Kategorie: Reporting

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EBA ver├Âffentlicht Vorschl├Ąge zur Offenlegung nach Art. 8 der Taxonomie Verordnung

Die EBA hat mit Datum 1. M├Ąrz 2021 den EBA Report ÔÇ×EBA REPORT – ADVICE TO THE COMMISSION ON KPIS AND METHODOLOGY FOR DISCLOSURE BY CREDIT INSTITUTIONS AND INVESTMENT FIRMS UNDER THE NFRD ON HOW AND TO WHAT EXTENT THEIR ACTIVITIES QUALIFY AS ENVIRONMENTALLY SUSTAINABLE ACCORDING TO THE EU TAXONOMY REGULATIONÔÇť  ver├Âffentlicht, der die im Nachhaltigkeitsbericht vorzunehmende Offenlegung im Kontext der Taxonomie Verordnung konkretisiert. Im Wesentlichen sieht der EBA Advice vor, dass der KPI Green Asset Ratio f├╝r das Bankbuchgesch├Ąft bzw. entsprechende KPIs f├╝r das au├čerbilanzielle Gesch├Ąft (FinGuar und AuM) und weitere KPIs f├╝r das Provisionsgesch├Ąft offenzulegen sind. Die GAR gibt an, in welchem Umfang Taxonomie-konforme Finanzierungen in Eigen- und Fremdkapital durchgef├╝hrt werden. F├╝r das Handelsbuch ist vor Allem eine Beschreibung von Aktivit├Ąten (Kauf und Verkauf nachhaltiger Assetklassen), Trends, Limite und Investment Policies vorgesehen, ohne dass eine GAR oder eine vergleichbare Gr├Â├če anzugeben ist.

Update zur Diskussion der IFRS Foundation zur Errichtung eines zentralen Standardsetters f├╝r die Regulierung von nichtfinanziellen Informationen

Am 1. Februar 2021 diskutierten die Treuh├Ąnder der IFRS Foundation ├╝ber die R├╝ckmeldungen zu ihrer Konsultation zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (wir berichteten hierzu im November 2020). Folgende drei Fragen standen dabei im Fokus:

  1. Bedarf f├╝r einen zentralen Standardsetter
  2. Rolle der IFRS Foundation bei der Entwicklung von Standards
  3. Voraussetzungen f├╝r den Erfolg bei der Etablierung eines Standardsetters

Weihnachtsgr├╝├če

Liebe Leserinnen und Leser,

ein ungew├Âhnliches Jahr liegt hinter uns. Wir haben den Lockdown im Fr├╝hjahr gut gemeistert, w├Ąhrend den Lockerungen im Sommer sicherlich etwas aufgeatmet und bleiben im aktuellen Lockdown optimistisch.

Wir w├╝nschen Ihnen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest. F├╝r das neue Jahr w├╝nschen wir Ihnen Gesundheit, Gl├╝ck und Zufriedenheit! 

Wir freuen uns schon, Sie im Jahr 2021 weiterhin ├╝ber aktuelle Themen rund um die Bilanzierung und Finanzfunktion informiert zu halten. 

Ihre
Judith Gehrer, Joachim Krakuhn und Peter Sch├╝z

IFRS Foundation diskutiert ├╝ber ihr ver├Âffentlichtes Konsultationspapier zur Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die Treuh├Ąnder der IFRS Foundation haben am 17. November 2020 zwei Webcasts durchgef├╝hrt, in denen sie ├╝ber die Einrichtung eines zentralen Standardsetters f├╝r die Regulierung von nichtfinanziellen Informationen diskutiert haben. Basis der Diskussion stellte das im September 2020 von der IFRS Foundation ver├Âffentlichte Konsultationspapier zur Nachhaltigkeitsberichterstattung dar (Consultation Paper on Sustainability Reporting), in dem hinterfragt wird, ob der Markt grunds├Ątzlich den Bedarf f├╝r einen zentralen Standardsetter sieht, welche Rolle das IASB dabei einnehmen sollte und wie der Umfang dieser Rolle zu definieren w├Ąre.

Die Treuh├Ąnder der IFRS Foundation sind der Auffassung, dass die Errichtung eines ÔÇťSustainability Standards BoardÔÇŁ (SSB) unter der Schirmherrschaft der IFRS Foundation m├Âglich ist. In Bezug auf die inhaltliche Entwicklung von Standards w├╝rde das SSB auf den bereits erarbeiteten Anforderungen anderer Institutionen und Initiativen, wie bspw. TCFD, IIRC, GRI und SASB, aufsetzen und sich insbesondere auf klimabezogene Risiken konzentrieren.

Die konkrete Ausgestaltung einer (verpflichtenden) ├ťbernahme solcher Standards f├╝r alle IFRS-Anwender soll dabei, vor allem auch in Zusammenarbeit mit Vertretern verschiedener Interessengruppen, zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt genauer ausgearbeitet werden. 

Die Kommentierungsfrist zum Konsultationspapier endet am 31. Dezember 2020. Im ersten Quartal 2021 erfolgt die Analyse der R├╝ckmeldungen sowie die n├Ąchste Diskussion der IFRS Foundation Treuh├Ąnder. Das Konsultationspapier finden Sie hier.

