Kategorie: Versicherungen

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Transition Resource Group (TRG) für IFRS 17 diskutiert im April Investmentkomponenten

Die TRG traf am 4. April 2019 in London zu ihrem 5. Meeting zusammen, um Themen im Zusammenhang mit der Behandlung von Investmentkomponenten in IFRS 17 sowie weitere Themen zu diskutieren. Das IASB hat insgesamt 127 Anträge erhalten, von denen 46 in dieser Sitzung behandelt wurden.

Im Vordergrund der Diskussion stand das Paper zu Investment Komponenten. Darin wurden drei Fragestellungen analysiert:

1. Bestimmung, ob ein Versicherungsvertrag eine Investmentkomponente beinhaltet

Unter einer Investmentkomponente werden alle Beträge verstanden, die ein Versicherungsunternehmen an einen Versicherungsnehmer zurückzuzahlen hat, selbst dann, wenn kein Versicherungsfall eintritt (IFRS 17, Anhang und IFRS 17BC34). Entscheidend ist dabei, dass die Zahlung in jedem Fall zu leisten ist.

Wesentlicher Diskussionspunkt des Meetings war die Frage, ob die Definition des Begriffs der Investmentkomponente nicht hinreichend klar ist. Die TRG-Mitglieder diskutierten dabei, ob eine Anpassung der Definition der Investmentkomponente durch den Zusatz, dass diese „unter allen Umständen“ zu zahlen ist, das Begriffsverständnis präzisieren würde. Einige Mitglieder führten hiergegen an, dass die Präzisierung durch den Zusatz „unter allen Umständen“ die Gefahr birgt, dass die Definition der Investmentkomponente dadurch zu sehr eingegrenzt und mögliche Sonderfälle in der Umsetzung des Standards zu Schwierigkeiten führen könnten.

Die Mitglieder des TRG Mitglieder kamen insgesamt zu dem Schluss, dass der Begriff zu präzisieren ist und empfehlen dem IASB insoweit die Anpassung des Standards.

2. Beurteilung, ob die Investmentkomponente „distinct“ ist

IFRS 17 verlangt, dass abgrenzbare („distinct“) Investmentkomponenten von einem Versicherungsvertrag zu trennen – und gemäß IFRS 9 zu bilanzieren sind. Die TRG-Mitglieder diskutierten dabei insbesondere, wann die Kriterien für „distinct“ in IFRS17.B31 und „not highly interrelated“ erfüllt sind, was bedeutet, dass die Investmentkomponente und die Versicherungskomponente nicht einzeln bewertbar sind und eine Komponente ohne Existenz der anderen keinen Nutzen bringt.

Hinsichtlich des Themas ergaben sich keine großen Diskussionspunkte und keine Änderungswünsche an das IASB.

3. Ermittlung des Betrages dieser Investmentkomponente.

Soweit die Investmentkomponente „distinct“ ist, erfolgt die Bewertung nach IFRS 9. Ist die Investmentkomponente jedoch „nicht distinct“, regelt IFRS 17, dass der Betrag, der einer Investmentkomponente zuzurechnen ist, nicht als Teil des „insurance revenue“ oder der „insurance service expenses“ auszuweisen ist. Darüber hinaus regelt IFRS 17, dass eine seperate Bewertung des Betrags einer Investmentkomponente erst im Moment der Erfassung des Versicherungsergebnisses erfolgt.

Das Board hat beschlossen, dass Unternehmen die Investmentkomponente identifizieren müssen, wenn Umsätze und angefallene Ansprüche erfasst werden. Der Standard erläutert jedoch nicht, wie dieser Betrag zu ermitteln ist.

Die TRG-Mitglieder kamen zu dem Entschluss, dass es auch bei einer nicht unterscheidbaren Investmentkomponente Möglichkeiten gibt, diese zu bestimmen. Es könnte beispielsweise bei einem unkündbaren Lebensversicherungsvertrag (Auszahlung ab Todesfall oder Fälligkeit) eine Barwertberechnung möglich sein. Dies setzt voraus, dass der Betrag bei Fälligkeit auf den Todeszeitpunkt abgezinst wird. Hingegen betonten mehrere TRG-Mitglieder, dass in vielen Fällen, wie zum Beispiel bei einem vertraglich geregelten Barauszahlungsbetrag, keine zusätzliche Berechnung erforderlich sei. Angesichts einer unterscheidbaren Investmentkomponente wäre die Berechnung des Barwerts oder die Unterscheidung zwischen Beitragsrückerstattung und Investmentkomponente nicht notwendig.

 

Die Transition Resource Group unterstützt das IASB bei Umsetzungsfragen im Zusammenhang mit der Implementierung von IFRS 17.

Die dem Meeting zugrundeliegenden Agenda Papers können unter dem folgenden Link abgerufen werden: https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/april/ifrs-17-transition-resource-group/

Die PwC Zusammenfassung des Meetings kann in unserem In Transition Dokument nachgelesen werden

IFRS 17 Round Table – PwC Munich

For the English version please scroll down.

