Kategorie: Ausweis

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EBA startet Konsultation bzgl. Anpassungen aufsichtsrechtlicher Meldungen aufgrund von CRR II und den aufsichtsrechtlichen Risikovorsorge-Backstop Vorschriften

Die European Banking Authortiy (EBA) hat am 16. Oktober 2019 eine Konsultation bzgl. Anpassungen aufsichtsrechtlicher Meldevorschriften gestartet. Ziel der Konsultation ist die Angleichung der Meldeanforderungen an die aufsichtsrechtlichen Änderungen bzw. Neuerungen aus 2019, insbesondere an

  • die CRR II (amending Regulation (EU) 2019/876 ) und
  • die Vorschriften zu der aufsichtsrechtlichen Risikovorsorge-Backstop Ermittlung (amending Regulation (EU) 2019/630).

Das Konsultationspapier betrifft eine breite Anzahl an aufsichtsrechtlichen Meldeanforderungen, u.a. hinsichtlich Eigenmittel, Kreditrisiko, Counterparty Risk, Großkredite, Verschuldungsquote, NSFR und FINREP.

Es ist geplant, dass die überarbeiteten Meldevorschriften ab dem Meldestichtag 30. Juni 2021 anzuwenden sind.

Hinsichtlich der FINREP Meldeanforderungen sind folgende Anpassungen geplant:

  • Es ist nicht mehr erforderlich POCI-Assets einer Stufe des IFRS 9-Risikovorsorgemodells zuzuordnen, sondern in den Tabellen F.4.X, F.7, F12.1 und F18 sind separate Spalten zum Ausweis von POCI-Assets vorgesehen.
  • Zu den Stufenbewegungen der Buchwerte (Tabelle F 12.2) werden Davon-Angaben hinsichtlich Forderungen ergänzt welche direkt von Stufe 1 in Stufe 3 bzw. vice versa gewechselt sind.
  • Für die Definition von Non-Performing Exposure wird nun auf Art. 47a CRR (Definition im Rahmen des NPE Backstop) verwiesen. 
  • Für die Definition von Forbearance wird nun auf Art. 47b CRR verwiesen.
  • Es wird eine umfangreiche Tabelle F.39 ergänzt in welcher Buchwerte, Nominalwerte und Risikovorsorge in Zeitbuckets aufzuteilen sind, entsprechend der Dauer seit erstmaliger Einstufung als Non-Performing.

 

Weiterführende Informationen zu der Konsultation der EBA sowie einer parallel gestarteten Konsultation hinsichtlich Anpassungen in der Offenlegung finden Sie unter folgenden Links. Sprechen Sie gerne unsere Experten an.

Link zu: Consultation on supervisory reporting changes related to CRR2 and Backstop Regulation (Framework 3.0)

Link zu: CP on on comprehensive ITS for financial institutions public disclosure

 

EBA veröffentlicht finale Meldevorschriften für FINREP 2.9

Die European Banking Authority (EBA) hat am 16. Juli 2019 die finalen FinRep-Meldevorschriften zu Datenpunktmodell 2.9 veröffentlicht. Die Anpassungen im Rahmen von DPM 2.9 beziehen sich auf die Darstellung von Forbearance und Non-Performing Exposures, auf Angaben in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie zu IFRS 16 Leasing. Von den Anpassungen sind sowohl IFRS-Anwender als auch nGAAP-Anwender betroffen. Das Datenpunktmodeil 2.9. ist erstmalig zum Meldestichtag 30. Juni 2020 anzuwenden.

Im Vergleich zum Konsultationspapier vom 27. August 2018 beinhalten die Meldevorschriften folgende Anpassungen:

  • Die Erstanwendung von DPM 2.9 wird um ein Quartal auf den 30. Juni 2020 verschoben
  • Informationen zu Inflows und Outflows von Non-Performing Exposures sowie Aufgliederungen der Kundengruppen „Nicht finanzielle Unternehmen“ und „Haushalte“ nach Commercial Real Estate Loans und LTV-Ratio wurden aus Template 18 herausgelöst und sind jeweils in einem separaten Template zu zeigen:
    • F18.1: Inflows and outflows of non-performing exposures – loans and advances by counterparty sector
    • F18.2: Commercial Real Estate (CRE) loans and additional information on loans secured by immovable property
  • Die Templates F6.1, F20.4 und F20.5 werden um eine zusätzliche Spalte „of which: defaulted“ ergänzt und somit mit den Offenlegungstabellen gemäß EBA Guideline on the disclosure of non-performing exposures and forborne exposures (EBA/GL/2018/10) in Einklang gebracht
  • F12.1 wird um eine Spalte “Gains or losses on derecognition of debt instruments” erweitert
  • F48 – Additional information – wurde gelöscht

