Schlagwort: nichtfinanzielle Berichterstattung

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EuropÀische Aufsichtsbehörden veröffentlichen finale Empfehlungen zu den Berichtspflichten der Taxonomie-Verordnung

Am 1. MĂ€rz 2021 haben die drei europĂ€ischen Aufsichtsbehörden ESMA (fĂŒr Unternehmen der Realwirtschaft und Asset Manager), EBA (fĂŒr Kreditinstitute) und EIOPA (fĂŒr Versicherungsunternehmen) ihre finalen Empfehlungen an die EuropĂ€ische Kommission zur Konkretisierung der nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung veröffentlicht. Diesen Empfehlungen waren entsprechende EntwĂŒrfe und im Fall der ESMA auch eine öffentliche Konsultation vorausgegangen, ĂŒber die ich in meinem Blogbeitrag vom 9. November 2020 berichtet habe.

Empfehlungen des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung fĂŒr eine zukunftsgerichtete Unternehmensberichterstattung

Der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung hat gestern seinen Abschlussbericht „Shifting the Trillions“ mit 31 Empfehlungen fĂŒr ein nachhaltiges und zukunftsfĂ€higes Finanzsystem vorgelegt. Eines der zentralen Ziele ist es, durch eine zukunftsgerichtete, vergleichbare und transparente Berichterstattung der Unternehmen Kapitalströme in Innovationen und nachhaltige GeschĂ€ftsmodelle zu lenken. Dementsprechend empfiehlt der Beirat eine Ausweitung von Anwendungsbereich und Inhalt der nichtfinanziellen Berichtspflichten in Deutschland. Vor dem Hintergrund der anstehenden Überarbeitung der CSR-Richtlinie auf europĂ€ischer Ebene (lesen Sie dazu meinen Blogbeitrag vom 30. Juli 2020) kommt den Empfehlungen besondere Bedeutung zu.

Deutsches Lieferkettengesetz kommt noch in der aktuellen Legislaturperiode

Nach langem Ringen hat die Bundesregierung am Freitag eine Einigung zum Lieferkettengesetz verkĂŒndet. Das Gesetz soll noch in der laufenden Legislaturperiode verabschiedet werden. Wie ich berichtete, zeichnete sich bereits zum Abschluss des Monitorings des Nationalen Aktionsplans fĂŒr Wirtschaft und Menschenrechte im Juli 2020 ab, dass allein eine freiwillige Verpflichtung von Unternehmen nicht zu einer ausreichenden Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflichten fĂŒr die Achtung der Menschenrechte gefĂŒhrt haben soll. Gesetzlich verbindliche Vorgaben wurden seitdem intensiv hinter den Kulissen diskutiert. 

European Corporate Reporting Lab@EFRAG: Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Empfehlungen fĂŒr europĂ€ische nichtfinanziellen Berichtsstandards benannt

Die EFRAG hat am vergangenen Freitag die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung von europÀischen nichtfinanziellen Berichtsstandards (Project Task Force on preparatory work for the elaboration of possible EU non-financial reporting standards) bekanntgegeben. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Experten verschiedenster Stakeholder der nichtfinanziellen Berichterstattung, u.a. Vertretern der Industrie, der Finanzbranche und von Institutionen der EuropÀischen Union, zusammen. Ich freue mich, dass auch Hendrik Fink, Leiter Sustainability Services von PwC Deutschland, Teil der Arbeitsgruppe ist.

