Kategorie: Versicherungen

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Weihnachtsgr√ľ√üe

Liebe Leserinnen und Leser,

ein ungew√∂hnliches Jahr liegt hinter uns. Wir haben den Lockdown im Fr√ľhjahr gut gemeistert, w√§hrend den Lockerungen im Sommer sicherlich etwas aufgeatmet und bleiben im aktuellen Lockdown optimistisch.

Wir w√ľnschen Ihnen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest. F√ľr das neue Jahr w√ľnschen wir Ihnen Gesundheit, Gl√ľck und Zufriedenheit! 

Wir freuen uns schon, Sie im Jahr 2021 weiterhin √ľber aktuelle Themen rund um die Bilanzierung und Finanzfunktion informiert zu halten. 

Ihre
Judith Gehrer, Joachim Krakuhn und Peter Sch√ľz

Weihnachtsgr√ľ√üe

Liebe Leserinnen und Leser,

wir w√ľnschen Ihnen und Ihren Familien ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und f√ľr das neue Jahr Gesundheit, Gl√ľck und Zufriedenheit.

Wir freuen uns schon, Sie im kommenden Jahr weiterhin √ľber aktuelle Themen im Accounting und in der Finanzfunktion zu informieren.

Ihre
Judith Gehrer, Mich√®le F√§rber, Peter Flick, Joachim Krakuhn, Sven Meyer und Peter Sch√ľz

Follow-up zur Diskussionsbereitschaft des IASB bzgl. der √Ąnderungen an IFRS 17

In seiner Sitzung am 20. November 2019 wurden dem International Accounting Standard Board (IASB) vom Staff die wesentlichen Ergebnisse der 122 eingereichten Stellungnahmen zum ED/2019/4 zur Entscheidung √ľber das weitere Vorgehen vorgelegt (siehe auch unseren Blogbeitrag vom 13. November 2019).

Das Feedback aus den Stellungnahmen wurde vom Staff in die folgenden drei Kategorien zusammengefasst (√úberblick √ľber die Themen):

  1. Vorgeschlagene √Ąnderungen, mit der Empfehlung, sie zu best√§tigen (sechs Themen)
  2. Themen zur Klärung (13 Themen)
  3. Sachverhalte, die aus Sicht des Staffs nicht weiter zu betrachten sind (14 Themen)

Alle 14 Boardmitglieder sind damit einverstanden, die sechs vorgeschlagenen √Ąnderungen, die das IASB Staff als abgeschlossen ansieht, in einer zuk√ľnftigen Sitzung zu best√§tigen.

Gleichzeitig einigen sich die 14 Boardmitglieder, √ľber m√∂gliche √Ąnderungen an den 13 vom Staff vorgeschlagenen Themen auf Basis einer weiteren Analyse durch das Staff in den Sitzungen im Zeitraum von Dezember 2019 bis Februar 2020 zu entscheiden.

Dabei nennt das Staff die folgenden 13 Themen, welche dem Board auf Grundlage des Feedbacks zur Klärung vorlegt werden (Link):

  • Ausschluss vom Anwendungsbereich f√ľr Kreditkarten,
  • Erwartete Wertaufholung der Cashflows i. Z. m. Abschlusskosten,
  • Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsvertr√§gen ohne direkte √úberschussbeteiligung entf√§llt,
  • Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsvertr√§gen bei gehaltenen R√ľckversicherungsvertr√§gen,
  • Anwendbarkeit der Risikominderungsoption,
  • Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17,
  • Verl√§ngerung einer tempor√§ren Befreiung von IFRS 9,
  • √úbergangserleichterungen f√ľr die Risikominderungsoption,
  • Geringf√ľgige √Ąnderungen,
  • Ebene der aggregierten j√§hrlichen Kohorten f√ľr Versicherungsvertr√§ge mit generations√ľbergreifender Risikoverteilung zwischen den Versicherungsnehmern,
  • Unternehmenszusammenschl√ľsse ‚Äď Vertr√§ge, die in ihrer Abwicklungsperiode erworben wurden,
  • Bewertungsparameter bei Zwischenabschl√ľssen,
  • Zus√§tzliche spezifische √úbergangsmodifikationen und Erleichterungen.

