Kategorie: Versicherungen

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Follow-up zur Diskussionsbereitschaft des IASB bzgl. der √Ąnderungen an IFRS 17

In seiner Sitzung am 20.¬†November 2019 wurden dem International Accounting Standard Board (IASB) vom Staff die wesentlichen Ergebnisse der 122 eingereichten Stellungnahmen zum ED/2019/4 zur Entscheidung √ľber das weitere Vorgehen vorgelegt (siehe auch unseren Blogbeitrag vom 13. November 2019).

Das Feedback aus den Stellungnahmen wurde vom Staff in die folgenden drei Kategorien zusammengefasst (√úberblick √ľber die Themen):

  1. Vorgeschlagene √Ąnderungen, mit der Empfehlung, sie zu best√§tigen (sechs Themen)
  2. Themen zur Klärung (13 Themen)
  3. Sachverhalte, die aus Sicht des Staffs nicht weiter zu betrachten sind (14 Themen)

Alle 14 Boardmitglieder sind damit einverstanden, die sechs vorgeschlagenen √Ąnderungen, die das IASB Staff als abgeschlossen ansieht, in einer zuk√ľnftigen Sitzung zu best√§tigen.

Gleichzeitig einigen sich die 14 Boardmitglieder, √ľber m√∂gliche √Ąnderungen an den 13 vom Staff vorgeschlagenen Themen auf Basis einer weiteren Analyse durch das Staff in den Sitzungen im Zeitraum von Dezember 2019 bis Februar 2020 zu entscheiden.

Dabei nennt das Staff die folgenden 13 Themen, welche dem Board auf Grundlage des Feedbacks zur Klärung vorlegt werden (Link):

  • Ausschluss vom Anwendungsbereich f√ľr Kreditkarten,
  • Erwartete Wertaufholung der Cashflows i. Z. m. Abschlusskosten,
  • Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsvertr√§gen ohne direkte √úberschussbeteiligung entf√§llt,
  • Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsvertr√§gen bei gehaltenen R√ľckversicherungsvertr√§gen,
  • Anwendbarkeit der Risikominderungsoption,
  • Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17,
  • Verl√§ngerung einer tempor√§ren Befreiung von IFRS 9,
  • √úbergangserleichterungen f√ľr die Risikominderungsoption,
  • Geringf√ľgige √Ąnderungen,
  • Ebene der aggregierten j√§hrlichen Kohorten f√ľr Versicherungsvertr√§ge mit generations√ľbergreifender Risikoverteilung zwischen den Versicherungsnehmern,
  • Unternehmenszusammenschl√ľsse ‚Äď Vertr√§ge, die in ihrer Abwicklungsperiode erworben wurden,
  • Bewertungsparameter bei Zwischenabschl√ľssen,
  • Zus√§tzliche spezifische √úbergangsmodifikationen und Erleichterungen.

Weiterhin stimmen 13 Boardmitglieder zu, dass bez√ľglich der 14 Sachverhalte, welche aus Sicht des Staffs durch das Board nicht weiter zu betrachten sind, kein erneuter Diskussionsbedarf besteht. Die Boardmitglieder verst√§ndigen sich zudem darauf, einzelne in dieser Kategorie aufgef√ľhrte Themen auf Grund von Wechselwirkungen mit √§hnlichen Fragestellungen gegebenenfalls erneut zu diskutieren.

Die n√§chste Sitzung des IASB findet vom 9. – 12. Dezember 2019 statt. Wir werden Sie zeitnah √ľber die Entscheidungen und Ergebnisse aus den Diskussionen des Boards informieren.

Weitere Informationen können unter nachfolgenden Links aufgerufen werden:

ED/2019/4 zu √Ąnderungen an IFRS 17: M√∂gliche Diskussionsbereitschaft des IASB

Nach dem Feedback zum Exposure Draft (ED/2019/4) zu √Ąnderungen von IFRS¬†17 besteht die M√∂glichkeit der Diskussionsbereitschaft des IASB zu ausgew√§hlten Themen

Am 20. November 2019 tagt das International Accounting Standard Board (IASB) mit dem Ziel, die wesentlichen Ergebnisse der 122 eingereichten Stellungnahmen zum ED/2019/4 zu er√∂rtern und √ľber weitere Vorgehensweisen zu entscheiden.

Diesbez√ľglich wird durch das Staff das Feedback aus den Stellungnahmen in die folgenden drei Kategorien zusammengefasst:

  1. Vorgeschlagene √Ąnderungen, welche das Staff dem Board empfiehlt zu best√§tigen
  2. Sachverhalte, welche aus Sicht des Staffs durch das Board nicht weiter zu betrachten sind
  3. Themen, welche das Staff dem Board zur Klärung vorlegt

Zu den sechs vorgeschlagenen √Ąnderungen, die das IASB Staff als abgeschlossen ansieht, z√§hlen (Link):

  • Vereinfachter Ausweis von Versicherungsvertr√§gen in der Bilanz auf Grundlage von Portfolioebene statt auf Gruppenebene von Versicherungsvertr√§gen
  • Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsvertr√§gen mit direkter √úberschussbeteiligung entf√§llt.

Unter die 14 aus Sicht des Staffs nicht weiter zu betrachtenden Sachverhalte fallen unter anderem Themen wie (Link):

  • die Erstellung von Vergleichszahlen zur erstmaligen Anwendung von IFRS 17,
  • die Zahlungsstr√∂me innerhalb der Vertragsgrenzen in Zusammenhang mit gehaltenen R√ľckversicherungsvertr√§gen,
  • der Anwendungsbereich des Variable Fee Approaches im Hinblick auf aktive und passive R√ľckversicherungsvertr√§ge.

