľbergehende Befreiung bestimmter Versicherungsunternehmen von der Anwendung des IFRS 9 (temporary exemption from IFRS 9) analog verl√§ngert, so dass f√ľr die betroffenen Versicherungsunternehmen die Anwendung von IAS 39 f√ľr Gesch√§ftsjahre, die vor dem 1. Januar 2023 beginnen, zul√§ssig bleibt.
  • Unternehmen sind verpflichtet, einen Teil der Kosten der Ausgabe von Versicherungsvertr√§gen (insurance acquisition cash flows) den zugeh√∂rigen erwarteten Vertragsverl√§ngerungen zuzuordnen und diese Kosten als Verm√∂genswert abzugrenzen bis die Vertragsverl√§ngerungen eintreten.
  • Bei der Bestimmung des Teils der contractual service margin, der im Gewinn oder Verlust zu erfassen ist, sind sowohl Versicherungsleistungen (insurance coverage) als auch Kapitalanlageleistungen (investment-return services bzw. investment-related services) zu ber√ľcksichtigen.
  • Gewinne aus R√ľckversicherungsvertr√§gen, die den bei Zugang von belastenden Versicherungsvertr√§gen (onerous underlying insurance contracts) zu erfassenden Verlusten gegen√ľberstehen, sind unter bestimmten Voraussetzungen teilweise zum gleichen Zeitpunkt wie die Verluste aus den belastenden Vertr√§gen zu erfassen.
  • Weitere √Ąnderungen, betreffen u.a. den Ausschluss von bestimmten Kreditkarten- und √§hnlichen Vertr√§gen (verpflichtend) sowie bestimmen Darlehensvertr√§gen (wahlweise), die der Definition eines Versicherungsvertrags entsprechen, aus dem Anwendungsbereich von IFRS 17. Diese Vertr√§ge fallen k√ľnftig verpflichtend bzw. wahlweise in den Anwendungsbereich von IFRS 9 und ggf. weiteren Standards.


Die √Ąnderungen sind f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Eine fr√ľhere Anwendung ist zul√§ssig.

F√ľr weitere Details zu den Inhalten des √Ąnderungsstandards verweisen wir auf unsere internationale Publikation ‚ÄúIn brief – Amendments to IFRS 17, ‚ÄėInsurance contracts‚Äô‚ÄĚ.

Wertminderungen von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 im Zwischenabschluss von Kreditinstituten zum 30. Juni 2020 РBFA äußert sich zu den Auswirkungen der Corona-Krise

Der Bankenfachausschuss des IDW (BFA) hatte im März einen Fachlichen Hinweis zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Wertminderungen von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 im Quartalsabschluss von Banken zum 31. März 2020 veröffentlicht (Link).

Im heute hierzu ver√∂ffentlichten Update stellt der BFA fest, dass die darin getroffenen Aussagen grunds√§tzlich auch f√ľr Zwischenberichte zum 30. Juni 2020 gelten. Danach:

  • f√ľhrt die Corona-Krise nicht zu einem automatischen Stufentransfer von Finanzinstrumenten von Stufe 1 in Stufe 2 oder 3. Umgekehrt ist es aber auch nicht sachgerecht, Kreditforderungen trotz der Corona-Krise undifferenziert in Stufe 1 zu belassen.
  • ist bei der Ermittlung der Wertminderungen zum 30. Juni 2020 zu ber√ľcksichtigen, dass es im Vergleich zur Erstellung der Quartalsabschl√ľsse zum 31. M√§rz 2020 nunmehr wahrscheinlicher und damit weniger unsicher ist, dass die Krise noch l√§nger andauern wird. Diese ver√§nderten Kenntnisse √ľber die wahrscheinliche k√ľnftige wirtschaftliche Entwicklung m√ľssen mit in die Berechnungsmodelle (makro√∂konomische Szenarien und deren Gewichtung) einflie√üen. Vor diesem Hintergrund ist nach Auffassung des BFA davon auszugehen, dass sich die bilanzielle Risikovorsorge nach IFRS 9 zum 30. Juni 2020 erh√∂hen wird.
  • sind bestehende Kreditrisikomodelle daraufhin zu untersuchen, ob die auf ihrer Basis ermittelte Risikovorsorge (einschlie√ülich der Vorgehensweise zum Stufentransfer von Finanzinstrumenten) angepasst werden m√ľssen (sog. Post Model Adjustments), um die aktuellen Entwicklungen angemessen widerzuspiegeln. Bei ggf. vorgenommenen Modellanpassungen ist der tempor√§re Charakter der Corona-Krise zu beachten.

