Kategorie: Allgemein

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Weihnachtsgrüße

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Ich freue mich schon, Sie im kommenden Jahr wieder über spannende Accounting-Themen zu informieren.

Ihr
Peter Flick

EBA veröffentlicht angepasste IFRS 9 FinRep Tabellen

Nach der Übernahme von IFRS 9 in EU-Recht (siehe Blogbeitrag vom 30.11.2016) hat die EBA am 30. November 2016 die finalen IFRS 9 FinRep Tabellen veröffentlicht. Im Vergleich zu den Entwürfen aus dem Konsultationspapier vom Dezember 2015 wurden einige Anpassungen vorgenommen. Diese beziehen sich u.a. auf

  • den Bruttobuchwert,
  • kumulierte Fair value-Änderungen und
  • Angaben zu ökonomischen Hedge-Beziehungen.

Außerdem wurde die Struktur des Impairmentspiegels (Tabelle F 12.1) angepasst.
Die IFRS 9 FinRep Tabellen sind erstmalig zum Meldestichtag 31. März 2018 zu befüllen.

Auch die nGAAP FinRep Tabellen wurden im Rahmen der IFRS-9-Anpassungen überarbeitet, so dass von den Änderungen alle FinRep-Anwender betroffen sind.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link http://www.eba.europa.eu/-/eba-amends-supervisory-reporting-standards-due-to-the-new-ifrs-9.

BCBS Konsultation zur Definition von Non-Performing Exposures und Forbearance

Das Basel Committee on Banking Supervision (BCBS) hat Ende der vergangenen Woche ein Konsultationsdokument zur Definition von Non-Performing Exposures und Forbearance veröffentlicht (Prudential treatment of problem assets – definitions of non-performing exposures and forbearance). Die vorgeschlagenen Definitionen zielen darauf ab, bestehende Rechnungslegungsvorschriften und aufsichtsrechtliche Vorschriften in Hinblick auf die Einstufung von problembehafteten finanziellen Vermögensgegenständen zu harmonisieren.

Inhaltlich lehnen sich die Definitionen eng an die bereits im Rahmen von FinRep existierenden Definitionen von Non-Performing Exposures und Forbearance an.

Die Konsultation endet am 15. Juli 2016.

Link: https://www.bis.org/bcbs/publ/d367.htm

IFRS 4 Phase II und IFRS 9 – Konsequenzen aus den unterschiedlichen Zeitpunkten des Inkrafttretens

Zusammenfassung des IASB-Meetings von 20. Juli 2015

Die Komplexität der Einführung von IFRS 9 vor Einführung des neuen Standards für Versicherungsverträge (IFRS 4 Phase II) wurde im Rahmen einer Education Session des IASB im Juni 2015 diskutiert. Mögliche Lösungsansätze sind ein „IFRS 4 Approach“ oder eine Verschiebung der IFRS-9-Erstanwendung.

Im IASB Meeting am 20. Juli 2015 wurde der „IFRS 4 Approach“ vom Board diskutiert.

Es wurden drei Ansätze zur Behebung möglicher accounting mismatches sowie der P&L Volatilität vorgestellt, die aus einer nicht zeitgleichen Einführung von IFRS 9 und IFRS 4 Phase II entstehen können.

Der IASB Staff empfiehlt den Ansatz, die Unterschiede aus der Bilanzierung bestimmter Finanzinstrumente nach IFRS 9 und IAS 39 GuV-neutral im sonstigen Ergebnis (OCI) und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Dieser Ansatz erlaubt dem Bilanzierenden eine Anpassung der P&L um den Effekt aus einer verstärkten FVPL-Bewertung zu bereinigen, der sich aus einer Anwendung von IFRS 9 anstelle von IAS 39 ergibt.

Nach der Empfehlung des IASB Staff kann dieser Ansatz angewendet werden, wenn ein Unternehmen:

  1. Versicherungsverträge nach IFRS 4 im Bestand hält;
  2. IFRS 9 in Verbindung mit IFRS 4 anwendet;
  3. Kapitalanlagen gemäß IFRS 9 GuV-wirksam zum Fair Value bilanziert, wenn diese Kapitalanlagen bisher nach IAS 39 mit fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost) oder als available-for-sale bilanziert wurden.

Das Board stimmte einheitlich für die Änderung des IFRS 4 und betonte, dass sich das Wahlrecht ausschließlich auf die den „Versicherungstätigkeiten“ („insurance activities“) zugeordneten Kapitalanlagen bezieht und nur auf solche, die unter 3. beschrieben sind. Das Board erachtet weitere Konkretisierungen des Begriffs „Versicherungstätigkeiten“ als notwendig.

