Schlagwort: Sustainable Finance

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EU-Taxonomie: Kommission beginnt Konsultation zur Ergänzung um die Tätigkeitsfelder Gas- und Kernenergie

Die Europäische Kommission hat am 31. Dezember 2021 kurz vor Mitternacht den lange erwarteten ergänzenden delegierten Rechtsakt zur Klima-Taxonomie um die Tätigkeitsfelder Gas- und Kernenergie für einen Konsultationsprozess an die Regierungen der 27 EU-Mitgliedstaaten verschickt (Pressemitteilung der Kommission). Der Text wird voraussichtlich ab dem 7. Januar 2022 offiziell verfügbar sein, ist jedoch bereits im Internet unter folgendem Link zu finden.

Delegierter Rechtsakt zu den Klimazielen im Amtsblatt veröffentlicht – somit keine Verschiebung der erstmaligen Berichtspflichten der EU-Taxonomie

Mit Ablauf des 8. Dezember 2021 verstrich die Frist für das Europäische Parlament und den Rat der EU zur Ablehnung des von der Europäischen Kommission vorgelegten delegierten Rechtsakts zu den Klimazielen (sog. Klima-Taxonomie). Dieser Rechtsakt legt die technischen Bewertungskriterien für die beiden Klimaziele „Klimaschutz“ und „Anpassung an den Klimawandel“ fest, über die gemäß Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung von bestimmten Unternehmen zu berichten ist. Der delegierte Rechtsakt wurde bereits im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Er tritt damit nach zwanzig Tagen in Kraft, wodurch es zu keiner Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkt der Berichterstattung nach der Taxonomie-Verordnung kommen wird. Somit haben Unternehmen im Anwendungsbereich bereits ihre im Jahr 2022 zu veröffentlichende nichtfinanzielle Berichterstattung um die jeweils einschlägigen Kennzahlen zu ergänzen.

Erste Vorschläge für technische Bewertungskriterien zu den verbleibenden Umweltzielen der EU-Taxonomie veröffentlicht

Die Platform on Sustainable Finance (PSF) hat am 3. August 2021 einen ersten Entwurf für technische Bewertungskriterien („technical screening criteria“) zu den verbleibenden Umweltzielen der EU-Taxonomie veröffentlicht. Dabei handelt es sich um:

  • die nachhaltige Nutzung und den Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;
  • den Ăśbergang zu einer Kreislaufwirtschaft,
  • die Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung und
  • den Schutz und die Wiederherstellung der Biodiversität und Ă–kosysteme.

Delegated Act zu Art. 8 EU Taxonomie fĂĽr Finanzunternehmen von der EU Kommission verabschiedet

Am 6. Juli 2021 hat die Kommission den delegierten Rechtsakt zu Artikel 8 der EU Taxonomie (C(2021) 4987 final) verabschiedet, der die von Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen offenzulegenden Informationen zur Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeiten enthält. Der delegierte Rechtsakt wird nun im Rahmen des Mitgesetzgebungsverfahrens dem Europäischen Parlament und dem Rat für einen viermonatigen Zeitraum, der einmal um zwei Monate verlängert werden kann, zur Prüfung vorgelegt.

Festgelegt wird, welche Informationen ĂĽber den der EU-Taxonomie entsprechenden Anteil der Geschäfts- oder Investitionstätigkeit groĂźe Finanz- und Nicht-Finanzunternehmen nach welcher Methodik in welcher Form offenzulegen haben. Ich konzentriere mich in meinem Blogbeitrag auf Finanzunternehmen ĂĽber die Neuerungen fĂĽr Nicht-Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Bernd Kliem.

Delegierter Rechtsakt zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten für Nicht-Finanzunternehmen veröffentlicht

Der finale delegierte Rechtsakt zu den neuen Berichtspflichten nach Art. 8 der Taxonomie-Verordnung wurde letzte Woche von der Europäischen Kommission veröffentlicht. Dieser Rechtsakt komplementiert die Vorgaben, die zur Konkretisierung der Berichtspflichten von den betroffenen Unternehmen benötigt werden. Ich konzentriere mich nachfolgend auf die Unternehmen der Realwirtschaft (sog. Nicht-Finanzunternehmen), über die Neuerungen für Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Peter Flick.

Entwurf des delegierten Rechtsakts zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten verspricht Finanzunternehmen Erleichterungen fĂĽr das erste Berichtsjahr

Am 7. Mai 2021 veröffentlichte die Europäische Kommission den Entwurf fĂĽr den delegierten Rechtsakt zur Konkretisierung der Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung sowie ergänzende FAQs). Der Entwurf konkretisiert die Pflichten zur Offenlegung fĂĽr Finanzunternehmen (“financial undertakings”) im Sinne der Verordnung, d. h. fĂĽr Kreditinstitute, Vermögensverwalter, Wertpapierfirmen, Versicherungs- und RĂĽckversicherungsunternehmen.

Die Transparenzpflichten des Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 enthalten keine Vorgaben zu den Angabepflichten für wesentliche Leistungsindikatoren von Finanzunternehmen. Der vorliegende Entwurf ergänzt daher Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 und legt die für Finanzunternehmen offenzulegenden Informationen fest.

Entwurf des delegierten Rechtsakts zur Konkretisierung der Taxonomie-Berichtspflichten verspricht Unternehmen der Realwirtschaft Erleichterungen fĂĽr das erste Berichtsjahr

Am Freitag, den 7. Mai 2021 veröffentlichte die Europäische Kommission den Entwurf für den delegierten Rechtsakt zur Konkretisierung der Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung (einen kurzen Einstieg in das Thema vermittelte ich in meinem Beitrag vom 18. Juni 2020) sowie ergänzende FAQs. Der Entwurf enthält Hinweise zur Umsetzung der geforderten Angaben für Unternehmen der Realwirtschaft, Asset Manager, Kreditinstitute sowie Versicherungsunternehmen. Ich konzentriere mich nachfolgend auf die Unternehmen der Realwirtschaft, über die Neuerungen für Finanzunternehmen informiert Sie mein Kollege Peter Flick.

IDW Knowledge Paper zu Green Bonds

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von grünen Finanzinstrumenten, sog. Green Bonds, für die Finanzmärkte wie auch für die nachhaltige Transformation der Wirtschaft stellt das IDW aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen rund um die Emission von Green Bonds dar. Zu den Herausforderungen gehören insb. die Heterogenität der unterschiedlichen Green Bond Standards sowie der Umstand, dass auch externe Verifizierungen dieser Emissionen keinem einheitlichen Standard folgen.

Europäische Aufsichtsbehörden veröffentlichen finale Empfehlungen zu den Berichtspflichten der Taxonomie-Verordnung

Am 1. März 2021 haben die drei europäischen Aufsichtsbehörden ESMA (für Unternehmen der Realwirtschaft und Asset Manager), EBA (für Kreditinstitute) und EIOPA (für Versicherungsunternehmen) ihre finalen Empfehlungen an die Europäische Kommission zur Konkretisierung der nichtfinanziellen Berichtspflichten nach Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung veröffentlicht. Diesen Empfehlungen waren entsprechende Entwürfe und im Fall der ESMA auch eine öffentliche Konsultation vorausgegangen, über die ich in meinem Blogbeitrag vom 9. November 2020 berichtet habe.