Weiterhin stimmen 13 Boardmitglieder zu, dass bez√ľglich der 14 Sachverhalte, welche aus Sicht des Staffs durch das Board nicht weiter zu betrachten sind, kein erneuter Diskussionsbedarf besteht. Die Boardmitglieder verst√§ndigen sich zudem darauf, einzelne in dieser Kategorie aufgef√ľhrte Themen auf Grund von Wechselwirkungen mit √§hnlichen Fragestellungen gegebenenfalls erneut zu diskutieren.

Die n√§chste Sitzung des IASB findet vom 9. – 12. Dezember 2019 statt. Wir werden Sie zeitnah √ľber die Entscheidungen und Ergebnisse aus den Diskussionen des Boards informieren.

Weitere Informationen können unter nachfolgenden Links aufgerufen werden:

ED/2019/4 zu √Ąnderungen an IFRS 17: M√∂gliche Diskussionsbereitschaft des IASB

Nach dem Feedback zum Exposure Draft (ED/2019/4) zu √Ąnderungen von IFRS 17 besteht die M√∂glichkeit der Diskussionsbereitschaft des IASB zu ausgew√§hlten Themen

Am 20. November 2019 tagt das International Accounting Standard Board (IASB) mit dem Ziel, die wesentlichen Ergebnisse der 122 eingereichten Stellungnahmen zum ED/2019/4 zu er√∂rtern und √ľber weitere Vorgehensweisen zu entscheiden.

Diesbez√ľglich wird durch das Staff das Feedback aus den Stellungnahmen in die folgenden drei Kategorien zusammengefasst:

  1. Vorgeschlagene √Ąnderungen, welche das Staff dem Board empfiehlt zu best√§tigen
  2. Sachverhalte, welche aus Sicht des Staffs durch das Board nicht weiter zu betrachten sind
  3. Themen, welche das Staff dem Board zur Klärung vorlegt

Zu den sechs vorgeschlagenen √Ąnderungen, die das IASB Staff als abgeschlossen ansieht, z√§hlen (Link):

  • Vereinfachter Ausweis von Versicherungsvertr√§gen in der Bilanz auf Grundlage von Portfolioebene statt auf Gruppenebene von Versicherungsvertr√§gen
  • Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsvertr√§gen mit direkter √úberschussbeteiligung entf√§llt.

Unter die 14 aus Sicht des Staffs nicht weiter zu betrachtenden Sachverhalte fallen unter anderem Themen wie (Link):

  • die Erstellung von Vergleichszahlen zur erstmaligen Anwendung von IFRS 17,
  • die Zahlungsstr√∂me innerhalb der Vertragsgrenzen in Zusammenhang mit gehaltenen R√ľckversicherungsvertr√§gen,
  • der Anwendungsbereich des Variable Fee Approaches im Hinblick auf aktive und passive R√ľckversicherungsvertr√§ge.

Bez√ľglich der 13 Themen, welche dem Board auf Grundlage des Feedbacks zur Kl√§rung vorlegt werden, nennt das Staff beispielsweise (Link):

  • die Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts von IFRS 17,
  • die Verl√§ngerung einer tempor√§ren Befreiung von IFRS 9,
  • die erwartete Wertaufholung der Cashflows i. Z. m. Abschlusskosten,
  • die Behandlung der CSM, die auf Investment Services bei Versicherungsvertr√§gen ohne direkte √úberschussbeteiligung entf√§llt,
  • die Deckung von Verlusten aus zugrunde liegenden Versicherungsvertr√§gen bei gehaltenen R√ľckversicherungsvertr√§gen,
  • Unternehmenszusammenschl√ľsse – Vertr√§ge, die in ihrer Abwicklungsperiode erworben wurden,
  • Bewertungsparameter bei Zwischenabschl√ľssen

Dar√ľber hinaus f√ľhren einige Teilnehmer in deren Stellungnahmen auch bisher unber√ľcksichtigte Problemstellungen und Umsetzungsfragen an. Um gegebenenfalls Ma√ünahmen einzuleiten, werden s√§mtliche Themen, welche bisher nicht Gegenstand der Diskussionen zu IFRS 17 waren, entsprechend analysiert und dem Board in einer zuk√ľnftigen Sitzung vorgelegt. Gleichzeitig werden jedoch Bedenken ge√§u√üert, dass zum aktuellen Zeitpunkt der Implementierung weitere √Ąnderungen eher nachteilig sein k√∂nnen.

