IASB trifft erste Entscheidungen zum finalen Standard „Insurance Contracts“

Das IASB hat die erhaltenen comment letter zum Re-ED/2013/7 ausgewertet und die inhaltliche Diskussion zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS in seiner Sitzung am 18. März 2014 wieder aufgenommen.

In diesem Meeting wurden zwei der fünf wesentlichen Diskussionspunkte des Re-ED diskutiert und hierzu vorläufige Entscheidungen getroffen.

  • Zum einen hat das IASB beschlossen, dass die Servicemarge nicht nur für Änderungen von Zahlungsströmen für künftigen Versicherungsschutz angepasst werden soll. Zukünftig soll auch eine Anpassung für Änderungen in der Risikomarge für künftigen Versicherungsschutz vorgesehen werden.
  • Zum anderen wurde entschieden, dass Versicherungsunternehmen künftig auf Portfolioebene ein Wahlrecht erhalten, nachdem Effekte aus Änderungen in den Diskontierungsraten entweder erfolgsneutral im OCI oder erfolgswirksam in der P&L gezeigt werden können. Zugleich sollen umfangreiche Anhangangaben verpflichtend werden, damit die Nutzer den ausgewiesenen Zinsaufwand verstehen können und somit die Vergleichbarkeit der Abschlüsse nicht beeinträchtigt wird.

Zuvor hatte das FASB in seiner Sitzung am 19. Februar 2014 bereits den Scope seines Projekts zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen geändert. Das FASB beabsichtigt, nur ausgewählte Verbesserungen zur Bilanzierung von lang laufenden Verträgen zu beschließen. Die Bilanzierung von kurzlaufenden Verträgen soll unverändert bleiben und nur durch Anhangangaben ergänzt werden. Damit hat sich das FASB de facto von einer Konvergenz mit dem IASB verabschiedet.

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