Die EuropĂ€ische Kommission hat die EFRAG mit der Entwicklung von Empfehlungen ĂŒber mögliche europĂ€ische nichtfinanzielle Berichtsstandards zur weiteren Umsetzung der CSR-Richtlinie, welche derzeit ĂŒberarbeitet wird, beauftragt (Auftrag). Die dazu eingerichtete Arbeitsgruppe soll insbesondere VorschlĂ€ge fĂŒr den Anwendungsbereich, Inhalt und Struktur europĂ€ischer Berichtsstandards erarbeiten.  Dieser Auftrag deckt sich mit dem Ergebnis im Rahmen der Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie, nach der sich 81% der Teilnehmer fĂŒr die Anwendung einheitlicher Berichtstandards aussprachen, um die Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Berichterstattung zu erhöhen. Einheitliche Berichtsstandards könnten zudem die VerlĂ€sslichkeit, Relevanz sowie auch die PrĂŒfbarkeit nichtfinanzieller Angaben erhöhen. Über die Konsultation und die Zusammenfassung der RĂŒckmeldungen auf diese habe ich am 21. Februar bzw. am 30. Juli an dieser Stelle informiert.

FĂŒr die Entwicklung europĂ€ischer nichtfinanzieller Berichtsstandards soll die Arbeitsgruppe möglichst nah auf bereits bestehenden und in der Praxis anerkannten Rahmenwerken und Berichtselementen aufsetzen. Konsistent zum Nachtrag zu den unverbindlichen Leitlinien sollen klimabezogene Angabepflichten dabei besondere Beachtung erfahren. Im Einzelnen ĂŒbernimmt die Arbeitsgruppe u.a. folgende Aufgaben:

  • Analyse der bestehenden Rahmenwerke und Standards (u.a. GRI, TCFD, das Practice Statement des IASB zum Management Commentary, SASB) hinsichtlich ihrer Eignung, die Auswirkungen nichtfinanzieller Aspekte auf das Unternehmen sowie die Auswirkungen des GeschĂ€ftsmodells von Unternehmen auf die nichtfinanziellen Aspekte darzustellen.
  • Erarbeitung einer Struktur fĂŒr Standards unter BerĂŒcksichtigung möglicher branchen- oder themenspezifischer Berichtsanforderungen.
  • Beurteilung, inwieweit spezifische Vorgaben fĂŒr Institute zu entwickeln sind.
  • Förderung einer stĂ€rker integrierten Berichterstattung.
  • BerĂŒcksichtigung der Rolle elektronisch bzw. maschinen-lesbarer Informationen.
  • AbwĂ€gung eines modularen, abgestuften Aufbaus der Standards, so dass eine Umsetzung von grundlegenden Anforderungen (bspw. bestimmter Leistungsindikatoren) leichter zugĂ€nglich wird.
  • Beurteilung der Eignung von möglichweise freiwilligen Berichtsstandards fĂŒr KMU, die vergleichsweise niedrigere Anforderungen stellen.

Dieses Arbeitsprogramm ist sowohl inhaltlich als auch zeitlich ambitioniert. Der Abschlussbericht soll bis zum 31. Januar 2021 vorgelegt werden, dem ein vorlĂ€ufiges Arbeitsprogramm fĂŒr die konkrete Ausarbeitung von europĂ€ischen nichtfinanziellen Berichtsstandards beigefĂŒgt werden soll. Dieses soll die Veröffentlichung solcher Standards bis Juni 2022 ermöglichen.

EuropĂ€ische Kommission veröffentlicht Überblick ĂŒber die eingegangenen Stellungnahmen zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie

Gestern hat die EU-Kommission eine Zusammenfassung der RĂŒckmeldungen zur öffentlichen Konsultation ĂŒber die Überarbeitung der sog. CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) vorgelegt. Der Bericht enthĂ€lt ausdrĂŒcklich keine WĂŒrdigung der Kommission, sondern gibt einen objektiven Überblick ĂŒber die 588 eingegangenen Stellungnahmen.

