Kategorie: Aktuelles

Bleiben Sie auf dem laufenden - der Aktuelles RSS-Feed

Softwarelösungen für die neue Leasingbilanzierung (IFRS 16)

PwC bietet ein Webinar zum Thema „Softwarelösungen für die neue Leasingbilanzierung (IFRS 16)“ an zwei unterschiedlichen Terminen an.

Im Rahmen des Webinars werden die prozessualen Herausforderungen des neuen Leasingstandards IFRS 16 vorgestellt und gezeigt, wie mithilfe von geeigneten Softwarelösungen die Leasingverhältnisse effizient bilanziert werden können.

Das Webinar findet an folgenden Terminen statt:

  • Freitag 1. Dezember 2017 von 10:00 bis 10:45 Uhr
  • Freitag 23. Februar 2018 von 10:00 bis 10:45 Uhr

Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

ECB Guidance on non-performing loans

Addendum: Prudential provisioning backstops for non-performing loans (NPL)

Die EZB hat Anfang Oktober eine Ergänzung der NPL Guidance zur Konsultation gestellt.

  • Die Ergänzung der NPL Guidance umfasst quantitative aufsichtliche Mindestanforderungen an die Risikovorsorge von non-performing exposures (NPE) („prudential provisioning backstop“). Diese sind abhängig von der Dauer der Klassifizierung als NPE und von der Besicherung der Forderungen.
  • Ziel: Vermeidung eines übermäßigen Aufbaus von aus prudentieller Sicht nicht ausreichend bevorsorgten NPEs. Eine Überlagerung von Bilanzierungsvorgaben zur Risikovorsorge oder anderen aufsichtsrechtlichen Regelungen soll jedoch nicht stattfinden.
  • Anwendungsbereich: Alle Banken, die unter der direkten Aufsicht der EZB stehen, ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung, zumindest für alle ab 1. Januar 2018 als NPE klassifizierten Instrumente.
  • In der Guidance ist vorgesehen, dass prudentiell nach zwei Jahren 100% des unbesicherten Exposure durch Risikovorsorge abgedeckt sind, und nach sieben Jahren zusätzlich 100% des besicherten Anteils.
  • Sofern sich, unter Berücksichtigung der Risikovorsorge nach den Vorgaben der Rechnungslegung eines aufsichtsrechtlichen Expected Loss (EL) Shortfall und CET1 Abzügen von den Eigenmitteln nach dem Ermessen der Bank eine Differenz zu den vorgelegten Mindestanforderungen ergibt, empfiehlt die EZB den Banken die Lücke durch
    (a) Berücksichtigung der nach den Rechnungslegungsvorschriften maximal möglichen Risikovorsorge und
    (b) die Anpassung des harten Kernkapitals unter Anwendung des Artikel 3 CRR
    zu schließen.
  • Gemäß dem „Comply or Explain“-Ansatz erfolgt einmal im Jahr eine Überprüfung der sachgerechten Umsetzung; ggf. werden aufsichtliche Maßnahmen ergriffen.

Die Konsultationsfrist läuft bis zum 8. Dezember 2017 mit einer öffentlichen Anhörung am 30. November 2017. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der EZB.

IFRS für Banken – die 6. Auflage ist da

Das Praxishandbuch „IFRS für Banken“ ist jetzt in der 6. Auflage im Bank-Verlag erschienen.

 

Im Mittelpunkt des branchenbezogenen Handbuchs stehen unverändert die Vorschriften zur Erfassung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Kommentierung erfolgt erstmals unter Zugrundelegung der neuen Vorschriften des IFRS 9.

Darüber hinaus erfolgt, wie in den Vorauflagen bewährt, eine postenbezogene Darstellung und Kommentierung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kreditinstitute. Wegen der zahlreichen neuen Standards wurden diese Kapitel gegenüber der vorangegangenen Auflage vollständig überarbeitet. Dies gilt auch für die Vorschriften zur Konsolidierung (IFRS 10 bis IFRS 12) und zur Umsatzrealisierung (IFRS 15).

Die weiteren Kapitel umfassen die Darstellung der Rahmenbedingungen der internationalen Rechnungslegung und einen Überblick über die neuen Bilanzierungsvorschriften für Leasingverträge (IFRS 16) und Versicherungsverträge (IFRS 17).
Zahlreiche Abbildungen und Beispiele erleichtern die Lesbarkeit und erhöhen den Praxisbezug.

Das Buch (3.326 Seiten, 2 Bände im Schuber) kann zum Preis von 98 EUR beim Bank-Verlag bestellt werden.