Daneben betont der BFA ‚Äď wie auch die ESMA (siehe hierzu den Blogbeitrag meines Kollegen Andreas B√∂decker vom 22. Mai 2020) die Notwendigkeit transparenter Angaben, die es den Abschlussadressaten erm√∂glichen, die Einsch√§tzungen des Management nachzuvollziehen und sich ein zutreffendes Bild von der Verm√∂gens-, Finanz- und Ertragslage des Finanzinstituts zu machen.

Ermittlung erwarteter Kreditverluste – Welche Fragen sollten Pr√ľfungsaussch√ľsse stellen?

Der Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) und die zu seiner Eindämmung ergriffenen Maßnahmen hatten und haben einen erheblichen Einfluss auf die Kreditfähigkeit vieler Unternehmen und die mit der Schätzung erwarteter Kreditverluste (ECL) verbundenen Unsicherheiten. Im Ergebnis mussten Banken ihre Prozesse zur Schätzung der ECL nach IFRS 9 anpassen.

Ich m√∂chte Sie hiermit auf eine Ver√∂ffentlichung aus dem PwC-Netzwerk hinweisen, die die 10 wichtigsten Fragen bereitstellt, die in diesem Zusammenhang von Pr√ľfungsaussch√ľssen oder CFOs von Banken gestellt werden sollten.

Sie erreichen die Publikation √ľber folgenden Link.

IASB veröffentlicht Konglomerat kleinerer Standardänderungen

Der IASB hat heute ein Konglomerat kleinerer √Ąnderungen an diversen Standards gemeinsam ver√∂ffentlicht. Die Ver√∂ffentlichung wurde gezielt geb√ľndelt vorgenommen, um den Anwendern inmitten der Corona-Pandemie eine effizientere Umsetzung zu erm√∂glichen.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende √Ąnderungen:

  • √Ąnderungen an IAS 37 ‚ÄěR√ľckstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen‚Äú: Die √Ąnderung stellt klar, dass k√ľnftig bei der Bestimmung, ob es sich bei einem Vertrag um einen belastenden Vertrag (onerous contract ) handelt, neben den durch den Vertrag zus√§tzlich entstehenden Kosten (incremental cost) auch weitere der Vertragserf√ľllung direkt zurechenbare Kosten (z. B. anteilige Abschreibung einer zur Vertragserf√ľllung genutzten Sachanlage) mit in die Bestimmung der Vertragserf√ľllungskosten einzubeziehen sind.
  • √Ąnderungen an IFRS 3 ‚ÄěUnternehmenszusammenschl√ľsse‚Äú: Die √Ąnderung enth√§lt:
    • Eine Aktualisierung des Verweises in IFRS 3 auf das √ľberarbeitete Rahmenkonzept der IFRS (2018)
    • Eine Erg√§nzung des IFRS 3 um die Vorschrift, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von √ľbernommenen Verpflichtungen, die in den Anwendungsbereich des IAS 37 oder IFRIC 21 fallen, die Regelungen des IAS 37 oder IFRIC 21 anstelle des Rahmenkonzepts anzuwenden hat. Ausnahme hiervon sind Eventualverbindlichkeiten, f√ľr die weiterhin die Ausnahmeregelung des IFRS 3.23 G√ľltigkeit beh√§lt.
    • Eine Erg√§nzung des IFRS 3 um ein explizites Ansatzverbot f√ľr erworbene Eventualforderungen.
  • √Ąnderungen an IAS 16 ‚ÄěSachanlagen‚Äú: Die √Ąnderung stellt klar, dass k√ľnftig kein Abzug von Ertr√§gen, die w√§hrend der Zeit, in der eine Sachanlage zu ihrem Standort oder in ihren betriebsbereiten Zustand gebracht wird, erzielt wurden, von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage mehr zul√§ssig ist (√Ąnderung des IAS 16.17(e)). Hierunter fallen insbesondere, jedoch nicht nur, Ertr√§ge aus der Ver√§u√üerung von Produkten, die im Rahmen von Testl√§ufen der Anlage hergestellt wurden. Derartige Ertr√§ge sind k√ľnftig direkt erfolgswirksam zu erfassen. Dar√ľber hinaus wird der Wortlaut des IAS 16.17(e) um eine Erl√§uterung des Begriffs ‚ÄěKosten f√ľr Testl√§ufe, mit denen √ľberpr√ľft wird, ob der Verm√∂genswert ordentlich funktioniert‚Äú erg√§nzt. Hiernach sind hierunter Kosten zu verstehen, die anfallen, um festzustellen, ob der Verm√∂genswert technisch und physisch in der Lage ist, seinen bestimmungsgem√§√üen Gebrauch durchzuf√ľhren. Das Erreichen einer bestimmten finanziellen Leistungsf√§higkeit (z.¬†B. vom Management angestrebte operative Gewinnmarge) ist hingegen unerheblich.
  • J√§hrliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018-2020):
    • √Ąnderungen an IFRS 1: Gem√§√ü IFRS 1.D16(a) darf ein Tochterunternehmen (Ausnahme Investmentgesellschaften), das erstmalig nach seinem Mutterunternehmen einen IFRS-Konzernabschluss aufstellt, seine Verm√∂genswerte und Schulden mit den bisher im Konzernabschluss des Mutterunternehmens hierf√ľr angesetzten Werten ansetzen. Die √Ąnderung erweitert diese Vorschrift um die kumulierten W√§hrungsumrechnungsdifferenzen des Tochterunternehmens, d.¬†h. diese k√∂nnen k√ľnftig ebenfalls unver√§ndert mit den bisher in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens eingebrachten Werten weitergef√ľhrt werden. Andere Eigenkapitalposten bleiben jedoch weiterhin von der Ausnahmeregelung ausgenommen.
    • √Ąnderungen an IFRS 9: Der im Rahmen der Abgangspr√ľfung f√ľr finanzielle Verbindlichkeiten durchzuf√ľhrende sog. 10%-Test des IFRS 9.B3.3.6 darf k√ľnftig nur solche Geb√ľhren enthalten, die zwischen dem Unternehmen und dem Gl√§ubiger angefallen sind. F√ľhrt die Abgangspr√ľfung f√ľr modifizierte oder ausgetauschte finanzielle Verbindlichkeiten zur Tilgung, sind jegliche Kosten und Geb√ľhren ergebniswirksam im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Resultiert die Modifikation oder der Austausch dagegen nicht in einer Tilgung, sind Kosten und Geb√ľhren √ľber die Restlaufzeit der modifizierten Verbindlichkeit durch Anpassung des Buchwerts und des Effektivzinses zu verteilen (IFRS 9.B3.3.6A), soweit sie nicht eine Kompensation f√ľr die Modifikation der Zahlungsstr√∂me der Verbindlichkeit darstellen (z.¬†B. Geb√ľhr als Ausgleich f√ľr eine Zinssenkung). Letztere sind im Rahmen der Modifikationsbuchung ergebniswirksam zu erfassen.
    • Streichung des Teils zu Leasinganreizen aus dem Illustrative Example 13 zu IFRS 16: Die Ausf√ľhrungen zur Erstattung des Leasinggebers f√ľr Mietereinbauten des Leasingnehmers im Illustrative Example 13 des IFRS 16 hatte u.a. die Frage aufgeworfen, warum diese Erstattungen nicht als Leasinganreize nach IFRS 16.24(b) oder 27(a) zu erfassen sind. Um Missverst√§ndnisse zu vermeiden, wird diese Passage gestrichen.
    • √Ąnderungen an IAS 41: Das Erfordernis der Nichtber√ľcksichtigung von Zahlungsstr√∂men f√ľr Steuern im Zusammenhang mit der Bewertung biologischer Verm√∂genswerte zum beizulegenden Zeitwert wird gestrichen. Hierdurch werden die Bewertungsvorschriften an die Regelungen des IFRS 13 angeglichen und auch eine Konsistenz zu einer 2008 durchgef√ľhrten √Ąnderung des IAS 41 hergestellt, in der klargestellt wurde, dass im Rahmen der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts nicht zwingend ein Vorsteuerzinssatz f√ľr die Diskontierung zu verwenden ist, da potentielle Erwerber im Rahmen ihrer Kaufpreiskalk√ľle auch etwaige markt√ľbliche Steuerzahlungen ‚Äď ungeachtet der konkreten steuerlichen Situation des berichterstattenden Unternehmens – ber√ľcksichtigen d√ľrften. Eine Verwendung eines Nachsteuerzinssatzes setzt aber die Verwendung von Nachsteuer-Zahlungsstr√∂men voraus. Durch die √Ąnderung wird die derzeit bestehende Inkonsistenz beseitigt.

