Kategorie: Aktuelles

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IASB Meeting zum Hedge Accounting (2. Juni)

Vom 31. Mai bis 2. Juni findet wieder ein IASB / FASB Meeting statt.

Zum Hedge Accounting sind auf der IASB-Webseite hierzu drei Agenda-Papiere (8, 9 und 11) verfĂĽgbar.

Agenda Item 8: Rebalancing

Thema des Agenda-Punkts ist die Anpassung der Hedge-Ratio zur Minimierung der Ineffektivität (Rebalancing). Nach dem Vorschlag soll das Rebalancing nur noch zulässig sein, wenn die Hedge-Ratio im Risikomanagement angepasst wird, Für eine vom Risikomanagement abweichende Hedge-Ratio für Hedge Accounting müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die Möglichkeit des "Proactive Rebalancing" soll gestrichen werden (Staff proposal Tz. 56 und 57).

Agenda Item 9: (no) voluntary discontinuation of hedge accounting – clarification

Diskutiert wird die Frage, ob Hedge Accounting freiwillig beendet werden darf. Der Staff-Vorschlag fordert hier klare Regelungen fĂĽr den Zusammenhang zwischen Risikomanagementzielen und -strategie sowie Anleitungen fĂĽr die Bilanzierung von Dynamic Hedges und Natural Hedges (Staff ProposalTz 57).

Agenda Item 11: Hedging a forecast purchase of an equity instrument (numerical example)

Der Agenda-Vorschlag enthält ein ausführliches Beispiel zur Absicherung eines geplanten Kaufs eines Eigenkapitalinstruments.

Podcast zum Projektstand IFRS 4

In einem Podcast vom 23. Mai 2011 stellt Warren McGregor, Mitglied des IASB, die aktuellen Entwicklungen in der Entwicklung eines Standards für Versicherungsverträge vor.

Insbesondere werden die aktuellen Entscheidungen zur Risikomarge, zum Unbundling sowie zur Abbildung der erfolgsabhängigen Überschussbeteiligung präsentiert und erläutert.

Auf dem nächsten gemeinsamen Meeting des IASB und FASB am 31. Mai und 1. Juni werden die Diskussionen zu IFRS 4 fortgeführt. Zum Podcast geht es hier.

Live Webcast des IASB

Zum Stand der Phase II (Impairment) und der Phase III (Hedge Accounting) des Financial Instrument-Projekts hat das IASB heute einen Webcast abgehalten.

Folgende Neuigkeiten haben sich ergeben:

Impairment

Bisher haben sich in den Diskussionen zu den Impairment-Entwürfen zwei Ansätze zur Berücksichtigung der erwarteten Ausfälle im Good Book herausgebildet: der IASB-Ansatz (Time proportionate amount: zeitanteilige Erfassung der Ausfallerwartung über die Gesamtlaufzeit) und der FASB-Ansatz (Floor: volle erfolgswirksame Erfassung des erwarteten Verlusts in der vorhersehbaren Zukunft).

Der im Januar veröffentlichte gemeinsame Entwurf von IASB und FASB (supplement) sieht für das Good Book den Ansatz des höheren dieser beiden Beträge vor. Das Feedback der Praktiker zeigt, dass dieses Model zu komplex und das Ergebnis schwer verständlich ist.

Gefordert wird zudem eine Klarstellung bezĂĽglich der Abgrenzung zwischen Good Book und Bad Book und der Definition der vorhersehbaren Zukunft.

Zur weiteren Vorgehensweise wurden dem Board vier alternative Ansätze vorgestellt, wobei sich das Board für die vierte Alternative entschieden hat:

 

  1. Good Book mit zeitanteiliger Verteilung der Ausfallerwartung über die Restlaufzeit ohne Berücksichtigung eines zusätzlichen Floor (IASB-Ansatz)
  2. Sofortige BerĂĽcksichtigung der erwarteten Verluste der vorhersehbaren Zukunft (FASB-Ansatz)
  3. Fertigstellung des Projekts auf Basis des Ansatzes im supplement unter BerĂĽcksichtigung des erhaltenen Feedback
  4. Entwicklung einer Variation aus den bisherigen Vorschläge unter Berücksichtigung des Feedback zu den bisherigen Entwürfen (Exposure Draft und supplement).

Es wurde eine Sub-Group aus IASB und FASB-Mitgliedern gebildet, die ein Impairment-Modell basierend auf der 4. Alternative entwickeln und dieses im Juni-Meeting des Board vorstellen soll.