Das Staff weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass m√∂gliche √Ąnderungen weder die Grundprinzipien des IFRS 17 verletzen d√ľrfen, die bereits laufenden Umsetzungen unangemessen beeintr√§chtigen sollen noch eine weitere Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts zur Folge haben.

Next Steps:

Das IASB wird auf Basis der gelieferten Ausarbeitungen zu den R√ľckmeldungen hinsichtlich der vom Staff genannten Sachverhalte urteilen und √ľber die n√§chsten Schritte entscheiden. Das Staff plant, dem Board entsprechende Ausarbeitungen zu einzelnen Fragestellungen in den Sitzungen im Zeitraum von Dezember 2019 bis Februar 2020 vorzulegen. Der gew√§hlte Zeitplan erm√∂glicht es, das Feedback weiter zu pr√ľfen und die daraus resultierenden √Ąnderungen im Einklang mit dem im Exposure Draft dargelegten Zeitplan bis Mitte 2020 abzuschlie√üen.

F√ľr weitere Informationen k√∂nnen die Sitzungsunterlagen unter nachfolgendem Link aufgerufen werden: https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/november/international-accounting-standards-board/

IASB ver√∂ffentlicht Exposure Draft zu √Ąnderungen an IFRS 17

Am 26. Juni 2019 hat das International Accounting Standard Board (IASB) den Exposure Draft (ED) zur √Ąnderung von IFRS 17 ver√∂ffentlicht. Die vorgeschlagenen √Ąnderungen sind darauf gerichtet, das Risiko einer Beeintr√§chtigung der bereits laufenden Umsetzung zu minimieren, die Grundprinzipien des Standards nicht zu √§ndern und die M√∂glichkeiten der Informationsgewinnung f√ľr die Anleger beizubehalten.

Der Exposure Draft umfasst die folgenden zu √§ndernden IFRS 17 Themen:

  1. Ausnahme vom Anwendungsbereich von Kreditkarten und anderen Darlehen, die ein Versicherungsrisiko √ľbernehmen
  2. Wertaufholung i. Z. m. Abschlusskosten f√ľr Erneuerungsrechte au√üerhalb der Vertragsgrenze
  3. Ausweitung der Definition der vertraglichen Servicemarge bzgl. Kapitalanlage-bezogenen Dienstleistungen und Kapitalrendite-bezogenen Dienstleistungen
  4. Gehaltene R√ľckversicherungsvertr√§ge: Verlustausgleich bei erstmaliger Erfassung, wenn zugrundeliegende Versicherungsvertr√§ge verlusttr√§chtig sind
  5. Darstellung in der Bilanz РAusweis auf Basis von Portfolio von Verträgen und nicht länger Gruppen von Verträgen
  6. Anwendbarkeit der Risikominderungsoption
  7. Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 17 und der tempor√§ren Befreiung von IFRS 9 Finanzinstrumente
  8. Modifikationen und Erleichterungen im √úbergangszeitpunkt

Dementsprechend enth√§lt der Exposure Draft √Ąnderungen am Anhang, den Illustrative Examples und der Basis for conclusion von IFRS 17.

Das Board hat im Hinblick auf die √Ąnderungen vorgeschlagen, das Inkrafttreten des Standards wie erwartet um ein Jahr auf 2022 zu verschieben.

√úber den folgenden Link gelangen Sie direkt zum Exposure Draft:
https://www.ifrs.org/-/media/project/amendments-to-ifrs-17/ed-amendments-to-ifrs-17.pdf?la=de

Die √Ėffentlichkeit hat bis zum 25. September 2019 die M√∂glichkeit den Exposure Draft zu kommentieren. Alle schriftlich eingereichten Kommentare werden ber√ľcksichtigt und das Board wird entscheiden, ob es mit den vorgeschlagenen √Ąnderungen an IFRS 17 fortfahren wird.

Das IASB ist jedoch der Meinung, dass die Stakeholder genug Zeit hatten, alle Herausforderungen und Bedenken zu identifizieren. Deshalb erwartet es keine Themen, die zu weiteren √Ąnderungen f√ľhren w√ľrden.

Die aus dem Exposure Draft entstandenen √Ąnderungen sollen erst Mitte 2020 ver√∂ffentlicht werden.

