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IASB Meeting on 22 February 2017

Highlights on Insurance Contracts

At the February 2017 meeting, the IASB voted on a number of sweep issues relating to the proposed insurance contracts standard (the ‘draft Standard’ or ‘IFRS 17’).

The IASB decided to recognise against the contractual service margin (CSM) all changes in estimates of future cash flows arising from non-financial risks under the general model as well as those arising from non-financial risks (and not relating to the underlying items) under the variable fee approach (VFA).

The IASB decided to provide an exemption from the requirement to separately group contracts that fall into different groups because law or regulation constrains an entity’s ability to set a different price or level of benefits for policyholders with different characteristics.

The IASB confirmed that there are no remaining questions that they would like the Staff to consider at a future meeting. The Staff will continue drafting IFRS 17 and the IASB expects to issue the standard in May 2017.

 

Weitere Änderungen an IFRS 17 Insurance Contracts auf der Agenda

Für das IASB Board Meeting am 22. und 23. Februar 2017 empfiehlt das IASB Staff weitere Änderungen an der aktuellen Entwurfsfassung von IFRS 17, insbesondere in Bezug auf das Unlocking der CSM sowie die Anforderungen an die Gruppenbildung von Versicherungsverträgen.

Die Agenda Papiere fassen die Erkenntnisse aus der externen redaktionellen Durchsicht (external editorial review) des aktuellen Entwurfs von IFRS 17 zusammen – dem „second pre-ballot draft of IFRS 17“ – und beinhalten folgende Aspekte:

In Agenda Papier 2A Änderungen der vertraglichen Service Marge diskutiert das IASB Staff erneut, für welche Sachverhalte ein Unlocking der CSM erfolgen soll. Dies beinhaltet unter anderem den Vorschlag, alle Schätzungsänderungen in Bezug auf den Barwert der künftigen Zahlungsströme aus nicht-finanziellen Risiken gegen die CSM zu erfassen, sowie den Vorschlag zur Änderung der Definition des Begriffs Experience Adjustment.

Agenda Papier 2B Enge Ausnahme für eine Vertragskohorte, deren Preisbildung regulatorischer Bindung unterliegt befasst sich mit einer eng begrenzten Ausnahme von den Anforderungen an die Gruppenbildung von Versicherungsverträgen. Das IASB Staff sieht eine solche Ausnahme allenfalls dann als gerechtfertigt an, wenn Versicherungsverträge nur deshalb in unterschiedliche Gruppen fallen würden, weil gesetzliche oder regulatorische Auflagen das Versicherungsunternehmen praktisch darin beschränken, für ein Versicherungsnehmerkollektiv (set of policyholders) mit unterschiedlichen Eigenschaften eine unterschiedliche Preisbildung, oder Nutzengewährung, vorzunehmen. In diesem Fall sollen die Verträge in eine Gruppe zusammengefasst werden dürfen.

Papier 2C Antworten auf die externe redaktionelle Durchsicht fasst zahlreiche weitere Ergebnisse aus der externen redaktionellen Durchsicht zusammen und adressiert kleinere Themen, darunter:

  1. Den Vorschlag für Verträge mit mutualisation, die Anforderung aufrechtzuerhalten, keine Verträge zu aggregieren, die mehr als ein Jahr auseinanderliegen. Ferner die Klarstellung wie die Anforderung der Gruppenbildung nur für Versicherungsverträge, die höchstens ein Jahr auseinanderliegen, auf Verträge mit mutualisation anzuwenden sind. Der finale Standard wird keine Definition von mutualisation enthalten.
  2. Es sollte klargestellt werden, dass das Profitabilitätskriterium zur Aggregierung von Verträgen auf Basis eines Vertragskollektivs (set of contracts) anstelle eines einzelnen Vertrags beurteilt werden kann, wenn angemessene und belastbare Informationen vorliegen, wobei der Ausdruck “set of contracts” voraussichtlich nicht definiert werden wird.
  3. Bei Anwendung des PAA sollte die Beurteilung, ob belastende Verträge vorliegen (onerous contract test) auf Gruppenebene vorgenommen werden. In Bezug auf das Approximations-Kriterium als Anwendungsvoraussetzung für den PAA, ist “Approximation” aus der Konzern-Perspektive (Bewertung auf Konzernebene) zu beurteilen.
  4. Den Vorschlag, das Locking-in des Diskontierungszinssatzes für die CSM im Abschlusszeitpunkt aufrechtzuerhalten.
  5. Den Vorschlag, den VFA nicht auf alle Verträge auszuweiten, unter denen kapitalanlagebezogene Dienstleistungen erbracht werden.