Intensiver Austausch der Versicherer beim aktuellen IFRS 17 Round Table bei PwC

Die im PwC Office in München Ende letzter Woche durchgeführte Veranstaltung rund um das Thema IFRS 17 war ein großer Erfolg. Eine Vielzahl von Teilnehmern großer deutscher Versicherungskonzerne, wie auch Vertreter von Tochterunternehmen internationaler Versicherungsgruppen, kamen zusammen und konnten die Gelegenheit nutzen, intensiv über Status und aktuelle Erfahrungen zu IFRS 17 zu sprechen.

Es wurde deutlich, dass es sich bei der IFRS 9/IFRS 17 Implementierung um mehr als eine bloße Umsetzung eines technischen Accounting Standards handelt. So brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt, indem er sagte, dass die gesamte traditionelle Organisation des Unternehmens durch IFRS berührt sein wird und die traditionellen Abteilungsgrenzen in Folge der notwendigen intensiven Zusammenarbeit schwinden. Die Erfahrungen aus den Projekten zeigen weiterhin, dass ein modernes Mindset, u.a. von Aktuaren mit tiefem Accounting-Backround, aber genauso auch umgekehrt von Accountants mit entsprechendem Verständnis für die versicherungstechnische Bewertung ein Schlüssel bei der Implementierung und auch beim erfolgreichen Regelbetrieb in der Zukunft sein wird.

Weiterhin ist nach den ersten Erfahrungen der Teilnehmer Actuarial Modernization für die Unternehmen in Zusammenhang mit IFRS 17 mehr als nur ein Schlagwort: Um die Timeline in den engen Berichtsfristen halten zu können, ist es erforderlich, „end-to-end“ auf die Abläufe zu blicken. Ein von Beginn an klarer strategischer Blick auf den Gesamtprozess, Datenfluss und die Zielarchitektur werden zum wesentlichen Erfolgsfaktor. Dazu gehört natürlich auch, dass schnelle Rechentools und auch das Nutzen von Cloud-basierten Rechenkapazitäten wichtige Bausteine bei der FastClose-fähigen Umsetzung des Standards sind.

Selbstverständlich durfte in einem aktuellen Austausch zu IFRS 17 nicht fehlen, dass man auch einen Blick auf grundlegende Einschätzungen zur Standard-Interpretation trifft. Hervorzuheben sind dabei die Diskussionen, die zum Thema Level of Aggregation / Group of Contract geführt wurden und bei denen sich zeigte, dass in der Branche unterschiedliche Strategien für eine optimale, individuelle Implementierung gefahren werden – dies gilt nicht nur für das langlaufende Geschäft in der Personenversicherung, sondern bereits für die landläufig als einfacher erachtete Umsetzung der Standard-Anforderungen für das P&C Geschäft. Gerade hierbei wurde deutlich, welche vielfältigen Fragen sich ergeben, wenn strategische Herausforderungen hinsichtlich der Revolutionierung der traditionellen Pricings und eines verstärkten dynamischen Wettbewerbsumfelds auf eine neue Account-Welt treffen.

Last but not least wurde in der Diskussionsrunde betont, dass der IFRS 17 Standard eigentlich das Ziel habe, die Kommunikation mit den Stakeholdern am Kapitalmarkt, Investoren und Analysten, zu verbessern. In dem Zusammenhang ist die Festlegung einer neuen geeigneten KPI-Metrix und die Fähigkeit der Unternehmen, die Geschäftsentwicklung anhand dieser Kenngrößen den Stakeholdern darlegen zu können, ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Erfahrungsaustausch Ende letzter Woche zeigte, dass diese Grundgedanken bereits frühzeitig beim Aufsatz der Implementierungsprojekte berücksichtigt werden sollten und dann auch wertvolle Impulse bringen, damit die individuellen Lösungen der Unternehmen sich strategisch in die richtige Richtung bewegen und die richtige Fokussierung in theoretischen Diskussionen nicht verloren geht.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Alexander Dotterweich oder Sven Stark

First of our European IFRS 17/Finance Transformation Round Table in Munich

In our PwC office in Munich we had a successful round table meeting on Thursday afternoon where almost all of the German insurance companies next to subsidiaries from international insurance groups came together and discussed intensely about their status and experiences on IFRS 17.

It got obvious that IFRS 9/IFRS 17 is much more than only technical standard interpretation. One of the participant made the point that the whole traditional organization of the companies will be affected as one of the core needs of IFRS 17 is to bring people from different departments together. People with modern technical mindset, being actuaries with good actuarial mindset and vice versa are the best resources.

It also was clear that actuarial modernization is key and that the companies advanced in IFRS 17 have a clear strategic view on the whole processes and data flow, actuarial architecture in an end to end view.

There had as well been an intense discuss on closing process acceleration known as one of the key challenges for IFRS 9/17 implementation and it got confirmed that faster actuarial toolset and cloud solutions will be key items for a successful implementation.