IFRS 17 ‚Äď Zusammenfassung des EFRAG Board Meeting am 13. Mai 2019

Am 13. Mai 2019 traten die Mitglieder des EFRAG Board und EFRAG TEG zu einer Sitzung zusammen. Wesentliches Ziel der Sitzung war es, das gesamte Board √ľber die Inhalte und Ergebnisse des EFRAG TEG Meetings im April 2019 zu informieren und m√∂gliche Fragen zu diskutieren.

Erster Themenschwerpunkt des EFRAG TEG Meetings waren die wesentlichen Ergebnisse aus der EFRAG IAWG Sitzung im März 2019:

  • Transition: Optionalit√§t und Vergleichsangaben im IFRS 17: Derzeit verlangt der IFRS 17 Vergleichsinformationen f√ľr ein Jahr anzugeben. Ein EFRAG TEG Mitglied wies jedoch darauf hin, dass nach IFRS 9 keine Vergleichsinformationen vorzuhalten sind. Diskutiert wurde ob die Anforderungen im IFRS 9 und IFRS 17 hinsichtlich dieses Punktes angeglichen werden sollten.
  • Transition: Option zur Risikominderung und OCI: Festgehalten werden kann, dass insbesondere hinsichtlich des Hedge Accounting aus Sicht von EFRAG noch mehr Input notwendig ist. Um die erforderlichen Informationen zu erlangen, wird ein Fragebogen zum Thema Hedge Accounting ver√∂ffentlicht. In diesem Zusammenhang hat das IASB vorl√§ufig beschlossen, Unternehmen die M√∂glichkeit zu geben, die Option zur Risikominderung prospektiv ab dem √úbergangszeitpunkt von IFRS 17 (d.h. ein Jahr vor dem Inkrafttreten von IFRS 17 zum 1. Januar 2022) anzuwenden.
  • Behandlung von Investmentkomponenten innerhalb eines Versicherungsvertrags: Das TRG diskutierte bereits am 4. April 2019 ob die Sch√§rfung des Begriffs und der Definition der Investmentkomponente nach IFRS 17 zu einem besseren Verst√§ndnis f√ľhren w√ľrde. Im Ergebnis wurde seitens des TRG kein √Ąnderungsbedarf festgestellt. Die EFRAG kam zu keiner abweichenden Entscheidung.

Dar√ľber hinaus wurden von der EFRAG als √§nderungsbed√ľrftig identifizierte Punkte im IFRS 17 diskutiert:

Bereits im September 2018 hatte die EFRAG ihre Bedenken hinsichtlich bestimmter Aspekte des IFRS 17 in einem Schreiben an das IASB zum Ausdruck gebracht. Insgesamt identifizierte die EFRAG sechs Themenfelder die in Vorbereitung eines Entwurfs f√ľr eine Endorsement Empfehlung weiter gepr√ľft werden sollten:

Drei der sechs Punkte wurden im EFRAG TEG Meeting am 17. April 2019 zur Diskussion gestellt:

  • CSM Amortisation (Vertr√§ge, die eine Investmentkomponente beinhalten): In seiner Sitzung im Januar hat das IASB vorl√§ufig entschieden, dass die Amortisation der CSM nach dem allgemeinen Model dahingehend ge√§ndert werden soll, dass diese sowohl den Versicherungsschutz als auch die Investmentbezogene Dienstleistung reflektiert, soweit der Vertrag eine Investmentkomponente enth√§lt. Einige EFRAG Mitglieder merkten in diesem Zusammenhang an, dass es Vertragskonstellationen geben kann, in denen es Investmentbezogene Aufwendungen gibt aber keine Investmentkomponente oder umgekehrt. Beispielhaft wurde in diesem Zusammenhang eine aufgeschobene Rentenversicherung aus UK genannt.
  • R√ľckversicherungen (verlustbringende Erstversicherungsvertr√§ge, die nach R√ľckversicherung profitabel sind: Das IASB hat sich in seiner Sitzung im Januar 2019 vorl√§ufig darauf geeinigt, IFRS 17 so zu √§ndern, dass der Gewinn aus der R√ľckversicherung sofort erfolgswirksam wird, wenn ein Verlust aus einem zugrundeliegenden belasteten Versicherungsvertrag erfasst wird. Nach Ansicht des IASB besteht bei proportionalen Vertr√§gen ein direkter Zusammenhang zwischen der R√ľckversicherung und den zugrundeliegenden Vertr√§gen bei Vertragsabschluss. Das hei√üt, Sch√§den werden vom R√ľckversicherer zu einem bestimmten Prozentsatz der dem Versicherer entstandenen Sch√§den erstattet. Auf ihrer Februar-Sitzung erkl√§rten die Mitglieder der EFRAG IAWG, dass die vorl√§ufige Entscheidung zwar willkommen sei, das Ergebnis jedoch von der Definition der proportionalen R√ľckversicherung abh√§nge und eine L√∂sung f√ľr die nichtproportionale R√ľckversicherung gefunden werden m√ľsse.
  • Transition (modifizierter retrospektiver Ansatz)