Das Konsultationsergebnis wird unter diesem Link zum Download zur VerfĂŒgung gestellt. Daraus zeichnet sich folgendes Meinungsbild ab:

  • Die bisherige nichtfinanzielle Berichterstattung weist fĂŒr die Mehrheit der Teilnehmer an der Konsultation insbesondere hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Angaben SchwĂ€chen auf (71% Zustimmung). Korrespondierend dazu sprechen sich 82% fĂŒr die verpflichtende Anwendung von einheitlichen Standards aus, um die bestehenden Defizite zu beheben.
  • Zwei Drittel der RĂŒckmeldungen (67%) befĂŒrworten die EinfĂŒhrung einer PrĂŒfungspflicht. Dabei halten sich die Meinungen zur PrĂŒfungstiefe (hinreichende oder begrenzte PrĂŒfungssicherheit) die Waage.
  • Die Teilnehmer sprechen sich mehrheitlich fĂŒr eine Ausweitung des Anwendungsbereichs der nichtfinanziellen Berichtspflicht aus. So befĂŒrworten rund 70%, dass große kapitalmarktorientierte Unternehmen mit Sitz in Europa unabhĂ€ngig vom Ort ihrer Börsenzulassung, sowie große in einem regulierten Markt in Europa notierte Unternehmen unabhĂ€ngig von ihrem Sitz unter die nichtfinanzielle Berichtspflicht fallen sollen. Ferner begrĂŒĂŸen es 70%, auch große nicht-kapitalmarktorientierte Unternehmen in den Anwendungsbereich aufzunehmen.
  • Nur eine knappe Mehrheit der Teilnehmer an der Konsultation sprechen sich dafĂŒr aus, die zulĂ€ssigen Formen der Veröffentlichung zu begrenzen. Lediglich 55% befĂŒrworten die EinfĂŒhrung einer Regelung, dass die nichtfinanzielle Berichterstattung zwingend innerhalb des Lageberichts erfolgen muss, was zur Folge hĂ€tte, dass die Möglichkeit zur Erstellung eines gesonderten nichtfinanziellen Berichts entfĂ€llt.
  • 69% der Teilnehmer befĂŒrworten es, die Anforderungen zur Berichterstattung ĂŒber Umweltbelange an den Vorgaben zu den sechs Umweltzielen der Taxonomie-Verordnung (lesen Sie dazu meine BlogbeitrĂ€ge vom 23. und 18. Juni 2020 sowie vom 20. April 2020) anzupassen. Die Taxonomie-Verordnung stellt zudem die hĂ€ufigste Antwort auf die Frage nach weiteren berichtspflichtigen nichtfinanziellen Belangen dar.

Man darf gespannt sein, inwieweit dieser Meinungsstand Eingang in die Überarbeitung der CSR-Richtlinie finden wird. FĂŒr die Vorbereitung und Entwicklung von einheitlichen nichtfinanziellen Berichtsstandards wurde jĂŒngst die EFRAG mandatiert. Eine dafĂŒr einzurichtende Projektarbeitsgruppe soll bereits im Oktober 2020 einen ersten Fortschrittsbericht und bis Ende Januar 2021 einen Abschlussbericht mit konkreten VorschlĂ€gen veröffentlichen. Der Entwurf der ĂŒberarbeiteten CSR-Richtlinie soll ebenfalls bereits im 1. Quartal 2021 erscheinen.

Ergebnisindikation der Befragung 2020 offenbart erhebliche Defizite bei der Umsetzung der Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt

Der Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien fĂŒr Wirtschaft und Menschenrechte (2016-2020) („NAP“) stellt die Erwartungen der Bundesregierung an die unternehmerische Sorgfalt von Unternehmen hinsichtlich der Achtung der Menschenrechte dar. Die im NAP verankerten Kernelemente sind bislang noch freiwillig. Durch zwei reprĂ€sentative Unternehmensbefragungen in 2019 und 2020 wird fortlaufend ĂŒberprĂŒft, inwieweit Unternehmen ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommen. Im NAP ist vorgesehen, dass weitere Maßnahmen des Gesetzgebers geprĂŒft werden, wenn nicht mindestens die HĂ€lfte der befragten Unternehmen die Kernelemente umgesetzt haben.

Nachdem die Ergebnisse der Befragung 2019 mit einer Quote von nur rd. 18% sog. ErfĂŒllern bereits ernĂŒchternd ausfielen, zeigt auch die erste Ergebnisindikation der zweiten und letzten Befragung 2020 kein wesentlich besseres Bild. In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bundesministerium fĂŒr Arbeit und Soziales (BMAS) und des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) informierten die Bundesminister Dr. Gerd MĂŒller und Hubertus Heil am 14. Juli 2020 ĂŒber das voraussichtliche Ergebnis. Erneut bleibt die Quote der ErfĂŒller weit hinter den Erwartungen von mind. 50% zurĂŒck.