Of course there had been shared experience on basic questions in the early parts of IFRS9/17 projects, as an example on granularity of segmentation and definition of group of contracts and it got obvious that there are really different views on the optimal strategy for each company. – Not only for the more complex long-term business but already under the quite simple PAA for P&C business — Here thinking ahead on new products and pricing technics and needed flexibility in pricing also is already a key topic for the market players that will impact the accounting approach.

One of the last but most important points was that it got clear that it would be the wrong way to forget that IFRS 9/17 standard had been initiated to improve communication of the insurance companies to their investors and financial analysts. The KPI metrics and getting the company in position to present the IFRS results and its drivers to the market, this needs to be taken into the scope of project at an early stage to get and stay on the best way for a successful implementation.

If you have any questions please contact  Dr. Alexander Dotterweich or Sven Stark.

IFRS 17: IASB folgt den Vorschlägen des Staffs

In seinem Meeting vom 14. März 2019 hat das IASB über die letzten noch ausstehenden Themenfelder entschieden.

Das IASB folgte bei allen verbliebenen offenen Themen den Empfehlungen des Staffs:

  • Gruppenbildung („Level of aggregation“)
    Agenda Papers 2A-2C
    Das IASB hat vorläufig entschieden, die Verpflichtung Versicherungsverträge nach IFRS 17 in Jahreskohorten zu gruppieren, beizubehalten. Das Board betonte in seiner Sitzung erneut, dass die Bildung von Jahreskohorten einer der wesentlichen Vorteile des neuen Standards, dessen Ziel es ist die Vergleichbarkeit und Transparenz von Versicherungsunternehmen zu erhöhen, darstellen. Die Bildung von Jahreskohorten erhöht die Transparenz auf die Profitabilität eines Versicherungsunternehmens (frühzeitige Erkennung von Trends) und vermeidet eine Gewinnrealisierung erst nach Ende der Deckungsperiode. Das IASB sieht darin erheblichen Nutzen sowohl für die Anleger als auch für das Management. Hans Hoogervorst wies ergänzend auf die Bedeutung dieses Prinzips als Beitrag zur Finanzstabilität hin.
    Dem Board ist bewusst, dass die Änderungen enorme Implementierungskosten bergen und wies gleichzeitig auf die bereits eingeräumten Zugeständnisse im Hinblick auf die Gruppenbildung hin (z.B. Privatkundenkredite für die es unter IFRS 9 keine Möglichkeit gibt diese zusammen zu fassen). Daneben wies das Board bzgl. des illustrierten Beispiels zur Mutualisierung daraufhin hin, dass auch weitere Zahlungsstromallokationsmechanismen für eine Gruppenbildung anwendbar sein können. Ferner ist das IASB der Branche hinsichtlich zusätzlicher Aggregierung bereits durch die vorläufige Entscheidung entgegengekommen, dass Versicherungsverträge zukünftig auf höherer Aggregationsebene als bisher (Portfolien statt Gruppen) getrennt nach Verträgen in Asset-Position und solchen in Liability-Position auszuweisen sind.
  • Kreditkartenversicherungen („Credit cards that provide insurance coverage“)
    Agenda Papers 2D
    Kreditkartenversicherungen, für die das Risiko für den Einzelvertrag nicht individuell bestimmt werden kann, werden vom Anwendungsbereich des IFRS 17 ausgeschlossen. Eine der wesentlichen Gründe für diese Entscheidung, ist die nach IFRS 17 viel stärker vorgesehene Trennung von Versicherungskomponenten und Finanzkomponenten.
  • Änderung der Übergangsvorschriften: Option der Risikominderung („Transition requirements- risk mitigation option“)
    Agenda Paper 2E
    Die Übergangsvorschriften sollen dahingehend geändert werden, dass den Unternehmen die Möglichkeit eröffnet wird, die Option zur Risikominderung prospektiv ab dem Übergangszeitpunkt von IFRS 17 anzuwenden.
    Macht das Unternehmen von der Option zur Risikominderung Gebrauch, hat das Unternehmen zum „Transition date“ die Möglichkeit Verträge mit direkter Überschussbeteiligung, für die der retrospektive Transitionansatz anzuwenden wäre, stattdessen prospektiv zum Fair Value Transitionansatz zu bewerten
  • Darlehen, die ein erhebliches Versicherungsrisiko übertragen („Transition requirements- Loans that transfer significant insurance risk“)
    Agenda Paper 2F
    Die Übergangsvorschriften in IFRS 17 für Darlehen, die ein bedeutendes Versicherungsrisiko übertragen, wenn ein Unternehmen beschließt, die Vorschriften des IFRS 17 auf solche Portfolien anzuwenden, sollen beibehalten werden.
    Die Übergangsvorschriften solche Darlehen nach IFRS 9 zu bewerten, sollen ebenfalls beibehalten werden, soweit die erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 zeitlich nicht auseinanderfallen.
    Die Mitarbeiter des IASB sieht jedoch Änderungsbedarf bei den Übergangsvorschriften des IFRS 9, wenn Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 und IFRS 9 zeitlich auseinanderfallen. Die Änderungsempfehlungen für die Übergangsvorschriften solcher Darlehen in IFRS 9 sind in Agenda Paper 2F erläuternd dargestellt.
  • Änderungen der Angabepflichten („Amendments to disclosure requirements resulting from the Board`s tentative decisions to date“)
    Agenda Paper 2G
    Die Angabepflichten sollen im Hinblick auf eine quantitative Angabe der erwarteten Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung der am Ende der Berichtsperiode verbleibenden vertraglichen Servicemarge angepasst werden (Wegfall der Möglichkeit nur qualitative Angaben zu machen). Ferner sollen sie um eine spezifische Angabe des Ansatzes zur Bewertung der relativen Gewichtung der Leistungen aus Versicherungsschutz und anlagebezogenen Dienstleistungen oder Renditeerzielungsleistung erweitert werden.
    Darüber hinaus sollen Vermögenswerte, die durch den Erwerb von Versicherungsgeschäften geschaffen wurden und zu Beginn und am Ende der Periode noch nicht in der Bewertung einer Gruppe von Versicherungsverträgen enthalten sind, übergeleitet werden und um eine quantitative Angabe der erwarteten Einbeziehung dieser Erwerbs-Cashflows in die Bewertung von zugehörigen Versicherungsverträgen ergänzt werden, wenn die entsprechenden Versicherungsverträge erfasst werden