Auf der Grundlage der Entscheidungen, die das IASB zu den Agenda Papieren am 22./23. Februar trifft, wird das IASB Staff IFRS 17 weiter ausarbeiten. Die Veröffentlichung von IFRS 17 wird im Mai 2017 erwartet.

Vergleich von IFRS 16 und IAS 17 bezüglich Schätzungsänderungen und Vertragsanpassungen

Vertragsanpassungen, Schätzungs- und Sachverhaltsänderungen treten im Rahmen von Leasingverhältnissen häufig und auf vielfältige Weise auf. Aufgrund der Regelungslücke bei den derzeitigen Vorschriften nach IAS 17 hat sich in der Praxis und der Fachliteratur ein sehr uneinheitliches Bild der Bilanzierung herausgebildet. Mit den Regelungen des IFRS 16 werden erstmals klare Vorgaben für die bilanzielle Abbildung eingeführt. Die Umsetzung dieser komplexen Regelung erfordert jedoch eine kontinuierliche Überwachung der Verträge über die Vertragslaufzeit und stellt hohe Anforderungen an Prozesse und Bilanzierungssysteme der Unternehmen.

Der Artikel Schätzungsänderungen und Vertragsanpassungen nach IFRS 16 im Vergleich zu IAS 17 von Judith Gehrer, Joachim Krakuhn, Sven Meyer und Arne Erik Schillmann ist in der Februarausgabe der Zeitschrift KoR IFRS Kapitalmarktorientierte Rechnungslegung erschienen.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen nicht den vollständigen Artikel zur Verfügung stellen.

Unseren PwCPlus-Kunden steht der Artikel zur Verfügung. Mehr über unsere Rechercheapplikation PwCPlus erfahren Sie hier: www.pwcplus.de.

IFRS 9 soll vor Inkrafttreten nochmal angepasst werden

Das IASB hat in seiner Sitzung am 18. Januar 2017 vorläufig entschieden, eine Änderung des IFRS 9 vorzuschlagen. Konkret geht es um die Klassifizierung von Finanzinstrumenten mit vertraglich vereinbarten Vorfälligkeitsentschädigungen.

Die Änderung bezieht sich auf vertraglich vereinbarte symmetrische Zahlungsverpflichtungen für den Fall der vorzeitigen Kündigung eines Finanzinstruments. Diese könnten dann zu amortised cost bzw. FVOCI bilanziert werden. Das bedeutet, dass z.B. bei vorzeitiger Kündigung eines Kreditvertrags ein Ausgleich auch zugunsten des Kreditnehmers denkbar ist und nicht nur eine Vorfälligkeitsentschädigung zugunsten der finanzierenden Bank.

Das IASB schlägt ferner vor, dass diese Änderung zeitgleich mit IFRS 9 zum 1. Januar 2018 anzuwenden sein soll. Das IASB wird in seiner nächsten Sitzung im Februar 2017 die Kommentierungsfrist und den Due Process beraten. Für Ende April ist die Veröffentlichung eines Exposure Draft geplant, und die Änderung des IFRS 9 soll dann bis Ende Oktober 2017 erfolgen.

Das Staff Paper des IASB finden Sie hier: http://www.ifrs.org/Meetings/MeetingDocs/IASB/2017/January/AP03-IFRS-9-FI.pdf

IASB mahnt zur Eile bei der Umsetzung von IFRS 16

Das IASB hat sich bei IFRS 16 u.a. deshalb für den Erstanwendungszeitpunkt 01.01.2019 entschieden, dass den Unternehmen drei Jahre Implementierungszeit zur Verfügung stehen. Das IASB mahnt in einem Kurzartikel zur Eile, falls Unternehmen noch nicht mit der Umsetzung begonnen haben und verweist z.B. auf die zeitaufwendige Identifizierung von Verträgen und deren Erfassung in Accounting Systemen. In dem Kurzartikel stellt das IASB eine Zusammenfassung einiger der wesentlichen Herausforderungen bei der Umsetzung des IFRS 16 dar.