Bez√ľglich der 13 Themen, welche dem Board auf Grundlage des Feedbacks zur Kl√§rung vorlegt werden, nennt das Staff beispielsweise (Link):

  • die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS¬†17,
  • die Verl√§ngerung einer tempor√§ren Befreiung von IFRS¬†9,
  • die erwartete Wertaufholung der Cashflows i.¬†Z.¬†m. Abschlusskosten,
  • die Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsvertr√§gen ohne direkte √úberschussbeteiligung entf√§llt,
  • die Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsvertr√§gen bei gehaltenen R√ľckversicherungsvertr√§gen,
  • Unternehmenszusammenschl√ľsse – Vertr√§ge, die in ihrer Abwicklungsperiode erworben wurden,
  • Bewertungsparameter bei Zwischenabschl√ľssen

Dar√ľber hinaus f√ľhren einige Teilnehmer in deren Stellungnahmen auch bisher unber√ľcksichtigte Problemstellungen und Umsetzungsfragen an. Um gegebenenfalls Ma√ünahmen einzuleiten, werden s√§mtliche Themen, welche bisher nicht Gegenstand der Diskussionen zu IFRS¬†17 waren, entsprechend analysiert und dem Board in einer zuk√ľnftigen Sitzung vorgelegt. Gleichzeitig werden jedoch Bedenken ge√§u√üert, dass zum aktuellen Zeitpunkt der Implementierung weitere √Ąnderungen eher nachteilig sein k√∂nnen.

Das Staff weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass m√∂gliche √Ąnderungen weder die Grundprinzipien des IFRS¬†17 verletzen d√ľrfen, die bereits laufenden Umsetzungen unangemessen beeintr√§chtigen sollen noch eine weitere Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts zur Folge haben.

Next Steps:

Das IASB wird auf Basis der gelieferten Ausarbeitungen zu den R√ľckmeldungen hinsichtlich der vom Staff genannten Sachverhalte urteilen und √ľber die n√§chsten Schritte entscheiden. Das Staff plant, dem Board entsprechende Ausarbeitungen zu einzelnen Fragestellungen in den Sitzungen im Zeitraum von Dezember 2019 bis Februar 2020 vorzulegen. Der gew√§hlte Zeitplan erm√∂glicht es, das Feedback weiter zu pr√ľfen und die daraus resultierenden √Ąnderungen im Einklang mit dem im Exposure Draft dargelegten Zeitplan bis Mitte 2020 abzuschlie√üen.

F√ľr weitere Informationen k√∂nnen die Sitzungsunterlagen unter nachfolgendem Link aufgerufen werden:¬†https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/november/international-accounting-standards-board/

IASB ver√∂ffentlicht Exposure Draft zu √Ąnderungen an IFRS 17

Am 26. Juni 2019 hat das International Accounting Standard Board (IASB) den Exposure Draft (ED) zur √Ąnderung von IFRS¬†17 ver√∂ffentlicht. Die vorgeschlagenen √Ąnderungen sind darauf gerichtet, das Risiko einer Beeintr√§chtigung der bereits laufenden Umsetzung zu minimieren, die Grundprinzipien des Standards nicht zu √§ndern und die M√∂glichkeiten der Informationsgewinnung f√ľr die Anleger beizubehalten.

Der Exposure Draft umfasst die folgenden zu ändernden IFRS 17 Themen:

  1. Ausnahme vom Anwendungsbereich von Kreditkarten und anderen Darlehen, die ein Versicherungsrisiko √ľbernehmen
  2. Wertaufholung i. Z. m. Abschlusskosten f√ľr Erneuerungsrechte au√üerhalb der Vertragsgrenze
  3. Ausweitung der Definition der vertraglichen Servicemarge bzgl. Kapitalanlage-bezogenen Dienstleistungen und Kapitalrendite-bezogenen Dienstleistungen
  4. Gehaltene R√ľckversicherungsvertr√§ge: Verlustausgleich bei erstmaliger Erfassung, wenn zugrundeliegende Versicherungsvertr√§ge verlusttr√§chtig sind
  5. Darstellung in der Bilanz РAusweis auf Basis von Portfolio von Verträgen und nicht länger Gruppen von Verträgen
  6. Anwendbarkeit der Risikominderungsoption
  7. Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 und der temporären Befreiung von IFRS 9 Finanzinstrumente
  8. Modifikationen und Erleichterungen im √úbergangszeitpunkt

Dementsprechend enth√§lt der Exposure Draft √Ąnderungen am Anhang, den Illustrative Examples und der Basis for conclusion von IFRS¬†17.

Das Board hat im Hinblick auf die √Ąnderungen vorgeschlagen, das Inkrafttreten des Standards wie erwartet um ein Jahr auf 2022 zu verschieben.

√úber den folgenden Link gelangen Sie direkt zum Exposure Draft:
https://www.ifrs.org/-/media/project/amendments-to-ifrs-17/ed-amendments-to-ifrs-17.pdf?la=de

Die √Ėffentlichkeit hat bis zum 25. September 2019 die M√∂glichkeit den Exposure Draft zu kommentieren. Alle schriftlich eingereichten Kommentare werden ber√ľcksichtigt und das Board wird entscheiden, ob es mit den vorgeschlagenen √Ąnderungen an IFRS¬†17 fortfahren wird.

Das IASB ist jedoch der Meinung, dass die Stakeholder genug Zeit hatten, alle Herausforderungen und Bedenken zu identifizieren. Deshalb erwartet es keine Themen, die zu weiteren √Ąnderungen f√ľhren w√ľrden.

Die aus dem Exposure Draft entstandenen √Ąnderungen sollen erst Mitte 2020 ver√∂ffentlicht werden.

IFRS 17 ‚Äď Zusammenfassung des EFRAG Board Meeting am 13. Mai 2019

Am 13. Mai 2019 traten die Mitglieder des EFRAG Board und EFRAG TEG zu einer Sitzung zusammen. Wesentliches Ziel der Sitzung war es, das gesamte Board √ľber die Inhalte und Ergebnisse des EFRAG TEG Meetings im April 2019 zu informieren und m√∂gliche Fragen zu diskutieren.