Wie geht es weiter?

In Abhängigkeit des Umfangs der Änderungen im Vergleich zu den ursprünglichen Entwürfen wird entschieden, ob ein erneuter Entwurf (Re-Exposure Draft) veröffentlicht wird.

 

Hedge Accounting

Das Feedback zum Entwurf zeigt, dass die Praxis zufrieden ist mit der Annäherung an das Risikomanagement und der Abschaffung der starren Effektivitätsgrenzen des IAS 39. Das Board hat auf Feedback zum Entwurf reagiert und die folgenden Änderungen gegenüber dem Entwurf vorläufig beschlossen:

  • So dĂĽrfen Eigenkapitalinstrumente, deren Fair Value-Ă„nderungen im OCI erfasst werden, nunmehr fĂĽr Hedge Accounting genutzt werden.
  • Die Absicherung einer Layer-Komponente bestehend aus Finanzinstrumenten mit KĂĽndigungsrechten soll jetzt zulässig sein, soweit das KĂĽndigungsrecht bei der Bewertung des Grundgeschäfts berĂĽcksichtigt wird.
  • Das bisher in der Bilanz gesondert auszuweisende Line Item fĂĽr das Hedge Adjustment ist nicht mehr erforderlich und soll durch eine Angabe in den Notes ersetzt werden.

Klargestellt wurde in diesem Zusammenhang, dass Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option genutzt und die Änderungen des eigenen Kreditrisikos im OCI erfasst werden, nicht im Hedge Accounting genutzt werden können.

Die Absicherung von Sub-LIBOR Risiken im Hedge Accounting wird weiterhin abgelehnt.

Zu den Anforderungen an den Effektivitätstest fasste das IASB zusammen, dass eine ökonomische Beziehung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bestehen muss, das Grundgeschäft nicht wesentlich dem Kreditrisiko unterliegt und die Hedge Ratio nicht willkürlich oder ergebnisorientiert gewählt werden darf.

Der finale Standard zu den grundlegenden Vorschriften des Hedge Accounting soll im 2. Halbjahr 2011 verabschiedet werden. Eine Veröffentlichung des Entwurfs zum Makro Hedging ist für das 4. Quartal 2011 vorgesehen.

IASB/FASB Weichenstellung zur Leasingbilanzierung

In ihrem letzten Meeting haben IASB und FASB die Weichen fĂĽr den neuen Leasingstandard nochmals umgestellt. Der lange diskutierte duale Ansatz und damit die Einstufung als „other than finance lease“ scheint nun vom Tisch zu sein. Ziel ist eine einheitliche Behandlung der Leasinggeschäfte in der GuV.

Damit kommt man wieder auf den Stand des Entwurfs zur Leasing-Bilanzierung zurück. Bei der geplanten Erleichterung für kurzfristige Verträge hat sich die Diskussion dahin entwickelt, dass hier die Wesentlichkeit ausschlaggebend sein soll für die Frage der Erfassung der Leasinggeschäfte in der Bilanz. Angesichts solcher Veränderungen werden die Zweifel an einem baldigen Abschluss des Reformprojektes wieder größer.

Zu weiteren Einzelheiten lesen Sie auch den Eintrag in unserem Real Estate Blog: https://blogs.pwc.de/real-estate/accounting/leasing-man-kommt-sich-vor-wie-in-der-achterbahn/48/

IASB Board Meeting diese Woche

Letzten Monat haben das IASB und das FASB verkĂĽndet, dass der angestrebte Termin zur Fertigstellung ihrer wichtigen Projekte (revenue, leases, financial instruments und insurance contracts) auf Ende des Jahres 2011 verschoben wird. Dies erfolgte insbesondere vor dem Hintergrund der zahlreichen Feedbacks zu den einzelnen Projekten. Diese Woche findet ein IASB Board Meeting statt, wo die weitere Vorgehensweise fĂĽr die einzelnen Standards besprochen wird. Im einzelnen:

Offsetting Financial Assets and Liabilities

Das IASB hatte im Januar 2011 einen Entwurf eines Standards veröffentlicht, der die bisherigen Regelungen in IAS 32 ersetzen soll. Die ausgewerteten Comment Letter zu diesem Entwurf werden diese Woche dem Board vorgestellt. Kritisch gesehen wurde der Entwurf von den Anwendern vor allem bei der Bilanzierung von Derivaten und der Berücksichtigung von Sicherheitsleistungen. Das Board hat daher eine Abstimmung auf der Agenda, ob der Entwurf so weiter umgesetzt werden soll oder andere Ansätze zur Verrechnung zumindest bei der Bilanzierung von Derivaten betrachtet werden sollen.

