Schlagwort: Leasing

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Folge 31 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online. Im Mai 2021 hat der IASB die Ă„nderungen an IAS 12 zu latenten Steuern auf Vermögenswerte und Schulden, die aus einer einzigen Transaktion resultieren, veröffentlicht. In der Praxis hat dies voraussichtlich Auswirkungen fĂĽr latente Steuern auf Leasingverhältnisse und RĂĽckbauverpflichtungen. Nicole Optenkamp und Lisa Schoop erläutern die Anpassungen und ihre möglichen Auswirkungen. 

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

IASB veröffentlicht Änderung des IFRS 16 zur Verlängerung der Erleichterungen für COVID-19-bezogene Mietzugeständnisse

Der IASB hat heute seine geplanten Änderungen an IFRS 16 finalisiert und ermöglicht es damit Leasingnehmern, die Erleichterungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung Covid-19-bezogener Mietzugeständnisse zu verlängern.

Bislang können Leasingnehmer unter bestimmten Voraussetzungen eine optionale Erleichterung zur Bilanzierung derartiger Mietzugeständnisse anwenden. Eine dieser Voraussetzung ist, dass die Mietzugeständnisse Leasingzahlungen betreffen, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 fällig waren. Dieser Zeitraum wird aufgrund der weiterhin anhaltenden Pandemie nun bis zum 30. Juni 2022 verlängert.

IASB spricht sich für eine Verlängerung der Erleichterungen für COVID-19 bezogene Mietzugeständnisse aus

In 2020 veröffentlichte der IASB eine Änderung zu IFRS 16, die Leasingnehmern eine optionale Erleichterung zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit COVID-19 gewährt.

Die Erleichterung ist nur anwendbar, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Eine dieser Bedingungen ist, dass die Reduzierung Leasingzahlungen betrifft, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2021 fällig waren.

Das IFRS IC empfiehlt dem IASB Standard-setting zu Sale-and-leaseback-Transaktionen unter Einbezug von Objektgesellschaften

Das IFRS Interpretations Committee hat zuletzt in seiner Sitzung am 2. Februar 2021 die Bilanzierung einer Sale-and-leaseback-Transaktion erörtert, bei der das Leasingobjekt nicht direkt veräuĂźert wird, sondern vielmehr im Rahmen eines share deals sämtliche Anteile an einer Objektgesellschaft veräuĂźert werden und sodann der mittels der Objektgesellschaft ĂĽbertragene Vermögenswert vom Erwerber der Objektgesellschaft zurĂĽckgemietet wird. 

EU-Endorsement von Änderungen an IFRS 16 zu Mietzugeständnissen i.Z.m. COVID-19

Mit Verordnung (EG) Nr. 2020/1434 vom 9. Oktober 2020 hat die Europäische Union die Ă„nderungen an IFRS 16 zu Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ĂĽbernommen. Die Ă„nderung erlaubt es Leasingnehmern, auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Bezug auf Leasingzahlungen, die ursprĂĽnglich bis zum 30. Juni 2021 fällig gewesen wären, eine „lease modification“ darstellt, zu verzichten und das Mietzugeständnis stattdessen so abzubilden, als handele es sich nicht um eine „lease modification“. FĂĽr eine ausfĂĽhrliche Darstellung der geänderten Regelungen einschlieĂźlich Antworten auf in diesem Zusammenhang häufig gestellte Fragen verweisen wir auf unsere Publikation IFRS fĂĽr die Praxis: Ă„nderung des IFRS 16: COVID-19 bezogene Mietzugeständnisse“

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Fehlendes Endorsement der Änderungen an IFRS 16 zu Mietzugeständnissen i. Z. m. COVID-19

Das Endorsement der Änderungen an IFRS 16 zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erfolgt voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig vor Aufstellung der (Zwischen-)Abschlüsse zum 30.Juni 2020.

Sofern gleichwohl vor Endorsement der geänderte Standard angewendet wird, entspricht diese Handhabung somit nicht den EU-IFRS.

Weitere Informationen zu möglichen Auswirkungen eines nicht rechtzeitig erfolgenden Endorsements finden Sie in unserem IFRS direkt.

IDW zu weiteren Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Rechnungslegung nach IFRS

Das IDW hat auf seiner Homepage ein Update des fachlichen Hinweises des IDW zu Zweifelsfragen zu den Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die Rechnungslegung und deren Prüfung (Teil 3) veröffentlicht. Wir hatten über den bisherigen Hinweis in einem Blogbeitrag vom 14. April 2020 berichtet.