Erster Themenschwerpunkt des EFRAG TEG Meetings waren die wesentlichen Ergebnisse aus der EFRAG IAWG Sitzung im März 2019:

  • Transition: Optionalit√§t und Vergleichsangaben im IFRS 17: Derzeit verlangt der IFRS 17 Vergleichsinformationen f√ľr ein Jahr anzugeben. Ein EFRAG TEG Mitglied wies jedoch darauf hin, dass nach IFRS 9 keine Vergleichsinformationen vorzuhalten sind. Diskutiert wurde ob die Anforderungen im IFRS 9 und IFRS 17 hinsichtlich dieses Punktes angeglichen werden sollten.
  • Transition: Option zur Risikominderung und OCI: Festgehalten werden kann, dass insbesondere hinsichtlich des Hedge Accounting aus Sicht von EFRAG noch mehr Input notwendig ist. Um die erforderlichen Informationen zu erlangen, wird ein Fragebogen zum Thema Hedge Accounting ver√∂ffentlicht. In diesem Zusammenhang hat das IASB vorl√§ufig beschlossen, Unternehmen die M√∂glichkeit zu geben, die Option zur Risikominderung prospektiv ab dem √úbergangszeitpunkt von IFRS 17 (d.h. ein Jahr vor dem Inkrafttreten von IFRS 17 zum 1. Januar 2022) anzuwenden.
  • Behandlung von Investmentkomponenten innerhalb eines Versicherungsvertrags: Das TRG diskutierte bereits am 4. April 2019 ob die Sch√§rfung des Begriffs und der Definition der Investmentkomponente nach IFRS 17 zu einem besseren Verst√§ndnis f√ľhren w√ľrde. Im Ergebnis wurde seitens des TRG kein √Ąnderungsbedarf festgestellt. Die EFRAG kam zu keiner abweichenden Entscheidung.

Dar√ľber hinaus wurden von der EFRAG als √§nderungsbed√ľrftig identifizierte Punkte im IFRS 17 diskutiert:

Bereits im September 2018 hatte die EFRAG ihre Bedenken hinsichtlich bestimmter Aspekte des IFRS 17 in einem Schreiben an das IASB zum Ausdruck gebracht. Insgesamt identifizierte die EFRAG sechs Themenfelder die in Vorbereitung eines Entwurfs f√ľr eine Endorsement Empfehlung weiter gepr√ľft werden sollten:

Drei der sechs Punkte wurden im EFRAG TEG Meeting am 17. April 2019 zur Diskussion gestellt:

  • CSM Amortisation (Vertr√§ge, die eine Investmentkomponente beinhalten): In seiner Sitzung im Januar hat das IASB vorl√§ufig entschieden, dass die Amortisation der CSM nach dem allgemeinen Model dahingehend ge√§ndert werden soll, dass diese sowohl den Versicherungsschutz als auch die Investmentbezogene Dienstleistung reflektiert, soweit der Vertrag eine Investmentkomponente enth√§lt. Einige EFRAG Mitglieder merkten in diesem Zusammenhang an, dass es Vertragskonstellationen geben kann, in denen es Investmentbezogene Aufwendungen gibt aber keine Investmentkomponente oder umgekehrt. Beispielhaft wurde in diesem Zusammenhang eine aufgeschobene Rentenversicherung aus UK genannt.
  • R√ľckversicherungen (verlustbringende Erstversicherungsvertr√§ge, die nach R√ľckversicherung profitabel sind: Das IASB hat sich in seiner Sitzung im Januar 2019 vorl√§ufig darauf geeinigt, IFRS 17 so zu √§ndern, dass der Gewinn aus der R√ľckversicherung sofort erfolgswirksam wird, wenn ein Verlust aus einem zugrundeliegenden belasteten Versicherungsvertrag erfasst wird. Nach Ansicht des IASB besteht bei proportionalen Vertr√§gen ein direkter Zusammenhang zwischen der R√ľckversicherung und den zugrundeliegenden Vertr√§gen bei Vertragsabschluss. Das hei√üt, Sch√§den werden vom R√ľckversicherer zu einem bestimmten Prozentsatz der dem Versicherer entstandenen Sch√§den erstattet. Auf ihrer Februar-Sitzung erkl√§rten die Mitglieder der EFRAG IAWG, dass die vorl√§ufige Entscheidung zwar willkommen sei, das Ergebnis jedoch von der Definition der proportionalen R√ľckversicherung abh√§nge und eine L√∂sung f√ľr die nichtproportionale R√ľckversicherung gefunden werden m√ľsse.
  • Transition (modifizierter retrospektiver Ansatz)

F√ľr das IAWG Meeting am 16. Mai 2019 wurde ein Fragebogen entwickelt, um die Problemstellungen hinsichtlich der CSM Amortisation und nicht proportionalen R√ľckversicherung zu verifizieren und L√∂sungen zu entwickeln.

Erste Lösungsansätze werden am 16. Mai 2019 erwartet.

Das EFRAG Board hatte keine weiteren Anmerkungen zu den hier genannten Punkten.

Die dem Meeting zugrundeliegenden Agenda-Paper können unter folgenden Links gefunden werden:
EFRAG Board:
https://www.efrag.org/Meetings/1806151206144483/EFRAG-Board-webcast-meeting-May-2019

EFRAG TEG/EFRAG IAWG:
https://www.efrag.org/Meetings/1807131508459721/EFRAG-TEG-meeting-April-2019

TRG:
https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/april/ifrs-17-transition-resource-group/

Transition Resource Group (TRG) f√ľr IFRS 17 diskutiert im April Investmentkomponenten

Die TRG traf am 4. April 2019 in London zu ihrem 5. Meeting zusammen, um Themen im Zusammenhang mit der Behandlung von Investmentkomponenten in IFRS 17 sowie weitere Themen zu diskutieren. Das IASB hat insgesamt 127 Anträge erhalten, von denen 46 in dieser Sitzung behandelt wurden.

Im Vordergrund der Diskussion stand das Paper zu Investment Komponenten. Darin wurden drei Fragestellungen analysiert:

1. Bestimmung, ob ein Versicherungsvertrag eine Investmentkomponente beinhaltet

Unter einer Investmentkomponente werden alle Betr√§ge verstanden, die ein Versicherungsunternehmen an einen Versicherungsnehmer zur√ľckzuzahlen hat, selbst dann, wenn kein Versicherungsfall eintritt (IFRS¬†17, Anhang und IFRS¬†17BC34). Entscheidend ist dabei, dass die Zahlung in jedem Fall zu leisten ist.