EFRAG-Umfrage

Aus der öffentlichen Konsultation zu IRFS 9 Financial Instruments möchte die EFRAG unter anderem Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Auseinanderfallens der Erstanwendungs­zeitpunkte von IFRS 9 und dem neuen Standard für Versicherungsverträge IFRS 4 sowie eventuelle Vor- und Nachteile einer möglichen Verschieben der Erstanwendung von IFRS 9 für Unternehmen mit „insurance business“ gewinnen. Das Ergebnis der Befragung von 28 betroffenen Nutzern (Rating Agenturen, Analysten, Asset Manager, etc.) der Finanzinformationen wird im Folgenden kurz zusammengefasst:

  • Die große Mehrheit (89 %) bevorzugt einen „Big Bang“, also die gleichzeitige Erstanwendung von IFRS 9 und des neuen Standards für Versicherungsverträge IFRS 4.
  • Einige der Befragten wünschen eine Beschleunigung des Endorsementverfahrens für IFRS 4.
  • Eine Zweidrittelmehrheit unterstützt die Verschiebung des Inkrafttretens des IFRS 9 für Versicherer (bzw. Unternehmen mit „insurance business“). Nur 11 % der Befragten lehnen dies ab.
  • Ein Drittel der Befragten zeigte sich offen gegenüber des „IFRS-4-Approachs“ zur Reduktion des accounting mismatch bzw. Begrenzung der Volatilität.
  • Hinsichtlich der Frage, ob Anhangangaben ein hilfreiches Mittel sind, zeichnete sich ein uneinheitliches Bild ab. Während dies 46 % bejahten, war die Ablehnung mit 43 % ähnlich hoch.

PwC Broschüren zu praxisrelevanten Fragestellungen nach IFRS 9

PwC hat zwei englischsprachige Broschüren veröffentlicht, die sich mit praktischen Anwendungsfragen zu IFRS 9 „Financial Instruments“ beschäftigen. Die Broschüren beantworten häufig gestellte Fragen zur Klassifizierung und Bewertung und zu Impairment.

In Bezug auf die Klassifizierung und Bewertung werden die folgenden Schwerpunkte beleuchtet:

  • Beurteilung ausgewählter vertraglicher Ausgestaltungen im Hinblick auf das SPPI-Kriterium
  • Analyse des Geschäftsmodells, z.B. im Zusammenhang mit Syndizierungen oder Verkäufen zur Vermeidung von Kreditrisikokonzentrationen

Die Broschüre zu Klassifizierung und Bewertung können Sie hier abrufen.

 

Die Broschüre zu den Impairment-Regelungen nach IFRS 9 beantwortet praktische Fragestellungen u.a. zu den folgenden Themengebieten:

  • Ermittlung von Expected Credit Losses: Welche Periode ist für die Ermittlung der Expected Credit Losses heranzuziehen
  • Behandlung von bereits wertgeminderten Vermögenswerten: Welche Indikatoren sprechen für eine Abschreibung auf den Nettobuchwert und wann ist ein Vermögenswert bereits im Zugangszeitpunkt als wertgemindert zu betrachten

Die Broschüre zu Impairment finden Sie unter folgendem Link.

EBA veröffentlicht finalen Entwurf des ITS on Reporting zum FINREP

Die European Banking Authority (EBA) hat am 26. Juli 2013 die finalen Entwürfe der Implementing Technical Standards (ITS) zum aufsichtsrechtlichen Reporting veröffentlicht (Final draft technical standards on supervisory reporting requirements).

Hintergrund

Mit den finalen Entwürfen zum aufsichtrechlichen Meldewesen hat die EBA den Grundstein zur Umsetzung der aus der CRR (Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012) resultierenden Reportinganforderungen gelegt. Der ITS on Reporting ist damit Teil des Single Rule Book zur Sicherstellung einer EU-weit harmonisierten Bankenaufsicht. Die Reportinganforderungen beinhalten Vorgaben zum Financial Reporting (FINREP sowie zum Reporting der Eigenmittelanforderungen (COREP), der Leverage Ratio und der Liquiditätskennzahlen.

Ausführlichere Informationen zu den aufsichtsrechtlichen Reportinganforderungen finden Sie im Regulatory Blog:

 

EMIR-Verordnung führt zu einer gezielten Änderung des IAS 39/IFRS 9

Am 30. Januar 2013 hat das IASB über die Empfehlungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) bezüglich der Auswirkungen der European Market Infrastructure Regulation (EMIR)-Verordnung auf die Rechnungslegung beraten. Das IASB ist den Empfehlungen des IFRS IC gefolgt (siehe Blogbeitrag vom 25. Januar 2013).

