Accounting FS Blog

Aufsichtliche Finanzinformationen: IFRS 9 ändert FINREP

Anpassungen der IFRS- und nGAAP-Meldebögen

Die Pflicht zur Erstanwendung der Bilanzierungsvorschriften für Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 zum 01.01.‌2018 führt zu einem umfassenden Anpassungsbedarf der entsprechenden Meldebögen für aufsichtliche Finanzinformationen (sog. FINREP-IFRS-Meldebögen). Die derzeit anzuwendenden IFRS-Meldebögen basieren noch auf den bis zum 31.12.‌2017 gültigen Bilanzierungsvorschriften (IAS 39). Zusätzlich zu den angepassten IFRS-Meldebögen hat die Aufsicht die Meldebögen nach nationalen Bilanzierungsstandards (sog. nGAAP-Meldebögen) angepasst. Diese Anpassungen zielen auf die Wahrung der Konsistenz zwischen IFRS- und beispielsweise HGB-Meldebögen und auf die Beseitigung konzeptioneller Schwächen ab, die auf den praktischen Erfahrungen der Meldepraxis basieren.

Der Artikel „Aufsichtliche Finanzinformationen: IFRS 9 ändert FINREP – Anpassungen der IFRS- und nGAAP-Meldebögen“ von Judith Gehrer, Peter Schüz und Daniel Fröschle ist in Heft 4/2018 der Zeitschrift WPg erschienen.

Aus urberrecthlichen Gründen können wir Ihnen nicht den vollständigen Artikel zur Verfügung stellen.

Weihnachtsgrüße

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

Ich freue mich darauf, Sie im kommenden Jahr wieder über spannende Accounting-Themen zu informieren.

Ihr
Peter Flick

DPR Prüfungsschwerpunkte für 2018 veröffentlicht

Die deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat am 23. November 2017 ihre Prüfungsschwerpunkte für Prüfungen, die sie im kommenden Jahr vornehmen wird, veröffentlicht. Wie in den letzten Jahren übernimmt sie dabei die europäischen Schwerpunkte, die von der European Securities and Markets Authority (ESMA) verkündet wurden und ergänzt diese um eigene.

Für die Prüfung der Abschlüsse kapitalmarktorientierter Unternehmen im Rahmen des Enforcement-Verfahrens bestehen demnach folgende Schwerpunkte:

  1. Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen der Anwendung wesentlicher neuer Standards im Erstanwendungsjahr
  2. Ausgewählte Aspekte zu Ansatz, Bewertung und Angaben nach IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
  3. Ausgewählte Aspekte zu IAS 7 Kapitalflussrechnungen
  4. Ansatz und Bewertung von Rückstellungen gemäß IAS 37 sowie zugehörige Anhangangaben
  5. Konzernlagebericht und Konzernerklärungen

Weitere Einzelheiten können der Pressemitteilung der DPR sowie dem Public Statement der ESMA entnommen werden.

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag DPR veröffentlicht Prüfungsschwerpunkte für 2018 in unserem Accounting Aktuell Blog.

Softwarelösungen für die neue Leasingbilanzierung (IFRS 16)

PwC bietet ein Webinar zum Thema „Softwarelösungen für die neue Leasingbilanzierung (IFRS 16)“ an zwei unterschiedlichen Terminen an.

Im Rahmen des Webinars werden die prozessualen Herausforderungen des neuen Leasingstandards IFRS 16 vorgestellt und gezeigt, wie mithilfe von geeigneten Softwarelösungen die Leasingverhältnisse effizient bilanziert werden können.

Das Webinar findet an folgenden Terminen statt:

  • Freitag 1. Dezember 2017 von 10:00 bis 10:45 Uhr
  • Freitag 23. Februar 2018 von 10:00 bis 10:45 Uhr

Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

ECB Guidance on non-performing loans

Addendum: Prudential provisioning backstops for non-performing loans (NPL)

Die EZB hat Anfang Oktober eine Ergänzung der NPL Guidance zur Konsultation gestellt.

  • Die Ergänzung der NPL Guidance umfasst quantitative aufsichtliche Mindestanforderungen an die Risikovorsorge von non-performing exposures (NPE) („prudential provisioning backstop“). Diese sind abhängig von der Dauer der Klassifizierung als NPE und von der Besicherung der Forderungen.
  • Ziel: Vermeidung eines übermäßigen Aufbaus von aus prudentieller Sicht nicht ausreichend bevorsorgten NPEs. Eine Überlagerung von Bilanzierungsvorgaben zur Risikovorsorge oder anderen aufsichtsrechtlichen Regelungen soll jedoch nicht stattfinden.
  • Anwendungsbereich: Alle Banken, die unter der direkten Aufsicht der EZB stehen, ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung, zumindest für alle ab 1. Januar 2018 als NPE klassifizierten Instrumente.
  • In der Guidance ist vorgesehen, dass prudentiell nach zwei Jahren 100% des unbesicherten Exposure durch Risikovorsorge abgedeckt sind, und nach sieben Jahren zusätzlich 100% des besicherten Anteils.
  • Sofern sich, unter Berücksichtigung der Risikovorsorge nach den Vorgaben der Rechnungslegung eines aufsichtsrechtlichen Expected Loss (EL) Shortfall und CET1 Abzügen von den Eigenmitteln nach dem Ermessen der Bank eine Differenz zu den vorgelegten Mindestanforderungen ergibt, empfiehlt die EZB den Banken die Lücke durch
    (a) Berücksichtigung der nach den Rechnungslegungsvorschriften maximal möglichen Risikovorsorge und
    (b) die Anpassung des harten Kernkapitals unter Anwendung des Artikel 3 CRR
    zu schließen.
  • Gemäß dem „Comply or Explain“-Ansatz erfolgt einmal im Jahr eine Überprüfung der sachgerechten Umsetzung; ggf. werden aufsichtliche Maßnahmen ergriffen.

