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FASB veröffentlicht ED zu Classification & Measurement – Keine vollständige Konvergenz zu den entsprechenden IASB-Regelungen

Am 14. Februar 2013 hat der US Standardsetter Financial Accounting Standards Board (FASB) einen Exposure Draft (ED) zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Es handelt sich dabei um das Gegenstück zu dem im Oktober 2010 vom IASB veröffentlichten IFRS 9 sowie dem im November 2012 veröffentlichten ED/2012/4 „Limited Amendments to IFRS 9“ (siehe mein Blog vom 29. November 2012).

Als positives Ergebnis der Konvergenzbemühungen beider Standardsetter sind die in vielen Bereichen einander angeglichenen Regelungen zu nennen. So sehen beide Regelungswerke als grundlegendes Prinzip der Klassifizierung eine Abhängigkeit von den vertraglichen Cashflows des Finanzinstruments und dem zugrundeliegenden Geschäftsmodell vor. Dies sollte insbesondere für finanzielle Schuldtitel zu einer vergleichbaren Bilanzierung führen. Aufgrund abweichender Formulierungen und Anwendungsleitlinien (Application Guidance) sind Unterschiede in der Anwendung der Regelungen jedoch nicht auszuschließen.

Zudem bestehen vereinzelt Regelungsunterschiede zwischen den beiden Entwürfen. Dies betrifft vor allem den Anwendungsbereich der Fair Value Option, die Kategorisierung und Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten sowie die Umgliederung (Recycling) der auf Änderungen des eigenen Kreditrisikos zurückzuführenden Fair-Value-Änderungen von finanziellen Verpflichtungen, für die die Fair Value Option angewendet wurde.

Die Kommentierungsfrist für den vom FASB veröffentlichten ED endet am 15. Mai 2013 während die Kommentierungsfrist für den vom IASB veröffentlichten ED bereits am 28. März 2013 abläuft.

IASB beschließt weitere Details zur Kategorisierung nach IFRS 9

Am 13. Juni 2012 haben das IASB und das FASB wie erwartet entschieden, dass die GuV-neutrale Fair-Value-Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten (Kategorie Fair Value OCI) nur für solche Finanzinstrumente zulässig ist, deren vertragliche Cashflows ausschließlich Zinsen und Tilgungen darstellen (CCC-Kriterium) und die in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dessen Ziel es ist, sowohl die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen (Halte-Absicht) als auch Verkäufe zu tätigen.

Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die Fair-Value-Option bei Vorliegen eines Accounting Mismatch auf Finanzinstrumente ausgeweitet wird, die eigentlich der Kategorie Fair Value OCI zuzuordnen wären.

 

Um Trends und Perspektiven der Internationalen Rechnungslegung geht es bei unserem 12. Expertenforum am 18. und 19. September 2012. Weitere Informationen finden sie auf unserer Website

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