Accounting FS Blog

IFRS 17 – IASB: Erste Analyse der Änderungsvorschläge

Nachdem das IASB im November 2018 vorläufig entschieden hatte, die Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 um ein Jahre zu verschieben ist der Standardsetter nun dazu übergegangen, die 25 im Oktober Meeting vorgestellten Themenfelder hinsichtlich möglicher Anpassungen am Standard zu untersuchen.

Für die Sitzung des International Accounting Standard Board (IASB) vom 11. bis 13. Dezember 2018 analysierten die Mitarbeiter des IASB 13 der 25 größten von den Stakeholdern angemeldeten Anliegen und Implementierungsherausforderungen im Zusammenhang mit IFRS 17. Die Ergebnisse der Analyse wurden im Vorfeld des Meetings als Agenda Papiere veröffentlicht. Weitere Informationen hierzu können unseren Blogbeiträgen „IFRS 17 – IASB diskutiert nächste Schritte zur Unterstützung der Implementierung“ und „IFRS 17 – EFRAG TEG Meeting vom 29. November 2018“ entnommen werden.

Die bisher von den Mitarbeitern des IASB analysierten Themen wurden in 6 Gruppen eingestuft:

  1. Ausweis von Versicherungsverträgen in der Bilanz;
  2. Diskontierungszinssätze, Risk Adjustment und OCI Option;
  3. Variable Fee Approach;
  4. Unternehmenszusammenschlüsse;
  5. Zukünftige Cash Flows bei der Bewertung von passiven Rückversicherungsverträgen;
  6. Rechnungslegungsbezogene Schätzungen in Zwischenabschlüssen.

Für nahezu alle oben genannten Themen schlagen die Mitarbeiter des IASB vor, keine Änderungen an IFRS 17 vorzunehmen. Einige der Themen sind nach Einschätzung einiger Versicherer mit hohem Anpassungsbedarf ihrer Prozess- und Systemlandschaften verbunden. Die erhoffte Erleichterung und Kostenersparnis dürfte zunächst nicht auf positive Resonanz stoßen. Ob das Board den Empfehlungen hier in allen Punkten folgend wird, bleibt abzuwarten.

Als einzige Ausnahme empfiehlt das Staff, IFRS 17.78 dahingehend anzupassen, dass Versicherungsverträge nach Portfolien (anstatt nach Gruppen) ausgewiesen werden. Hierdurch entsteht ein stärker aggregierter Ausweis von Versicherungsverträgen in der Bilanz. Der Vorschlag des Staffs stützt sich auf das Feedback der Anwender, dass die aktuelle Systemlandschaft der Versicherer nicht darauf ausgelegt sei, die notwendigen Informationen zu liefern und die Entwicklung und Einführung neuer Systeme signifikante Kosten nach sich ziehen würde, und auch auf das Feedback von Adressaten, dass diese den Verlust von Informationen als nicht wesentlich erachten.

Da bereits zwei Themen (Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 und Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von IFRS 9) vorläufig beschlossen wurden, verbleiben noch 10 Themen, die in zukünftigen Sitzungen des IASB zu diskutieren sein werden. Gemäß erster Analyse durch die Mitarbeiter des IASB könnten die 10 Themen die vom IASB beschlossenen Änderungskriterien erfüllen und ggf. zu einer Anpassung des IFRS 17 führen.

Nachdem alle Einzelthemen geprüft wurden, wird das Board das Änderungspaket als Ganzes dahingehend prüfen, ob der Nutzen der Änderungen die dadurch entstehenden Kosten übersteigt.

Die Analysen der Mitarbeiter des IASB sowie weitere Agendapapiere zu der Dezember-Sitzung des IASB können unter diesem Link abgerufen werden.

IFRS 17 – EFRAG TEG Meeting vom 29. November 2018

Ziel des EFRAG TEG Meetings vom 29. November 2018 war es, ein Update zu den Entwicklungen möglicher Änderungen an IFRS 17 zu geben.

Während des IASB Meetings im Oktober 2018 beriet das Board ein Papier, welches die 25 größten von den Stakeholdern angemeldeten Anliegen und Implementierungsherausforderungen aufzeigte. Weitere Informationen hierzu können unserem Blogbeitrag „IFRS 17 / IASB diskutiert nächste Schritte zur Unterstützung der Implementierung“ entnommen werden.