AnsĂ€tze und Diskussionen ĂŒber ein entsprechendes Lieferketten- oder Sorgfaltspflichtengesetz gab es aus den Ministerien bereits mehrfach, diese wurden jedoch mit Verweis auf die ausstehende Auswertung des NAP-Monitorings bislang stets verschoben. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Befragung 2020 steigt nun der Druck auf gesetzgeberische Maßnahmen, um menschenrechtliche Sorgfaltspflichten verpflichtend in den Unternehmensprozessen bis in die Lieferkette zu verankern. Auch auf europĂ€ischer Ebene wird bereits seit einiger Zeit ĂŒber mögliche Optionen zur StĂ€rkung der Unternehmensverantwortung weltweit in den Lieferketten diskutiert. Daher sollten sich Unternehmen fortlaufend damit beschĂ€ftigen, welchen Weg die nationale und europĂ€ische Politik zur StĂ€rkung der Menschenrechte einschlagen wird.

Frist fĂŒr RĂŒckmeldungen zur angestrebten Überarbeitung der CSR-Richtlinie verlĂ€ngert

Im Zuge der anhaltenden Corona-Krise hat die EuropĂ€ische Kommission die Kommentierungsfrist der Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) auf den 11. Juni 2020 verlĂ€ngert. UrsprĂŒnglich waren RĂŒckmeldungen auf die insgesamt 45 Fragen bis zum 14. Mai 2020 vorgesehen, wie ich am 21. Februar 2020 gebloggt habe.

Die Kommission sieht unverĂ€ndert vor, bereits bis zum Jahresende die Überarbeitung der Richtlinie abgeschlossen zu haben. Angesichts der sehr breit angelegten Konsultation, die neben den inhaltlichen Angabepflichten u.a. auch die Themen PrĂŒfungspflicht und Anwendungsbereich aufgreift, darf man gespannt bleiben, welchen weiteren Weg die Kommission fĂŒr die nichtfinanzielle Berichterstattung in Europa einschlagen wird. Unternehmen und sonstige Interessierte haben nunmehr gut einen Monat mehr Zeit, sich an der Konsultation zu beteiligen.

Öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie

Am 20. Februar 2020 hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) gestartet. Bereits am 30. Januar 2020 hatte die EU-Kommission eine erste FolgenabschĂ€tzung zur ÜberprĂŒfung der Regelungen fĂŒr die nichtfinanzielle Berichterstattung veröffentlicht, ĂŒber die ich in meinem Blogbeitrag vom 3. Februar 2020 berichtet habe.

Die Konsultation umfasst insgesamt 45 Fragen, die sich auf die folgenden Themenbereiche beziehen:

  • QualitĂ€t und Umfang der offenzulegenden nichtfinanziellen Informationen,
  • Standardisierung der Berichterstattung,
  • Anwendung des Grundsatzes der Wesentlichkeit,
  • PrĂŒfungspflicht und PrĂŒfungsumfang,
  • Digitalisierung,
  • Format der Berichterstattung (Bestandteil des Lageberichts vs. gesonderter Bericht),
  • Anwendungsbereich der Berichtspflicht,
  • Vereinfachung und Reduzierung des Verwaltungsaufwands fĂŒr die Unternehmen.

RĂŒckmeldungen zur Konsultation sind bis zum 14. Mai 2020 möglich (online Anmeldung erforderlich).

European Corporate Reporting Lab@EFRAG: Bericht zur Verbesserung der klimabezogenen Berichterstattung

Im Rahmen des Aktionsplans der EU zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums wurde durch die EFRAG ein Corporate Reporting Lab ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe fĂŒr klimabezogene Berichterstattung (Project Task Force on Climate-related Reporting – PTF-CRR) veröffentlichte gestern einen ersten umfangreichen Bericht mit dem Titel „How to improve climate-related reporting – A summary of good practices from Europe and beyond“.

