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DRSC veröffentlicht E-DRÄS 10

Das DRSC hat am 2. Juli 2019 den Entwurf des Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 10 veröffentlicht. Dieser steht auf der Website des DRSC zum Download bereit.

E-DRÄS 10 dient insbesondere der Änderung von DRS 25 „Währungsumrechnung im Konzernabschluss“. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung des DRS 25 kam es insbesondere im Bereich der Hochinflationsbereinigung zu Rückfragen beim DRSC. Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, soll in Tz. 104 klargestellt werden, dass bei einer Hochinflationsbereinigung durch eine Indexierung der Posten des Fremdwährungsabschlusses mit „Basisjahr“ der Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Bilanzpostens oder der jeweiligen Aufwendungen/Erträge zu verstehen ist. D.h. die betreffenden Posten sind ab dem Zugangszeitpunkt und nicht erst ab dem Zeitpunkt, von dem an eine Hochinflationsbereinigung geboten ist, zu indexieren.

Ferner soll die Angabe gemäß Tz. 106 lit. c angepasst werden. Nach dem derzeitigen Wortlaut ist die Methode zur Ermittlung von Durchschnittskursen anzugeben, sofern solche aus Vereinfachungsgründen verwendet werden. Dies obwohl nach § 308a S. 2 HGB die Umrechnung von Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zwingend zu Durchschnittskursen zu erfolgen hat. Ungeachtet dessen ergibt sich die Verpflichtung, die Methode zur Ermittlung von Durchschnittskursen (verwendete Bezugszeiträume sowie Gewichtung) anzugeben, nach Auffassung des HGB-Fachausschuss aus der Verpflichtung zur Angabe der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 313 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 HGB). Dies soll durch die Änderung klargestellt werden.

Außerdem sieht E-DRÄS 10 Änderungen an DRS 16 „Halbjahresfinanzberichterstattung“, DRS 19 „Pflicht zur Konzernrechnungslegung und Abgrenzung des Konsolidierungskreises“ sowie DRS 23 „Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)“ vor. Bei diesen Änderungen handelt es sich um redaktionelle Änderungen, die aufgrund des Zweiten Gesetzes zur Novellierung von Finanzmarktvorschriften aufgrund europäischer Rechtsakte (Zweites Finanzmarktnovellierungsgesetz – 2. FiMaNoG) erforderlich geworden sind.

Es besteht die Möglichkeit, zum E-DRÄS 10 bis zum 23. August 2019 Stellung zu nehmen.

IDW veröffentlicht geänderte Stellungnahme zur Rechnungslegung

Das IDW hat gestern auf seiner Website auf die geänderte Fassung der Stellungnahme zur Rechnungslegung: Vorjahreszahlen im handelsrechtlichen Konzernabschluss und Konzernrechnungslegung bei Änderungen des Konsolidierungskreises (IDW RS HFA 44) hingewiesen, die der Hauptfachausschuss bereits am 30.11.2017 verabschiedet hat.

Die wesentlichen Änderungen des IDW RS HFA 44 bestehen in der Klarstellung des Umfangs der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Zahlen bei unterjährigem Erwerb eines Tochterunternehmens, da die bisherige Formulierung in diesem Zusammenhang für missverständlich gehalten wurde. Des Weiteren wird der Umfang der einzubeziehenden Zahlen bei erstmaliger Pflicht zur Konzernrechnungslegung klargestellt. Danach sind die Erträge und Aufwendungen sowie die Ein- und Auszahlungen und die Veränderungen des Eigenkapitals des Mutterunternehmens immer für das gesamte (erste) (Konzern-)Geschäftsjahr im Konzernabschluss zu berücksichtigen und nicht erst ab dem Zeitpunkt, zu dem erstmals ein Mutter-/Tochterverhältnis begründet wird.

Die geänderte Fassung der Stellungnahme wird in Heft 2/2018 der „IDW Life“ abgedruckt. Im Mitgliederbereich der Website des IDW ist eine Änderungsfassung im Vergleich zur bislang geltenden Fassung des IDW RS HFA 44 (Stand 25.11.2011) verfügbar.

EU übernimmt Regelungen zur Bilanzierung von Investmentgesellschaften

Die EU hat am 20. November die vom International Accounting Standards Board (IASB) im Oktober veröffentlichten Änderungen an IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“ sowie IAS 27 „Einzelabschlüsse“ zum Einbezug von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einer Investmentgesellschaft in das EU-Recht übernommen (sog. Endorsement, s. Amtsblatt der Europäischen Union L 312 vom 21. November 2013). Hierdurch werden viele Fonds und ähnliche Unternehmen künftig von der Verpflichtung befreit, die von ihnen beherrschten Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss einzubeziehen. Welche Unternehmen unter den Begriff der „Investmentgesellschaft“ fallen, ist dabei anhand einer Kombination des Erfüllens bestimmter Definitionskriterien sowie des Vorhandenseins typischer Eigenschaften zu bestimmen. Insbesondere Private-Equity-Fonds werden vielfach von dieser neuen Vorschrift profitieren und künftig alle ihre Beteiligungen – inklusive Tochterunternehmen – erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten können.

Die neue Vorschrift gilt allerdings ausschließlich für den Konzernabschluss von Investmentgesellschaften. Übergeordnete Nicht-Investmentgesellschaften müssen weiterhin sämtliche Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss einbeziehen und dürfen somit im Rahmen von Teilkonzernabschlüssen untergeordneter Investmentgesellschaften vorgenommene Fair-Value-Bewertungen nicht übernehmen.

Die Änderungen sind verpflichtend in Geschäftsjahren anzuwenden, die ab dem 1. Januar 2014 beginnen.

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