Wesentlicher Diskussionspunkt des Meetings war die Frage, ob die Definition des Begriffs der Investmentkomponente nicht hinreichend klar ist. Die TRG-Mitglieder diskutierten dabei, ob eine Anpassung der Definition der Investmentkomponente durch den Zusatz, dass diese ‚Äěunter allen Umst√§nden‚Äú zu zahlen ist, das Begriffsverst√§ndnis pr√§zisieren w√ľrde. Einige Mitglieder f√ľhrten hiergegen an, dass die Pr√§zisierung durch den Zusatz ‚Äěunter allen Umst√§nden‚Äú die Gefahr birgt, dass die Definition der Investmentkomponente dadurch zu sehr eingegrenzt und m√∂gliche Sonderf√§lle in der Umsetzung des Standards zu Schwierigkeiten f√ľhren k√∂nnten.

Die Mitglieder des TRG Mitglieder kamen insgesamt zu dem Schluss, dass der Begriff zu präzisieren ist und empfehlen dem IASB insoweit die Anpassung des Standards.

2. Beurteilung, ob die Investmentkomponente ‚Äědistinct‚Äú ist

IFRS¬†17 verlangt, dass abgrenzbare (‚Äědistinct‚Äú) Investmentkomponenten von einem Versicherungsvertrag zu trennen – und gem√§√ü IFRS¬†9 zu bilanzieren sind. Die TRG-Mitglieder diskutierten dabei insbesondere, wann die Kriterien f√ľr ‚Äědistinct‚Äú in IFRS17.B31 und ‚Äěnot highly interrelated‚Äú erf√ľllt sind, was bedeutet, dass die Investmentkomponente und die Versicherungskomponente nicht einzeln bewertbar sind und eine Komponente ohne Existenz der anderen keinen Nutzen bringt.

Hinsichtlich des Themas ergaben sich keine gro√üen Diskussionspunkte und keine √Ąnderungsw√ľnsche an das IASB.

3. Ermittlung des Betrages dieser Investmentkomponente.

Soweit die Investmentkomponente ‚Äědistinct‚Äú ist, erfolgt die Bewertung nach IFRS¬†9. Ist die Investmentkomponente jedoch ‚Äěnicht distinct‚Äú, regelt IFRS¬†17, dass der Betrag, der einer Investmentkomponente zuzurechnen ist, nicht als Teil des ‚Äěinsurance revenue‚Äú oder der ‚Äěinsurance service expenses‚Äú auszuweisen ist. Dar√ľber hinaus regelt IFRS¬†17, dass eine seperate Bewertung des Betrags einer Investmentkomponente erst im Moment der Erfassung des Versicherungsergebnisses erfolgt.

Das Board hat beschlossen, dass Unternehmen die Investmentkomponente identifizieren m√ľssen, wenn Ums√§tze und angefallene Anspr√ľche erfasst werden. Der Standard erl√§utert jedoch nicht, wie dieser Betrag zu ermitteln ist.

Die TRG-Mitglieder kamen zu dem Entschluss, dass es auch bei einer nicht unterscheidbaren Investmentkomponente M√∂glichkeiten gibt, diese zu bestimmen. Es k√∂nnte beispielsweise bei einem unk√ľndbaren Lebensversicherungsvertrag (Auszahlung ab Todesfall oder F√§lligkeit) eine Barwertberechnung m√∂glich sein. Dies setzt voraus, dass der Betrag bei F√§lligkeit auf den Todeszeitpunkt abgezinst wird. Hingegen betonten mehrere TRG-Mitglieder, dass in vielen F√§llen, wie zum Beispiel bei einem vertraglich geregelten Barauszahlungsbetrag, keine zus√§tzliche Berechnung erforderlich sei. Angesichts einer unterscheidbaren Investmentkomponente w√§re die Berechnung des Barwerts oder die Unterscheidung zwischen Beitragsr√ľckerstattung und Investmentkomponente nicht notwendig.

 

Die Transition Resource Group unterst√ľtzt das IASB bei Umsetzungsfragen im Zusammenhang mit der Implementierung von IFRS¬†17.

Die dem Meeting zugrundeliegenden Agenda Papers können unter dem folgenden Link abgerufen werden: https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/april/ifrs-17-transition-resource-group/

Die PwC Zusammenfassung des Meetings kann in unserem In Transition Dokument nachgelesen werden

IFRS 17 Round Table – PwC Munich

For the English version please scroll down.

Intensiver Austausch der Versicherer beim aktuellen IFRS 17 Round Table bei PwC

Die im PwC Office in M√ľnchen Ende letzter Woche durchgef√ľhrte Veranstaltung rund um das Thema IFRS 17 war ein gro√üer Erfolg. Eine Vielzahl von Teilnehmern gro√üer deutscher Versicherungskonzerne, wie auch Vertreter von Tochterunternehmen internationaler Versicherungsgruppen, kamen zusammen und konnten die Gelegenheit nutzen, intensiv √ľber Status und aktuelle Erfahrungen zu IFRS 17 zu sprechen.

Es wurde deutlich, dass es sich bei der IFRS 9/IFRS 17 Implementierung um mehr als eine blo√üe Umsetzung eines technischen Accounting Standards handelt. So brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt, indem er sagte, dass die gesamte traditionelle Organisation des Unternehmens durch IFRS ber√ľhrt sein wird und die traditionellen Abteilungsgrenzen in Folge der notwendigen intensiven Zusammenarbeit schwinden. Die Erfahrungen aus den Projekten zeigen weiterhin, dass ein modernes Mindset, u.a. von Aktuaren mit tiefem Accounting-Backround, aber genauso auch umgekehrt von Accountants mit entsprechendem Verst√§ndnis f√ľr die versicherungstechnische Bewertung ein Schl√ľssel bei der Implementierung und auch beim erfolgreichen Regelbetrieb in der Zukunft sein wird.

