Kategorie: Allgemein

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IFRS 17 – IASB beschließt Verschiebung um ein Jahr

Im November Meeting 2018 hat das IASB beschlossen, die Erstanwendung des IFRS 17 um ein Jahr zu verschieben. Im Einklang mit dieser Entscheidung wurde ebenfalls beschlossen auch die vorübergehende Befreiung von IFRS 9 um ein Jahr auszudehnen. Der (spätest mögliche) Erstanwendungszeitpunkt für Versicherer für beide Standards ist damit nunmehr der 1. Januar 2022.

Für den europäischen Versicherungsmarkt ist nun zu beobachten, wie die EFRAG mit diesem Thema umgehen wird und wann mit einem Endorsement des IFRS 17 und möglicher noch folgender Änderungen zu rechnen ist.

Im Dezember Meeting 2018 plant das Board, die von der Versicherungsbranche adressierten Themen zu untersuchen und das weitere Vorgehen zu erörtern. Zu den hierbei im Raum stehenden Themenstellungen, vgl. unseren Beitrag zum Oktober Meeting 2018.

Alex Bertolotti, IFRS 17 Leader bei PwC sieht die Entwicklung als positives Signal:

“Today’s announcement of a one-year delay to the implementation of IFRS 17  will be welcomed by many in the insurance community. The additional time will help alleviate some risk from existing plans, however many companies still have a lot to do and cannot afford to press pause.


Our message to insurers would be not to stop – there’s so much to do. If you haven’t started, get a move on. To stand still is to fall behind.

Mitschnitte, Aufnahmen und Agendapapiere des November-Meetings des IASB können unter diesem Link eingesehen werden.

Robotic Process Automation (RPA) – Anwendbarkeit im Finance-Bereich von Finanzdienstleistern

Die Automatisierungswelle erreicht den Finance-Bereich in Deutschland. Nachdem bei internationalen Finanzinstituten bereits viele Erfolge erzielt worden sind, stellt sich auch für deutsche Finanzinstitute die Frage, welche Prozesse sich für eine Automatisierung eignen.

Die IT-Finanzarchitektur von Finanzinstituten ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen mit vielen Prozessbrüchen. Die Aufbereitung von Jahresabschlussinformationen stellt deshalb eine große Herausforderung dar. Anwendungsübergreifende Abstimmungen, Überleitungsrechnungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen müssen mit einem hohen manuellen Aufwand durchgeführt werden. Für tägliche und monatliche Standardaufgaben wie zum Beispiel die Rechnungserfassung, deren Abgrenzung und manuelle Buchung werden viele Ressourcen benötigt. Qualitätskontrollen können daher oftmals nur im geforderten Mindestumfang durchgeführt werden.

RPA bietet die Chance, Ressourcen freizumachen, die Prozessgeschwindigkeit zu steigern, Kosten zu senken und gleichzeitig die Qualität zu erhöhen. Der folgende RPA Showcase zeigt an einem Beispiel der automatisierten Rechnungsabgrenzung wie RPA im Finance-Bereich von Finanzinstituten angewendet werden kann.

RPA Showcase auf Youtube

Das große Potenzial von RPA ist eindeutig. Eine Prozessanalyse gibt Aufschluss darüber, welche konkreten Erfolge durch den Einsatz von Software-Robotern realisiert werden können. Um Effektivität und größtmögliche Effizienz zu erreichen, müssen die Prozesse, die automatisiert werden sollen, gegebenenfalls angepasst werden. Bereits beim Bot-Design sollten außerdem Datenqualitätskontrollen, Plausibilitätschecks und Exception Rules berücksichtigt werden um eine qualitativ hochwertige Automatisierung zu gewährleisten.