F√ľr das IAWG Meeting am 16. Mai 2019 wurde ein Fragebogen entwickelt, um die Problemstellungen hinsichtlich der CSM Amortisation und nicht proportionalen R√ľckversicherung zu verifizieren und L√∂sungen zu entwickeln.

Erste Lösungsansätze werden am 16. Mai 2019 erwartet.

Das EFRAG Board hatte keine weiteren Anmerkungen zu den hier genannten Punkten.

Die dem Meeting zugrundeliegenden Agenda-Paper können unter folgenden Links gefunden werden:
EFRAG Board:
https://www.efrag.org/Meetings/1806151206144483/EFRAG-Board-webcast-meeting-May-2019

EFRAG TEG/EFRAG IAWG:
https://www.efrag.org/Meetings/1807131508459721/EFRAG-TEG-meeting-April-2019

TRG:
https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/april/ifrs-17-transition-resource-group/

Transition Resource Group (TRG) f√ľr IFRS 17 diskutiert im April Investmentkomponenten

Die TRG traf am 4. April 2019 in London zu ihrem 5. Meeting zusammen, um Themen im Zusammenhang mit der Behandlung von Investmentkomponenten in IFRS 17 sowie weitere Themen zu diskutieren. Das IASB hat insgesamt 127 Antr√§ge erhalten, von denen 46 in dieser Sitzung behandelt wurden.

Im Vordergrund der Diskussion stand das Paper zu Investment Komponenten. Darin wurden drei Fragestellungen analysiert:

1. Bestimmung, ob ein Versicherungsvertrag eine Investmentkomponente beinhaltet

Unter einer Investmentkomponente werden alle Betr√§ge verstanden, die ein Versicherungsunternehmen an einen Versicherungsnehmer zur√ľckzuzahlen hat, selbst dann, wenn kein Versicherungsfall eintritt (IFRS 17, Anhang und IFRS 17BC34). Entscheidend ist dabei, dass die Zahlung in jedem Fall zu leisten ist.

Wesentlicher Diskussionspunkt des Meetings war die Frage, ob die Definition des Begriffs der Investmentkomponente nicht hinreichend klar ist. Die TRG-Mitglieder diskutierten dabei, ob eine Anpassung der Definition der Investmentkomponente durch den Zusatz, dass diese ‚Äěunter allen Umst√§nden‚Äú zu zahlen ist, das Begriffsverst√§ndnis pr√§zisieren w√ľrde. Einige Mitglieder f√ľhrten hiergegen an, dass die Pr√§zisierung durch den Zusatz ‚Äěunter allen Umst√§nden‚Äú die Gefahr birgt, dass die Definition der Investmentkomponente dadurch zu sehr eingegrenzt und m√∂gliche Sonderf√§lle in der Umsetzung des Standards zu Schwierigkeiten f√ľhren k√∂nnten.

Die Mitglieder des TRG Mitglieder kamen insgesamt zu dem Schluss, dass der Begriff zu präzisieren ist und empfehlen dem IASB insoweit die Anpassung des Standards.

2. Beurteilung, ob die Investmentkomponente ‚Äědistinct‚Äú ist

IFRS 17 verlangt, dass abgrenzbare (‚Äědistinct‚Äú) Investmentkomponenten von einem Versicherungsvertrag zu trennen – und gem√§√ü IFRS 9 zu bilanzieren sind. Die TRG-Mitglieder diskutierten dabei insbesondere, wann die Kriterien f√ľr ‚Äědistinct‚Äú in IFRS17.B31 und ‚Äěnot highly interrelated‚Äú erf√ľllt sind, was bedeutet, dass die Investmentkomponente und die Versicherungskomponente nicht einzeln bewertbar sind und eine Komponente ohne Existenz der anderen keinen Nutzen bringt.