 

 

RPA – kleine Programme ganz groß

Robotics Process Automation als Startpunkt der digitalen Transformation im Accounting

Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet stetig voran und so stellt sich inzwischen nicht mehr die Frage, ob ein Unternehmen diesen Weg beschreitet, sondern wann und wie es ihn beschreitet. Digitalisierung betrifft jeden Unternehmensbereich und so auch das Accounting. Grundlage für Technologien wie z.B. Artificial Intelligence, Blockchain oder Advanced & Predictive Analytics sind Daten und Prozesse in digitaler Form. Doch wie passt dies zu einer oftmals historisch gewachsenen und zerklüfteten Systemlandschaft einer Bank – und dort speziell im Accounting? Genau hier kann Ihnen Robotics Process Automation helfen.

Robotics Process Automation kann für Sie die Initialzündung und der Ausgangspunkt der digitalen Transformation des Accountings sein oder der nächste konsequente Schritt in einem bereits fortgeschrittenen Digitalisierungsprozess.

Was Robotics Process Automation ist, welche Vorteile es Ihnen bietet und wie es Ihnen bei der digitalen Transformation im Accounting helfen kann, erfahren Sie in der gleichnamigen Broschüre, die Sie kostenlos über den PwC-Publikationsservice bestellen können. Sprechen Sie uns an.

 

GPPC: Risiko wesentlicher Fehldarstellungen aus Schätzungen der erwarteten Kreditverluste

Die Implementierung und Anwendung von Expected Credit Loss-Modellen stellt eine der größten Herausforderungen für Banken bei der Umsetzung der IFRS-9-Anforderungen dar.

Das Global Public Policy Committee (GPPC) – ein Netzwerk der weltweit sechs größten Wirtschaftsprüfungsinstitute – nahm dies in ihrer kürzlich veröffentlichten Publikation zum Anlass, um Banken für dieses Thema zu sensibilisieren sowie einen hohen Qualitätsstandard bei der Bilanzierung erwarteter Kreditverluste zu fördern. Die Publikation „The Auditor’s Response to the Risks of Material Misstatement Posed by Estimates of Expected Credit Losses under IFRS 9“  bildet die zweite Veröffentlichung des GPPC zum Thema Wertminderungsvorschriften unter IFRS 9 und richtet sich primär an Prüfungsausschüsse systemrelevanter Banken (systemically important banks, „SIBs“).

Die Publikation umfasst insgesamt sieben Themenblöcke sowie eine Liste wesentlicher Key Questions, die als Leitfaden bzw. Diskussionsgrundlage bei der Beurteilung von erwarteten Kreditverlusten herangezogen werden kann.

Die vollständige Fassung sowie eine kurze Zusammenfassung der Publikation des GPPC finden Sie auf PwC Inform.

Übernahme der finalen FinRep-Tabellen für IFRS 9 durch EU Kommission

Am 29.06.2017 hat die Europäische Kommission die finalen FinRep-Tabellen für IFRS 9 übernommen. Die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt ist noch ausstehend.

Die erstmalige Meldung der IFRS 9 Templates hat zum 31. März 2018 zu erfolgen. Die Tabellen bleiben unverändert zu jenen aus dem finalen Entwurf der EBA vom November 2016 (s. meinen Beitrag vom 1. Dezember 2016).

Die offiziellen Tabellen finden Sie hier auf der Seite der EBA.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

IFRS 17 Versicherungsverträge – IASB veröffentlicht finalen Standard

Das IASB hat am 18. Mai 2017 den neuen Rechnungslegungsstandard für Versicherungsverträge – IFRS 17 Insurance Contracts – veröffentlicht. Der Standard beinhaltet Vorschriften zur bilanziellen Abbildung von Versicherungsverträgen im IFRS-Abschluss. IFRS 17 ist auf die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Er ersetzt die Vorschriften des IFRS 4 Insurance Contracts.

Mit der Veröffentlichung der finalen Fassung des IFRS 17 Insurance Contracts endet ein jahrzehntelanges Projekt zur Entwicklung eines einheitlichen Standards für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen. IFRS 17 enthält nunmehr konsistente Bilanzierungsprinzipien für Versicherungsverträge, die für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von Abschlüssen innerhalb der Versicherungsbranche sowie industrieübergreifend (z.B. im Vergleich mit Abschlüssen von Banken) sorgen sollen. Der Schwerpunkt der Neuregelung liegt auf der Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellung (und Vermögenswerte), der periodengerechten Erfassung von Umsatzerlösen aus Versicherungsverträgen sowie der umfassenden Berichterstattung im Anhang.

Der Anwendungsbereich des IFRS 17 umfasst begebene Versicherungsverträge (insurance contracts issued) sowie aktive und passive Rückversicherungsverträge. Zudem fallen Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung (investment contracts with a discretionary participation feature) in den Anwendungsbereich des IFRS 17, sofern das bilanzierende Unternehmen auch Versicherungsverträge begibt.

Eine vorzeitige Anwendung des IFRS 17 ist nur bei gleichzeitiger Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 zulässig und hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen. IFRS 17 geht nun in das EU-Endorsement-Verfahren ein, die EFRAG-Stellungnahme wird in Q3 2018 erwartet. Vor dem Hintergrund der Komplexität des neuen Standards und des vergleichsweise kurzen Implementierungshorizonts, steht die Versicherungsbranche vor einem straffen Implementierungsprogramm.