Unverändert zum Konsultationspapier bleiben die Anforderungen hinsichtlich der erweiterten Angaben zu erhaltenen Sicherheiten und Garantien (F 13 – Collateral and guarantees received) sowie die Ergänzungen zu GuV- Aufgliederungen (F16 – Breakdown of selected statement of profit or loss items und F22.1 Asset management, custody and other service functions) bestehen.

Für Institute die ein NPL-Ratio größer oder gleich 5% aufweisen und die Kriterien von „small and non-complex” gemäß CRR II nicht erfüllen sind zur Überwachung der NPE-Strategie weitere umfassende Templates zu melden:

  • F23 – Loans and advances: additional information
  • F24 – Flows of non performing exposures, impairment & write offs since the end of the last financial year
  • F25 – Collateral obtained by taking possession and execution processes
  • F26 – Forbearance management and quality of forbearance
  • F47 –  Loans and advances: Average duration and recovery periods

Die finalen Meldevorschritfen zu DPM 2.9 müssen noch in europäisches Recht übernommen werden. Die Erstanwendung der EBA Guideline on the disclosure of non-performing exposures and forborne exposures (EBA/GL/2018/10) bleibt unverändert der 31. Dezember 2019.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu finalen Anpassungen der FINREP-Meldevorschriften (DPM 2.9): https://eba.europa.eu/-/eba-amends-implementing-technical-standards-on-supervisory-reporting-with-regard-to-financial-information-finrep-

EU-Kommission veröffentlicht ESEF-Verordnung

Im Rahmen der Transparenzrichtlinie aus dem Jahr  2013 wurde die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) von der europäischen Kommission beauftragt, technische Regulierungsstandards (RTS) für ein einheitliches digitales Berichtsformat „European Single Electronic Format“ (ESEF) zu entwerfen.
Ende vergangenen Jahres wurde der Vorschlag der ESMA von der Europäischen Kommission angenommen. Da seitens des Europäischen Rats keine Einwände vorgebracht wurden, tritt die Verordnung ab dem 18.06.2019 in Kraft. Demzufolge sind ab dem Jahr 2020 alle Unternehmen, die Wertpapiere (Aktien oder Schuldverschreibungen) am regulierten Markt emittieren, dazu verpflichtet ihre IFRS-Konzernjahresabschlüsse in dem einheitlichen elektronischen Berichtsformat ESEF zu veröffentlichen. Konkret sieht die ESMA vor, dass alle Abschlüsse in einem XHTML-Format erstellt werden müssen. IFRS-Konzernjahresabschlüsse sind zusätzlich mit iXBRL-Etiketten zu versehen (Tagging), welche auf der IFRS-Taxonomie basieren und eine Maschinenlesbarkeit ermöglichen. Ziel der Verordnung ist es u.a., die Vergleichbarkeit von Abschlüssen mit ggf. unterschiedlichen Strukturen unter Berücksichtigung neuerer technologischer Möglichkeiten zu erhöhen.

Wertvolle Informationen zu den aktuellen ESEF-Entwicklungen finden Sie auf unserer Website

IASB veröffentlicht ED zu Phase 1 des IBOR Projekts

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat wie avisiert (siehe Blog-Beitrag vom 20. März 2019) am 3. Mai 2019 den Exposure Draft Interest Rate Benchmark Reform – Proposed amendments to IFRS 9 and IAS 39 (ED/2019/1) zur ersten Phase des IBOR Projekts veröffentlicht.

Der ED/2019/01 ist eine Reaktion des IASB auf die Auswirkungen in der Bilanzierung aufgrund der Umstellung der Benchmark-Zinssätze (z.B. LIBOR und EURIBOR). Er beinhaltet im Wesentlichen Vorschläge zur Anpassung der Hedge Accounting Regelungen des IFRS 9 und IAS 39. Themen, die nach der Umstellung der Benchmark-Zinssätze an Relevanz gewinnen, bspw. Modifikation vs. Abgang von Finanzinstrumenten als Konsequenz aus Vertragsanpassungen, werden vom IASB separat behandelt.