Die Konsultationsfrist läuft bis zum 8. Dezember 2017 mit einer öffentlichen Anhörung am 30. November 2017. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der EZB.

IFRS für Banken – die 6. Auflage ist da

Das Praxishandbuch „IFRS für Banken“ ist jetzt in der 6. Auflage im Bank-Verlag erschienen.

 

Im Mittelpunkt des branchenbezogenen Handbuchs stehen unverändert die Vorschriften zur Erfassung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Kommentierung erfolgt erstmals unter Zugrundelegung der neuen Vorschriften des IFRS 9.

Darüber hinaus erfolgt, wie in den Vorauflagen bewährt, eine postenbezogene Darstellung und Kommentierung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Kreditinstitute. Wegen der zahlreichen neuen Standards wurden diese Kapitel gegenüber der vorangegangenen Auflage vollständig überarbeitet. Dies gilt auch für die Vorschriften zur Konsolidierung (IFRS 10 bis IFRS 12) und zur Umsatzrealisierung (IFRS 15).

Die weiteren Kapitel umfassen die Darstellung der Rahmenbedingungen der internationalen Rechnungslegung und einen Überblick über die neuen Bilanzierungsvorschriften für Leasingverträge (IFRS 16) und Versicherungsverträge (IFRS 17).
Zahlreiche Abbildungen und Beispiele erleichtern die Lesbarkeit und erhöhen den Praxisbezug.

Das Buch (3.326 Seiten, 2 Bände im Schuber) kann zum Preis von 98 EUR beim Bank-Verlag bestellt werden.

Das E-Book kann hier oder hier bestellt werden.

 

 

RPA – kleine Programme ganz groß

Robotics Process Automation als Startpunkt der digitalen Transformation im Accounting

Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet stetig voran und so stellt sich inzwischen nicht mehr die Frage, ob ein Unternehmen diesen Weg beschreitet, sondern wann und wie es ihn beschreitet. Digitalisierung betrifft jeden Unternehmensbereich und so auch das Accounting. Grundlage für Technologien wie z.B. Artificial Intelligence, Blockchain oder Advanced & Predictive Analytics sind Daten und Prozesse in digitaler Form. Doch wie passt dies zu einer oftmals historisch gewachsenen und zerklüfteten Systemlandschaft einer Bank – und dort speziell im Accounting? Genau hier kann Ihnen Robotics Process Automation helfen.

Robotics Process Automation kann für Sie die Initialzündung und der Ausgangspunkt der digitalen Transformation des Accountings sein oder der nächste konsequente Schritt in einem bereits fortgeschrittenen Digitalisierungsprozess.

Was Robotics Process Automation ist, welche Vorteile es Ihnen bietet und wie es Ihnen bei der digitalen Transformation im Accounting helfen kann, erfahren Sie in der gleichnamigen Broschüre, die Sie kostenlos über den PwC-Publikationsservice bestellen können. Sprechen Sie uns an.

 

GPPC: Risiko wesentlicher Fehldarstellungen aus Schätzungen der erwarteten Kreditverluste

Die Implementierung und Anwendung von Expected Credit Loss-Modellen stellt eine der größten Herausforderungen für Banken bei der Umsetzung der IFRS-9-Anforderungen dar.

Das Global Public Policy Committee (GPPC) – ein Netzwerk der weltweit sechs größten Wirtschaftsprüfungsinstitute – nahm dies in ihrer kürzlich veröffentlichten Publikation zum Anlass, um Banken für dieses Thema zu sensibilisieren sowie einen hohen Qualitätsstandard bei der Bilanzierung erwarteter Kreditverluste zu fördern. Die Publikation „The Auditor’s Response to the Risks of Material Misstatement Posed by Estimates of Expected Credit Losses under IFRS 9“  bildet die zweite Veröffentlichung des GPPC zum Thema Wertminderungsvorschriften unter IFRS 9 und richtet sich primär an Prüfungsausschüsse systemrelevanter Banken (systemically important banks, „SIBs“).

Die Publikation umfasst insgesamt sieben Themenblöcke sowie eine Liste wesentlicher Key Questions, die als Leitfaden bzw. Diskussionsgrundlage bei der Beurteilung von erwarteten Kreditverlusten herangezogen werden kann.

Die vollständige Fassung sowie eine kurze Zusammenfassung der Publikation des GPPC finden Sie auf PwC Inform.