Diese Information und weitere zum Thema Digital finden Sie auch auf pwc.de

 

IFRS Interpretations Committee (IFRIC) veröffentlicht finale Entscheidung zum Ausweis von Zinserträgen für bestimmte Finanzinstrumente unter IFRS 9

Das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) hat am 23. März 2018 eine Entscheidung zum Ausweis von Zinserträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) veröffentlicht. Das IFRIC kommt dabei zum Schluss, dass unter der Position „Zinserträge“ im Sinne von IAS 1.82 (a) nur Zinserträge aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden, auszuweisen sind (plus ggf. Effekte aus designierten Sicherungsbeziehungen).
 
Es ist den Bilanzierenden aber auch nach dieser Entscheidung freigestellt zusätzliche Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung offenzulegen. Damit ergibt sich die Möglichkeit einen zusätzlichen Posten für Zinserträge aus anderen Positionen in der GuV aufzunehmen.
 
Weitere Informationen finden Sie auch in unserer beiliegenden Publikation. Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen  gerne zur Verfügung. 

Weihnachtsgrüße

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Ich freue mich darauf, Sie im kommenden Jahr wieder über spannende Accounting-Themen zu informieren.

Ihr
Peter Flick

DPR Prüfungsschwerpunkte für 2018 veröffentlicht

Die deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat am 23. November 2017 ihre Prüfungsschwerpunkte für Prüfungen, die sie im kommenden Jahr vornehmen wird, veröffentlicht. Wie in den letzten Jahren übernimmt sie dabei die europäischen Schwerpunkte, die von der European Securities and Markets Authority (ESMA) verkündet wurden und ergänzt diese um eigene.

Für die Prüfung der Abschlüsse kapitalmarktorientierter Unternehmen im Rahmen des Enforcement-Verfahrens bestehen demnach folgende Schwerpunkte:

  1. Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen der Anwendung wesentlicher neuer Standards im Erstanwendungsjahr
  2. Ausgewählte Aspekte zu Ansatz, Bewertung und Angaben nach IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
  3. Ausgewählte Aspekte zu IAS 7 Kapitalflussrechnungen
  4. Ansatz und Bewertung von Rückstellungen gemäß IAS 37 sowie zugehörige Anhangangaben
  5. Konzernlagebericht und Konzernerklärungen

Weitere Einzelheiten können der Pressemitteilung der DPR sowie dem Public Statement der ESMA entnommen werden.

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte für 2018 in unserem Accounting Aktuell Blog.

ECB Guidance on non-performing loans

Addendum: Prudential provisioning backstops for non-performing loans (NPL)

Die EZB hat Anfang Oktober eine Ergänzung der NPL Guidance zur Konsultation gestellt.

  • Die Ergänzung der NPL Guidance umfasst quantitative aufsichtliche Mindestanforderungen an die Risikovorsorge von non-performing exposures (NPE) („prudential provisioning backstop“). Diese sind abhängig von der Dauer der Klassifizierung als NPE und von der Besicherung der Forderungen.
  • Ziel: Vermeidung eines übermäßigen Aufbaus von aus prudentieller Sicht nicht ausreichend bevorsorgten NPEs. Eine Überlagerung von Bilanzierungsvorgaben zur Risikovorsorge oder anderen aufsichtsrechtlichen Regelungen soll jedoch nicht stattfinden.
  • Anwendungsbereich: Alle Banken, die unter der direkten Aufsicht der EZB stehen, ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung, zumindest für alle ab 1. Januar 2018 als NPE klassifizierten Instrumente.
  • In der Guidance ist vorgesehen, dass prudentiell nach zwei Jahren 100% des unbesicherten Exposure durch Risikovorsorge abgedeckt sind, und nach sieben Jahren zusätzlich 100% des besicherten Anteils.
  • Sofern sich, unter Berücksichtigung der Risikovorsorge nach den Vorgaben der Rechnungslegung eines aufsichtsrechtlichen Expected Loss (EL) Shortfall und CET1 Abzügen von den Eigenmitteln nach dem Ermessen der Bank eine Differenz zu den vorgelegten Mindestanforderungen ergibt, empfiehlt die EZB den Banken die Lücke durch
    (a) Berücksichtigung der nach den Rechnungslegungsvorschriften maximal möglichen Risikovorsorge und
    (b) die Anpassung des harten Kernkapitals unter Anwendung des Artikel 3 CRR
    zu schließen.
  • Gemäß dem „Comply or Explain“-Ansatz erfolgt einmal im Jahr eine Überprüfung der sachgerechten Umsetzung; ggf. werden aufsichtliche Maßnahmen ergriffen.