Hinsichtlich des Themas ergaben sich keine gro√üen Diskussionspunkte und keine √Ąnderungsw√ľnsche an das IASB.

3. Ermittlung des Betrages dieser Investmentkomponente.

Soweit die Investmentkomponente ‚Äědistinct‚Äú ist, erfolgt die Bewertung nach IFRS 9. Ist die Investmentkomponente jedoch ‚Äěnicht distinct‚Äú, regelt IFRS 17, dass der Betrag, der einer Investmentkomponente zuzurechnen ist, nicht als Teil des ‚Äěinsurance revenue‚Äú oder der ‚Äěinsurance service expenses‚Äú auszuweisen ist. Dar√ľber hinaus regelt IFRS 17, dass eine seperate Bewertung des Betrags einer Investmentkomponente erst im Moment der Erfassung des Versicherungsergebnisses erfolgt.

Das Board hat beschlossen, dass Unternehmen die Investmentkomponente identifizieren m√ľssen, wenn Ums√§tze und angefallene Anspr√ľche erfasst werden. Der Standard erl√§utert jedoch nicht, wie dieser Betrag zu ermitteln ist.

Die TRG-Mitglieder kamen zu dem Entschluss, dass es auch bei einer nicht unterscheidbaren Investmentkomponente M√∂glichkeiten gibt, diese zu bestimmen. Es k√∂nnte beispielsweise bei einem unk√ľndbaren Lebensversicherungsvertrag (Auszahlung ab Todesfall oder F√§lligkeit) eine Barwertberechnung m√∂glich sein. Dies setzt voraus, dass der Betrag bei F√§lligkeit auf den Todeszeitpunkt abgezinst wird. Hingegen betonten mehrere TRG-Mitglieder, dass in vielen F√§llen, wie zum Beispiel bei einem vertraglich geregelten Barauszahlungsbetrag, keine zus√§tzliche Berechnung erforderlich sei. Angesichts einer unterscheidbaren Investmentkomponente w√§re die Berechnung des Barwerts oder die Unterscheidung zwischen Beitragsr√ľckerstattung und Investmentkomponente nicht notwendig.

 

Die Transition Resource Group unterst√ľtzt das IASB bei Umsetzungsfragen im Zusammenhang mit der Implementierung von IFRS 17.

Die dem Meeting zugrundeliegenden Agenda Papers können unter dem folgenden Link abgerufen werden: https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2019/april/ifrs-17-transition-resource-group/

Die PwC Zusammenfassung des Meetings kann in unserem In Transition Dokument nachgelesen werden

IFRS 17 Round Table – PwC Munich

For the English version please scroll down.

Intensiver Austausch der Versicherer beim aktuellen IFRS 17 Round Table bei PwC

Die im PwC Office in M√ľnchen Ende letzter Woche durchgef√ľhrte Veranstaltung rund um das Thema IFRS 17 war ein gro√üer Erfolg. Eine Vielzahl von Teilnehmern gro√üer deutscher Versicherungskonzerne, wie auch Vertreter von Tochterunternehmen internationaler Versicherungsgruppen, kamen zusammen und konnten die Gelegenheit nutzen, intensiv √ľber Status und aktuelle Erfahrungen zu IFRS 17 zu sprechen.

Es wurde deutlich, dass es sich bei der IFRS 9/IFRS 17 Implementierung um mehr als eine blo√üe Umsetzung eines technischen Accounting Standards handelt. So brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt, indem er sagte, dass die gesamte traditionelle Organisation des Unternehmens durch IFRS ber√ľhrt sein wird und die traditionellen Abteilungsgrenzen in Folge der notwendigen intensiven Zusammenarbeit schwinden. Die Erfahrungen aus den Projekten zeigen weiterhin, dass ein modernes Mindset, u.a. von Aktuaren mit tiefem Accounting-Backround, aber genauso auch umgekehrt von Accountants mit entsprechendem Verst√§ndnis f√ľr die versicherungstechnische Bewertung ein Schl√ľssel bei der Implementierung und auch beim erfolgreichen Regelbetrieb in der Zukunft sein wird.