Weiterhin ist nach den ersten Erfahrungen der Teilnehmer Actuarial Modernization f√ľr die Unternehmen in Zusammenhang mit IFRS¬†17 mehr als nur ein Schlagwort: Um die Timeline in den engen Berichtsfristen halten zu k√∂nnen, ist es erforderlich, ‚Äěend-to-end‚Äú auf die Abl√§ufe zu blicken. Ein von Beginn an klarer strategischer Blick auf den Gesamtprozess, Datenfluss und die Zielarchitektur werden zum wesentlichen Erfolgsfaktor. Dazu geh√∂rt nat√ľrlich auch, dass schnelle Rechentools und auch das Nutzen von Cloud-basierten Rechenkapazit√§ten wichtige Bausteine bei der FastClose-f√§higen Umsetzung des Standards sind.

Selbstverst√§ndlich durfte in einem aktuellen Austausch zu IFRS 17 nicht fehlen, dass man auch einen Blick auf grundlegende Einsch√§tzungen zur Standard-Interpretation trifft. Hervorzuheben sind dabei die Diskussionen, die zum Thema Level of Aggregation / Group of Contract gef√ľhrt wurden und bei denen sich zeigte, dass in der Branche unterschiedliche Strategien f√ľr eine optimale, individuelle Implementierung gefahren werden – dies gilt nicht nur f√ľr das langlaufende Gesch√§ft in der Personenversicherung, sondern bereits f√ľr die landl√§ufig als einfacher erachtete Umsetzung der Standard-Anforderungen f√ľr das P&C Gesch√§ft. Gerade hierbei wurde deutlich, welche vielf√§ltigen Fragen sich ergeben, wenn strategische Herausforderungen hinsichtlich der Revolutionierung der traditionellen Pricings und eines verst√§rkten dynamischen Wettbewerbsumfelds auf eine neue Account-Welt treffen.

Last but not least wurde in der Diskussionsrunde betont, dass der IFRS 17 Standard eigentlich das Ziel habe, die Kommunikation mit den Stakeholdern am Kapitalmarkt, Investoren und Analysten, zu verbessern. In dem Zusammenhang ist die Festlegung einer neuen geeigneten KPI-Metrix und die F√§higkeit der Unternehmen, die Gesch√§ftsentwicklung anhand dieser Kenngr√∂√üen den Stakeholdern darlegen zu k√∂nnen, ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Erfahrungsaustausch Ende letzter Woche zeigte, dass diese Grundgedanken bereits fr√ľhzeitig beim Aufsatz der Implementierungsprojekte ber√ľcksichtigt werden sollten und dann auch wertvolle Impulse bringen, damit die individuellen L√∂sungen der Unternehmen sich strategisch in die richtige Richtung bewegen und die richtige Fokussierung in theoretischen Diskussionen nicht verloren geht.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Alexander Dotterweich oder Sven Stark

First of our European IFRS 17/Finance Transformation Round Table in Munich

In our PwC office in Munich we had a successful round table meeting on Thursday afternoon where almost all of the German insurance companies next to subsidiaries from international insurance groups came together and discussed intensely about their status and experiences on IFRS 17.

It got obvious that IFRS 9/IFRS 17 is much more than only technical standard interpretation. One of the participant made the point that the whole traditional organization of the companies will be affected as one of the core needs of IFRS 17 is to bring people from different departments together. People with modern technical mindset, being actuaries with good actuarial mindset and vice versa are the best resources.

It also was clear that actuarial modernization is key and that the companies advanced in IFRS 17 have a clear strategic view on the whole processes and data flow, actuarial architecture in an end to end view.

There had as well been an intense discuss on closing process acceleration known as one of the key challenges for IFRS 9/17 implementation and it got confirmed that faster actuarial toolset and cloud solutions will be key items for a successful implementation.

Of course there had been shared experience on basic questions in the early parts of IFRS9/17 projects, as an example on granularity of segmentation and definition of group of contracts and it got obvious that there are really different views on the optimal strategy for each company. ‚Äď Not only for the more complex long-term business but already under the quite simple PAA for P&C business — Here thinking ahead on new products and pricing technics and needed flexibility in pricing also is already a key topic for the market players that will impact the accounting approach.

One of the last but most important points was that it got clear that it would be the wrong way to forget that IFRS 9/17 standard had been initiated to improve communication of the insurance companies to their investors and financial analysts. The KPI metrics and getting the company in position to present the IFRS results and its drivers to the market, this needs to be taken into the scope of project at an early stage to get and stay on the best way for a successful implementation.

If you have any questions please contact  Dr. Alexander Dotterweich or Sven Stark.

IFRS 17: IASB folgt den Vorschlägen des Staffs

In seinem Meeting vom 14. M√§rz 2019 hat das IASB √ľber die letzten noch ausstehenden Themenfelder entschieden.

Das IASB folgte bei allen verbliebenen offenen Themen den Empfehlungen des Staffs:

  • Gruppenbildung (‚ÄěLevel of aggregation‚Äú)
    Agenda Papers 2A-2C
    Das IASB hat vorl√§ufig entschieden, die Verpflichtung Versicherungsvertr√§ge nach IFRS 17 in Jahreskohorten zu gruppieren, beizubehalten. Das Board betonte in seiner Sitzung erneut, dass die Bildung von Jahreskohorten einer der wesentlichen Vorteile des neuen Standards, dessen Ziel es ist die Vergleichbarkeit und Transparenz von Versicherungsunternehmen zu erh√∂hen, darstellen. Die Bildung von Jahreskohorten erh√∂ht die Transparenz auf die Profitabilit√§t eines Versicherungsunternehmens (fr√ľhzeitige Erkennung von Trends) und vermeidet eine Gewinnrealisierung erst nach Ende der Deckungsperiode. Das IASB sieht darin erheblichen Nutzen sowohl f√ľr die Anleger als auch f√ľr das Management. Hans Hoogervorst wies erg√§nzend auf die Bedeutung dieses Prinzips als Beitrag zur Finanzstabilit√§t hin.
    Dem Board ist bewusst, dass die √Ąnderungen enorme Implementierungskosten bergen und wies gleichzeitig auf die bereits einger√§umten Zugest√§ndnisse im Hinblick auf die Gruppenbildung hin (z.B. Privatkundenkredite f√ľr die es unter IFRS 9 keine M√∂glichkeit gibt diese zusammen zu fassen). Daneben wies das Board bzgl. des illustrierten Beispiels zur Mutualisierung daraufhin hin, dass auch weitere Zahlungsstromallokationsmechanismen f√ľr eine Gruppenbildung anwendbar sein k√∂nnen. Ferner ist das IASB der Branche hinsichtlich zus√§tzlicher Aggregierung bereits durch die vorl√§ufige Entscheidung entgegengekommen, dass Versicherungsvertr√§ge zuk√ľnftig auf h√∂herer Aggregationsebene als bisher (Portfolien statt Gruppen) getrennt nach Vertr√§gen in Asset-Position und solchen in Liability-Position auszuweisen sind.
  • Kreditkartenversicherungen (‚ÄěCredit cards that provide insurance coverage‚Äú)
    Agenda Papers 2D
    Kreditkartenversicherungen, f√ľr die das Risiko f√ľr den Einzelvertrag nicht individuell bestimmt werden kann, werden vom Anwendungsbereich des IFRS 17 ausgeschlossen. Eine der wesentlichen Gr√ľnde f√ľr diese Entscheidung, ist die nach IFRS 17 viel st√§rker vorgesehene Trennung von Versicherungskomponenten und Finanzkomponenten.
  • √Ąnderung der √úbergangsvorschriften: Option der Risikominderung (‚ÄěTransition requirements- risk mitigation option‚Äú)
    Agenda Paper 2E
    Die Übergangsvorschriften sollen dahingehend geändert werden, dass den Unternehmen die Möglichkeit eröffnet wird, die Option zur Risikominderung prospektiv ab dem Übergangszeitpunkt von IFRS 17 anzuwenden.
    Macht das Unternehmen von der Option zur Risikominderung Gebrauch, hat das Unternehmen zum ‚ÄěTransition date‚Äú die M√∂glichkeit Vertr√§ge mit direkter √úberschussbeteiligung, f√ľr die der retrospektive Transitionansatz anzuwenden w√§re, stattdessen prospektiv zum Fair Value Transitionansatz zu bewerten
  • Darlehen, die ein erhebliches Versicherungsrisiko √ľbertragen (‚ÄěTransition requirements- Loans that transfer significant insurance risk‚Äú)
    Agenda Paper 2F
    Die √úbergangsvorschriften in IFRS 17 f√ľr Darlehen, die ein bedeutendes Versicherungsrisiko √ľbertragen, wenn ein Unternehmen beschlie√üt, die Vorschriften des IFRS 17 auf solche Portfolien anzuwenden, sollen beibehalten werden.
    Die √úbergangsvorschriften solche Darlehen nach IFRS 9 zu bewerten, sollen ebenfalls beibehalten werden, soweit die erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 zeitlich nicht auseinanderfallen.
    Die Mitarbeiter des IASB sieht jedoch √Ąnderungsbedarf bei den √úbergangsvorschriften des IFRS 9, wenn Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 und IFRS 9 zeitlich auseinanderfallen. Die √Ąnderungsempfehlungen f√ľr die √úbergangsvorschriften solcher Darlehen in IFRS 9 sind in Agenda Paper 2F erl√§uternd dargestellt.
  • √Ąnderungen der Angabepflichten (‚ÄěAmendments to disclosure requirements resulting from the Board`s tentative decisions to date‚Äú)
    Agenda Paper 2G
    Die Angabepflichten sollen im Hinblick auf eine quantitative Angabe der erwarteten Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung der am Ende der Berichtsperiode verbleibenden vertraglichen Servicemarge angepasst werden (Wegfall der Möglichkeit nur qualitative Angaben zu machen). Ferner sollen sie um eine spezifische Angabe des Ansatzes zur Bewertung der relativen Gewichtung der Leistungen aus Versicherungsschutz und anlagebezogenen Dienstleistungen oder Renditeerzielungsleistung erweitert werden.
    Dar√ľber hinaus sollen Verm√∂genswerte, die durch den Erwerb von Versicherungsgesch√§ften geschaffen wurden und zu Beginn und am Ende der Periode noch nicht in der Bewertung einer Gruppe von Versicherungsvertr√§gen enthalten sind, √ľbergeleitet werden und um eine quantitative Angabe der erwarteten Einbeziehung dieser Erwerbs-Cashflows in die Bewertung von zugeh√∂rigen Versicherungsvertr√§gen erg√§nzt werden, wenn die entsprechenden Versicherungsvertr√§ge erfasst werden

Die folgenden Agenda Papiere lagen dem Meeting zugrunde: (https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/march/international-accounting-standards-board/

Im April 2019 will das IASB die Entscheidungen √ľber die Themenfelder als ‚ÄěGesamt√§nderungspaket‚Äú √ľberpr√ľfen. Geplant ist noch im ersten Halbjahr 2019 einen Exposure Draft zu ver√∂ffentlichen.

IFRS 17 postponement: keep your key people on board

The one-year postponement admittedly gives insurers more time for the implementation of IFRS 17. Yet, prolongations also entail project risks. The acid test will be how to keep people motivated and how to keep their additional workload associated with IFRS 17 manageable, without losing momentum. These issues must be addressed proactively.

Please also check out our White Paper, being published tomorrow, January 15.

More time ‚Äď more trouble

IFRS 17, the new insurance contracts standard, was issued by the International Accounting Standards Board (IASB) in May 2017, with a mandatory effective date of annual periods beginning on or after 1 January  2021. In November 2018, this deadline was deferred by one year, the initiative will now become effective on 1 January 2022. At the same time, the IASB has also decided to extend the temporary exemption for insurers to apply the financial instruments standard, IFRS 9, so that both IFRS 9 and IFRS 17 can be implemented at the same time.

The one-year postponement of IFRS 9/17 gives insurers much needed additional time for the implementation of the standard and for the alignment of the internal systems. For many insurers adaption to IFRS 9/17 makes part of running finance transformation projects. For that reason, the postponement can be used as an opportunity to optimise the finance function, which goes further than compliance only. The current roadmap can be re-evaluated, more time can be spent on mitigating the risk of failure to deliver. One more year might also whet an appetite for expanding the scope significantly, with a big impact on costs.