Zur Rechnungslegung nach IFRS enthält das Update folgende neue FAQs:

  • Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld: Leistet ein Arbeitgeber an die Arbeitnehmer Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld, handelt es sich nach Auffassung des IDW um kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer i.S.v. IAS 19.9 die als laufender Personalaufwand zu erfassen sind. Eine RĂĽckstellung ist nicht zu bilden. Dies entspricht der schon bisher von uns vertretenen Auffassung (siehe HGB direkt/IFRS direkt, Ausgabe 8, April 2020).
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von FInanzinstrumenten nach IFRS 9: Das IDW thematisiert Einzelfragen zur Zulässigkeit einer Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten infolge der Corona-Pandemie, zur BerĂĽcksichtigung zukunftsgerichteter Informationen und zur Portfoliobildung im Rahmen der Ermittlung von Wertminderungen sowie zu möglichen Folgen der Corona-Pandemie fĂĽr die Anwendung von Hedge Accounting auf die Absicherung geplanter Transaktionen. Wir verweisen zu diesen Themen auch auf unsere Publikationen “IFRS fĂĽr die Praxis: Coronavirus: Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung nach dem 31. Dezember 2019” vom 13. März 2020, “IFRS fĂĽr die Praxis: Die Ermittlung erwarteter Kreditverluste durch Industrieunternehmen in Zeiten der Coronakrise” vom 24. April 2020 sowie “IFRS fĂĽr die Praxis: Post-Model-Adjustments bei der Ermittlung erwarteter Kreditverluste in Zeiten der Coronakrise” vom 14. Mai 2020.
  • Auswirkungen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16: Ist während der Corona-Pandemie die Nutzungsmöglichkeit einer bspw. angemieteten Immobilie signifikant eingeschränkt, so ist nach Auffassung des IDW die planmäßige Abschreibung des Nutzungsrechts während der Zeit der eingeschränkten Nutzungsmöglichkeit der Immobilie fortzufĂĽhren. DarĂĽber hinaus nimmt das IDW beispielhaft zur Bilanzierung von Mietzugeständnissen (Erlass bzw. Stundung von Leasingzahlungen) im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen beim Leasinggeber (vgl. hierzu auch unsere internationale Publikation “In depth: Accounting implications of the effects of coronavirus”, FAQs 4.6-4.9) und zu den Auswirkungen sog. force majeure-Klauseln in Leasingverträgen auf die Bilanzierung dieser Verträge nach IFRS 16 (vgl. auch “IFRS direkt: Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS” vom 23. April 2020) Stellung.
  • Berichterstattung ĂĽber die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Anhang: Das IDW schlieĂźt sich der Empfehlung der ESMA an, Informationen ĂĽber signifikante Effekte der Corona-Pandemie (möglichst auch auf quantitativer Basis) als Teil der Erläuterungen zu den in der GuV dargestellten und ausgewiesenen Beträgen in einer separaten Angabe (single note) im Anhang des Abschlusses darzustellen. Einer ggf. beabsichtigten getrennten Darstellung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der GuV (z.B. Pro-Forma-Darstellungen o.ä.) steht das IDW kritisch gegenĂĽber. Ăśber die Erwartungen der ESMA an den Zwischenabschluss und den Zwischenlagebericht in Zeiten der Coronakrise berichteten wir auch in einem IFRS direkt vom 28. Mai 2020.

FAQs zu Auswirkungen von Covid-19 auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 veröffentlicht

Infolge der Covid-19-Pandemie werden Mietern häufig Zugeständnisse gewährt, z.B. in Form von Erlass, Reduktion oder Stundung von Leasingzahlungen. Diese können sich aus gesetzlichen Regelungen oder auch aus entsprechenden vertraglichen Anpassungen aufgrund von Verhandlungen zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer ergeben.

Uns erreichen viele RĂĽckfragen, welche bilanziellen Folgen sich hieraus ergeben.  Auf PwC Inform wurde vor diesem Hintergrund eine neue FAQ zur Frage veröffentlicht, wie solche Mietzugeständnisse nach IFRS zu bilanzieren sind.

Weiterhin enthalten viele Leasingverträge eine Klausel zu „höherer Gewalt“. Eine weitere FAQ hat die bilanziellen Auswirkungen solcher Klauseln zum Gegenstand.