Die folgenden Punkte skizzieren die wesentlichen in IFRS 9 und IAS 39 zu ergänzenden Erleichterungsbestimmungen:

  • Das highly probable Kriterium soll angepasst werden. Bei der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass eine geplante Transaktion stattfinden wird, kann davon ausgegangen werden, dass die IBOR-basierten Vertragsbedingungen durch die IBOR-Reform nicht geändert werden;
  • Die prospektive Effektivitätsbeurteilung von Hedge-Beziehungen soll unter der Annahme durchgeführt werden, dass die IBOR-basierten vertraglichen Cashflows aus dem Sicherungsinstrument und dem Grundgeschäft durch die IBOR-Reform nicht verändert werden;
  • Bestehende Hedge-Beziehungen, die eine nicht vertraglich festgelegte IBOR-Risikokomponente absichern, sollen fortgeführt werden, wenn die separate identifiable Anforderung zu Beginn der Sicherungsbeziehung als erfüllt galt, auch wenn die Anforderung zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr erfüllt wird.

Die vorstehenden Erleichterungsbestimmungen sollen die Fortführung von bestimmten Hedge-Beziehungen ermöglichen, die ansonsten aufgrund von Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Umstellung der Benchmark-Zinssätze ggf. beendet werden müssten. Die Anwendung soll verpflichtend sein, bis entweder keine Unsicherheit mehr über den Zeitpunkt und die Höhe der Cashflows besteht oder die relevanten Hedge-Beziehungen beendet werden und zum anderen sowohl für bestehende als auch für neue Hedge-Beziehungen gelten.

Die Kommentierungsfrist für den ED/2019/1 endet am 17. Juni 2019. Die Veröffentlichung des finalen Standards wird für Ende 2019 erwartet, mit verpflichtendem Erstanwendungszeitpunkt zum 1. Januar 2020.

Weitere Informationen finden Sie im PwC In brief: The effect on hedge accounting of the reform of LIBOR and other similar rates.

 

Zins-Benchmark-Reformen und die Auswirkungen auf die Bilanzierung

Gegenwärtig unterliegen die bisher verwendeten Zins-Benchmarks wie EONIA, EURIBOR und LIBOR einem Reformprozess, an dessen Ende modifizierte und neue Benchmarks sowie eine veränderte Produkt- und Zinsmanagement-Welt stehen werden. Getrieben ist dieser Reformprozess durch die Regulierung (EU-Benchmark-Verordnung mit Ablauf der Übergangsfrist zum 31. Dezember 2019) und die Notwendigkeit, eine Lösung dafür zu finden, dass der unbesicherte Interbanken-Geldmarkt, dessen Renditen die bisherigen Indizes abbilden sollen, nicht mehr hinreichend liquide ist, um ausreichend transaktionsbasierte Daten zu liefern.

Wie der Zielzustand der Produkt- und Zinsmanagement-Welt nach Abschluss der Übergangszeit aussehen wird, ist noch nicht in jeder Hinsicht absehbar, zumal die Anpassungen in den Produktwelten nicht koordiniert erfolgen. Es liegt im Bereich des Möglichen, dass sich in den Märkten für Kassa-Instrumente und derivative Instrumente unterschiedliche Lösungen entwickeln, mit der Folge des Entstehens von Zins-Basisrisiken, wo bisher keine waren.

Im Zusammenhang mit den begonnenen und noch bevorstehenden Veränderungen stellen sich zahlreiche Bilanzierungsfragen:

Bewertungsfragen

  • Wie lange können zinsvariable Cashflows, die auf den alten Indizes basieren, noch ausgerollt, d.h. die nötigen Forward-Zinssätze noch aus liquiden Kurven abgeleitet werden, und wie ist vorzugehen, wenn dies nicht mehr möglich ist?
  • Wie lange sollen die bisher verwendeten Bewertungskurven noch für die Fair-Value-Ermittlung (einschließlich Notes-Fair-Values) verwendet werden bzw. ist ein Wechsel auf neue, liquidere Kurven geboten?
  • Folgefrage: (Wie) kann das Entstehen einer Fair-Value-Sprungstelle im Moment des Wechsels der Kurven vermieden werden? Oder ist eine solche Sprungstelle sachgerecht?
  • Gibt es Bewertungen jenseits der Finanzinstrumente, in denen die Bewertungskurven auszutauschen oder anzupassen sind, weil bisher Swapsätze in diese Bewertungen eingeflossen sind (Rückstellungen, Leasing, etc.).
  • Für Häuser, die in ihrer Finanzberichtserstattung alternative Performance-Measures (Non-GAAP-Financial-Measures) verwenden: Wann werden bezüglich dieser Messgrößen die Bewertungskurven gewechselt und wie gestaltet sich der Umgang mit einer Sprungstelle?

