Schlagwort: ESMA

Bleiben Sie auf dem Laufenden - der ESMA RSS-Feed

Verlautbarung der ESMA zu Forbearance und IFRS 9 Stufentransfermethodik

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat am 16. Juli 2019 die 23. Sammlung von Auszügen aus der EECS-Datenbank zu Enforcement-Entscheidungen zur IFRS-Bilanzierung veröffentlicht. (Link zum Report)

In diesem Zusammenhang geht die ESMA auch auf Wechselwirkungen zwischen der aufsichtlichen Forbearance Einstufung und dem IFRS 9 Stufenmodell ein (Punkt V „Impact of forbearance on assessment of significant increase in credit risk“).

Der Enforcer stellt dabei klar, dass eine Forbearance-MaĂźnahme als Ereignis fĂĽr einen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos („significant increase in credit risk“, SICR) anzusehen ist und somit die Vermögenswerte mindestens Stufe 2, mit Bildung eines „Lifetime Expected Loss“, zuzuordnen sind. Weiterhin ist im Zuge der Forbearance-MaĂźnahme zu ĂĽberprĂĽfen, ob die Vermögenswerte nicht als „credit-impaired“ und somit in Stufe 3 einzuordnen sind. Der Enforcer verweist an dieser Stelle auf die im IFRS 9 Appendix A dargestellten Ereignisse die zu einem Impairment fĂĽhren können und stellt dabei insbesondere auf folgenden Sachverhalt ab: „the lender(s) of the borrower, for economic or contractual reasons relating to the borrower’s financial difficulty, having granted to the borrower a concession(s) that the lender(s) would not otherwise consider“.

Sollten Sie Fragen zu dem Thema haben, stehen wir Ihnen gerne zur VerfĂĽgung.

EU-Kommission veröffentlicht ESEF-Verordnung

Im Rahmen der Transparenzrichtlinie aus dem Jahr  2013 wurde die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) von der europäischen Kommission beauftragt, technische Regulierungsstandards (RTS) fĂĽr ein einheitliches digitales Berichtsformat „European Single Electronic Format“ (ESEF) zu entwerfen.
Ende vergangenen Jahres wurde der Vorschlag der ESMA von der Europäischen Kommission angenommen. Da seitens des Europäischen Rats keine Einwände vorgebracht wurden, tritt die Verordnung ab dem 18.06.2019 in Kraft. Demzufolge sind ab dem Jahr 2020 alle Unternehmen, die Wertpapiere (Aktien oder Schuldverschreibungen) am regulierten Markt emittieren, dazu verpflichtet ihre IFRS-Konzernjahresabschlüsse in dem einheitlichen elektronischen Berichtsformat ESEF zu veröffentlichen. Konkret sieht die ESMA vor, dass alle Abschlüsse in einem XHTML-Format erstellt werden müssen. IFRS-Konzernjahresabschlüsse sind zusätzlich mit iXBRL-Etiketten zu versehen (Tagging), welche auf der IFRS-Taxonomie basieren und eine Maschinenlesbarkeit ermöglichen. Ziel der Verordnung ist es u.a., die Vergleichbarkeit von Abschlüssen mit ggf. unterschiedlichen Strukturen unter Berücksichtigung neuerer technologischer Möglichkeiten zu erhöhen.

Wertvolle Informationen zu den aktuellen ESEF-Entwicklungen finden Sie auf unserer Website

/* */