The focus is on how to avoid another full year of escalating costs, and there are many technical papers related to the IFRS 9/17 implementation and its postponement. However, the people involved are one key topic that seems to be considerably lower on everyone’s agenda, albeit a make or break element in your IFRS 9/17 programme. Most IFRS 9/17 initiatives are projects that run over the course of many years. Any extension by one more year might easily be perceived as a never-ending story or a bottomless pit. If this postponement is destined to be a success, the project’s implementation needs to be pushed ahead, costs will have to be reined in, and people will have to be kept motivated at the same time.

Lavish some well-deserved attention on your people

At most insurance companies, IFRS 17 project teams are running their project tasks in addition to their daily jobs. Their additional workload associated with IFRS 17 must be kept manageable. It may be useful, in this case, to dedicate part of the additional year to taking a break from implementation. This might allow teams to take stock of what they have achieved so far and to ask critical questions on how their limited resources are spent. However, decreasing the pace could have a detrimental effect on team motivation and even stall the process altogether.

Whatever the case may be, for project teams an extra year means another year of long hours, dry-runs and even more ¬ęwhat-would-it-be-like-if-we-did¬Ľ requests. How the workload of these key individuals is expanded by another year will cause significant issues for the overall project success. The concerned companies are well advised to address people-related issues of the IFRS 9/17 initiatives proactively. Four concrete actions help to ensure the successful completion of your project:

Listen carefully and enable delegation

People lose their drive and efficiency when working on a single topic only ‚Äď especially if this topic is piled on top of their ¬ędaily¬Ľ workload. Listen carefully and take ¬ęheavy-workload-complaints¬Ľ seriously.

    • Set up 1:1 coaching workshops for key players to investigate tasks that can be delegated.
    • Investigate line substitution options to free up resources by bringing in new people for a certain period of time. Fresh graduates and students can make a big difference.

Facilitate the replacement of project team members

Replacing project team members increases the workload as there will be handovers and training time for the programme, its mission and the content developed.

    • Enable smart on-boarding of new staff with the help of welcome packages.
    • Explain the scope, design criteria and decision processes in detail.
    • These measures will reduce the time you need to get your new staff up to speed.

Do not reinvent the wheel

New project team members bring in new ideas ‚Äď and they challenge existing decisions. This might ensue many prolonged and unfruitful discussions that might re-open the scope and put approved deliverables at risk.

  • Create clear records of scope and decisions taken.
  • This is especially important for the programme parts that remain stable.
  • There is no need to reinvent the wheel, written sign-offs and approvals can be useful enough.

Treat your key people well

Market demand for experts is increasing as industry players are looking to acquire key talents with deep knowledge and practical experience in the impact assessment and design phases.

  • Think about retention bonus based on the project success.
  • Think about rewarding project milestones.

Losing important players of a project team is a constant risk in any project. Acting proactively may reduce it significantly.

Keep your key people on board

The one-year postponement of IFRS 17 is giving insurers much needed additional implementation time, but it also entails project risks. The main challenge of the postponement is that the project‚Äôs implementation needs to be pushed ahead, costs will have to be reined in, and people will have to keep motivated at the same time. While much attention is directed towards the technical issues of the IFRS initiatives, the most important success factor ‚Äď your key people ‚Äď is largely ignored. There are four specific proactive actions in order to keep key figures on board, to mitigate their workload and to reduce people-related project risks:

  • Listen carefully to ¬ęheavy-workload-complaints¬Ľ and enable the delegation of tasks.
  • Facilitate the replacement of project team members.
  • Do not reinvent the wheel.
  • Treat your key people well.

IFRS 17: Time for a new coat of paint for old actuarial models

Actuarial systems are a cornerstone of the IFRS 9/17 initiative as they produce much of the P&L and disclosures. PwC‚Äôs comprehensive white paper ¬ęIFRS 9/17 in turbulent times¬Ľ – to be published on Tuesday January 15, 2019 – analyses how you can ensure that your actuarial systems are accurate, cost-efficient and well connected to other financial systems.

Smart compliance in turbulent times

The one-year postponement of the IFRS 9/17 deadline is giving insurers additional time for the implementation of the standard and for the alignment of their internal systems. This extra year could be used to re-evaluate the roadmap, address historical issues, tackle data-related challenges, and reflect on how to comply with IFRS 17 in a smart way without spending a fortune by undergoing a complete financial transformation. Actuarial systems are a cornerstone of the initiative, as they produce much of the P&L and disclosures. Their accuracy therefore is a top priority, but so is their cost efficiency.

In this context, most companies have already decided against building a new actuarial model for IFRS 17, as such a move is not deemed cost-efficient. Most insurers are beginning to adjust functionality within the risk-based reporting modules for IFRS 17 such as MCEV, Solvency II or best-estimate modelling. Prototypes producing simplified results for specific product lines are proving insightful for the wider reporting. Albeit this clarifies the accuracy issues, the cost of the implementation process remains a challenge.

The fact that IFRS 17 requires disclosure of the movements in the balance sheet and income statements line items means that a bulk of additional data will be needed in the future. This excludes all the data and process time needed for dry-runs, testing and validation. Actuarial functions will therefore need to manage more data, create more actuarial calculations and carefully control how the outputs are transferred to the ledger.

Focus on content with smart software

PwC‚Äôs white paper ¬ęIFRS 9/17 in turbulent times¬Ľ reviews some of the tools and script languages that are currently available on the market that can ensure that your actuarial systems are well connected to the surrounding systems and that they enable a seamless data exchange.

PowerShell, Python, Jscript or VBScript, e.g., can provide customised solutions. But simpler solutions, too, may be an option. Robotic Process Automation (RPA) solutions (UIPath, Automation Anywhere and Blue Prism) allow the automation of setting-up assumptions across multiple departments. Other tools for data processing make for efficient translation of the policyholder data into the new model points that are needed for production. Similarly, visualisation of the results can be accelerated with the help of the appropriate tools.