Modifikations-/Abgangs-/Klassifizierungsfragen

  • Wann liegt bei zinsvariablen originären oder derivativen Produkten, die im Zuge der Reformen angepasst werden, bilanziell ein Abgang- und Neuzugang und wann eine Modifikation ohne Abgangsfolge vor?
  • Ändern sich die Einstufungen in der dreistufigen Fair-Value-Hierarchie in Folge der Verringerung der Liquidität bezogen auf alte Kurven von Level 2 auf Level 3?

Hedge-Accounting-Fragen

  • Bei Cash-Flow-Hedges von zinsvariablen Zahlungsströmen, deren Kupons an die alten Indizes geknüpft sind, stellt sich die Frage, wie lange diese Zahlungsströme der Höhe nach noch verlässlich bestimmt werden können bzw. ggf. noch grundsätzlicher die Frage, wie lange diese Zahlungsströme hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit noch als hochwahrscheinlich eingestuft werden können.
  • Bei Fair-Value-Hedges stellt sich die Frage, ob und wann der Austausch des Hedged Risk von der bisher verwendeten Swapkurve (z.B. 3M- oder 6M-basierte-Swapkurve) zu Gunsten von einer der neuen Kurven erfolgen sollte bzw. muss, mit der Folgefrage, ob ein solcher Wechsel in einer fortlaufenden Hedge-Designation möglich ist oder zwingend eine Neu-Designation erfolgen muss.
  • Sofern produktseitige Anpassungen bei Produkten mit variablen Zinsen (einschließlich Swaps) bilanziell zu einem Abgang und Neuzugang führen, stellt sich die Frage, ob Hedge-Accounting in dieser Situation stetig fortgesetzt werden kann oder ob das Board hierfür eine Ausnahmeregelung schaffen muss (ähnlich wie dies im Jahr 2013 beim Übergang auf das OTC-Clearing geschehen ist).
  • Ggf. entsteht ein Bedarf an ganz neuen Hedge-Accounting-Lösungen (z.B. für Zins-Basis-Swaps, die als Overlay zu den variablen Legs der Zinsswaps oder Cross-Currency-Swaps gehandelt werden, um Zins-Basisrisiken auszusteuern).

Zinsergebnisvereinnahmungsfragen (Effektivzinsmethode)

  • Wenn in der neuen Produktwelt die Höhe von variablen Zinskupons u.U. erst am Ende der Zinsperiode feststeht (weil beispielsweise in der neuen Welt ein 3-Monats-Zinskupon als Höhe des Durchschnitts der Overnight-Zinsen der Periode ermittelt wird), stellt sich die Frage, wie in diesem Fall die in der Bilanz abzugrenzenden Zinsen der Höhe nach bestimmt werden sollen.
  • Sofern die Anpassung eines zinsvariablen Produkts nicht bilanziell als Neuzugang abgebildet wird, stellt sich die Frage, wie die Effektivzinsmethode anzuwenden ist.

Einige dieser Fragestellungen können schon in der Übergangszeit eine Abschlussrelevanz bekommen, z.B. die Fragestellungen zum Cashflow-Ausrollen bei variabel verzinslichen Produkten, zum Austausch von Bewertungskurven zu Gunsten von neuen liquideren Kurven und zum Wechsel des Hedged Risk, andere Fragestellungen werden erst mit bzw. nach dem Wechsel schlagend.

Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Entwicklungen und Fragestellungen hat das IASB in seinem Meeting am 12. Dezember 2018 beschlossen,

  • die IBOR & Reference Rate Reform auf das IASB-Standard-Setting-Programm zu nehmen und
  • die Analyse von denjenigen Aspekten, die bereits eine Abschlussrelevanz vor dem eigentlichen Wechsel haben bzw. bekommen können, zu priorisieren und erst anschließend solche Fragestellungen zu analysieren, die erst mit oder nach dem Zeitpunkt des Wechsels schlagend werden.