IAS 39/IFRS 9 soll so geändert werden, dass eine durch gesetzliche, aufsichtsrechtliche oder ähnliche Änderungen verursachte Novation von Sicherungsinstrumenten zu keiner Auflösung von bilanziellen Sicherungsbeziehungen führt, solange die ursprünglichen Kontrahenten von der Änderung gleichermaßen betroffen sind und sich ausschließlich die Kontrahenten ändern.

Ein Entwurf für die Änderung des Standards wird vom IASB Staff erarbeitet und wahrscheinlich nur für 30 Tage anstatt der üblichen 120 Tage zur Kommentierung offen sein, da die Praxis schon durch den Dodd-Frank-Act betroffen ist.

Auswirkung der EMIR-Verordnung auf die IFRS Bilanzierung

Am 23. Januar 2013 hat das IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) die Auswirkungen der European Market Infrastructure Regulation (EMIR-Verordnung) auf die Rechnungslegung beraten.

Durch die EMIR-Verordnung sollen standardisierte Over-the-Counter-Derivate (OTC-Derivate), wie z.B. Zinsswaps, zukünftig über einen zentralen Kontrahenten (Central Counterparty, CCP) abgewickelt werden. Werden bestehende OTC-Derivate auf die Abwicklung über eine CCP umgestellt, führt das zu einem Wechsel des Kontrahenten. Die Vertragsbeziehungen bestehen dann nicht zwischen dem Kreditinstitut und seinem Kunden sondern zwischen Kreditinstitut und CCP (Novation).

Das IFRS IC stellt Folgendes fest. Die Novation führt nach dem derzeit gültigen IAS 39 zu einem Abgang des bisherigen Derivats mit dem Kunden und dem Zugang eines neuen Derivats mit dem CCP. Wenn das ausgebuchte Derivat als Sicherungsinstrument (Hedge Accounting) designiert war, muss die Sicherungsbeziehung aufgelöst werden. Das Kreditinstitut kann eine neue Sicherungsbeziehung mit dem neuen Derivat designieren. Dies kann aber insbesondere bei Cashflow Hedges eine höhere Ineffektivität und GuV-Volatilität verursachen. Ist die Ineffektivität zu groß, ist sogar das Hedge Accounting nicht mehr möglich.

Um diese Effekte zu vermeiden hat das IFRS IC beschlossen, dem IASB eine gezielte Änderung des IAS 39 vorzuschlagen. IAS 39 soll voraussichtlich so geändert werden, dass allein eine durch gesetzliche oder aufsichtsrechtliche Änderung verursachte Novation von Sicherungsinstrumenten (ohne Änderungen der Höhe der Cashflows) zu keiner Auflösung von bilanziellen Sicherungsbeziehungen führt. Damit werden die nach IFRS bilanzierenden Banken den nach US GAAP bilanzierenden Banken, die von einer ähnlichen SEC-Stellungnahme unter dem Dodd-Frank Act Gebrauch machen können, gleichgestellt.

Frohe Weihnachten

Liebe Leserinnen und Leser,

für das große Interesse an meinen Blogbeiträgen danke ich Ihnen herzlich. Ein im Hinblick auf die nationale und internationale Rechnungslegung ereignisreiches Jahr 2012 geht zu Ende. Vieles ist im Fluss. Über wichtige Ereignisse haben wir Sie regelmäßig und umfassend informiert.

Auch im Jahr 2013 wird es intensive Diskussionen und spannende Fragestellungen rund um das Thema Bilanzierung geben. Insbesondere die Entwicklung der künftigen Vorschriften zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 (IAS 39 Replacement Projekt) durch das IASB dürfte für Finanzinstitute von großem Interesse sein. Wir erwarten im Februar 2013 einen Exposure Draft zu Impairment (IFRS 9 Phase II) und den finalen Standard zum General Hedge Accounting.

Weitere wichtige Entscheidungen mit Auswirkungen für nach IFRS bilanzierende Finanzinstitute stehen im Rahmen der IASB-Projekte zu Versicherungsverträgen und der Abbildung von Leasingverträgen.

Ich freue mich, Sie auch im Neuen Jahr über die aktuellen Themen und neuen Entwicklungen informieren zu dürfen

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013.

Ihr
Peter Flick

 

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