Weiterhin ist nach den ersten Erfahrungen der Teilnehmer Actuarial Modernization f√ľr die Unternehmen in Zusammenhang mit IFRS 17 mehr als nur ein Schlagwort: Um die Timeline in den engen Berichtsfristen halten zu k√∂nnen, ist es erforderlich, ‚Äěend-to-end‚Äú auf die Abl√§ufe zu blicken. Ein von Beginn an klarer strategischer Blick auf den Gesamtprozess, Datenfluss und die Zielarchitektur werden zum wesentlichen Erfolgsfaktor. Dazu geh√∂rt nat√ľrlich auch, dass schnelle Rechentools und auch das Nutzen von Cloud-basierten Rechenkapazit√§ten wichtige Bausteine bei der FastClose-f√§higen Umsetzung des Standards sind.

Selbstverst√§ndlich durfte in einem aktuellen Austausch zu IFRS 17 nicht fehlen, dass man auch einen Blick auf grundlegende Einsch√§tzungen zur Standard-Interpretation trifft. Hervorzuheben sind dabei die Diskussionen, die zum Thema Level of Aggregation / Group of Contract gef√ľhrt wurden und bei denen sich zeigte, dass in der Branche unterschiedliche Strategien f√ľr eine optimale, individuelle Implementierung gefahren werden – dies gilt nicht nur f√ľr das langlaufende Gesch√§ft in der Personenversicherung, sondern bereits f√ľr die landl√§ufig als einfacher erachtete Umsetzung der Standard-Anforderungen f√ľr das P&C Gesch√§ft. Gerade hierbei wurde deutlich, welche vielf√§ltigen Fragen sich ergeben, wenn strategische Herausforderungen hinsichtlich der Revolutionierung der traditionellen Pricings und eines verst√§rkten dynamischen Wettbewerbsumfelds auf eine neue Account-Welt treffen.

Last but not least wurde in der Diskussionsrunde betont, dass der IFRS 17 Standard eigentlich das Ziel habe, die Kommunikation mit den Stakeholdern am Kapitalmarkt, Investoren und Analysten, zu verbessern. In dem Zusammenhang ist die Festlegung einer neuen geeigneten KPI-Metrix und die F√§higkeit der Unternehmen, die Gesch√§ftsentwicklung anhand dieser Kenngr√∂√üen den Stakeholdern darlegen zu k√∂nnen, ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der Erfahrungsaustausch Ende letzter Woche zeigte, dass diese Grundgedanken bereits fr√ľhzeitig beim Aufsatz der Implementierungsprojekte ber√ľcksichtigt werden sollten und dann auch wertvolle Impulse bringen, damit die individuellen L√∂sungen der Unternehmen sich strategisch in die richtige Richtung bewegen und die richtige Fokussierung in theoretischen Diskussionen nicht verloren geht.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Alexander Dotterweich oder Sven Stark

First of our European IFRS 17/Finance Transformation Round Table in Munich

In our PwC office in Munich we had a successful round table meeting on Thursday afternoon where almost all of the German insurance companies next to subsidiaries from international insurance groups came together and discussed intensely about their status and experiences on IFRS 17.

It got obvious that IFRS 9/IFRS 17 is much more than only technical standard interpretation. One of the participant made the point that the whole traditional organization of the companies will be affected as one of the core needs of IFRS 17 is to bring people from different departments together. People with modern technical mindset, being actuaries with good actuarial mindset and vice versa are the best resources.

It also was clear that actuarial modernization is key and that the companies advanced in IFRS 17 have a clear strategic view on the whole processes and data flow, actuarial architecture in an end to end view.

There had as well been an intense discuss on closing process acceleration known as one of the key challenges for IFRS 9/17 implementation and it got confirmed that faster actuarial toolset and cloud solutions will be key items for a successful implementation.

Of course there had been shared experience on basic questions in the early parts of IFRS9/17 projects, as an example on granularity of segmentation and definition of group of contracts and it got obvious that there are really different views on the optimal strategy for each company. ‚Äď Not only for the more complex long-term business but already under the quite simple PAA for P&C business — Here thinking ahead on new products and pricing technics and needed flexibility in pricing also is already a key topic for the market players that will impact the accounting approach.

One of the last but most important points was that it got clear that it would be the wrong way to forget that IFRS 9/17 standard had been initiated to improve communication of the insurance companies to their investors and financial analysts. The KPI metrics and getting the company in position to present the IFRS results and its drivers to the market, this needs to be taken into the scope of project at an early stage to get and stay on the best way for a successful implementation.

If you have any questions please contact  Dr. Alexander Dotterweich or Sven Stark.