Noch mehr Informationen finden Sie in unserer Insurance App und PwC-Rechercheapplikation PwCPlus. Wie Sie PwCPlus nutzen können, erfahren Sie hier.

IASB veröffentlicht ED zur Anpassung von IFRS 9 hinsichtlich negativer Vorfälligkeitsentschädigungen

Nach der Ankündigung im Januar [siehe Blog-Beitrag vom 24. Januar 2017] hat sich das IASB entschlossen, IFRS 9 bzgl. der Klassifizierung von Finanzinstrumenten mit vertraglich vereinbarten Vorfälligkeitsentschädigungen anzupassen. Nach der bisherigen Regelung des IFRS 9 konnten Finanzinstrumente mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung nur dann zu fortgeführten Anschaffungskosten (oder FVOCI) bilanziert werden, wenn derjenige, der von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht, eine angemessene Entschädigung entrichten muss.

Mit dem am 21. April 2017 veröffentlichten Änderungsentwurf des IASB (ED/2017/3) stimmte das IASB den Schlussfolgerungen des Interpretations Committee betreffend negativer Vorfälligkeitsentschädigungen („Prepayment Features with Negative Compensation“) zu. Dies bedeutet, dass auch im Falle einer Kündigung und einer dadurch verursachten Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vom Gläubiger an den Schuldner eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten (oder FVOCI) möglich ist. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der beizulegende Zeitwert des Kündigungsrechts beim erstmaligen Ansatz des finanziellen Vermögenswerts unwesentlich ist.

Die Änderung soll zeitgleich mit dem Inkrafttreten des IFRS 9 am 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden sein. Die Kommentierungsfrist des Exposure Drafts endet am 24. Mai 2017.

Weitere Informationen finden Sie hier auf der Seite des IASB.

EBA-Meinung zu den Übergangsvorschriften aufgrund von IFRS 9

EBA äußert ihre Meinung zu den Übergangsvorschriften und der Zuordnung der Risikovorsorge zu SCRA oder GCRA aufgrund der Einführung von IFRS 9

Am 22. November 2016 hat die EU der Implementierung von IFRS 9 und damit der Ablösung von IAS 39 zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten zugestimmt. Für die Bewertung von Krediten ist damit auch der Wechsel vom sogenannten „incurred loss“ model zum „expected credit loss“ model (ECL) verbunden. Allerdings besteht die Sorge, dass dieser Wechsel bei der erstmaligen Einführung von IFRS 9 ab Januar 2018 zu ungewollten negativen Auswirkungen auf die Eigenkapitalquoten und damit letztlich auf die Fähigkeit der Banken zur Kreditvergabe führen könnte.

Deshalb hat die European Banking Authority (EBA) am 6. März 2017 ihre Position zu einer möglichen Übergangsvorschrift zur Berücksichtigung der Risikovorsorge nach IFRS 9 in den ersten Jahren nach der Erstanwendung veröffentlicht. Sie nimmt darin unter anderem zu den Vorschlägen der EU Kommission zum Phase-in von IFRS 9 Effekten im Rahmen der aktuellen CRR II Konsultation Stellung. Dabei betont die EBA, dass sie einen statischen Ansatz zur Verteilung des Effektes bevorzugt, da dieser einfacher nachzuvollziehen und umzusetzen ist. Bei einer Umsetzung eines dynamischen Ansatzes, wie ihn die EU Kommission in der CRR II vorschlägt, müssten stringente Anforderungen an die Offenlegung definiert werden, um eine harmonisierte Implementierung und Transparenz sicherzustellen.

Des Weiteren ist die EBA der Meinung, dass der Effekt auf die Risikovorsorge nach IFRS 9 nicht voll neutralisiert werden sollte, wie es aktuell der Entwurf der CRR II vorschlägt. Die EBA empfindet außerdem eine Verteilung des Erstanwendungseffektes über vier Jahre ab Januar 2018 als angemessen, wohingegen fünf Jahre vorgeschlagen wurden.

Laut EBA sollte die Anwendung der Übergangsregelung verpflichtend (baseline regulatory requirement) sein, um eine einheitliche Handhabung zu gewährleisten. Instituten sei es jedoch erlaubt, ihren Erstanwendungseffekt zum 01.01.2018 voll im Eigenkapital zu berücksichtigen. Eine nachträgliche Anwendung der Übergangsregelungen sollte nicht möglich sein. Die Entscheidung zur Nutzung der Übergangsregelung ist offen zu legen.

Die EBA hat in dieser Veröffentlichung außerdem ihre Meinung zur Zuordnung der Risikovorsorge nach IFRS 9 beschrieben. Die Risikovorsorge sollte laut EBA den SCRA zugeordnet werden, da die Risikovorsorge auf bestimmte Einzelgeschäfte zurückzuführen ist.