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IFRS Foundation schlÀgt SatzungsÀnderungen vor, um die Einrichtung eines International Sustainability Standards Boards zu ermöglichen

Die IFRS Foundation hat am 30. April 2021 den Exposure Draft (ED) “Proposed Targeted Amendments to the IFRS Foundation Constitution to Accommodate an International Sustainability Standards Board to Set IFRS Sustainability Standards” veröffentlicht, in dem gezielte Änderungen an der Satzung der IFRS Foundation vorgeschlagen werden. Diese sollen es ermöglichen, neben dem IASB einen weiteren Board als Standardsetter fĂŒr die Nachhaltigkeitsberichterstattung einzurichten.

EuropĂ€ische Kommission veröffentlicht VorschlĂ€ge zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie: Paradigmenwechsel in der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Am 21. April 2021 hat die EuropĂ€ische Kommission ihre VorschlĂ€ge zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie veröffentlicht. Die VorschlĂ€ge greifen viele Aspekte, die in den eingegangenen Stellungnahmen zur öffentlichen Konsultation enthalten waren, auf. Wir hatten hierzu in unserem Blogbeitrag vom 30. Juli 2020 berichtet.

IFRS Foundation: Arbeitsgruppe zur weiteren Konvergenz der globalen nichtfinanziellen Berichterstattung eingesetzt

Am 30.09.2020 hatte die IFRS Foundation ein viel beachtetes Konsultationspapier zu Sustainability Reporting veröffentlicht. Über die Inhalte des Papiers sowie ĂŒber erste Ergebnisse der öffentlichen Konsultation habe ich in meinen BlogbeitrĂ€gen am 02. Oktober 2020 sowie am 05. Februar 2021 berichtet.

Konsultationspapier der IFRS Foundation zu Sustainability Reporting: Öffentliche Konsultation signalisiert Zustimmung fĂŒr VorschlĂ€ge

Im Rahmen der öffentlichen Konsultation zu einem Papier der IFRS Foundation zu Sustainability Reporting gingen 576 Stellungnahmen ein; zudem wurden weitere Outreach-AktivitĂ€ten durchgefĂŒhrt. Über dieses Papier habe ich in meinem Blogbeitrag am 02. Oktober 2020 berichtet.

Entwurf des ersten delegierten Rechtsakts zur EU-Taxonomie-Verordnung

Am 20. November 2020 hat die EuropĂ€ische Kommission den Entwurf des ersten delegierten Rechtsakts zur Taxonomie-Verordnung fĂŒr die beiden Umweltziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel vorgelegt und zur öffentlichen Konsultation gestellt. Die Taxonomie ist das neue Klassifikationssystem fĂŒr ökologisch nachhaltige WirtschaftstĂ€tigkeiten in der EU und verpflichtet bestimmte große (Mutter-)Unternehmen zu einer Erweiterung der nichtfinanziellen Berichterstattung. Ich habe ĂŒber diese neuen Berichtspflichten in meinem Blogbeitrag vom 4. August 2020 berichtet.

Öffentliche Konsultation der ESMA: Konkretisierung der nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-VO

Am 5. November 2020 hat die ESMA ein Konsultationspapier zu ihren geplanten RatschlĂ€gen an die EuropĂ€ische Kommission zur Konkretisierung der neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-VO veröffentlicht. Artikel 8 der Taxonomie-VO verpflichtet bestimmte große (Mutter-)Unternehmen anzugeben, wie und in welchem Umfang ihre TĂ€tigkeiten mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden, d.h. taxonomiekonformen WirtschaftstĂ€tigkeiten verbunden sind. Dies beinhaltet auch die Angabe von drei „grĂŒnen“ Finanzkennzahlen: der Anteil der taxonomiekonformen Umsatzerlöse sowie der Anteil der taxonomiekonformen Investitions- und Betriebsausgaben. Ich habe ĂŒber diese neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten in meinem Blogbeitrag vom 4. August 2020 zuletzt berichtet.

Weiterentwicklung der EU-Taxonomie: Die Platform on Sustainable Finance nimmt ihre Arbeit auf

Die EuropĂ€ische Kommission hat die Mitglieder der Platform on Sustainable Finance, dem Expertengremium zur Weiterentwicklung der EU-Taxonomie, bekanntgegeben. Die Taxonomie ist das neue grĂŒne Klassifikationssystem fĂŒr WirtschaftsaktivitĂ€ten in der EU. Auf der Grundlage dieses Klassifikationssystems mĂŒssen bestimmte große Unternehmen ihre TĂ€tigkeiten auf ihre ökologische Nachhaltigkeit hin beurteilen und ĂŒber das Ergebnis dieser Beurteilung in ihrer nichtfinanziellen (Konzern-)ErklĂ€rung berichten. Ich habe ĂŒber diese neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten in meinem Blogbeitrag vom 4. August 2020 zuletzt berichtet.

Die Platform on Sustainable Finance wird vier Hauptaufgaben haben:

  • Weiterentwicklung der sog. technischen Bewertungskriterien, d.h. der spezifischen Anforderungen an die ökologische Nachhaltigkeit einer WirtschaftstĂ€tigkeit,
  • Weiterentwicklung der Taxonomie zur Erfassung anderer Nachhaltigkeitsziele (insb. soziale Ziele) und zur Klassifizierung von AktivitĂ€ten, die die Umwelt erheblich schĂ€digen.
  • Beobachtung der KapitalflĂŒsse in nachhaltige Investitionen und Berichterstattung hierĂŒber,
  • Beratung der Kommission zu einer nachhaltigen Finanzpolitik.