Die Konsultationsfrist läuft bis zum 8. Dezember 2017 mit einer öffentlichen Anhörung am 30. November 2017. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der EZB.

RPA – kleine Programme ganz groß

Robotics Process Automation als Startpunkt der digitalen Transformation im Accounting

Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet stetig voran und so stellt sich inzwischen nicht mehr die Frage, ob ein Unternehmen diesen Weg beschreitet, sondern wann und wie es ihn beschreitet. Digitalisierung betrifft jeden Unternehmensbereich und so auch das Accounting. Grundlage für Technologien wie z.B. Artificial Intelligence, Blockchain oder Advanced & Predictive Analytics sind Daten und Prozesse in digitaler Form. Doch wie passt dies zu einer oftmals historisch gewachsenen und zerklüfteten Systemlandschaft einer Bank – und dort speziell im Accounting? Genau hier kann Ihnen Robotics Process Automation helfen.

Robotics Process Automation kann für Sie die Initialzündung und der Ausgangspunkt der digitalen Transformation des Accountings sein oder der nächste konsequente Schritt in einem bereits fortgeschrittenen Digitalisierungsprozess.

Was Robotics Process Automation ist, welche Vorteile es Ihnen bietet und wie es Ihnen bei der digitalen Transformation im Accounting helfen kann, erfahren Sie in der gleichnamigen Broschüre, die Sie kostenlos über den PwC-Publikationsservice bestellen können. Sprechen Sie uns an.

 

Übernahme der finalen FinRep-Tabellen für IFRS 9 durch EU Kommission

Am 29.06.2017 hat die Europäische Kommission die finalen FinRep-Tabellen für IFRS 9 übernommen. Die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt ist noch ausstehend.

Die erstmalige Meldung der IFRS 9 Templates hat zum 31. März 2018 zu erfolgen. Die Tabellen bleiben unverändert zu jenen aus dem finalen Entwurf der EBA vom November 2016 (s. meinen Beitrag vom 1. Dezember 2016).

Die offiziellen Tabellen finden Sie hier auf der Seite der EBA.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Weihnachtsgrüße

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Ich freue mich schon, Sie im kommenden Jahr wieder über spannende Accounting-Themen zu informieren.

Ihr
Peter Flick

EBA veröffentlicht angepasste IFRS 9 FinRep Tabellen

Nach der Übernahme von IFRS 9 in EU-Recht (siehe Blogbeitrag vom 30.11.2016) hat die EBA am 30. November 2016 die finalen IFRS 9 FinRep Tabellen veröffentlicht. Im Vergleich zu den Entwürfen aus dem Konsultationspapier vom Dezember 2015 wurden einige Anpassungen vorgenommen. Diese beziehen sich u.a. auf

  • den Bruttobuchwert,
  • kumulierte Fair value-Änderungen und
  • Angaben zu ökonomischen Hedge-Beziehungen.

Außerdem wurde die Struktur des Impairmentspiegels (Tabelle F 12.1) angepasst.
Die IFRS 9 FinRep Tabellen sind erstmalig zum Meldestichtag 31. März 2018 zu befüllen.

Auch die nGAAP FinRep Tabellen wurden im Rahmen der IFRS-9-Anpassungen überarbeitet, so dass von den Änderungen alle FinRep-Anwender betroffen sind.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link http://www.eba.europa.eu/-/eba-amends-supervisory-reporting-standards-due-to-the-new-ifrs-9.