Die folgenden Agenda Papiere lagen dem Meeting zugrunde: (https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/march/international-accounting-standards-board/

Im April 2019 will das IASB die Entscheidungen über die Themenfelder als „Gesamtänderungspaket“ überprüfen. Geplant ist noch im ersten Halbjahr 2019 einen Exposure Draft zu veröffentlichen.

IFRS 17 postponement: keep your key people on board

The one-year postponement admittedly gives insurers more time for the implementation of IFRS 17. Yet, prolongations also entail project risks. The acid test will be how to keep people motivated and how to keep their additional workload associated with IFRS 17 manageable, without losing momentum. These issues must be addressed proactively.

Please also check out our White Paper, being published tomorrow, January 15.

More time – more trouble

IFRS 17, the new insurance contracts standard, was issued by the International Accounting Standards Board (IASB) in May 2017, with a mandatory effective date of annual periods beginning on or after 1 January  2021. In November 2018, this deadline was deferred by one year, the initiative will now become effective on 1 January 2022. At the same time, the IASB has also decided to extend the temporary exemption for insurers to apply the financial instruments standard, IFRS 9, so that both IFRS 9 and IFRS 17 can be implemented at the same time.

The one-year postponement of IFRS 9/17 gives insurers much needed additional time for the implementation of the standard and for the alignment of the internal systems. For many insurers adaption to IFRS 9/17 makes part of running finance transformation projects. For that reason, the postponement can be used as an opportunity to optimise the finance function, which goes further than compliance only. The current roadmap can be re-evaluated, more time can be spent on mitigating the risk of failure to deliver. One more year might also whet an appetite for expanding the scope significantly, with a big impact on costs.

The focus is on how to avoid another full year of escalating costs, and there are many technical papers related to the IFRS 9/17 implementation and its postponement. However, the people involved are one key topic that seems to be considerably lower on everyone’s agenda, albeit a make or break element in your IFRS 9/17 programme. Most IFRS 9/17 initiatives are projects that run over the course of many years. Any extension by one more year might easily be perceived as a never-ending story or a bottomless pit. If this postponement is destined to be a success, the project’s implementation needs to be pushed ahead, costs will have to be reined in, and people will have to be kept motivated at the same time.

Lavish some well-deserved attention on your people

At most insurance companies, IFRS 17 project teams are running their project tasks in addition to their daily jobs. Their additional workload associated with IFRS 17 must be kept manageable. It may be useful, in this case, to dedicate part of the additional year to taking a break from implementation. This might allow teams to take stock of what they have achieved so far and to ask critical questions on how their limited resources are spent. However, decreasing the pace could have a detrimental effect on team motivation and even stall the process altogether.

Whatever the case may be, for project teams an extra year means another year of long hours, dry-runs and even more «what-would-it-be-like-if-we-did» requests. How the workload of these key individuals is expanded by another year will cause significant issues for the overall project success. The concerned companies are well advised to address people-related issues of the IFRS 9/17 initiatives proactively. Four concrete actions help to ensure the successful completion of your project:

Listen carefully and enable delegation

People lose their drive and efficiency when working on a single topic only – especially if this topic is piled on top of their «daily» workload. Listen carefully and take «heavy-workload-complaints» seriously.

    • Set up 1:1 coaching workshops for key players to investigate tasks that can be delegated.
    • Investigate line substitution options to free up resources by bringing in new people for a certain period of time. Fresh graduates and students can make a big difference.

