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Neues zum Goodwill-Impairmenttest

Der IASB diskutiert bereits seit Längerem über mögliche Änderungen an den bestehenden Vorschriften zur Durchführung von Wertminderungstests für Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwills) sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Die Tests sind z. Zt. zwingend jährlich durchzuführen und bei Vorliegen von Hinweisen auf eine mögliche Wertminderung (sog. trigger events).

Im Gespräch war u. a. die Wiedereinführung einer verpflichtenden planmäßigen Abschreibung der o. g. Posten. In seiner Juni-Sitzung sprach sich  nunmehr eine Mehrheit der Board-Mitglieder gegen diese Idee aus. Im für Ende 2019 avisierten Discussion Paper soll vorgeschlagen werden, beim bisherigen „Impairment-Only-Modell“ zu verbleiben und dieses sogar dahingehend zu vereinfachen, dass das Erfordernis einer jährlichen Wertminderungsprüfung gestrichen werden soll. Dies erstaunt im Hinblick auf die zuvor geführten Diskussionen zur Wiedereinführung einer planmäßigen Abschreibung, die gerade auch der Tatsache geschuldet waren, dass man subjektiv die Goodwill-Ansätze in vielen Abschlüssen als sehr hoch empfand und man in der Praxis nur selten wesentliche Wertminderung von Goodwills beobachten kann. Der nunmehr vorgeschlagene Ansatz, der sogar die jährliche Überprüfung abschaffen will, ist in dieser Hinsicht m. E. eher kontraproduktiv hinsichtlich der Zielsetzung des IASB das Problem „too little, too late“ anzugehen.

Da die Abstimmung für diesen Vorschlag im Board jedoch knapp ausfiel (8 zu 6), soll das Discussion Paper weiterhin Argumente für und wider das Impairment-Only-Modell vs. die Wiedereinführung einer planmäßigen Abschreibung enthalten.

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