Fortführung der Beratungen zu neuen Makro Hedging-Regelungen

Das IASB hat am 17. Juli 2012 seine Beratungen zur Entwicklung neuer Macro Hedge Accounting-Regelungen fortgesetzt und sich dabei mit einem weiteren Risikomanagement-Ansatz aus der Bankenpraxis auseinander gesetzt. Es wurden keine (vorläufigen) Entscheidungen getroffen.

Die bisher geführten Diskussionen basierten auf der Annahme, dass sämtliche finanzielle Vermögenswerte durch finanzielle Verbindlichkeiten refinanziert werden. Die verbleibende fest-verzinsliche Nettoposition wird dann vollständig mittels Zinsswaps in eine variabel verzinsliche Nettoposition gedreht. Im Zins-Risikomanagement gibt es jedoch auch den Ansatz, das Eigenkapital als eine festverzinsliche finanzielle Verbindlichkeit anzusehen, um damit eine bestimmte Eigenkapitalrendite zu erreichen. Diese Methode wird in der Praxis als„Equity Model Book“ bezeichnet.

Das IASB hat in der Sitzung diskutiert, ob und falls ja, wie dieses Equity Model Book in das Macro Hedge Accounting einbezogen werden soll. Die Vorteile wären, dass damit das interne Zins-Risikomanagement auch in der Finanzberichterstattung abgebildet werden könnte. Nachteile sah das Board insbesondere beim möglichen Widerspruch zum „Conceptual Framework“ zur Bewertung des Eigenkapitals sowie in der Frage, ob eine Absicherung der Eigenkapitalrendite ggf. über die Ziele des Hedge Accounting hinausgehen würden. Bei der Entscheidung, ob das Equity Model Book in das Diskussion Paper zu Macro Hedging einbezogen wird, sollen die Transparenzaspekte und die Entscheidungsnützlichkeit der Informationen für die externe Bilanzadressaten abgewogen werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

/* */