Post-Model-Adjustments bei der Risikovorsorge nach IFRS 9 Рneue Publikation veröffentlicht

In Folge der Covid-19-Pandemie ergeben sich besondere Herausforderungen bei der Ermittlung der erwarteten Kreditverluste nach IFRS 9.

Erwartete Kreditverluste werden nach IFRS 9 unter Verwendung von zukunftsgerichteten Einsch√§tzungen, Modellen und Daten ermittelt. F√ľhrt die alleinige modellbasierte Ermittlung nicht zu einem sachgerechten Ergebnis, weil beispielsweise bestimmte Entwicklungen im Modell oder in den verf√ľgbaren Daten (noch) nicht reflektiert sind, wird das Ergebnis der modellbasierten Ermittlung angepasst, um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen (sog. Overlays oder Post-Model-Adjustments).

Die schwerwiegenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das bestehende hohe Ma√ü an Unsicherheit, f√ľhrt tendenziell zu einem erh√∂hten Bedarf an Post-Model-Adjustments bei der Ermittlung erwarteter Kreditverluste.

In unserer neuen Publikation In the Spotlight – Post-model adjustments for expected credit losses during COVID-19 stellen wir √úberlegungen dar, die bei der Vornahme solcher Post-Model-Adjustments sowohl aus fachlicher Sicht, als auch im Hinblick auf das Kontrollumfeld und die Dokumentation erforderlich sind.

Die Publikation richtet sich in erster Linie an Banken, die darin enthaltenen √úberlegungen gelten jedoch entsprechend auch f√ľr alle IFRS 9-Anwender. Die Publikation stellen wir in K√ľrze auch in deutscher Sprache zur Verf√ľgung.

IBOR-Reform: Exposure Draft zur Phase 2 veröffentlicht

Der IASB hat am 9. April 2020 einen Entwurf mit Vorschl√§gen f√ľr √Ąnderungen an IFRS¬†9, IAS¬†39, IFRS¬†7, IFRS¬†4 und IFRS¬†16 ver√∂ffentlicht (ED/2020/1 ‚ÄěInterest Rate Benchmark Reform ‚Äď Phase 2‚Äú).

Die Vorschl√§ge stehen im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinss√§tzen (IBOR-Reform), speziell mit der Abbildung von √Ąnderungen an vertraglichen Zahlungsstr√∂men und Sicherungsbeziehungen, die in diesem Zusammenhang erforderlich geworden sind, d.h., wenn diese als direkte Folge der IBOR-Reform notwendig ist und die neue und alte Basis f√ľr die Bestimmung der vertraglichen Zahlungsstr√∂me wirtschaftlich ausgeglichen sind.