Die Mitglieder des Accounting Standards Advisory Forums (ASAF) werden während ihres Meetings vom 6. bis 7. Dezember 2018 aufgefordert werden, Vorschläge zu unterbreiten, wie das IASB die Themen so adressieren kann, dass die vom Board festgelegten Kriterien für Änderungen (vgl. o.g. Blogbeitrag) eingehalten werden. Das Agenda Paper für das ASAF Meetings signalisiert, dass das IASB Anpassungen an IFRS 17 hinsichtlich der folgenden Themen untersuchen könnte:

  • Anwendungsbereich von IFRS 17: Darlehen und andere Arten von Krediten, mit denen der Transfer von Versicherungsrisiko einhergeht,
  • Akquisitions-Cash Flows: Cash Flows aus Vertragserneuerungen/-verlängerungen außerhalb der Vertragsgrenzen,
  • Vertragliche Servicemarge (CSM): Coverage Units im General Model,
  • Passive Rückversicherung: Erstansatz, wenn zugrundeliegende (Erst-)Versicherungsverträge „onerous“ sind,
  • Ausweis: Getrennter Ausweis von Gruppen von Vermögenswerten und Gruppen von Verbindlichkeiten und
  • Transition: weitere Modifikationen am modifizierten retrospektiven Ansatz.

Die Mitglieder des EFRAG TEG hatten hierzu keine Kommentare. Das dem Meeting zugrundeliegende Papier kann unter diesem Link gefunden werden. Das nächste IASB Meeting wird im Zeitraum vom 11. bis 13. Dezember 2018 stattfinden.

IFRS 17 – IASB beschließt Verschiebung um ein Jahr

Im November Meeting 2018 hat das IASB beschlossen, die Erstanwendung des IFRS 17 um ein Jahr zu verschieben. Im Einklang mit dieser Entscheidung wurde ebenfalls beschlossen auch die vorübergehende Befreiung von IFRS 9 um ein Jahr auszudehnen. Der (spätest mögliche) Erstanwendungszeitpunkt für Versicherer für beide Standards ist damit nunmehr der 1. Januar 2022.

Für den europäischen Versicherungsmarkt ist nun zu beobachten, wie die EFRAG mit diesem Thema umgehen wird und wann mit einem Endorsement des IFRS 17 und möglicher noch folgender Änderungen zu rechnen ist.

Im Dezember Meeting 2018 plant das Board, die von der Versicherungsbranche adressierten Themen zu untersuchen und das weitere Vorgehen zu erörtern. Zu den hierbei im Raum stehenden Themenstellungen, vgl. unseren Beitrag zum Oktober Meeting 2018.

Alex Bertolotti, IFRS 17 Leader bei PwC sieht die Entwicklung als positives Signal:

“Today’s announcement of a one-year delay to the implementation of IFRS 17  will be welcomed by many in the insurance community. The additional time will help alleviate some risk from existing plans, however many companies still have a lot to do and cannot afford to press pause.


Our message to insurers would be not to stop – there’s so much to do. If you haven’t started, get a move on. To stand still is to fall behind.

Mitschnitte, Aufnahmen und Agendapapiere des November-Meetings des IASB können unter diesem Link eingesehen werden.

EIOPA Analyse zu IFRS 17 Insurance Contracts

Die European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) veröffentlicht ihren Bericht über ihre Analyse des IFRS 17 Insurance Contracts (EIOPA-18-717 18/10/2018):

https://eiopa.europa.eu/Pages/News/EIOPA-analyses-the-benefits-of-IFRS-17-Insurance-Contracts.aspx

Die EIOPA führte diese Studie unter Berücksichtigung der anstehenden Implementierung von IFRS 17 durch, um zu einem besseren Verständnis der Implikationen und potenziellen Einflüsse des Standards auf europäische Erst- und Rückversicherungsgesellschaften beizutragen sowie um Einblicke in das zukünftige Wechselspiel zwischen der finanziellen und der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung der Versicherer zu liefern.

Übergreifend kommt die EIOPA zu dem Ergebnis, dass die durch IFRS 17 erwartungsgemäß erhöhte Transparenz und Vergleichbarkeit der Abschlüsse der Versicherer das Potenzial haben, die Finanzstabilität im Europäischen Wirtschaftsraum zu erhöhen. EIOPA sieht die Implementierung damit als vorteilhaft für das europäische Gemeinwohl an. Die im IFRS 17 verankerte aktuelle, marktnahe und risikosensitive Bewertung von versicherungstechnischen Verpflichtungen reflektiere die ökonomische Realität. Dies unterstütze ein effizientes Risikomanagement und erlaube Stakeholdern Einblicke in das Geschäftsmodell, die Exposures und die Geschäftsentwicklung zu erlangen.