Das Board ist sich der hohen Komplexität und Dringlichkeit des Themas bewusst und ist sich zudem darüber einig, dass bei diesem Thema eine proaktive und flexible inhaltliche Analyse unter Einbezug der betroffenen Marktteilnehmer erforderlich ist und als einer der nächsten Schritte auch erfolgen wird.

Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei der Vorbereitung auf die anstehenden Änderungen. Sprechen Sie uns an.

Judith Gehrer, Peter Flick, Joachim Krakuhn und Peter Schüz

EBA-Konsultation zur Anpassung der FinRep-Meldevorschriften (Datenmodel 2.9)

Die European Banking Authority (EBA) hat am 28. August 2018 eine Konsultation zur Anpassung der FinRep-Meldevorschriften (Datenmodel 2.9) gestartet. Die vorgeschlagenen Anpassungen beziehen sich auf die Meldung bzw. den Ausweis von Forbearance und Non-Performing Exposure, auf die Darstellung von Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie vereinzelt auf Angaben zu IFRS 16 (Leasing). Ziel der Konsultation ist es die Konsistenz zu weiteren aufsichtlichen Vorschriften zu wahren sowie den zunehmenden Bedürfnissen der Aufsicht zur Risikoeinschätzung und -überwachung Rechnung zu tragen.

Die Konsultationsfrist endet am 27. November. Die erstmalige Meldung nach den angepassten Meldevorschriften ist für den 31. März 2020 geplant. Von den Anpassungen sind sowohl IFRS- Anwender als auch nGAAP-Anwender betroffen.

Mit der Anpassung der Meldeanforderungen zu Forbearance und Non-Performing Exposure zielt die EBA darauf ab, ihre Fähigkeit zur Risikoeinschätzung und -überwachung von ausgefallenen Portfolien zu stärken. Hierzu sieht das aktuelle Konsultationspapier fünf weitere FinRep-Tabellen mit zahlreichen Untertabellen vor:

  • F23 – Loans and advances: additional information
  • F24 – Flows of non performing exposures, impairment & write offs since the end of the last financial year – loans and advances
  • F25 – Collateral obtained by taking possession and execution processes
  • F26 – Forbearance management and quality of forbearance
  • F47 – Average duration and recovery periods

Um den Anforderung an das Proportionalitätsprinzip Rechnung zu tragen, ist aktuell eine Meldepflicht dieser Tabellen nur für Institute mit einem NPL-Ratio von mehr als 5% im Gespräch. Unabhängig von der Höhe der NPL-Ratio ist geplant, die Tabellen F18 (Non-Performing Exposure) und F19 (Forbearance) um Aufgliederungen nach Commercial Real Estates Loans und der LTV-Ratio zu ergänzen und die bereits enthaltenen Überfälligkeitenbänder zu modifizieren.

Zusätzlich ist geplant, die Tabellen zu erhaltenen Sicherheiten (F 13 – Collateral and guarantees received) umfangreich anzupassen und u.a. eine granulare Aufteilung auf Basis der Art der Sicherheit vorzunehmen. Die Anpassungen hinsichtlich GuV-Positionen beziehen sich primär auf administrative Ausgaben. Für IFRS-Anwender ist zusätzlich der Ausweis von Nutzungsrechten nach IFRS 16 gefordert.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu den vorgeschlagenen Anpassungen der EBA inkl. einer Darstellung der Tabellen: www.eba.europa.eu/regulation-and-policy/supervisory-reporting/its-on-supervisory-reporting-amendments-with-regards-to-finrep

Zusätzlich zu den Anpassungen der FinRep-Meldevorschriften plant die EBA auch die CoRep-Meldevorschriften sowie die CoRep-LCR-Meldevorschriften anzupassen. Auch hierzu wurden Konsultationen gestartet. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: www.eba.europa.eu/-/eba-launches-consultations-on-supervisory-reporting-for-the-reporting-framework-2-9-and-prepares-for-its-modular-release

 

EBA Konsultationspapier zu Non-Performing und Forborne Exposures

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat am 27. April ein Konsultationspapier zu den aufsichtlichen Anhangangaben & Offenlegungsvorschriften für Non-Performing und Forborne Exposures veröffentlicht.