Vorgeschlagen wird hierzu im Wesentlichen Folgendes:

  • Modifikationen von Finanzinstrumenten (einschlie√ülich der Aktivierung bereits bestehender Fallback-Klauseln) sollen gem√§√ü IFRS¬†9.B5.4.5 im Wege der Aktualisierung des Effektivzinssatzes, Modifikationen von Leasingverh√§ltnissen durch Neubewertung gem√§√ü IFRS¬†16.42 abgebildet werden;
  • Ausnahmen von den Vorschriften zur Beendigung von Sicherungsbeziehungen, die es Unternehmen erm√∂glichen sollen, durch die IBOR-Reform erforderlich gewordene √Ąnderungen an Designation und Dokumentation von Sicherungsbeziehungen (Designation eines neuen Referenzzinssatzes als gesichertes Risiko sowie entsprechende Aktualisierung der Hedge-Dokumentation) vorzunehmen, ohne dass dies eine Beendigung der betroffenen Sicherungsbeziehungen zur Folge hat; mit einer weiteren Ausnahme soll ein Recycling der Cashflow-Hedge-R√ľcklage in Folge der √Ąnderung vertraglicher Zahlungsstr√∂me verhindert werden;
  • √Ąnderungen am ‚Äěseparately identifiable‚Äú-Kriterium, nach denen ein neuer Referenzzinssatz als einzeln identifizierbare Risikokomponente betrachtet werden soll, wenn ein Unternehmen vern√ľnftigerweise erwartet, dass dieser innerhalb von 24 Monaten ab seiner Designation als nicht-vertraglich spezifizierte Risikokomponente das ‚Äěseparately identifiable‚Äú-Kriterium erf√ľllen wird (verl√§ssliche Bewertbarkeit muss jedoch bereits bei Designation gegeben sein); sowie
  • Zus√§tzliche Angabepflichten mit dem Ziel, den Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen Art und Umfang der Risiken, die sich aus der IBOR-Reform f√ľr das Unternehmen ergeben, den Umgang mit diesen Risiken sowie die Fortschritte des Unternehmens beim √úbergang auf neue Referenzzinss√§tze, nachvollziehen zu k√∂nnen.

Die vorgeschlagenen √Ąnderungen an IFRS¬†4 dienen ausschlie√ülich dazu, dass Versicherer, die IFRS¬†9 noch nicht anwenden, die Erleichterungen zur Abbildung von Modifikationen von Finanzinstrumenten unter IAS¬†39 analog anwenden.

Der IASB schl√§gt vor, dass die √Ąnderungen f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1.¬†Januar 2021 beginnen, anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung soll zul√§ssig sein.

Stellungnahmen werden vom IASB bis zum 25. Mai 2020 erbeten.

Der Hinweis des IASB, zur Ver√∂ffentlichung, der auch den Entwurf enth√§lt, ist √ľber folgenden¬†Link¬†zu erreichen.

IASB verschiebt Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 auf 1. Januar 2023

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat in seiner gestrigen Sitzung eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17 um zwei Jahre auf den 1. Januar 2023 beschlossen, d.h. der neue Standard ist f√ľr Gesch√§ftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, anzuwenden. Gleichzeitig wurde der Zeitraum f√ľr die vor√ľbergehende Befreiung bestimmter Versicherungsunternehmen von der Anwendung des IFRS 9 (temporary exemption from IFRS 9) analog verl√§ngert, so dass f√ľr die betroffenen Versicherungsunternehmen die Anwendung von IAS 39 f√ľr Gesch√§ftsjahre, die vor dem 1. Januar 2023 beginnen, zul√§ssig bleibt.

Der Board plant, den √Ąnderungsstandard zu IFRS 17 im zweiten Quartal diesen Jahres zu ver√∂ffentlichen.

IBOR-Reform: √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 von EU endorsiert

Am 15. Januar 2020 wurden die im September 2019 vom IASB im Zusammenhang mit der Reform von Referenzzinss√§tzen (z. B. LIBOR) ver√∂ffentlichten √Ąnderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 mit der VERORDNUNG (EU) 2020/34 von der Europ√§ischen Union √ľbernommen.

Die Veröffentlichung der Verordnung im Amtsblatt der Europäischen Union erfolgte mit Datum vom 16. Januar 2020. Gem. Artikel 3 der VERORDNUNG (EU) 2020/34 tritt diese am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

F√ľr weitere Informationen zu den Inhalten der √Ąnderungen verweisen wir auf unseren Blogbeitrag aus September 2019.