Weiterhin hält EIOPA als Ergebnis ihrer Analyse fest,

  • dass die Anforderungen des IFRS 17 an die Festlegung des Diskontsatzes und des Risk Adjustments ein angemessenes Level an unternehmensspezifischem Input überschritten haben könnten und damit zu deutlich unterschiedlichen und potenziell unvergleichbaren Ergebnissen führen könnten,
  • dass in manchen Bereichen die Lösungen des IFRS 17 nicht optimal ausgestaltet seien und damit zu erhöhter Komplexität der Abschlüsse führen könnten und
  • dass für die letztendliche Implementierung von IFRS 17 wesentliche Effizienzpotentiale aus Input-Größen und Prozessen, die für Solvency II entwickelt wurden, genutzt werden könnten aber in unterschiedlichem Maße Anpassungen bedürfen.

Ihre Ansprechpartner:

WP Michele Färber, CFA
PwC | Director | Financial Services Capital Market Accounting & Advisory Services
Phone: +498957905869 | Mobile: +4915123623919

WP Kristina Stiefel
PwC | Senior Manager | Risk & Regulation Insurance
Phone: +496995852975 | Mobile: +491717640010

Matthias Paul Peitz 
PwC | Manager | M.Sc. | Financial Services Capital Market Accounting & Advisory Services
Phone: +492119811655 | Mobile: +491705624886

 

IFRS 17 – IASB diskutiert nächste Schritte zur Unterstützung der Implementierung

Während des Meetings am 24. Oktober 2018 erörterte das International Accounting Standards Board (Board) das Feedback von Stakeholdern über den neuen Standard für Versicherungsverträge, IFRS 17. Dieses Feedback ermöglichte es dem Board und seinen Mitarbeitern besser zu verstehen, welche Bedenken hinsichtlich der Implementierung des IFRS 17 bestehen und welche weiteren Schritte notwendig sind.

Im Oktober-Meeting hat das Board überlegt, ob auf das erhaltene Feedback geantwortet wird, es wurde aber nicht darum gebeten zu entscheiden, ob Änderungen am Standard vorgeschlagen werden sollen. Das Board hat sich vielmehr einstimmig auf Kriterien geeinigt, die bei der Bewertung möglicher Veränderungen an IFRS 17 herangezogen werden sollen:

  • die Änderungen führen nicht zu einem wesentlichen Verlust an nützlichen Informationen im Vergleich zu denjenigen, die aktuell nach IFRS 17 für Abschlussadressaten bereitgestellt werden,
  • die Änderungen stören die bereits durchgeführten Umsetzungsprozesse nicht übermäßig und
  • riskieren keine unangemessenen Verzögerungen beim Inkrafttreten eines Standards.

Das Board betonte, dass, auch wenn es der Auffassung ist, dass eine mögliche Änderung die Kriterien erfüllt, dies nicht zwingend bedeutet, dass Änderungen vorgenommen werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Kriterien eine große Hürde für Änderungen darstellen.

Anhand des erhaltenen Feedbacks zu IFRS 17 identifizierten die Mitarbeiter des Boards 25 Themen. Das Board wird in den nächsten Monaten diskutieren, ob Bedarf für Änderungsvorschläge an IFRS 17 besteht. Aktuell sei es noch zu früh um festzustellen, ob diese Diskussionen in Änderungsvorschlägen resultieren werden. Falls Änderungen vorgeschlagen werden, werde das Board sein ordnungsgemäßes Verfahren für die Standardsetzung einhalten, welches eine Konsultation der Öffentlichkeit beinhaltet.

Eine Zusammenfassung des Meetings finden Sie unter https://www.pwc.com/gx/en/audit-services/ifrs/publications/ifrs-17/evaluating-any-potential-future-amendments-to-ifrs-17.pdf.

Die Aufzeichnung des Meetings, die Agenda und Agenda Papers sowie eine Zusammenfassung sind unter https://www.ifrs.org/news-and-events/calendar/2018/october/international-accounting-standards-board/ verfügbar.

Ergänzung zu IDW RS HFA 48 verabschiedet

Der Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) hat eine Ergänzung bzw. Fortsetzung des IDW RS HFA 48 „Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9“ verabschiedet.