IFRS Foundation veröffentlicht Konsultationspapier zu Sustainability Reporting – ein bedeutsamer Schritt hin zu einem globalen Standardsetter fĂŒr die nichtfinanzielle Berichterstattung?

Am 30.09.2020 hat die IFRS Foundation ein Konsultationspapier zu Sustainability Reporting (“Consultation Paper on Sustainability Reporting”) veröffentlicht. Das Papier wurde von einer Task Force entwickelt, die von den Trustees der IFRS Foundation eigens dafĂŒr eingesetzt wurde, sich mit kĂŒnftigen Entwicklungen rund um das Thema der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu beschĂ€ftigen.

Das Konsultationspapier ist im Kontext des als dringend identifizierten Bedarfs nach konsistenten und vergleichbaren Nachhaltigkeitsinformationen zu sehen. Insbesondere von Investoren und berichtenden Unternehmen sei großes Interesse an qualitativ hochwertigen Nachhaltigkeitsinformationen bekundet worden. Das Papier soll der grundsĂ€tzlichen Zielsetzung dienen, die Nachfrage nach global einheitlichen Nachhaltigkeitsstandards auszuloten und der Frage nachzugehen, inwieweit die IFRS Foundation bei der Entwicklung solcher Standards eine Rolle spielen kann.

Im Konsultationspapier sind 11 Fragen zum grundsÀtzlichen Vorgehen sowie zu den im Papier diskutierten Inhalten enthalten. Interessierte Stakeholder können diese Fragen im Rahmen der öffentlichen Konsultation beantworten. Die Frist zur Kommentierung endet am 31. Dezember 2020.

Wir halten Sie ĂŒber die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Folge 16 der PwC Accounting and Reporting Talks online

Ein neuer Beitrag unserer Webcast-Reihe „PwC Accounting and Reporting Talks“ ist online – zu einem brandaktuellen Thema, den neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten aus der EU-Taxonomie-Verordnung. Nicolette Behncke und Nina SchĂ€fer erlĂ€utern die wesentlichen Inhalte dieser neuen Angabepflichten und zeigen, welche Herausforderungen hiermit auf die Unternehmen zukommen.

Neugierig? Dann schauen Sie rein, auf unserer Homepage oder auf YouTube, wie immer nur das Wesentliche, auf den Punkt gebracht.

EU-Kommission: Fahrplan zur Konkretisierung der nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-VO

Die EU-Kommission hat einen Fahrplan zur Konkretisierung der neuen nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-VO veröffentlicht. Artikel 8 der Taxonomie-VO verpflichtet bestimmte große (Mutter-)Unternehmen anzugeben, wie und in welchem Umfang ihre TĂ€tigkeiten mit als ökologisch nachhaltig einzustufenden „grĂŒnen“ WirtschaftstĂ€tigkeiten verbunden sind. Ich habe hierĂŒber in meinem Blogbeitrag vom 18. Juni 2020 berichtet.

Ziel des nun veröffentlichten Fahrplans ist es, ein geeignetes Regelwerk fĂŒr die Unternehmen zur ErfĂŒllung der neuen Anforderungen zu entwickeln, welche die EU-Kommission bis spĂ€testens zum 1. Juni 2021 durch Erlass eines delegierten Rechtsakts nĂ€her erlĂ€utern muss.

Die Taxonomie-VO regelt bereits, dass Nicht-Finanzunternehmen den Anteil ihrer „grĂŒnen“ Umsatzerlöse und den Anteil ihrer „grĂŒnen“ Investitions- und Betriebsausgaben berichten. Die EU-Kommission prĂŒft, ob diese drei Kennzahlen weiter spezifiziert und ob fĂŒr Finanzunternehmen (insb. bestimmte große Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen) andere Kennzahlen entwickelt werden sollten. Bei der Entwicklung des die neuen Berichtspflichten konkretisierenden delegierten Rechtsakts wird die EU-Kommission u.a. weiteren Expertenrat (z.B. bei den EuropĂ€ischen Aufsichtsbehörden und der demnĂ€chst einzurichtenden Plattform fĂŒr nachhaltiges Finanzwesen) einholen und auch Erkenntnisse aus der laufenden Überarbeitung der CSR-Richtlinie berĂŒcksichtigen.

Auch wenn derzeit noch kein Entwurf fĂŒr den delegierten Rechtsakt vorliegt, kann die interessierte Öffentlichkeit bis zum 8. September 2020 Feedback zur Gesetzesinitiative der EU-Kommission geben. Die Kommission wird die eingegangenen BeitrĂ€ge in einem Bericht zusammenfassen und dabei erlĂ€utern, in welcher Weise sie berĂŒcksichtigt werden bzw. warum bestimmte VorschlĂ€ge nicht aufgegriffen werden können. Es bleibt zu hoffen, dass sich bereits aus diesem Bericht bessere Erkenntnisse ĂŒber die Ausgestaltung der neuen Berichtspflichten ergeben, da Artikel 8 der Taxonomie-VO nur wenige konkrete Vorgaben enthĂ€lt, jedoch bereits ab dem 1. Januar 2022 fĂŒr die beiden klimabezogenen Ziele der Taxonomie von den Unternehmen zu berĂŒcksichtigen ist.