Such solutions can quickly improve the corresponding production process, but, more importantly, they can be deployed in the short term to address resource challenges around financial impact analyses, dry-runs and validation testing ‚Äď and can therefore significantly reduce run time during development and testing phase.

Being able to leverage process management software during this project phase can ensure that scarce actuarial and finance resources are focused on analysing what the numbers mean and not on simply cutting and pasting between Excel files. Dedicating part of the additional year to addressing these process and data issues is a smart way to comply with IFRS 17 in time, but also a smart and cost-efficient long-term business strategy.

How to make use of an extra year

Many insurers have decided against building a new actuarial model for IFRS 17 for its lack of cost efficiency, however, they must be reminded that the new standard requires the disclosure of the movements in the balance sheet and income statements line items. In the future, actuarial systems will need to be able to manage much more data than ever before. Insurers could use the one-year postponement of IFRS 17 to review their process management software.

The deployment of smart process management software is undoubtedly useful to ensure the successful and cost-efficient implementation of IFRS 17. It will make project managers focus on what really matters: content instead of cutting and pasting numbers.

IFRS 17 РAusweis von Versicherungsverträgen nach Portfolien vorläufig beschlossen

Nachdem das IASB im November 2018 vorl√§ufig entschieden hatte, die Erstanwendung von IFRS¬†17 und IFRS¬†9 um ein Jahre zu verschieben ist der Standardsetter nun dazu √ľbergegangen, die 25 in der Oktober-Sitzung vorgestellten Themenfelder hinsichtlich m√∂glicher Anpassungen am Standard zu untersuchen.

F√ľr die Sitzung des International Accounting Standard Board (IASB) vom 11. bis 13.¬†Dezember 2018 analysierten die Mitarbeiter des IASB 13 der 25 Themen, die von Stakeholdern als schwer umsetzbar und √§nderungsbed√ľrftig angesehen werden. Die Ergebnisse der Analyse wurden im Vorfeld des Meetings als Agenda Papiere ver√∂ffentlicht. Weitere Informationen hierzu k√∂nnen unserem Blogbeitrag ‚ÄěIFRS¬†17 – IASB: Erste Analyse der √Ąnderungsvorschl√§ge‚Äú entnommen werden.

Das Board ist dem Vorschlag des IASB Staff gefolgt, IFRS¬†17.78 dahingehend anzupassen, dass Versicherungsvertr√§ge k√ľnftig auf h√∂herer Aggregationsebene (Portfolien statt Gruppen) getrennt nach Vertr√§gen in Asset-Position und solchen in Liability-Position ausgewiesen werden. Diese Entscheidung d√ľrfte auf positive Resonanz bei den Implementierern sto√üen, die die derzeitige Anforderung als prozessual und systemseitig herausfordernd ansehen und einen zugleich einhergehenden geringen Informationsnutzen in der Anforderung sehen.

Bez√ľglich 11 der 12 √ľbrigen zur Diskussion stehenden Themen ist das IASB dem Vorschlag des IASB Staff gefolgt, keine √Ąnderungen am IFRS¬†17 vorzunehmen. Damit bleibt es beispielsweise dabei, dass k√ľnftig Forderungen und Verbindlichkeiten gegen√ľber Versicherungsnehmern nicht mehr separat ausgewiesen werden d√ľrfen.

Die nachstehende Tabelle gibt eine √úbersicht √ľber alle bisher erfolgten Beschl√ľsse.

Diskussionsthema Beschluss
Effective date | Date of initial application of IFRS 17 Vorläufiger Beschluss, Inkrafttreten von IFRS 17 um ein Jahr zu verschieben.
Effective date | Temporary exemption from applying IFRS¬†9 Vorl√§ufiger Beschluss, vor√ľbergehende Befreiung von IFRS¬†9 um ein Jahr zu verl√§ngern.
Presentation in the statement of financial position | Separate presentation of groups of assets and groups of liabilities Vorläufiger Beschluss, Versicherungsverträge nach Portfolien auszuweisen.
Measurement | Use of locked-in discount rates to adjust the contractual service margin Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Measurement | Subjectivity | Discount rates and risk adjustment Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Measurement | Risk adjustment in a group of entities Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Measurement | Premium allocation approach: premiums received Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Measurement | Business combinations: classification of contracts Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Presentation in the statement of financial position | Premiums receivable Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Presentation in the statement(s) of financial performance | OCI option for insurance finance income or expenses Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Defined terms | Insurance contract with direct participation features Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.
Interim financial statements | Treatment of accounting estimates Abgeschlossen. Keine √Ąnderung an IFRS¬†17.

Die Besprechung eines zur Diskussion stehenden Themas, welches mit dem Variable Fee Approach in Zusammenhang steht, wurde verschoben. Es handelt sich hierbei um das Verbot der retrospektiven Anwendung der Risk Mitigation Option. Beschl√ľsse zu diesem sowie den 10 verbleibenden offenen Themen werden f√ľr das Januar-Meeting (22. bis 23.¬†Januar 2019) oder in einer sp√§teren Sitzung erwartet. Die nachstehende Tabelle gibt eine √úbersicht zu den noch zur Diskussion stehenden Themen.

Themenbereich Diskussionsthema
Scope of IFRS 17 Loans and other forms of credit that transfer insurance risk
Level of aggregation of insurance contracts
Measurement Acquisition cash flows for renewals outside the contract boundary
Measurement Contractual service margin: coverage units in the general model
Measurement Contractual service margin: limited applicability of risk mitigation exception
Measurement Business combinations: contracts acquired during the settlement period
Measurement Reinsurance contracts held: initial recognition when underlying insurance contracts are onerous
Measurement Reinsurance contracts held: ineligibility for the variable fee approach
Measurement Reinsurance contracts held: expected cash flows arising from underlying insurance contracts not yet issued
Effective date Comparative information
Transition Optionality
Transition Modified retrospective approach: further modifications
Transition Fair value approach: OCI on related financial assets

Die Zusammenfassung der Dezember-Sitzung des IASB, Aufzeichnungen und Agendapapiere können unter diesem Link abgerufen werden.

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