Der Bericht enthĂ€lt eine umfangreiche Bestandsaufnahme zu best practice-Beispielen klimabezogener Berichterstattung sowie zur Verwendung von Klimaszenarioanalysen mit einem Fokus auf der europĂ€ischen Berichterstattungspraxis. Auf Basis der erhobenen Informationen und eines umfangreichen Stakeholderdialogs entwickelt die PTF-CRR Empfehlungen zur Steigerung der QualitĂ€t der klimabezogenen Berichterstattung und weist auf grundlegende Fehler hin, die vermieden werden sollten. Dazu werden in zwei Beilagen die Praxisbeispiele dargestellt und analysiert. Neben der Bedeutung eines solchen Beitrags fĂŒr die berichtenden Unternehmen ist zu erwarten, dass die Ergebnisse der PTF-CRR in Verbindung mit dem Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung zu den unverbindlichen Leitlinien der EuropĂ€ischen Kommission auch in die Überarbeitung der CSR-Richtlinie einfließen werden. Über die bevorstehende Überarbeitung habe ich bereits zu Beginn der Woche an dieser Stelle berichtet.

Die Arbeitsgruppe stellt grundsĂ€tzlich eine kontinuierliche Verbesserung der Klimaberichterstattung in verschiedenen Bereichen fest. Gleichzeitig zeigt sich, dass es kaum Unternehmen bislang gelingt, das gesamte Spektrum der Klimaberichterstattung gleichermaßen fundiert in ihrer Berichterstattung umzusetzen. Die klimabezogene Berichterstattung stellt die Unternehmen weiterhin vor wesentliche Herausforderungen, um den stetig wachsenden InformationsbedĂŒrfnissen der Adressaten gerecht zu werden, dies gilt insbesondere fĂŒr die Nutzung von Szenarioanalysen.

EU-Kommission: Überarbeitung der Regelungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung

Am 30. Januar 2020 hat die EU-Kommission einen Fahrplan zur Überarbeitung der Regelungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung angekĂŒndigt.

Hintergrund der geplanten Überarbeitung ist der wachsende Bedarf von Investoren und zivilgesellschaftlichen Organisationen an nichtfinanziellen Informationen, der ĂŒber die bestehenden Berichterstattungspflichten hinausgeht. Derzeit sind bestimmte große Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern aufgrund der CSR-Richtlinie (EU-Richtlinie 2014/95/EU) verpflichtet, Angaben in Bezug auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie BekĂ€mpfung von Korruption und Bestechung zu machen. Mit der geplanten Überarbeitung sollen zugleich unnötige Belastungen der Unternehmen durch die nichtfinanzielle Berichterstattung reduziert werden. Zur Erreichung dieser Ziele hat die EU-Kommission zunĂ€chst die folgenden Optionen bestimmt:

  1. Ausbau und Erweiterung der bestehenden Leitlinien fĂŒr die Berichterstattung ĂŒber nichtfinanzielle Informationen, Ă€hnlich dem Nachtrag zur klimabezogenen Berichterstattung von 2019, ĂŒber den ich im letzten Jahr berichtet habe;
  2. Entwicklung eines freiwilligen nichtfinanziellen Berichtsstandards;
  3. Überarbeitung der CSR-Richtlinie, u.a. Anpassung des Anwendungsbereichs, genauere Definition der berichtspflichtigen nichtfinanziellen Angaben, verpflichtende Anwendung eines nichtfinanziellen Berichtsstandards, StĂ€rkung des Enforcement-Verfahrens.

Zur UnterstĂŒtzung des weiteren Verfahrens ist eine FolgenabschĂ€tzung in Vorbereitung. In diesem Zusammenhang kann die interessierte Öffentlichkeit bis zum 27. Februar 2020 Feedback zur Initiative der EU-Kommission geben.

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