Hintergrund für die Ergänzung ist, dass der IFRS 9 die Modifikation von finanziellen Vermögenswerten nur in Teilbereichen regelt und in der Praxis z.T. erheblicher Klärungsbedarf besteht. Daher hat das IDW die Stellungnahme zur Rechnungslegung: Einzelfragen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 (IDW RS HFA 48) um einige Textziffern und einen Anhang ergänzt.

Weitere Informationen zur Verlautbarung finden Sie auf der Homepage des IDW.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

EBA-Konsultation zur Anpassung der FinRep-Meldevorschriften (Datenmodel 2.9)

Die European Banking Authority (EBA) hat am 28. August 2018 eine Konsultation zur Anpassung der FinRep-Meldevorschriften (Datenmodel 2.9) gestartet. Die vorgeschlagenen Anpassungen beziehen sich auf die Meldung bzw. den Ausweis von Forbearance und Non-Performing Exposure, auf die Darstellung von Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie vereinzelt auf Angaben zu IFRS 16 (Leasing). Ziel der Konsultation ist es die Konsistenz zu weiteren aufsichtlichen Vorschriften zu wahren sowie den zunehmenden Bedürfnissen der Aufsicht zur Risikoeinschätzung und -überwachung Rechnung zu tragen.

Die Konsultationsfrist endet am 27. November. Die erstmalige Meldung nach den angepassten Meldevorschriften ist für den 31. März 2020 geplant. Von den Anpassungen sind sowohl IFRS- Anwender als auch nGAAP-Anwender betroffen.

Mit der Anpassung der Meldeanforderungen zu Forbearance und Non-Performing Exposure zielt die EBA darauf ab, ihre Fähigkeit zur Risikoeinschätzung und -überwachung von ausgefallenen Portfolien zu stärken. Hierzu sieht das aktuelle Konsultationspapier fünf weitere FinRep-Tabellen mit zahlreichen Untertabellen vor:

  • F23 – Loans and advances: additional information
  • F24 – Flows of non performing exposures, impairment & write offs since the end of the last financial year – loans and advances
  • F25 – Collateral obtained by taking possession and execution processes
  • F26 – Forbearance management and quality of forbearance
  • F47 – Average duration and recovery periods

Um den Anforderung an das Proportionalitätsprinzip Rechnung zu tragen, ist aktuell eine Meldepflicht dieser Tabellen nur für Institute mit einem NPL-Ratio von mehr als 5% im Gespräch. Unabhängig von der Höhe der NPL-Ratio ist geplant, die Tabellen F18 (Non-Performing Exposure) und F19 (Forbearance) um Aufgliederungen nach Commercial Real Estates Loans und der LTV-Ratio zu ergänzen und die bereits enthaltenen Überfälligkeitenbänder zu modifizieren.

Zusätzlich ist geplant, die Tabellen zu erhaltenen Sicherheiten (F 13 – Collateral and guarantees received) umfangreich anzupassen und u.a. eine granulare Aufteilung auf Basis der Art der Sicherheit vorzunehmen. Die Anpassungen hinsichtlich GuV-Positionen beziehen sich primär auf administrative Ausgaben. Für IFRS-Anwender ist zusätzlich der Ausweis von Nutzungsrechten nach IFRS 16 gefordert.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu den vorgeschlagenen Anpassungen der EBA inkl. einer Darstellung der Tabellen: www.eba.europa.eu/regulation-and-policy/supervisory-reporting/its-on-supervisory-reporting-amendments-with-regards-to-finrep

Zusätzlich zu den Anpassungen der FinRep-Meldevorschriften plant die EBA auch die CoRep-Meldevorschriften sowie die CoRep-LCR-Meldevorschriften anzupassen. Auch hierzu wurden Konsultationen gestartet. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: www.eba.europa.eu/-/eba-launches-consultations-on-supervisory-reporting-for-the-reporting-framework-2-9-and-prepares-for-its-modular-release

 

EBA Konsultationspapier zu Non-Performing und Forborne Exposures

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat am 27. April ein Konsultationspapier zu den aufsichtlichen Anhangangaben & Offenlegungsvorschriften für Non-Performing und Forborne Exposures veröffentlicht.

Inhaltlich unterscheidet die Guideline zwischen zwei Arten von Templates:

  • Templates, die von allen Kreditinstituten jährlich und von signifikanten Kreditinstituten mit einem erhöhten NPL Ratio (>5%) halbjährlich zu befüllen sind (in Summe 4),
  • Templates, die von signifikanten Kreditinstituten mit einem erhöhten NPL Ratio (>5%) jährlich zu befüllen sind (in Summe 6).

