Impairment Phase II – Juli 2011 IASB/FASB Board Meeting

Neue Wendung im Impairment Projekt

IASB Agenda Paper 7a/7b – FASB Agenda reference 100/101 fĂĽr das IASB/FASB Meeting am 20. Juli 2011.

Transfers between buckets / Bucket 1 Measurement

Das IASB und FASB werden am 20. Juli die Phase II Impairment weiter diskutieren. Der im Juni-Meeting vorgestellte 3 Bucket Approach soll in Bezug auf die Abgrenzung der Buckets (IASB Agenda Paper 7a) sowie der Risikovorsorgeermittlung in Bucket 1 (IASB Agenda Paper 7b) doch noch einmal eine andere Richtung bekommen.

Transfers between buckets

In dem Paper werden verschiedene Möglichkeiten der Zuordnung von Krediten zu den einzelnen Buckets diskutiert. Die grundsätzliche Zielsetzung einer Bucket-Zuordnung in Bezug auf den Grad der Verschlechterung der Kreditqualität (phases of credit deterioration) wird weiter verfolgt. Jedoch soll eine Zuordnung auf Grundlage von Events, die auf eine Verschlechterung des Kreditrisikos hindeuten, verworfen werden (Approach 1). Stattdessen soll sich die Zuordnung stärker dem Kreditrisikomanagement von Unternehmen annähern (Approach 2a und 2b).

Approach 2a sieht vor, die Bucket Zuordnung anhand der absoluten Kreditqualität (absolute credit risk model) vorzunehmen. In Bucket 1 wären demnach Kredite mit der höchsten Kreditqualität zuzuordnen, während in Bucket 3 Kredite mit der schlechtesten Kreditqualität zuzuordnen wären. Für die Umsetzung dieses Vorgehens wäre z.B. ein Mapping von unternehmensinternen Ratingklassen auf die Buckets möglich. Die Wanderung eines Kredits durch die Ratingklassen würde insofern als Wanderung durch die Buckets nachvollzogen (unter Berücksichtigung, dass idR. bei Banken mehr Ratingklasse existieren als die vorgesehenen 3 Buckets). Neu ausgegebene oder gekaufte Kredite könnten direkt Bucket 2 oder 3 zugeordnet werden.

Approach 2b sieht vor, die Bucket Zuordnung anhand der relativen Kreditqualität (relative credit risk model) vorzunehmen. Nach diesem Ansatz würden neu ausgegebene und gekaufte Kredite zunächst dem Bucket 1 zugeordnet und erst bei gestiegenem Kreditrisikos in Bucket 2 oder 3 übertragen werden. Der Staff schlägt vor, dass die Aufnahme auf eine Watchlist in diesem Zusammenhang als Indikator für eine Zuordnung zu Bucket 2 dienen könnte.

Der IASB/FASB Staff möchte sich im Board Meeting die Zustimmung geben lassen, die Abgrenzung der Buckets stärker am Risikomanagement auszurichten. Zudem wird das Board gefragt, ob neu ausgegebene Kredite immer Bucket 1 zugeordnet werden sollen, oder ggf. auch direkt dem Bucket 2 oder 3 (implizit also eine Frage bezüglich der Präferenz zwischen Approach 2a oder 2b).

Bucket 1 Measurement

In dem Paper werden verschiedene Möglichkeiten der Risikovorsorgeermittlung in Bucket 1 diskutiert.

  1. Risikovorsorge in Höhe des 12 Monats expected loss
  2. Risikovorsorge in Höhe des 24 Monats expected loss
  3. Risikovorsorge anhand einer rollierenden loss rate (als Vereinfachung der im Juni Meeting diskutierten Alternative C)
  4. Risikovorsorge anhand des expected losses für die verbleibende Restlaufzeit von Krediten, die erwartungsgemäß in den nächsten 12 Monaten den Buckets 2 oder 3 zuzuordnen sind, zuzüglich der Veränderungen in der Kreditqualität der restlichen Kredite in Bucket 1 (als Vereinfachung der im Juni Meeting diskutierten Alternative C).

Darüber hinaus werden zwei Alternativen für die Ermittlung einer loss rate diskutiert. Die erste Alternative beschreibt eine loss rate als Schätzung in Bezug auf die Ausfälle in den nächsten 12 Monaten (annual loss rate). Die zweite Alternative versteht eine loss rate als Verhältnis des lifetime expected losses und der Restlaufzeit (annualised loss rate).

Im Staff Paper wird eine möglichst einfache Ermittlungsmethode für die Risikovorsorge in Bucket 1 präferiert (12 Monats oder 24 Monats expected loss). Zudem wird die Ermittlung einer annual loss rate bevorzugt.

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