Inhaltlich unterscheidet die Guideline zwischen zwei Arten von Templates:

  • Templates, die von allen Kreditinstituten jährlich und von signifikanten Kreditinstituten mit einem erhöhten NPL Ratio (>5%) halbjährlich zu befüllen sind (in Summe 4),
  • Templates, die von signifikanten Kreditinstituten mit einem erhöhten NPL Ratio (>5%) jährlich zu befüllen sind (in Summe 6).

Diese Templates zeigen die Volumina und das Niveau der Non-Performing und Forborne Exposures sowie auch der Foreclosed Assets. Die Vorgaben der Templates sind weitgehender als jene der aktuell gültigen FINREP Templates und umfassen u.a. folgende zusätzliche Informationen/Themenstellungen:

  • Qualität der Forbearance-Maßnahmen
  • Erweiterung der Klassifizierung von Non-Performing Exposures
  • Erweiterung der Klassifizierung von Performing & Non-Performing Exposures (in Abhängigkeit vom IFRS 9 Staging)
  • Offenlegung von kumulierten partiellen Abschreibungen
  • Geographischer Split der Performing & Non-Performing On & Off-Balance Exposures inkl. der akkumulierten Risikovorsorge
  • Split der Performing & Non-Performing Exposures nach dem LTV Bucket
  • Offenlegung von Inflows und Outflows der Non-Performing Portfolios (kumulierte Recoveries pro Outflow-Type)
  • Offenlegung von Collateral-Bewertungen (der Foreclosed Assets) im Zugangszeitpunkt und deren Impairment

Die Guideline kann bis 27. Juli 2018 kommentiert werden. Die finale Version (die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich Ende 2018) wird ab 31. Dezember 2019 in Kraft treten.

IFRS für Banken – die 6. Auflage ist da

Das Praxishandbuch „IFRS für Banken“ ist jetzt in der 6. Auflage im Bank-Verlag erschienen.

 

Im Mittelpunkt des branchenbezogenen Handbuchs stehen unverändert die Vorschriften zur Erfassung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Kommentierung erfolgt erstmals unter Zugrundelegung der neuen Vorschriften des IFRS 9.

Darüber hinaus erfolgt, wie in den Vorauflagen bewährt, eine postenbezogene Darstellung und Kommentierung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kreditinstitute. Wegen der zahlreichen neuen Standards wurden diese Kapitel gegenüber der vorangegangenen Auflage vollständig überarbeitet. Dies gilt auch für die Vorschriften zur Konsolidierung (IFRS 10 bis IFRS 12) und zur Umsatzrealisierung (IFRS 15).

Die weiteren Kapitel umfassen die Darstellung der Rahmenbedingungen der internationalen Rechnungslegung und einen Überblick über die neuen Bilanzierungsvorschriften für Leasingverträge (IFRS 16) und Versicherungsverträge (IFRS 17).
Zahlreiche Abbildungen und Beispiele erleichtern die Lesbarkeit und erhöhen den Praxisbezug.

Das Buch (3.326 Seiten, 2 Bände im Schuber) kann zum Preis von 98 EUR beim Bank-Verlag bestellt werden.

Das E-Book kann hier oder hier bestellt werden.

 

 

EBA startet Konsultation zur Anpassung der FinRep-GAAP Tabellen

Die EBA hat am 23. März 2016 eine öffentliche Konsultation zur Änderung der FinRep-GAAP Tabellen unter Einbeziehung nationaler Rechnungslegungsspezifika innerhalb der EU gestartet. Grund hierfür ist, dass im Rahmen des derzeit laufenden Anpassungsprozesses der FinRep-Tabellen verschiedene Problemstellungen aufgrund der unterschiedlichen nationalen Rechnungslegungsvorschriften festgestellt wurden. Im Gegensatz zu vorherigen Konsultationen soll die am 23. März 2016 gestartete Konsultation nicht durch die EBA selbst sondern durch die nationalen Aufsichtsbehörden durchgeführt werden. Dadurch soll eine bessere Diskussion der Fragestellungen hinsichtlich nationaler Rechnungslegungsspezifika im Rahmen der FinRep-Meldung ermöglicht werden.

Die Konsultation endet am 15. April 2016. Im Anschluss daran ist eine Veröffentlichung der überarbeiteten FinRep-Tabellen sowie der Erläuterungen geplant.

Weitere Informationen rund um das Thema FinRep finden Sie unter www.pwc.de/finrep.

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