Impairment

Auf der Grundlage der eingegangen Comment Letter zum Entwurf des Standards wurde eine Auswertung erstellt, aus der sich vier alternative Ansätze für das Projekt identifizieren lassen und über die im Rahmen des Meeting abgestimmt werden soll. Zur Diskussion steht der IASB-Ansatz (timeproportional approach for a good book, full lifetime expected losses for a bad book), der FASB-Ansatz (losses expected to occur in the foreseeable future), der Ansatz aus dem geänderten Entwurf zum impairment oder eine Kombination aus den bisherigen Vorschlägen.

Leases

Auf dem letzten Board Meeting wurde entschieden, dass für die Bilanzierung beim Leasingnehmer und Leasinggeber zwei Ansätze gelten sollen: Die Bilanzierung als Finance Lease oder als Other-than-finance (OTF) Lease. Agendapunkte sind hier die Ausarbeitung der Unterscheidungsmerkmale bzw. des Fair Value-Indikators, der dann zu einem Finance Lease führt sowie die unterschiedliche Darstellung des Aufwandes beider Modelle in der GuV. Weiterhin stehen die zwei Ansätze zur Leasinggeberbilanzierung (performance obligation und derecognition approach) im Mittelpunkt der Diskussion. Hierbei geht es vor allem um die Frage welche Indikatoren für die Entscheidung zwischen den beiden Modellen herangezogen werden sollen.

Insurance Contracts

Das IASB arbeitet weiter an einem finalen Standard zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen und wird dazu diese Woche die Diskussionen um die Risikomarge fortführen. Das IASB hat bisher noch nicht entschieden, ob in dem finalen Standard eine explizite Risikomarge und eine gesonderte Residualmarge oder eine einheitliche Kompositmarge gefordert sein wird.

Revenue Recognition

Auch hier werden die eingegangenen Stellungnahmen zum Entwurf des Standards insbesondere die Punkte zu den Angabepflichten weiter diskitiert.

Annual Improvement

Die bisher ausgearbeiten Vorschläge für das Annual Improvement sollen diese Woche weiter finalisiert werden.

 

Die laufenden IASB Updates sowie korrespondierende Beiträge finden unsere CIS Kunden auch in der Knowledgebase unter Accounting & Reporting & Structured Finance

Standard zur Fair Value-Ermittlung verabschiedet (IFRS 13)

IFRS 13 Fair Value Measurement wurde heute verabschiedet. Das IASB hat damit ein Thema der Agenda des Konvergenzprojekts abgeschlossen.Durch den Standard wird ein einheitliches Rahmenkonzept zur Fair Value-Ermittlung eingefĂĽhrt, das mit wenigen Ausnahmen (IFRS 2, IAS 17 und IAS 36) fĂĽr alle IFRS gilt.

Die Definition des IFRS 13 ähnelt der bisherigen Definition aus IAS 39.9. Zusätzlich werden durch IFRS 13 einheitliche Angaben zur Fair Value-Hierarchie (Level 1-3) eingeführt, die in Anlehnung an die aus IFRS 7 bekannten Level-Angaben aufgebaut sind. 

Auswirkungen auf die FS Branche?

Insgesamt werden die zur Umsetzung des neuen Standards erforderlichen Änderungen für die Financial Service Industry wohl weniger einschneidend sein als für Unternehmen anderer Branchen. Viele Neuerungen des IFRS 13 sind für Finanzinstrumente aus den bisherigen Standards bereits in ähnlicher Form bekannt und in Kraft. Für Kreditinstitute wird sich in der Praxis eine Erleichterung bei der Bilanzierung ergeben, da neben den Geld- (bid prices) und Briefkursen (ask-prices) auch z.B. Mittelkurse erlaubt sind.

Fortlaufende Updates zum Thema finden Sie mit den entsprechenden Querverweisen, Verschlagwortung und Kategorisierung in unserer Rechercheapplikation CIS, Modul „Accounting, Reporting & Structured Finance“. Mehr zu CIS lesen Sie im CIS Blog.

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