Angesprochene Themengebiete sind:

  • Entscheidung über Vereinfachungen bei der Erstanwendung und deren Auswirkungen
  • Zeitaufwand für die Identifizierung und Erfassung von Verträgen
  • Ermessensspielräume bei der Beurteilung von Verträgen
  • Herausforderungen bei der Bestimmung des Diskontierungszinssatzes
  • Vollständigkeit aktueller Notesangaben

Der IASB Artikel kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.ifrs.org/Current-Projects/IASB-Projects/leases-implementation/Documents/IFRS16-Leases-Article-Jan2017.pdf

Wenn Sie mehr Details zu den angesprochenen Herausforderungen benötigen, sprechen Sie uns gerne an.

EBA veröffentlicht angepasste IFRS 9 FinRep Tabellen

Nach der Übernahme von IFRS 9 in EU-Recht (siehe Blogbeitrag vom 30.11.2016) hat die EBA am 30. November 2016 die finalen IFRS 9 FinRep Tabellen veröffentlicht. Im Vergleich zu den Entwürfen aus dem Konsultationspapier vom Dezember 2015 wurden einige Anpassungen vorgenommen. Diese beziehen sich u.a. auf

  • den Bruttobuchwert,
  • kumulierte Fair value-Änderungen und
  • Angaben zu ökonomischen Hedge-Beziehungen.

Außerdem wurde die Struktur des Impairmentspiegels (Tabelle F 12.1) angepasst.
Die IFRS 9 FinRep Tabellen sind erstmalig zum Meldestichtag 31. März 2018 zu befüllen.

Auch die nGAAP FinRep Tabellen wurden im Rahmen der IFRS-9-Anpassungen überarbeitet, so dass von den Änderungen alle FinRep-Anwender betroffen sind.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link http://www.eba.europa.eu/-/eba-amends-supervisory-reporting-standards-due-to-the-new-ifrs-9.

Entscheidung der EU Kommission: Übernahme von IFRS 9 in EU-Recht

Die EU-Kommission hat entschieden, IFRS 9 Finanzinstrumente in das EU-Recht zu übernehmen. Diese Entscheidung wurde auf der Internetseite der EU-Kommission veröffentlicht (http://ec.europa.eu/finance/company-reporting/index_de.htm). Die Veröffentlichung der Verordnung (EG) Nr. 2016/2067 im EU-Amtsblatt erfolgte am 29. November 2016.

Der neue Standard tritt gemäß der Mitteilung der EU-Kommission am 1. Januar 2018 in Kraft und ersetzt den derzeit geltenden IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist zulässig. Was das Problem des unterschiedlichen Geltungsbeginns von IFRS 9 und IFRS 17 (dem künftigen Standard für Versicherungsverträge) betrifft, so befürwortet die Kommission die optionale befristete Verschiebung des Geltungsbeginns von IFRS 9 für die Versicherungsbranche.

EBA startet zweite Auswirkungsanalyse für Banken zu IFRS 9

Am 24. November 2016 hat die European Banking Authority (EBA) die zweite Befragung von Banken zu IFRS 9 gestartet. Die erneute Befragung basiert auf den am 10. November 2016 veröffentlichten Ergebnissen der ersten Auswirkungsanalyse und zielt insbesondere auf Umsetzungsherausforderungen und Wechselwirkungen zwischen IFRS 9 und aufsichtsrechtlichen Anforderungen ab.

Aufgrund des fortgeschrittenen Implementierungsprozesses erwartet die EBA aus der zweiten Befragung detailliertere und konkretere Erkenntnisse. Von der zweiten Befragung sind überwiegend die gleichen 50 europäischen Institute betroffen, wie bei der ersten Befragung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

IFRS 16: Benchmark zum Status der Umsetzung

PwC führt gegenwärtig eine internationale Kurzumfrage zum Thema IFRS 16 Leasing durch. Es handelt sich dabei um 10 kurze Fragen zum Stand der Umsetzung (max. 5 min Zeitaufwand).

Wenn Sie an der Umfrage teilnehmen, erhalten Sie nach Abschluss der Umfrage ein Benchmarking zugesendet und können dadurch ein Bild gewinnen, wie Ihr Unternehmen im Vergleich zu den anderen Teilnehmern steht.

Sie können an der Umfrage bis zum 10. Dezember 2016 teilnehmen. Zur Umfrage gelangen Sie hier.