Facilitate the replacement of project team members

Replacing project team members increases the workload as there will be handovers and training time for the programme, its mission and the content developed.

    • Enable smart on-boarding of new staff with the help of welcome packages.
    • Explain the scope, design criteria and decision processes in detail.
    • These measures will reduce the time you need to get your new staff up to speed.

Do not reinvent the wheel

New project team members bring in new ideas – and they challenge existing decisions. This might ensue many prolonged and unfruitful discussions that might re-open the scope and put approved deliverables at risk.

  • Create clear records of scope and decisions taken.
  • This is especially important for the programme parts that remain stable.
  • There is no need to reinvent the wheel, written sign-offs and approvals can be useful enough.

Treat your key people well

Market demand for experts is increasing as industry players are looking to acquire key talents with deep knowledge and practical experience in the impact assessment and design phases.

  • Think about retention bonus based on the project success.
  • Think about rewarding project milestones.

Losing important players of a project team is a constant risk in any project. Acting proactively may reduce it significantly.

Keep your key people on board

The one-year postponement of IFRS 17 is giving insurers much needed additional implementation time, but it also entails project risks. The main challenge of the postponement is that the project’s implementation needs to be pushed ahead, costs will have to be reined in, and people will have to keep motivated at the same time. While much attention is directed towards the technical issues of the IFRS initiatives, the most important success factor – your key people – is largely ignored. There are four specific proactive actions in order to keep key figures on board, to mitigate their workload and to reduce people-related project risks:

  • Listen carefully to «heavy-workload-complaints» and enable the delegation of tasks.
  • Facilitate the replacement of project team members.
  • Do not reinvent the wheel.
  • Treat your key people well.

IFRS 17: Time for a new coat of paint for old actuarial models

Actuarial systems are a cornerstone of the IFRS 9/17 initiative as they produce much of the P&L and disclosures. PwC’s comprehensive white paper «IFRS 9/17 in turbulent times» – to be published on Tuesday January 15, 2019 – analyses how you can ensure that your actuarial systems are accurate, cost-efficient and well connected to other financial systems.

Smart compliance in turbulent times

The one-year postponement of the IFRS 9/17 deadline is giving insurers additional time for the implementation of the standard and for the alignment of their internal systems. This extra year could be used to re-evaluate the roadmap, address historical issues, tackle data-related challenges, and reflect on how to comply with IFRS 17 in a smart way without spending a fortune by undergoing a complete financial transformation. Actuarial systems are a cornerstone of the initiative, as they produce much of the P&L and disclosures. Their accuracy therefore is a top priority, but so is their cost efficiency.

In this context, most companies have already decided against building a new actuarial model for IFRS 17, as such a move is not deemed cost-efficient. Most insurers are beginning to adjust functionality within the risk-based reporting modules for IFRS 17 such as MCEV, Solvency II or best-estimate modelling. Prototypes producing simplified results for specific product lines are proving insightful for the wider reporting. Albeit this clarifies the accuracy issues, the cost of the implementation process remains a challenge.

The fact that IFRS 17 requires disclosure of the movements in the balance sheet and income statements line items means that a bulk of additional data will be needed in the future. This excludes all the data and process time needed for dry-runs, testing and validation. Actuarial functions will therefore need to manage more data, create more actuarial calculations and carefully control how the outputs are transferred to the ledger.

Focus on content with smart software

PwC’s white paper «IFRS 9/17 in turbulent times» reviews some of the tools and script languages that are currently available on the market that can ensure that your actuarial systems are well connected to the surrounding systems and that they enable a seamless data exchange.

PowerShell, Python, Jscript or VBScript, e.g., can provide customised solutions. But simpler solutions, too, may be an option. Robotic Process Automation (RPA) solutions (UIPath, Automation Anywhere and Blue Prism) allow the automation of setting-up assumptions across multiple departments. Other tools for data processing make for efficient translation of the policyholder data into the new model points that are needed for production. Similarly, visualisation of the results can be accelerated with the help of the appropriate tools.

Such solutions can quickly improve the corresponding production process, but, more importantly, they can be deployed in the short term to address resource challenges around financial impact analyses, dry-runs and validation testing – and can therefore significantly reduce run time during development and testing phase.

Being able to leverage process management software during this project phase can ensure that scarce actuarial and finance resources are focused on analysing what the numbers mean and not on simply cutting and pasting between Excel files. Dedicating part of the additional year to addressing these process and data issues is a smart way to comply with IFRS 17 in time, but also a smart and cost-efficient long-term business strategy.

How to make use of an extra year

Many insurers have decided against building a new actuarial model for IFRS 17 for its lack of cost efficiency, however, they must be reminded that the new standard requires the disclosure of the movements in the balance sheet and income statements line items. In the future, actuarial systems will need to be able to manage much more data than ever before. Insurers could use the one-year postponement of IFRS 17 to review their process management software.

The deployment of smart process management software is undoubtedly useful to ensure the successful and cost-efficient implementation of IFRS 17. It will make project managers focus on what really matters: content instead of cutting and pasting numbers.