Diese Templates zeigen die Volumina und das Niveau der Non-Performing und Forborne Exposures sowie auch der Foreclosed Assets. Die Vorgaben der Templates sind weitgehender als jene der aktuell gültigen FINREP Templates und umfassen u.a. folgende zusätzliche Informationen/Themenstellungen:

  • Qualität der Forbearance-Maßnahmen
  • Erweiterung der Klassifizierung von Non-Performing Exposures
  • Erweiterung der Klassifizierung von Performing & Non-Performing Exposures (in Abhängigkeit vom IFRS 9 Staging)
  • Offenlegung von kumulierten partiellen Abschreibungen
  • Geographischer Split der Performing & Non-Performing On & Off-Balance Exposures inkl. der akkumulierten Risikovorsorge
  • Split der Performing & Non-Performing Exposures nach dem LTV Bucket
  • Offenlegung von Inflows und Outflows der Non-Performing Portfolios (kumulierte Recoveries pro Outflow-Type)
  • Offenlegung von Collateral-Bewertungen (der Foreclosed Assets) im Zugangszeitpunkt und deren Impairment

Die Guideline kann bis 27. Juli 2018 kommentiert werden. Die finale Version (die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich Ende 2018) wird ab 31. Dezember 2019 in Kraft treten.

Robotic Process Automation (RPA) – Anwendbarkeit im Finance-Bereich von Finanzdienstleistern

Die Automatisierungswelle erreicht den Finance-Bereich in Deutschland. Nachdem bei internationalen Finanzinstituten bereits viele Erfolge erzielt worden sind, stellt sich auch für deutsche Finanzinstitute die Frage, welche Prozesse sich für eine Automatisierung eignen.

Die IT-Finanzarchitektur von Finanzinstituten ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen mit vielen Prozessbrüchen. Die Aufbereitung von Jahresabschlussinformationen stellt deshalb eine große Herausforderung dar. Anwendungsübergreifende Abstimmungen, Überleitungsrechnungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen müssen mit einem hohen manuellen Aufwand durchgeführt werden. Für tägliche und monatliche Standardaufgaben wie zum Beispiel die Rechnungserfassung, deren Abgrenzung und manuelle Buchung werden viele Ressourcen benötigt. Qualitätskontrollen können daher oftmals nur im geforderten Mindestumfang durchgeführt werden.

RPA bietet die Chance, Ressourcen freizumachen, die Prozessgeschwindigkeit zu steigern, Kosten zu senken und gleichzeitig die Qualität zu erhöhen. Der folgende RPA Showcase zeigt an einem Beispiel der automatisierten Rechnungsabgrenzung wie RPA im Finance-Bereich von Finanzinstituten angewendet werden kann.

RPA Showcase auf Youtube

Das große Potenzial von RPA ist eindeutig. Eine Prozessanalyse gibt Aufschluss darüber, welche konkreten Erfolge durch den Einsatz von Software-Robotern realisiert werden können. Um Effektivität und größtmögliche Effizienz zu erreichen, müssen die Prozesse, die automatisiert werden sollen, gegebenenfalls angepasst werden. Bereits beim Bot-Design sollten außerdem Datenqualitätskontrollen, Plausibilitätschecks und Exception Rules berücksichtigt werden um eine qualitativ hochwertige Automatisierung zu gewährleisten.

Diese Information und weitere zum Thema Digital finden Sie auch auf pwc.de

 

IFRS Interpretations Committee (IFRIC) veröffentlicht finale Entscheidung zum Ausweis von Zinserträgen für bestimmte Finanzinstrumente unter IFRS 9

Das IFRS Interpretations Committee (IFRIC) hat am 23. März 2018 eine Entscheidung zum Ausweis von Zinserträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) veröffentlicht. Das IFRIC kommt dabei zum Schluss, dass unter der Position „Zinserträge“ im Sinne von IAS 1.82 (a) nur Zinserträge aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden, auszuweisen sind (plus ggf. Effekte aus designierten Sicherungsbeziehungen).
 
Es ist den Bilanzierenden aber auch nach dieser Entscheidung freigestellt zusätzliche Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung offenzulegen. Damit ergibt sich die Möglichkeit einen zusätzlichen Posten für Zinserträge aus anderen Positionen in der GuV aufzunehmen.
 
Weitere Informationen finden Sie auch in unserer beiliegenden Publikation. Sollten Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen  gerne zur Verfügung. 
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