Regierungsentwurf zu ESEF wurde beschlossen

Umsetzungsgesetz zur Transparenzrichtlinie-├änderungsrichtlinie f├╝r ein europ├Ąisches einheitliches elektronisches Format (ESEF) f├╝r Jahresfinanzberichte

Am 22. Januar 2020 wurde der Regierungsentwurf des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-├änderungsrichtlinie f├╝r ein einheitliches elektronisches Berichtsformat (European Single Electronic Format, ESEF) beschlossen. Danach m├╝ssen kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Jahresfinanzberichte in einem einheitlichen elektronischen Format ver├Âffentlichen. Die neuen Formatvorgaben sind erstmals auf Jahres- und Konzernabschl├╝sse sowie Lage- und Konzernlageberichte anzuwenden, die f├╝r das nach dem 31. Dezember 2019 beginnende Gesch├Ąftsjahr aufgestellt werden.

Am vorangegangenen Referentenentwurf war insbesondere kritisiert worden, dass es sich durch den Bezug zu ESEF in den sogenannten ÔÇ×AufstellungsparagraphenÔÇť des HGB bei dem neuen Format nicht um ein reines Offenlegungsformat wie in den anderen EU-L├Ąndern handeln w├╝rde. Dieser Bezug, sowie die Pflicht zu einer elektronischen Signatur des Formats, wurden im Regierungsentwurf entfernt.

Der Aufstellungsprozess sowie das Verfahren zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses bleiben somit unber├╝hrt, wie es in der Gesetzesbegr├╝ndung hei├čt. Gleichwohl wird zuk├╝nftig die Pr├╝fung des Offenlegungsformats durch den Abschlusspr├╝fer im Rahmen der Abschlusspr├╝fung verlangt, der dar├╝ber in einem gesonderten Abschnitt des Best├Ątigungsvermerks berichten muss.

Die berichtenden Unternehmen m├╝ssen somit eine ESEF-konforme Offenlegung der Abschl├╝sse und Lageberichte sicherstellen. Die Offenlegung erfolgt im sogenannten XHTML-Format inklusive einer Auszeichnung (ÔÇ×TaggingÔÇť) der IFRS-Konzernabschl├╝sse in der iXBRL-Technologie mithilfe der ESEF-Taxonomie. Diese basiert gr├Â├čtenteils auf der IFRS-Taxonomie und wird analog zu dieser regelm├Ą├čig aktualisiert.

Handlungsbedarf

Unternehmen m├╝ssen jetzt die ESEF-Taxonomie auf ihre bestehenden Gliederungsstrukturen und Darstellungsformen im Konzernabschluss anwenden. Die fachliche Herausforderung liegt hierbei in der Zuordnung der individuellen IFRS-Abschlusselemente zu den Taxonomie-Elementen, insbesondere wenn diese nicht eindeutig ist. Von der Taxonomie abweichende Bilanzstrukturen, zum Beispiel aufgrund von Bank- oder Versicherungsspezifika, die in der Taxonomie nicht ber├╝cksichtigt sind, k├Ânnen dazu f├╝hren, dass ein Unternehmen sogenannte Erweiterungen (ÔÇťExtensionsÔÇŁ) zur Taxonomie einf├╝hren und eine Verankerung auf ein bestehendes Taxonomie-Element durchf├╝hren muss.

Zur Erstellung des elektronischen Formats und zur Unterst├╝tzung des Taggings sollte rechtzeitig eine unterst├╝tzende Software ausgew├Ąhlt werden und Auswirkungen auf die bestehenden Berichtsprozesse und erforderliche Anpassungen an Tools, die daf├╝r aktuell im Einsatz sind (z.B. Disclosure Management Tools), analysiert und umgesetzt werden.

Auch die ESMA hat das Thema ESEF in den Pr├╝fungsschwerpunkten f├╝r die in 2020 durchzuf├╝hrenden Pr├╝fungen kommuniziert. Sie erwartet, dass die betroffenen Inlandsemittenten alle notwendigen Schritte unternehmen, um die neuen ESEF-Anforderungen zeitnah zu erf├╝llen.

Pr├╝fungsrisiken k├Ânnen durch fr├╝hzeitiges Probetagging und Qualit├Ątssicherung minimiert werden.

Den Gesetzestext finden Sie auf den Seiten des Bundesministerium f├╝r Justiz und f├╝r Verbraucherschutz (BMJV) https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/Format_Jahresfinanzrichtlinie.html

Weihnachtsgr├╝├če

Liebe Leserinnen und Leser,

wir w├╝nschen Ihnen und Ihren Familien ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und f├╝r das neue Jahr Gesundheit, Gl├╝ck und Zufriedenheit.

Wir freuen uns schon, Sie im kommenden Jahr weiterhin ├╝ber aktuelle Themen im Accounting und in der Finanzfunktion zu informieren.

Ihre
Judith Gehrer, Mich├Ęle F├Ąrber, Peter Flick, Joachim Krakuhn, Sven Meyer und Peter Sch├╝z