IFRS 17 – Ausweis von Versicherungsverträgen nach Portfolien vorläufig beschlossen

Nachdem das IASB im November 2018 vorläufig entschieden hatte, die Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 um ein Jahre zu verschieben ist der Standardsetter nun dazu übergegangen, die 25 in der Oktober-Sitzung vorgestellten Themenfelder hinsichtlich möglicher Anpassungen am Standard zu untersuchen.

Für die Sitzung des International Accounting Standard Board (IASB) vom 11. bis 13. Dezember 2018 analysierten die Mitarbeiter des IASB 13 der 25 Themen, die von Stakeholdern als schwer umsetzbar und änderungsbedürftig angesehen werden. Die Ergebnisse der Analyse wurden im Vorfeld des Meetings als Agenda Papiere veröffentlicht. Weitere Informationen hierzu können unserem Blogbeitrag „IFRS 17 – IASB: Erste Analyse der Änderungsvorschläge“ entnommen werden.

Das Board ist dem Vorschlag des IASB Staff gefolgt, IFRS 17.78 dahingehend anzupassen, dass Versicherungsverträge künftig auf höherer Aggregationsebene (Portfolien statt Gruppen) getrennt nach Verträgen in Asset-Position und solchen in Liability-Position ausgewiesen werden. Diese Entscheidung dürfte auf positive Resonanz bei den Implementierern stoßen, die die derzeitige Anforderung als prozessual und systemseitig herausfordernd ansehen und einen zugleich einhergehenden geringen Informationsnutzen in der Anforderung sehen.

Bezüglich 11 der 12 übrigen zur Diskussion stehenden Themen ist das IASB dem Vorschlag des IASB Staff gefolgt, keine Änderungen am IFRS 17 vorzunehmen. Damit bleibt es beispielsweise dabei, dass künftig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern nicht mehr separat ausgewiesen werden dürfen.

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über alle bisher erfolgten Beschlüsse.

Diskussionsthema Beschluss
Effective date | Date of initial application of IFRS 17 Vorläufiger Beschluss, Inkrafttreten von IFRS 17 um ein Jahr zu verschieben.
Effective date | Temporary exemption from applying IFRS 9 Vorläufiger Beschluss, vorübergehende Befreiung von IFRS 9 um ein Jahr zu verlängern.
Presentation in the statement of financial position | Separate presentation of groups of assets and groups of liabilities Vorläufiger Beschluss, Versicherungsverträge nach Portfolien auszuweisen.
Measurement | Use of locked-in discount rates to adjust the contractual service margin Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Subjectivity | Discount rates and risk adjustment Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Risk adjustment in a group of entities Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Premium allocation approach: premiums received Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Measurement | Business combinations: classification of contracts Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Presentation in the statement of financial position | Premiums receivable Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Presentation in the statement(s) of financial performance | OCI option for insurance finance income or expenses Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Defined terms | Insurance contract with direct participation features Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.
Interim financial statements | Treatment of accounting estimates Abgeschlossen. Keine Änderung an IFRS 17.

Die Besprechung eines zur Diskussion stehenden Themas, welches mit dem Variable Fee Approach in Zusammenhang steht, wurde verschoben. Es handelt sich hierbei um das Verbot der retrospektiven Anwendung der Risk Mitigation Option. Beschlüsse zu diesem sowie den 10 verbleibenden offenen Themen werden für das Januar-Meeting (22. bis 23. Januar 2019) oder in einer späteren Sitzung erwartet. Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht zu den noch zur Diskussion stehenden Themen.

Themenbereich Diskussionsthema
Scope of IFRS 17 Loans and other forms of credit that transfer insurance risk
Level of aggregation of insurance contracts
Measurement Acquisition cash flows for renewals outside the contract boundary
Measurement Contractual service margin: coverage units in the general model
Measurement Contractual service margin: limited applicability of risk mitigation exception
Measurement Business combinations: contracts acquired during the settlement period
Measurement Reinsurance contracts held: initial recognition when underlying insurance contracts are onerous
Measurement Reinsurance contracts held: ineligibility for the variable fee approach
Measurement Reinsurance contracts held: expected cash flows arising from underlying insurance contracts not yet issued
Effective date Comparative information
Transition Optionality
Transition Modified retrospective approach: further modifications
Transition Fair value approach: OCI on related financial assets

Die Zusammenfassung der Dezember-Sitzung des IASB, Aufzeichnungen und Agendapapiere können unter diesem Link abgerufen werden.

IFRS 17 – IASB: Erste Analyse der Änderungsvorschläge

Nachdem das IASB im November 2018 vorläufig entschieden hatte, die Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 um ein Jahre zu verschieben ist der Standardsetter nun dazu übergegangen, die 25 im Oktober Meeting vorgestellten Themenfelder hinsichtlich möglicher Anpassungen am Standard zu untersuchen.