IASB trifft weitere vorläufige Entscheidungen zur IBOR-Reform (Phase 2)

Mit diesem Blogbeitrag möchten ich Sie zu aktuellen Entwicklungen der Phase 2 des IASB-Projekts zu den Auswirkungen der IBOR-Reform informieren.

Im Dezember hat der IASB Auswirkungen der √Ąnderung von Referenzzinss√§tzen auf das Hedge Accounting nach IFRS 9 und IAS 39 diskutiert. dabei hat der IASB vorl√§ufig entschieden weitere √Ąnderungen an IFRS 9 und IAS 39 vorzunehmen um folgende Erleichterungen zu gew√§hren:

  • √Ąnderungen der Hedge-Dokumentation, mit der das abgesicherte Risiko sowie die Beschreibung des Sicherungsinstrumentes oder des Grundgesch√§fts redefiniert werden um diese auf einen neuen Referenzzinssatz zu beziehen, sollen unter IFRS 9 und IAS 39 nicht zur Beendigung des Hedge Accounting f√ľhren, wenn diese √Ąnderungen unmittelbar aufgrund der IBOR-Reform erforderlich waren und auf wirtschaftlich gleichwertiger Basis vorgenommen werden.
  • Eine √Ąnderung der Methode zur Beurteilung der Effektivit√§t von Sicherungsbeziehungen soll unter IAS 39 nicht zur Beendigung des Hedge Accounting f√ľhren, wenn es aufgrund der IBOR-Reform nicht praktikabel ist, weiterhin die gleiche Methode anzuwenden, die in der urspr√ľnglichen Hedge-Dokumentation festgelegt wurde.
  • Weitere spezifische Erleichterungen im Zusammenhang mit den Voraussetzungen f√ľr Makro Hedges bzw. Portfolio Hedges gegen Zins√§nderungsrisiken.

Erleichterungen im Zusammenhang mit der Bewertung von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten sowie der Erfassung von Ineffektivitäten sind weiterhin nicht vorgesehen.

Bei den nächsten Sitzungen des IASB sollen folgende Themen im Zusammenhang mit der IBOR-Reform diskutiert werden:

  • Ende der Anwendbarkeit der im Rahmen von Phase 1 gew√§hrten Erleichterungen;
  • Auswirkungen der IBOR-Reform auf andere IFRS-Standards;
  • Anhang Angaben (Phase 2) und
  • √úbergangsvorschriften und Inkrafttreten der vorgeschlagenen √Ąnderungen (Phase 2).

F√ľr weitere Ausf√ľhrungen zur Abbildung der im Oktober 2019 erfolgten √Ąnderungen an Euribor und EONIA im Abschluss 2019 verweisen wir auf die Dezember-Ausgabe unserer International Accounting News, die in K√ľrze erscheint.

PwC Accounting and Reporting Talks zu den DPR-Pr√ľfungsschwerpunkten 2020 gestartet

Im November hat die Deutsche Pr√ľfstelle f√ľr Rechnungslegung (DPR) ihre Pr√ľfungsschwerpunkte f√ľr die Saison 2020 ver√∂ffentlicht. Dies haben wir zum Anlass genommen, als Folge 6 unserer Webcast-Reihe ‚ÄěPwC Accounting and Reporting Talks‚Äú eine f√ľnfteilige Serie zu ver√∂ffentlichen, und zwar zu den folgenden DPR-Themen:

  • Leasingverh√§ltnisse (IFRS 16)
  • Umsatzrealisierung (IFRS 15) und Ertragsteuern (IAS 12, IFRIC 23)
  • Impairment Test (IAS 36)
  • Kreditinstitute: Impairment (IFRS 9) & more
  • Konzernlagebericht & more

Der erste Beitrag zu Leasingverh√§ltnissen (IFRS 16) ist bereits online. In diesem diskutieren Dr. Bernd Kliem und Karsten Ganssauge √ľber ausgew√§hlte Aspekte der neuen Leasingbilanzierung, die die DPR im Fokus hat. Die √ľbrigen Beitr√§ge werden in den n√§chsten Tagen verf√ľgbar sein.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.