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Re – Exposure Draft zum Leasing – erste Kommentierungen!

Der im Mai von IASB und FASB gemeinsam präsentierte Entwurf zur Reformierung der Leasingbilanzierung hat in den Kommentierungen, wie erwartet, hohe Wellen geschlagen. Die Kommentierungsfrist endete am 13. September. In den Stellungnahmen zeigt sich ein Meinungsspektrum, das von punktuellen Anmerkungen über Kritik an einzelnen Regelungen bis hin zu einer grundsätzlichen Ablehnung des Entwurfs reicht. Wie die Boards letztlich auf diese Kritik reagieren werden, bleibt abzuwarten.

Einen Überblick über das vorgeschlagene Konzept und praktische Auswirkungen für Leasingnehmer und -geber finden Sie in dem zweiteiligen Artikel „Neuer Standardentwurf zur Reformierung der Leasingbilanzierung nach IFRS und US-GAAP – eine schöne Bescherung?“ den wir (WP/StB Andrea Bardens, WP/StB Matthias Kroner und WP Dr. Holger Meurer) für die Zeitschrift „KoR – Zeitschrift für internationale und kapitalmarktorientierte Rechnungslegung“ verfasst haben. Der erste Teil des Beitrags erscheint heute.

Zweiter Wurf zum Versicherungsstandard: Re-Exposure Draft erschienen

Der IASB hat am 20.Juni 2013 den Re-Exposure Draft ED/2013/7 Insurance Contracts veröffentlicht (Basis for Conclusions / Illustrative Examples), der eine Überarbeitung des ursprünglich aus 2010 stammenden Entwurfs (ED/2010/8) darstellt.

Nachdem die Bilanzierung von Versicherungsverträgen unter IFRS 4 noch einen relativ großen Spielraum erlaubt, versucht der IASB mit dem neuen Standardentwurf, eine Basis für mehr Vergleichbarkeit bei der Rechnungslegung von Versicherungsverträgen zu schaffen. Im Vordergrund steht das Ziel, ein besseres Verständnis über die Art, Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von aus Versicherungsverträgen resultierenden Zahlungsströmen zu vermitteln.

Kernstück des Entwurfs ist, wie bereits im ED/2010/8, ein Bewertungsmodell mit vier Elementen: der Schätzung von Zahlungsströmen, der Diskontierung zur Abbildung des Zeitwertes des Geldes, einer Risikoanpassung, sowie der vertraglichen Servicemarge, welche den unverdienten Gewinn des Versicherers für die erbrachte Dienstleistung unter dem Versicherungsvertrag abbilden soll.
Der IASB hat eine kurze Zusammenfassung des Dokuments (Snapshot) in englischer Sprache erstellt und bittet bis zum 25. Oktober 2013 um Stellungnahmen, sowie in fünf ausgewählten Bereichen explizit um eine Kommentierung des Entwurfs durch die Anwender.

Lesen Sie hierzu auch in unserem Accounting FS Blog

Re-Exposure Draft zum Leasing

Heute, am 16. Mai 2013, hat der IASB seinen überarbeiteten Entwurf zum neuen Leasingstandard veröffentlicht, welcher zukünftig IAS 17 ersetzen soll.

Die neuen Regelungen sehen auf Leasingnehmerseite vor, dass sämtliche Leasingverhältnisse nach dem right of use-Modell bilanziell als sogenannte Nutzungsrechte mit korrespondierender Leasingverbindlichkeit erfasst werden. Die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Kapitalflussrechnung hängt dann von der Klassifizierung des Leasingverhältnisses ab.

Der eigentlichen Klassifizierung soll in Zukunft eine Unterscheidung nach Art des Leasingobjektes vorgeschaltet sein. Nach den vorgegebenen Unterscheidungsmerkmalen ist damit zu rechnen, dass Leasingverhältnisse über Leasinggegenstände, die nicht den Immobilien zuzurechnen sind, grundsätzlich als Finanzierungsvorgänge angesehen werden, während angenommen wird, dass der Finanzierungsgedanke beim Immobilienleasing nicht im Vordergrund steht. Die Grundannahmen können anhand der Laufzeit des Leasingverhältnisses und der zu zahlenden Leasingraten jedoch widerlegt werden.

Auf Leasinggeberseite ähnelt die geplante bilanzielle Abbildung der derzeitigen Vorgehensweise bei Finanzierungs- und Operating Leases nach IAS 17. Auf Grund der geänderten Klassifizierungskriterien werden jedoch insbesondere bei Leasingverhältnissen über Nicht-Immobilien in Zukunft die Leasingobjekte meist auszubuchen und das Leasingverhältnis als Verkauf mit anhängender Finanzierung darzustellen sein.

Sofern nach Ende der Laufzeit ein Restwert aus dem Leasingobjekt erwartet wird, erfolgt der Ausweis beim Leasinggeber getrennt von der Leasingforderung und ggf. unter BerĂĽcksichtigung eines erwarteten Gewinns aus diesem Restwert.

Sowohl auf Leasingnehmer – als auch auf Leasinggeberseite ergeben sich damit erhebliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Insbesondere die EinfĂĽhrung der Grundannahme zur bilanziellen Abbildung je nach Art des Leasingobjektes und die Schwellen zur Widerlegung dieser Annahme erhöhen die Komplexität.

Über den Erstanwendungszeitpunkt schweigt sich der Board bisher aus und behält sich eine Entscheidung darüber für die Beratungsphase im Anschluss an die Kommentierungsfrist vor.

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