Für die Sitzung des International Accounting Standard Board (IASB) vom 11. bis 13. Dezember 2018 analysierten die Mitarbeiter des IASB 13 der 25 größten von den Stakeholdern angemeldeten Anliegen und Implementierungsherausforderungen im Zusammenhang mit IFRS 17. Die Ergebnisse der Analyse wurden im Vorfeld des Meetings als Agenda Papiere veröffentlicht. Weitere Informationen hierzu können unseren Blogbeiträgen „IFRS 17 – IASB diskutiert nächste Schritte zur Unterstützung der Implementierung“ und „IFRS 17 – EFRAG TEG Meeting vom 29. November 2018“ entnommen werden.

Die bisher von den Mitarbeitern des IASB analysierten Themen wurden in 6 Gruppen eingestuft:

  1. Ausweis von Versicherungsverträgen in der Bilanz;
  2. Diskontierungszinssätze, Risk Adjustment und OCI Option;
  3. Variable Fee Approach;
  4. Unternehmenszusammenschlüsse;
  5. Zukünftige Cash Flows bei der Bewertung von passiven Rückversicherungsverträgen;
  6. Rechnungslegungsbezogene Schätzungen in Zwischenabschlüssen.

Für nahezu alle oben genannten Themen schlagen die Mitarbeiter des IASB vor, keine Änderungen an IFRS 17 vorzunehmen. Einige der Themen sind nach Einschätzung einiger Versicherer mit hohem Anpassungsbedarf ihrer Prozess- und Systemlandschaften verbunden. Die erhoffte Erleichterung und Kostenersparnis dürfte zunächst nicht auf positive Resonanz stoßen. Ob das Board den Empfehlungen hier in allen Punkten folgend wird, bleibt abzuwarten.

Als einzige Ausnahme empfiehlt das Staff, IFRS 17.78 dahingehend anzupassen, dass Versicherungsverträge nach Portfolien (anstatt nach Gruppen) ausgewiesen werden. Hierdurch entsteht ein stärker aggregierter Ausweis von Versicherungsverträgen in der Bilanz. Der Vorschlag des Staffs stützt sich auf das Feedback der Anwender, dass die aktuelle Systemlandschaft der Versicherer nicht darauf ausgelegt sei, die notwendigen Informationen zu liefern und die Entwicklung und Einführung neuer Systeme signifikante Kosten nach sich ziehen würde, und auch auf das Feedback von Adressaten, dass diese den Verlust von Informationen als nicht wesentlich erachten.

Da bereits zwei Themen (Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 und Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von IFRS 9) vorläufig beschlossen wurden, verbleiben noch 10 Themen, die in zukünftigen Sitzungen des IASB zu diskutieren sein werden. Gemäß erster Analyse durch die Mitarbeiter des IASB könnten die 10 Themen die vom IASB beschlossenen Änderungskriterien erfüllen und ggf. zu einer Anpassung des IFRS 17 führen.

Nachdem alle Einzelthemen geprüft wurden, wird das Board das Änderungspaket als Ganzes dahingehend prüfen, ob der Nutzen der Änderungen die dadurch entstehenden Kosten übersteigt.

Die Analysen der Mitarbeiter des IASB sowie weitere Agendapapiere zu der Dezember-Sitzung des IASB können unter diesem Link abgerufen werden.

IFRS 17 – EFRAG TEG Meeting vom 29. November 2018

Ziel des EFRAG TEG Meetings vom 29. November 2018 war es, ein Update zu den Entwicklungen möglicher Änderungen an IFRS 17 zu geben.

Während des IASB Meetings im Oktober 2018 beriet das Board ein Papier, welches die 25 größten von den Stakeholdern angemeldeten Anliegen und Implementierungsherausforderungen aufzeigte. Weitere Informationen hierzu können unserem Blogbeitrag „IFRS 17 / IASB diskutiert nächste Schritte zur Unterstützung der Implementierung“ entnommen werden.

Die Mitglieder des Accounting Standards Advisory Forums (ASAF) werden während ihres Meetings vom 6. bis 7. Dezember 2018 aufgefordert werden, Vorschläge zu unterbreiten, wie das IASB die Themen so adressieren kann, dass die vom Board festgelegten Kriterien für Änderungen (vgl. o.g. Blogbeitrag) eingehalten werden. Das Agenda Paper für das ASAF Meetings signalisiert, dass das IASB Anpassungen an IFRS 17 hinsichtlich der folgenden Themen untersuchen könnte:

  • Anwendungsbereich von IFRS 17: Darlehen und andere Arten von Krediten, mit denen der Transfer von Versicherungsrisiko einhergeht,
  • Akquisitions-Cash Flows: Cash Flows aus Vertragserneuerungen/-verlängerungen außerhalb der Vertragsgrenzen,
  • Vertragliche Servicemarge (CSM): Coverage Units im General Model,
  • Passive Rückversicherung: Erstansatz, wenn zugrundeliegende (Erst-)Versicherungsverträge „onerous“ sind,
  • Ausweis: Getrennter Ausweis von Gruppen von Vermögenswerten und Gruppen von Verbindlichkeiten und
  • Transition: weitere Modifikationen am modifizierten retrospektiven Ansatz.

Die Mitglieder des EFRAG TEG hatten hierzu keine Kommentare. Das dem Meeting zugrundeliegende Papier kann unter diesem Link gefunden werden. Das nächste IASB Meeting wird im Zeitraum vom 11. bis 13. Dezember 2018 stattfinden.

IFRS 17 – IASB beschließt Verschiebung um ein Jahr

Im November Meeting 2018 hat das IASB beschlossen, die Erstanwendung des IFRS 17 um ein Jahr zu verschieben. Im Einklang mit dieser Entscheidung wurde ebenfalls beschlossen auch die vorübergehende Befreiung von IFRS 9 um ein Jahr auszudehnen. Der (spätest mögliche) Erstanwendungszeitpunkt für Versicherer für beide Standards ist damit nunmehr der 1. Januar 2022.

Für den europäischen Versicherungsmarkt ist nun zu beobachten, wie die EFRAG mit diesem Thema umgehen wird und wann mit einem Endorsement des IFRS 17 und möglicher noch folgender Änderungen zu rechnen ist.

Im Dezember Meeting 2018 plant das Board, die von der Versicherungsbranche adressierten Themen zu untersuchen und das weitere Vorgehen zu erörtern. Zu den hierbei im Raum stehenden Themenstellungen, vgl. unseren Beitrag zum Oktober Meeting 2018.

Alex Bertolotti, IFRS 17 Leader bei PwC sieht die Entwicklung als positives Signal:

“Today’s announcement of a one-year delay to the implementation of IFRS 17  will be welcomed by many in the insurance community. The additional time will help alleviate some risk from existing plans, however many companies still have a lot to do and cannot afford to press pause.


Our message to insurers would be not to stop – there’s so much to do. If you haven’t started, get a move on. To stand still is to fall behind.

Mitschnitte, Aufnahmen und Agendapapiere des November-Meetings des IASB können unter diesem Link eingesehen werden.

EIOPA Analyse zu IFRS 17 Insurance Contracts

Die European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) veröffentlicht ihren Bericht über ihre Analyse des IFRS 17 Insurance Contracts (EIOPA-18-717 18/10/2018):

https://eiopa.europa.eu/Pages/News/EIOPA-analyses-the-benefits-of-IFRS-17-Insurance-Contracts.aspx

Die EIOPA führte diese Studie unter Berücksichtigung der anstehenden Implementierung von IFRS 17 durch, um zu einem besseren Verständnis der Implikationen und potenziellen Einflüsse des Standards auf europäische Erst- und Rückversicherungsgesellschaften beizutragen sowie um Einblicke in das zukünftige Wechselspiel zwischen der finanziellen und der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung der Versicherer zu liefern.

Übergreifend kommt die EIOPA zu dem Ergebnis, dass die durch IFRS 17 erwartungsgemäß erhöhte Transparenz und Vergleichbarkeit der Abschlüsse der Versicherer das Potenzial haben, die Finanzstabilität im Europäischen Wirtschaftsraum zu erhöhen. EIOPA sieht die Implementierung damit als vorteilhaft für das europäische Gemeinwohl an. Die im IFRS 17 verankerte aktuelle, marktnahe und risikosensitive Bewertung von versicherungstechnischen Verpflichtungen reflektiere die ökonomische Realität. Dies unterstütze ein effizientes Risikomanagement und erlaube Stakeholdern Einblicke in das Geschäftsmodell, die Exposures und die Geschäftsentwicklung zu erlangen.

Weiterhin hält EIOPA als Ergebnis ihrer Analyse fest,

  • dass die Anforderungen des IFRS 17 an die Festlegung des Diskontsatzes und des Risk Adjustments ein angemessenes Level an unternehmensspezifischem Input überschritten haben könnten und damit zu deutlich unterschiedlichen und potenziell unvergleichbaren Ergebnissen führen könnten,
  • dass in manchen Bereichen die Lösungen des IFRS 17 nicht optimal ausgestaltet seien und damit zu erhöhter Komplexität der Abschlüsse führen könnten und
  • dass für die letztendliche Implementierung von IFRS 17 wesentliche Effizienzpotentiale aus Input-Größen und Prozessen, die für Solvency II entwickelt wurden, genutzt werden könnten aber in unterschiedlichem Maße Anpassungen bedürfen.

Ihre Ansprechpartner:

WP Michele Färber, CFA
PwC | Director | Financial Services Capital Market Accounting & Advisory Services
Phone: +498957905869 | Mobile: +4915123623919

WP Kristina Stiefel
PwC | Senior Manager | Risk & Regulation Insurance
Phone: +496995852975 | Mobile: +491717640010

Matthias Paul Peitz 
PwC | Manager | M.Sc. | Financial Services Capital Market Accounting & Advisory Services
Phone: +492119811655 | Mobile: +491705624886

 

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